Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon tom-jericho » 22. August 2014, 08:44

AZ,

vielleicht solltest Du mal meine Beiträge etwas länger bearbeiten und auswerten, so wie in unserer Aufklärungs - und Informationszentrale meines FuFuTAB-5 ( AIZ).

Das viele damit nichts anfangen können, ist mir doch klar.
tom-jericho
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 09:50

tom-jericho hat geschrieben:Dr. NO,

1. Im WARNOW, war das eine COKE oder doch nur wieder eine PEPSI?

2. Die DISCO im NEP unten im Bunker, war die erste Disco in der DDR.
Wieviel kostete damals der Eintritt?
Wie nennt sich die DISCO heute?

3. Zum NEP, welchen Decknamen hatte das Konspirative Objekt zur Observation
und wo befand es sich?

PS: Meine letzten Beiträge der Nacht wurden durch den SD in das Thema "Neuer Papierkorb" verschoben.


In diesem Beitrag bist du ja noch beim Thema geblieben. Was ich da im Papierkorb gesesen habe, ohje.
Bist scheinbar wieder normal geworden oder hast im Tageslicht die richtigen von den Bunten wiedergefunden.
Und nur daraum antworte ich darauf.

1. eine 0,33 Dose Coke aus dem Intershop.
2. keine Ahnung warum die Frage. Kleiner Tip: Sternenbar ganz oben nicht vergessen.
3. die Frage könntest du uns doch am besten beantworten, oder du bluffst wieder nur.
Oder meinst du etwa die Observationszentrale des Warnow, von der ich kurz schrieb ?

Dein Mix aus Halbwissen mit ein paar dazwischengebastelten Fachbegriffen beeindruckt mich immer weniger.
Bei deinem Statement zu dem Digital BOS- Funk bin ich drauf gekommen.
Weil, weißt du ich bin gelernter Funkelektroniker. Nach der Flucht im Westen mit 3 Jahren Ausbildung.
Und speziell zum Tetra- Funk sage ich dir, dass du höchstens davon mal etwas aufgeschnappt hast.
Schon die benutzte Modulation ist alles andere als trivial.
Wenn du so drauf bist wie im Papierkorb zu lesen ist, dann ist das zu hoch für dich.

herzlichst
Dr. 213
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 22. August 2014, 09:56

Dr. 213 hat geschrieben:Fertig zum Entern

Ich mußte die Straße ein ganzes Stück zurück laufen um nicht im Rückspiegel von einem der
wartenden LKW's gesehen zu werden. Ich näherte mich dann dem letzten LKW in der Warteschlange.
Es war ein LKW mit Anhänger. Die letzten Meter kroch ich auf dem immer noch warmen Asphalt von hinten
unter dem Anhänger hindurch zur Anhängergabel.

Geschickt wie ein Gecko kletterte ich an der vordere Bordwand des Anhängers hinauf.
Das Messer dabei wie ein Seeräuber quer im Mund, enterte ich das Dach des Anhängers.
Wie ich das überhaupt so schnell schaffen konnte ist mir bis heute noch unerklärlich.
Alles weitere passierte mechanisch und ganz wie von selbst. Oben angelangt schnitt ich einen etwa 40cm
langen Schlitz in die Dachplane des Anhängers und ließ mich so flach wie möglich hinein gleiten.

Glücklicherweise waren im Anhänger einige Kartons in genau der richtiger Position und Höhe
die mich weich und nahezu geräuschlos auffingen. Ich hatte ein unwahrscheinliches Glück.
Nur an dieser Stelle standen die Kisten im Anhänger so günstig gestapelt.
Etwa einen Meter daneben wäre schon nicht mehr so gut gewesen. Ich hätte dann fast 3 Meter tief auf den Holzboden
im Anhänger springen müssen. Den Außprall hätte möglicherweise der Fahrer vorne gehört.

Ich blickte mich um. Im Anhänger selbst war es erstaunlich hell.
Größte Gefahr waren nun Erschütterungen und Geräusche.
Jetzt nur keinen verräterischen Lärm machen.
Und keine Schatten die nach meiner Vorstellung durch die Plane des LKW wie ein Schattenspiel von
Außen für jedermann sichtbar sein konnten.


Das tapfere Schneiderlein

Als erstes mußte nun die aufgeschnittene Plane wieder verschlossen werden.
Mein uralter Original- Plan war es, mich selbst einzunähen.
Das Nähzeug hatte ich mir ja im Neptun- Hotel auch genau dafür besorgt.
Es konnte also los gehen.
Nun hatte ich aber bis dahin kaum selbst mit Nadel und Faden genäht.
Aber es blieb mir aber nicht s anderes übrig. Das Loch mußte wieder zu.

