Laufbahnausbildung in der GST

Alles was das Militär betrifft, Armeen, Technik u.s.w. und militärgeschichtliche Themen

Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2026, 21:49

steffen52 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
sie wurde mir in der Bananenreiferei


Da warst du drinnen? [shocked]

AZ

Ja, verasche dich lieber selber. Was anderes kannst du nicht. [muede]
Gruß steffen52


Auf eine klare Frage eine ausfallende Antwort? Ich will dich nicht verarschen, wundere mich nur.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 08:54

karnak hat geschrieben:Ja jetzt wo Du es sagst, fällt es mir wieder ein. Ich war damals tatsächlich bei sowas dabei. So nebenher, wir sollten feindliche Agenten aufspüren, haben auch ihr Lager gefunden, mit brennenden Lagerfeuer. War aber keiner da, wir wollten also weiterziehen, da knallte es von unten durch das Lagerfeuer. Die 2 Genossen des MfS, so wurden sie uns vorgestellt, huckten unter dem Feuer mit einem Blech abgedeckt und schossen mit Platzpatronen nach oben damit wir sie finden. Mich hat das Versteck in jedem Fall damals beeindruckt. [flash]


Das klingt aber nun wieder mehr nach "Manöver Schneeflocke" bzw. Hans-Beimler-Wettkämpfe in der 8, 9 oder 10 Klasse....nicht wie Wehrlager.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 08:56

augenzeuge hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
sie wurde mir in der Bananenreiferei


Da warst du drinnen? [shocked]

AZ

Ja, verasche dich lieber selber. Was anderes kannst du nicht. [muede]
Gruß steffen52


Auf eine klare Frage eine ausfallende Antwort? Ich will dich nicht verarschen, wundere mich nur.

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Kann man diese Bananenfrage wo anders klären? Hat ja wohl nichts mit dem Thema zu tun.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon Edelknabe » 20. Februar 2026, 09:17

Der Angreifer unter dem Lagerfeuer köstlich nee, dazu hieß das wohl noch Manöver Schneeflocke wie passend und Karnak hatte es ja schon erwähnt, das hieß Genossen und eben nicht mehr Kameraden wie bei steffen und der Wehrmacht, unserem Ex-Brotfahrer und Bananenkutscher.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon Beethoven » 20. Februar 2026, 09:35

Na, ich würde schon sagen, dass die GST eine "Kaderschmiede" für die NVA war.

Klar, nicht jedes Mitglied der GST wurde auch dort hin eingezogen, wo er eigentlich, entsprechend der vormilitärischen Ausbildung, hin gehörte.
Das betraf wohl am ehesten auf die Jungs zu, die den Seesport in der GST betrieben. So viele Matrosen benötigte die kleinste Teilstreitkraft der NVA gar nicht. Gleiches galt wohl für die Segelflieger. Es konnte nicht jeder Pilot werden. Teils aus politischen- und teils aus medizinischen Gründen.

Aber wenn die WKK´s ordentlich arbeiteten, dann sollten die jungen Männer schon entsprechend ihrer Laufbahnausbildung eingesetzt werden.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 20. Februar 2026, 10:03

pentium hat geschrieben:
Das klingt aber nun wieder mehr nach "Manöver Schneeflocke" bzw. Hans-Beimler-Wettkämpfe in der 8, 9 oder 10 Klasse....nicht wie Wehrlager.

Unter was das damals lief weiß ich nicht mehr so genau. Ich glaube ich musste auch mit einem KK Gewehr durch die Gegend rennen in einer Form Biathlon zu Fuß [flash] . Und ich erinnere mich halt an die Geschichte mit dem Lagerfeuer. [flash]
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 20. Februar 2026, 10:12

Beethoven hat geschrieben:Na, ich würde schon sagen, dass die GST eine "Kaderschmiede" für die NVA war.


Würde ich gar nicht absolut bestreiten wollen. Aber eben im Sinne eine Institution wo man junge Burschen auf den Geschmack bringen konnte und wollte, einen Überblick bekommt wer geeignet sein könnte. Aber eben nicht im Sinne einer Kadettenschule.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 11:33

karnak hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Das klingt aber nun wieder mehr nach "Manöver Schneeflocke" bzw. Hans-Beimler-Wettkämpfe in der 8, 9 oder 10 Klasse....nicht wie Wehrlager.

Unter was das damals lief weiß ich nicht mehr so genau. Ich glaube ich musste auch mit einem KK Gewehr durch die Gegend rennen in einer Form Biathlon zu Fuß [flash] . Und ich erinnere mich halt an die Geschichte mit dem Lagerfeuer. [flash]


Dann war das aber mehr, wie schon von mir vermutet, das "Manöver Schneeflocke"....
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 20. Februar 2026, 11:36

Was fand denn dann bei dieser vormilitärischen Ausbildung statt, Exerzieren?
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 12:17

karnak hat geschrieben:Was fand denn dann bei dieser vormilitärischen Ausbildung statt, Exerzieren?


Steht doch alles in den Beiträgen...Ich habe mal versucht noch etwas zum Thema herauszufinden und bin auf zwei Quellen gestoßen die einen gewissen Raum zum spekulieren öffnen. Von daher versuche ich mich mal ins Reich der Spekulationen zu begeben. Aber zunächst mal die Quellen:

Erstens
„Wissensspeicher Wehrausbildung“
Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin 1979

2. Auflage
Seite 29

„Die vormilitärische Ausbildung erfolgt durch die GST für alle männlichen Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren in den Ausbildungseinheiten an den Erweiterten Oberschulen, Berufsschulen oder anderen Einrichtungen der Berufsausbildung. Seit 1969/70 bilden

-das Ausbildungsprogramm der vormilitärischen Grundausbildung und

-die Ausbildungsprogramme für bestimmte Laufbahnen in der NVA

die Grundlage für ein möglichst einheitliches Niveau in der Wehrdienstvorbereitung der Jugend der DDR.

Zweitens: Tappert, Jodl „Körperertüchtigung und Sport für die sozialistische Landesverteidigung“

Militärverlag der DDR

1. Auflage Berlin 1973

Seite 38

„Grundorganisationen und Sektionen der GST bestehen an Berufsschulen, Erweiterten Oberschulen sowie in Betrieben der sozialistischen Industrie und Landwirtschaft. Die physische Vorbereitung auf die Landesverteidigung ist Bestandteil aller Programme der GST in der vormilitärischen Grundausbildung, in die alle männlichen Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren einbezogen werden, und in der vormilitärischen Ausbildung für die Laufbahnen der NVA, die sich an die vormilitärische Grundausbildung anschließt.“
Seite 42

„Die vormilitärische Ausbildung für die Laufbahnen der NVA setzt kontinuierlich die Bildungs- und Erziehungsarbeit fort, die mit der vormilitärischen Grundausbildung begonnen wurde. Die spezialisierte Schulung umfaßt folgende Laufbahnen:

mot. Schützen
Fallschirmjäger
Militärkraftfahrer
Tastfunker
Fernschreiber
Flugzeugführer/Ingenieur
maritime Ausbildung:
Navigation

Schiffsmaschinentechnik

Seefunk

Seemannschaft allgemein

Taucher

In diese Ausbildung werden in der Regel die Schüler des 2. und 3. Lehrjahres der Berufsschulen sowie Offiziersbewerber der erweiterten Oberschule einbezogen.“

Wesentlich erscheint mir, dass unterschieden wurde zwischen einer vormilitärischen Grundausbildung und einer vormilitärischen Laufbahnausbildung. Ich gehe davon aus, dass die hier angesprochenen Wehrlager, neunte Klasse und erstes Lehrjahr, der vormilitärischen Grundausbildung zuzurechnen sind. Daraus würde dann folgen, dass dort keine Schlaufen für die Laufbahnausbildung getragen wurden. Erst ab dem Beginn der vormilitärischen Laufbahnausbildung käme ein Tragen der Schlaufen in Frage. Also erst im zweiten und dritten Lehrjahr. Ich erinnere mich noch daran, dass es im zweiten und dritten Lehrjahr einzelne Tage Wehrausbildung gab und, dass ich auch irgendwann das Leistungsabzeichen mot. Schütze bekam. Die genauen Zusammenhänge kriege ich aber nicht mehr auf die Reihe.

Weiterhin könnte ich mir vorstellen, dass in solchen Laufbahnausbildungen wie MKF, Fallschirmjäger, Nachrichten u.s.w. Ausbildungen auch in der Freizeit stattfanden.