So nahm ich wie geplant das Reisenähzeug und begann zu nähen.
Stück für Stück schloss sich die Öffnung wieder. Das ganze war nicht gerade einfach.
Ich hätte das vorher wirklich mal besser üben müssen.

So eine LKW- Plane hängt ja meist sehr straff auf eine Art Gerüst gespannt.
Es gelang mir nur mit Mühe die beiden Schnittkanten wieder zusammen zu ziehen.
Als ich fast fertig war begann plötzlich ein starker Regenschauer.
Ein richtig heftiger sogar. Und von einem sommerlichen Gewitter begleitet.
Das Wasser ging prasselnd auf die Plane des Anhängers nieder.
Eigentlich sehr günstig für mein Vorhaben dachte ich.
Eventuelle von mir erzeugte Kletterspuren am Anhänger würden durch den Regen
bald nicht mehr zu erkennen sein. Die Wachhunde sind bei Regen auch im Nachteil
weil dann meine Spuren von dem vielen Wasser schön verwaschen werden.

Doch dann ein herber Rückschlag. Die mühsam gefertigte Naht hielt dem Regen leider nicht stand.
Der Zwirn wurde weich und die schöne Naht, die ich gerade mühevoll Stück für Stück fertig hatte, löste sich wieder auf.

Ich begann also erneut auf dem Rücken liegend zu nähen wodurch ich immer wieder
und wieder neue Wassertropfen ins Gesicht bekam.
Das Ergebnis war eine Naht, die diese Bezeichnung kaum verdiente.
Und vor allem hielt auch die nicht wirklich.
Ich mußte dieses Problem dringend irgendwie anders lösen.
Und wie ich so die Wäscheleine betrachtete, kam mir die rettende Idee.

Ich begann aus der Wäscheleine einzelne Fasern heraus zu lösen.
Mit dieser Art Angelsehne gelang es mir, die Plane wirklich gut zu flicken.

Die Arbeit war sehr anstrengend. Wieder auf Rücken liegend und mit fast voll ausgestreckten Armen.
Dabei tropfte mir erneut eintretendes Regenwasser in meine Augen.
Aber ich nähte tapfer so gut es ging weiter. Zentimeter um Zentimeter.

Die Öffnung war dann wenig später so gut es ging verschlossen.
Für meinen Augen aber noch nicht perfekt genug. Daher beschloß ich zur Sicherheit eine professionelle
Flickstelle vorzutäuschen. Die Wäscheleine spannte ich zickzackförmig unter die schadhafte Stelle.

Von oben mit einem starken Scheinwerfer angeleuchtet würde es wie die dicke Naht einer ganz normalen
Reparaturstelle an einer Plane aussehen. So jedenfalls dachte ich.
Beschädigte LKW- Planen und Segel werden tatsächlich oft zickzackförmig genau so geflickt.

Ich stocherte noch vorsichtig mit dem Messer zwei winzige Gucklöcher in die Plane und beobachtete
was draußen vor dem Anhänger passierte.
Alles ruhig. Ich konnte mir endlich die nasse Jacke ausziehen.
Zeit für eine kleine Pause. Erst jetzt sah ich mir die Ladung im Anhänger etwas näher an.

Es waren graue Plastik Teile zum Verbinden von Kunstoffrohren, muß wohl irgend etwas aus dem Bereich
Lüftung oder Sanitär gewesen sein.
Anhand der Aufkleber auf den Paletten und Kartons sah ich das der Ursprungsort der Ladung in
Linz (Österreich) war. Als Zielort der Fracht war "Kobenhavn" angegeben.
Bingo ! Das war genau richtig für mich.

Ich kletterte wieder zu meinem Gucklöchern und hielt erneut Ausschau.
Draußen war wieder nichts außergewöhnliches zu sehen und zu hören.
Erschöpft legte ich mich zum Ausruhen hin.

Ich mußte ein wenig in Gedanken versunken sein, da hörte ich auch schon den Motor des LKW starten...

Also ich bin jetzt in jedem Fall auf die Zollkontrolle gespannt. Rein zufällig kenne ich mich damit aus, habe ein paar Jahre als Fw. auf der Rampe gestanden und dabei zugeschaut, wenn auch nicht dort.Kam denn der LKW auch aus Österreich?
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 13:33

Keinerlei Erinnerungen an das Kennzeichen vorhanden. Völlig ungeklärt also.
Ich könnte noch nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob der LKW ein blaues TIR Schild hatte.

Da Östereich wegen der Wirtschaftsbeziehungen mit der DDR so etwas wie ein Partnerland war,
hatte dieser Umstand Einfluß auf die Freundlichkeit, Tempo und Pingeligkeit bei der Grenzabfertigung ?