Überlegt habe ich auch, ob wir die GST-Uniform in der Lehrzeit zu Hause hatten oder ob sie immer zu den Ausbildungstagen gesondert empfangen wurde. Relativ sicher bin ich mir, dass die Uniform auch zur Fahrschulausbildung getragen wurde.

Möchte nochmals darauf hinweisen, dass die Quellen aus den siebziger Jahren sind und, dass in den Achtzigern vielleicht alles ganz anders war....
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon steffen52 » 20. Februar 2026, 13:07

Edelknabe hat geschrieben:Der Angreifer unter dem Lagerfeuer köstlich nee, dazu hieß das wohl noch Manöver Schneeflocke wie passend und Karnak hatte es ja schon erwähnt, das hieß Genossen und eben nicht mehr Kameraden wie bei steffen und der Wehrmacht, unserem Ex-Brotfahrer und Bananenkutscher.

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Der Bombenleger Edelknabe hat seine Kameraden als Genossen angesprochen, wer es glaubt! Ich habe wenigsten die Kameraden in den GK mit
Lebensmittel versorgt und nicht wie der Bombenleger Edelknabe, der Bürger welche die DDR verlassen wollten, durch seine Tätigkeit an den
Grenzanlagen getötet oder verstümmelt hat. Aber er ist und bleibt auch heute noch ein treuer Diener des vergangenen DDR-Regimes... [shocked]
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 20. Februar 2026, 13:40

pentium hat geschrieben:
Steht doch alles in den Beiträgen...Ich habe mal versucht noch etwas zum Thema herauszufinden und bin auf zwei Quellen gestoßen die einen gewissen Raum zum spekulieren öffnen. Von daher versuche ich mich mal ins Reich der Spekulationen zu begeben. Aber zunächst mal die Quellen:

Erstens
„Wissensspeicher Wehrausbildung“
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2. Auflage
Seite 29

„Die vormilitärische Ausbildung erfolgt durch die GST für alle männlichen Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren in den Ausbildungseinheiten an den Erweiterten Oberschulen, Berufsschulen oder anderen Einrichtungen der Berufsausbildung. Seit 1969/70 bilden

-das Ausbildungsprogramm der vormilitärischen Grundausbildung und

-die Ausbildungsprogramme für bestimmte Laufbahnen in der NVA

die Grundlage für ein möglichst einheitliches Niveau in der Wehrdienstvorbereitung der Jugend der DDR.

Zweitens: Tappert, Jodl „Körperertüchtigung und Sport für die sozialistische Landesverteidigung“

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1. Auflage Berlin 1973

Seite 38

„Grundorganisationen und Sektionen der GST bestehen an Berufsschulen, Erweiterten Oberschulen sowie in Betrieben der sozialistischen Industrie und Landwirtschaft. Die physische Vorbereitung auf die Landesverteidigung ist Bestandteil aller Programme der GST in der vormilitärischen Grundausbildung, in die alle männlichen Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren einbezogen werden, und in der vormilitärischen Ausbildung für die Laufbahnen der NVA, die sich an die vormilitärische Grundausbildung anschließt.“
Seite 42

„Die vormilitärische Ausbildung für die Laufbahnen der NVA setzt kontinuierlich die Bildungs- und Erziehungsarbeit fort, die mit der vormilitärischen Grundausbildung begonnen wurde. Die spezialisierte Schulung umfaßt folgende Laufbahnen:

mot. Schützen
Fallschirmjäger
Militärkraftfahrer
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maritime Ausbildung:
Navigation

Schiffsmaschinentechnik

Seefunk

Seemannschaft allgemein

Taucher

In diese Ausbildung werden in der Regel die Schüler des 2. und 3. Lehrjahres der Berufsschulen sowie Offiziersbewerber der erweiterten Oberschule einbezogen.“

Wesentlich erscheint mir, dass unterschieden wurde zwischen einer vormilitärischen Grundausbildung und einer vormilitärischen Laufbahnausbildung. Ich gehe davon aus, dass die hier angesprochenen Wehrlager, neunte Klasse und erstes Lehrjahr, der vormilitärischen Grundausbildung zuzurechnen sind. Daraus würde dann folgen, dass dort keine Schlaufen für die Laufbahnausbildung getragen wurden. Erst ab dem Beginn der vormilitärischen Laufbahnausbildung käme ein Tragen der Schlaufen in Frage. Also erst im zweiten und dritten Lehrjahr. Ich erinnere mich noch daran, dass es im zweiten und dritten Lehrjahr einzelne Tage Wehrausbildung gab und, dass ich auch irgendwann das Leistungsabzeichen mot. Schütze bekam. Die genauen Zusammenhänge kriege ich aber nicht mehr auf die Reihe.

Weiterhin könnte ich mir vorstellen, dass in solchen Laufbahnausbildungen wie MKF, Fallschirmjäger, Nachrichten u.s.w. Ausbildungen auch in der Freizeit stattfanden.

Überlegt habe ich auch, ob wir die GST-Uniform in der Lehrzeit zu Hause hatten oder ob sie immer zu den Ausbildungstagen gesondert empfangen wurde. Relativ sicher bin ich mir, dass die Uniform auch zur Fahrschulausbildung getragen wurde.

Möchte nochmals darauf hinweisen, dass die Quellen aus den siebziger Jahren sind und, dass in den Achtzigern vielleicht alles ganz anders war....

Heißt also es gab ein vormilitärische Ausbildung als obligatorisches" Schulfach "um die Bevölkerung " Wehrzuertüchtigen" und es gab die GST als Organisation in die man freiwillig eintrat weil man Spaß am Segelfliegen, Tauchen, Fallschirmspringen, Modellbauen, Funken,LKW Fahren und damit günstigen Erwerb eines Führerscheins bekam, mit was heute übrigens für das Dienen als Zeitsoldat geworben wird, oder weil man Spaß am Krieg spielen oder marschieren hatte. [flash] In jedem Fall war es freiwillig.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 13:46

Zu meiner Zeit gab es kein Schulfach "Wehrerziehung"....Es ist doch aber logisch, das Jemand der die AG "Junge Funker" besucht, dann in die GST eintritt um sein Hobby weiter zu betreiben, das im WKK erzählt, später bei der NVA weiter herumfunken darf. Überhaupt scheinst du manchmal in einer Parallelwelt DDR gelebt zu haben.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 20. Februar 2026, 14:04

pentium hat geschrieben:Zu meiner Zeit gab es kein Schulfach "Wehrerziehung"....Es ist doch aber logisch, das Jemand der die AG "Junge Funker" besucht, dann in die GST eintritt um sein Hobby weiter zu betreiben, das im WKK erzählt, später bei der NVA weiter herumfunken darf. Überhaupt scheinst du manchmal in einer Parallelwelt DDR gelebt zu haben.

Aber halt freiwillig, was die GST angeht, nur das war mein Punkt. Wehrerziehung im eigentlichen Sinne und besonders obligatorisch gab es erst ab 78, deswegen meine Parallelwelt [grin] . Ansonsten, Pazifismus, und das noch mit dem Hintergrund damit die Ablehnung des Staates an sich zu dokumentieren stand sowieso nicht auf meiner Agenda. Und außerhalb von ideologischen Überzeugungen und " DDR mein Vaterland" hat mir Krieg spielen, beginnend bei Cowboy und Indianer durchaus auch Spaß gemacht, wie jedem vernünftigen Bengel nach meinem Verständnis. [flash]
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 20. Februar 2026, 17:20

steffen52 hat geschrieben:Ich habe wenigsten die Kameraden in den GK mit Lebensmittel versorgt und nicht wie der Bombenleger Edelknabe, der Bürger welche die DDR verlassen wollten, durch seine Tätigkeit an den Grenzanlagen getötet oder verstümmelt hat.
Gruß steffen52


Also, du hast auch jene mit Bananen versorgt, welche die gleiche Tätigkeit wie Edelknabe ausgeübt haben? Was hättest du getan, wenn man dich diesen Leuten zugeteilt hätte?

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 20. Februar 2026, 17:23

Es ist doch aber logisch, das Jemand der die AG "Junge Funker" besucht, dann in die GST eintritt um sein Hobby weiter zu betreiben, das im WKK erzählt, später bei der NVA weiter herumfunken darf.