Was bedeutet Fw. ?
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 14:02

Verladung

Der Lkw hatte sich langsam in Bewegung gesetzt.
Sofort kletterte ich von dem Kartonstapel herunter und legte mich ganz flach auf den Holzboden des Anhängers.

Es ging nur stückweise vorwärts. Anhand der gefühlten Fahrstrecke konnte ich aber irgendwann aber abschätzen,
dass der LKW schon auf dem streng abgesicherten Fährgelände herum fahren mußte.
Manchmal hörte ich deutlich Stimmen. Und ständig dieses Hundegebell. Das Bellen war aber so leise,
es mußte von etwas weiter weg kommen. Keine Gefahr für mich also.

Nach einigen Minuten fuhr der LKW wieder an um nach wenigen Metern schon wieder anzuhalten.

Irgendwann merkte ich, wie der LKW heftig zu Rangieren begann.
Es ging abwechselnd vor und zurück. Unterbrochen nur von einem ruckartigen Bremsen. Was hat das nun wieder zu bedeuten ?
Jahre später erfuhr ich den Grund dafür. Die LKW's mußten rückwärts auf die Fähre fahren
und bei diesem Manöver ist der Anhänger gerne malaus der Spur gelaufen. Dann mußte der Fahrer wieder
ein ganzes Stück in die andere Richtung zurück fahren um es in einem neuen Anlauf erneut zu versuchen.

Schließlich merkte ich, wie der Wagen polternd über eine Schwelle fuhr.
Die stählerne Verbindungsbrücke zum Schiff. Es ging also an Bord.
Ich wagte einen Blick durch mein Guckloch. Der LKW fuhr gerade auf der Rampe in Richtung Fähre.
Zu beiden Seiten sah ich auf der Rampe, einen Betonklotz mit quadratischen Öffnungen in Richtung der vorbei rollenden
Fahrzeuge. Ich dachte sofort an eine Art Durchleuchtungsgerät.
So eines Kannte ich von der Werft. Da wurde mittels radioaktiver Strahlenquelle,
die Dicke der Stahlplatten gemessen. Ich bekam einen riesigen Schreck.
Sofort legte ich mich eng gepresst der Länge nach an die vordere Bordwand des Anhängers.
Ich dachte, in dieser Stellung würde ich schlechter zu erkennen sein.

Heute weiß ich, es war kein Beton, sondern nur graue Blechverkleidungen.
Darin war ein Teil der Technik vom Hebemechanismus für die Rampe.

In der Fähre wurde das Innere in meinem Anhänger in helles Licht getaucht. Der LKW hielt an.
Eine Weile hörte ich noch klappernde Geräusche und Stimmen. Offenbar wurden nun die Fahrzeuge gesichert.
Es war dann eine ganze Zeit lang fast still.

Ich legte mich wieder auf den Holzboden des Anhängers und begann zu Überlegen.
Wieder kreisten meine Gedanken. Was würde kommen ? Wie geht es weiter ?
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 22. August 2014, 14:24

Dr. 213 hat geschrieben:Keinerlei Erinnerungen an das Kennzeichen vorhanden. Völlig ungeklärt also.
Ich könnte noch nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob der LKW ein blaues TIR Schild hatte.

Da Östereich wegen der Wirtschaftsbeziehungen mit der DDR so etwas wie ein Partnerland war,
hatte dieser Umstand Einfluß auf die Freundlichkeit, Tempo und Pingeligkeit bei der Grenzabfertigung ?

Was bedeutet Fw. ?

Ich dachte einfach nur an Österreich wegen der Ladung eben, auf eine Kontrolle oder Nichtkontrolle hätte das keinen Einfluss gehabt, sie hätte in jedem Fall stattfinden müssen. Wann und wo, davon habe ich keine Ahnung, eigentlich vor dem Befahren der Fähre. So stelle ich es mir jedenfalls vor. und Fw. heißt Feldwebel.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Spartacus » 22. August 2014, 16:48

Wann war noch mal die Flucht?

1985 und da waren die LKW`s doch schon verblombt, oder? Hatte doch was mit dem Transitabkommen zu tun,
wenn ich mich recht entsinne.

Ich denke mal Doc hat das gewußt, denn sonst macht der ganze Plan ja keinen Sinn.

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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon augenzeuge » 22. August 2014, 17:00

Spartacus hat geschrieben:Wann war noch mal die Flucht?

1985 und da waren die LKW`s doch schon verblombt, oder? Hatte doch was mit dem Transitabkommen zu tun,
wenn ich mich recht entsinne.