Das würde ich bezweifeln. Also ob die NVA Hobbies berücksichtigt hat. [flash] Die mussten an erster Stelle ihre geplanten Kontingente füllen.
Logisch war in der DDR eigentlich gar nichts.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon Edelknabe » 20. Februar 2026, 17:25

Das mit dem "Nein" sagen fiel mir doch auf dem Leipziger Hauptbahnhof damals nicht ein. Typisch DDR eben und nee, ich meinte eher dieses "freiwillig, unfreiwillig" Denn das war damals DDR und nicht BRD und richtig steffen, ich persönlich sage heute noch, man hätte das Land umstellen, einfach nur besser machen sollen. Denn dann hätte es heute keine AfD gebraucht. Zumindest nicht im Osten. Noch zum Text vom Jörg, dann wäre ein steffen schön mitgelaufen, auf dem Kolonnenweg. ohne zu mucke, richtig schon freiwillig.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 17:46

augenzeuge hat geschrieben:
Es ist doch aber logisch, das Jemand der die AG "Junge Funker" besucht, dann in die GST eintritt um sein Hobby weiter zu betreiben, das im WKK erzählt, später bei der NVA weiter herumfunken darf.


Das würde ich bezweifeln. Also ob die NVA Hobbies berücksichtigt hat. [flash] Die mussten an erster Stelle ihre geplanten Kontingente füllen.
Logisch war in der DDR eigentlich gar nichts.

AZ


Du hast doch weder gedient noch ein WKK von innen gesehen, oder? Da oben steht eine Überschrift...lies die mal ganz langsam, besonders das Wort...Laufbahn! Was meinst du woher oder was die meisten Piloten der NVA vor ihrer Armeezeit in der GST getan haben?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 20. Februar 2026, 17:58

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Es ist doch aber logisch, das Jemand der die AG "Junge Funker" besucht, dann in die GST eintritt um sein Hobby weiter zu betreiben, das im WKK erzählt, später bei der NVA weiter herumfunken darf.


Das würde ich bezweifeln. Also ob die NVA Hobbies berücksichtigt hat. [flash] Die mussten an erster Stelle ihre geplanten Kontingente füllen.
Logisch war in der DDR eigentlich gar nichts.

AZ


Du hast doch weder gedient noch ein WKK von innen gesehen, oder? Da oben steht eine Überschrift...lies die mal ganz langsam, besonders das Wort...Laufbahn! Was meinst du woher oder was die meisten Piloten der NVA vor ihrer Armeezeit in der GST getan haben?


Natürlich habe ich 2x mal ein WKK von innen gesehen. Was glaubst du denn? [flash]
Lies deine Aussage noch mal langsam. So war es in der DDR, die ich kenne , nicht.

AZ
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon steffen52 » 20. Februar 2026, 18:02

augenzeuge hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:Warum hatte
man mich zu Zeiten meines Grundwehrdienstes sofort als Kraftfahrer im Regiment an der Grenze eingezogen, also alles mit Berechnung des DDR- Militärs.
Gruß steffen52


Ich vermute mal, es gab damals noch nicht so viele mit LKW Schein. Die suchten jemand, und du hast dich gemeldet.
Oder war das denen schon durch die Musterung bekannt?

Was ich nicht glaube, dass die schon bei der GST zielsicher darauf hin gearbeitet haben.
Vielleicht hat man dich dort auch eingesetzt, weil du dich sonst zu etwas anderem wenig geeignet hast.....[grins]

In der DDR nutzte man immer das, was man bekommen konnte. Schau auf Edelknaben.

AZ

Ich habe mich nicht gemeldet, zur Musterung ist schon klar gewesen das ich als Militärkraftfahrer eingesetzt werde, wo ich dienen musste nicht.
Um am Kanten rumzulaufen brauchte es keine besondere Eignung, nur man musste diesen DDR- Staat sehr ergeben gewesen sein. Also SED- Genosse,
keine Verwandtschaft im Westen. Da ich weder SED- Genosse gewesen bin und auch Verwandtschaft im Westen hatte, hat man mich halt, erstaunlicher
Weise , im Regiment eingesetzt. Das man den staatstreuen Edelknabe zum Bombenlegen an den Zaun zugelassen hat, das ist doch wohl klar!
Er hätte ja genügend Möglichkeiten zur Flucht gehabt, das er das nicht machen würde das war den Genossen des MfS genau bekannt. Einen
einfältigeren staatstreuen Genosse konnte man überhaupt nicht finden!! Das er sich auch heute noch so wichtig tut mit seiner damaligen Zeit
bei den Pionieren an der Grenze, das sagt doch alles über ihn aus. Mich als was auch immer zu betiteln, zeigt was er für ein Geistesblitz ist.
Er fühlt sich noch heute als Retter der DDR. Pech für ihn das es anders gekommen ist..... [bravo]
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 18:04

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Es ist doch aber logisch, das Jemand der die AG "Junge Funker" besucht, dann in die GST eintritt um sein Hobby weiter zu betreiben, das im WKK erzählt, später bei der NVA weiter herumfunken darf.


Das würde ich bezweifeln. Also ob die NVA Hobbies berücksichtigt hat. [flash] Die mussten an erster Stelle ihre geplanten Kontingente füllen.
Logisch war in der DDR eigentlich gar nichts.

AZ


Du hast doch weder gedient noch ein WKK von innen gesehen, oder? Da oben steht eine Überschrift...lies die mal ganz langsam, besonders das Wort...Laufbahn! Was meinst du woher oder was die meisten Piloten der NVA vor ihrer Armeezeit in der GST getan haben?


Natürlich habe ich 2x mal ein WKK von innen gesehen. Was glaubst du denn? [flash]
Lies deine Aussage noch mal langsam. So war es in der DDR, die ich kenne , nicht.

AZ


Zeitschiene beachten und den Umstand, das es Leute gab die aus bestimmten Gründen etwas länger bei der Truppe bleiben wollten...Frage doch mal den Fallschirmspringer, was er so bei der GST getrieben hat, gut einen MIG Piloten oder einen Seemann haben wir hier nicht und außerdem ging es ja um Wehrlager bei der GST.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 20. Februar 2026, 18:25

Vielleicht brauchte man nur die richtigen Beziehungen.
Wenn Papa und Mama bei der Truppe waren, kam der Sohn sicher auch dahin, wo sein Hobby war. Das glaube ich gern.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 18:37

augenzeuge hat geschrieben:Vielleicht brauchte man nur die richtigen Beziehungen.
Wenn Papa und Mama bei der Truppe waren, kam der Sohn sicher auch dahin, wo sein Hobby war. Das glaube ich gern.

AZ


Du meinst die ganzen Berufssoldaten der NVA besonders die Piloten, hatten Eltern bei der NVA? Genauso die Taucher und Fallschirmtruppe....und Seeleute?
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 20. Februar 2026, 19:21

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Vielleicht brauchte man nur die richtigen Beziehungen.
Wenn Papa und Mama bei der Truppe waren, kam der Sohn sicher auch dahin, wo sein Hobby war. Das glaube ich gern.

AZ


Du meinst die ganzen Berufssoldaten der NVA besonders die Piloten, hatten Eltern bei der NVA? Genauso die Taucher und Fallschirmtruppe....und Seeleute?


Wie? Du behauptest, die ganzen Berufssoldaten gingen in der NVA nur ihrem Hobby nach? Und die kamen alle dahin, wohin sie wollten? Besser kann man den alten laden nicht verklären. [flash]
AZ
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 20:06

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Vielleicht brauchte man nur die richtigen Beziehungen.
Wenn Papa und Mama bei der Truppe waren, kam der Sohn sicher auch dahin, wo sein Hobby war. Das glaube ich gern.

AZ


Du meinst die ganzen Berufssoldaten der NVA besonders die Piloten, hatten Eltern bei der NVA? Genauso die Taucher und Fallschirmtruppe....und Seeleute?


Wie? Du behauptest, die ganzen Berufssoldaten gingen in der NVA nur ihrem Hobby nach? Und die kamen alle dahin, wohin sie wollten? Besser kann man den alten laden nicht verklären. [flash]
AZ


Sehr, sehr witzig.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon Beethoven » 21. Februar 2026, 09:20

augenzeuge hat geschrieben:
Es ist doch aber logisch, das Jemand der die AG "Junge Funker" besucht, dann in die GST eintritt um sein Hobby weiter zu betreiben, das im WKK erzählt, später bei der NVA weiter herumfunken darf.


Das würde ich bezweifeln. Also ob die NVA Hobbies berücksichtigt hat. [flash] Die mussten an erster Stelle ihre geplanten Kontingente füllen.
Logisch war in der DDR eigentlich gar nichts.

AZ


Das ist wohl wahr. Es mussten Kontingente erfüllt werden und dem Leiter WKK (meistens ein Oberst) wurden die Ohren lang gezogen, so er diese Kontingente nicht erfüllte, es denn, es ging aus objektiven Gründen nicht. Dann aber wurden die Auflagen durchaus geändert.

Nun meine Herren. Die GST hatte beste Kontakte zu den Wehrorganen (WKK und WBK) und teile diesen Organen jede abgeschlossene Laufbahnausbildung mit. Dazu war die GST verpflichtet.
Passte der junge Mann mit abgeschlossener Laufbahnausbildung ins Kontingent des WKK, so wurde er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dorthin gezogen.
War jedoch dieses Kontingent bereits durch das WKK erfüllt und es fehlten nur noch zukünftige Soldaten in anderen Richtungen, konnte es schon passieren, dass der ausgebildete Funker, Seemann oder was weiß ich, bei den Mot.-Schützen, den Grenzern oder der Artillerie landete. Das verstörte diese jungen Männer dann oft und so mancher Mann war nun nur noch bereit (wenn vorher noch eine längere Dienstzeiten im Raume stand) die Mindestdienstzeit in der NVA zu leisten.

Bei mir z.B. war es so. Das WKK Rostock hatte nur 2 Mann im Kontingent für Fallschirmjäger in einer Kampfkompanie. Wir waren aber 5 Männer aus dem Bezirk Rostock.
Da aber der Bezirk Schwerin eine wesentlich höhere Anzahl zu stellen hatte und die nicht voll bekam, wurde da gemauschelt so dass wir 5 uns in der 1. FJK in Prora trafen.
Die Sicherstellungskräfte kamen ja fast alle aus den drei Nordbezirken. Andere Bezirke hatten bis zu 25 zukünftige FJ zu stellen.

Freundlichst
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 21. Februar 2026, 10:29

Ich habe jedenfalls bei der Musterung gesagt, ich würde mich für den chemischen Dienst interessieren und bin auch dort gelandet. Ich gehe mal davon aus einen Grundwehrdienstleistenden hat man gar nicht nach Wünschen gefragt.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 21. Februar 2026, 10:42

karnak hat geschrieben:Ich habe jedenfalls bei der Musterung gesagt, ich würde mich für den chemischen Dienst interessieren und bin auch dort gelandet. Ich gehe mal davon aus einen Grundwehrdienstleistenden hat man gar nicht nach Wünschen gefragt.


Du wolltest ja auch länger bleiben oder sehe ich da was falsch? Es geht ja auch nicht um den GW, sondern um die, ich nenne sie mal Spezialisten, wie Taucher, Flieger oder Fallschirmspringer....ja auch Funker
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 21. Februar 2026, 12:09

pentium hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Ich habe jedenfalls bei der Musterung gesagt, ich würde mich für den chemischen Dienst interessieren und bin auch dort gelandet. Ich gehe mal davon aus einen Grundwehrdienstleistenden hat man gar nicht nach Wünschen gefragt.


Du wolltest ja auch länger bleiben oder sehe ich da was falsch? Es geht ja auch nicht um den GW, sondern um die, ich nenne sie mal Spezialisten, wie Taucher, Flieger oder Fallschirmspringer....ja auch Funker


Du siehst ja was man mit den Fallschirmspringern gemacht hat.

Ich glaube gern, dass eine lange Verpflichtung hilfreich war. Karnak hatte ja eh Vitamin D..... [angst]

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 21. Februar 2026, 12:20

Keine Ahnung, ich hatte auch gesagt, ich würde das gerne gleich nach der Lehre erledigt haben, ein halbes Jahr danach durfte ich anrücken. Und ich habe bis heute nicht verstanden welchen individuellen Sinn es machen soll hartnäckig gegen einen gesellschaftlichen Strom schwimmen zu müssen. Man sollte dabei immer nur den Kürzeren ziehen, wenn man nicht das Glück einer Wende hat, was ärgerlichweise schwer vorauszusagen ist. [grin]
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