Ich denke mal Doc hat das gewußt, denn sonst macht der ganze Plan ja keinen Sinn.

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Nee, der Transit nach Norden unterlag nicht dem Transitabkommen zur Bundesrepublik. Das zählte wie Ein- oder Ausreise...oder? [blush] [denken]
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon pentium » 22. August 2014, 17:14

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Wann war noch mal die Flucht?

1985 und da waren die LKW`s doch schon verblombt, oder? Hatte doch was mit dem Transitabkommen zu tun,
wenn ich mich recht entsinne.

Ich denke mal Doc hat das gewußt, denn sonst macht der ganze Plan ja keinen Sinn.

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Nee, der Transit nach Norden unterlag nicht dem Transitabkommen zur Bundesrepublik. Das zählte wie Ein- oder Ausreise...oder? [blush] [denken]
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Hat was mit TIR zu tun. Die Frachträume der Fahrzeuge werden verplombt. Somit ist unterwegs keine Öffnung möglich, ohne dass dies bei einer Kontrolle auffallen würde. Durch das Carnet wird der Verwaltungsaufwand bei Zollkontrollen minimiert, da nur das Start- und Zielland an der Verzollung beteiligt sind. Somit wird die Abwicklung von Transitverkehr wesentlich erleichtert.

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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 22. August 2014, 17:30

Spartacus hat geschrieben:Wann war noch mal die Flucht?

1985 und da waren die LKW`s doch schon verblombt, oder? Hatte doch was mit dem Transitabkommen zu tun,
wenn ich mich recht entsinne.

Ich denke mal Doc hat das gewußt, denn sonst macht der ganze Plan ja keinen Sinn.

LG

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Wenn er das gewusst hat, muss er zu dem Thema schon recht blickig gewesen sein. Ob verblombt oder nicht, aber natürlich wurden die LKW kontrolliert, eben auf Plombenbruch oder andere Veränderungen am Fahrzeug, die einen Missbrauch aus Sicht der DDR möglich gemacht haben. Alles andere wäre doch völlig sinnlos gewesen. Eine Mauer bauen und dann sich auf eine Blombe verlassen, die jeder abreisen kann oder eben die Plane aufschneiden und wieder zunähen um etwas,oder sich selbst in den Laderaum bringen, soll das ein Witz sein?
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Spartacus » 22. August 2014, 17:46

Wenn er das gewusst hat, muss er zu dem Thema schon recht blickig gewesen sein. Ob verblombt oder nicht, aber natürlich wurden die LKW kontrolliert, eben auf Plombenbruch oder andere Veränderungen am Fahrzeug, die einen Missbrauch aus Sicht der DDR möglich gemacht haben. Alles andere wäre doch völlig sinnlos gewesen.


Na ja, das meinte ich ja Kristian, nur wird er im Inneren des LKW`S ja nichts mitbekommen haben und geflickte
Planen, werden wohl auch öfter dabei gewesen sein.

Stellt sich also die Frage:

Wenn einem Grenzer so eine geflickte Plane nicht gefällt, hatte er dann das Recht den verbombten LKW aufzumachen?

Muss man sich also mal kundig machen. [smile]

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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Edelknabe » 22. August 2014, 18:09

Ist ja eigentlich alles gegessen, seit gut 29 Jahren aber was den Rainer einmal an der schönen...zugegeben auch etwas heroisch beschriebenen Geschichte vom Doktor interessiert? Und ja zugegeben, er hat wirklich als junger Kerl viel Glück gehabt und es sei Ihm somit gegönnt, ohne Frage obwohl es da noch den schönen Satz..."auch ein blindes Huhn....findet ab und an....gibt".

Standen also die LKW einmal in der Warteschlange vor den Fähren muss A) die Warteschlange wirklich gut ausgeleuchtet gewesen sein und B) auch die Dächer...Planen oberhalb der LKW mittels Scheinwerfer recht gut ausgeleuchtet worden sein siehe so wie ähnlich der Güst Eisenbahn Schwanheide(damals letzter Grenzbahnhof vor Hamburg), wo der Rainer ab und an Nachts vor Ort weilte, da unsere Urlauber vom Stab Nostorf dort ankamen.

Dort gab es eine Stahlkonstruktion(brückenähnlich) bestückt mit enorm guten Scheinwerfern, die die Züge oberhalb ableuchteten, denn unter den Interzonenzügen wurden Hunde durchgeführt.So habe ich es einmal gesehen. Dies muss auch unter den LKW Richtung Fähren so realisiert worden sein...nehme ich somit an?

Rainer-Maria also gut 40 Zentimeter recht schlecht und notdürftig geflickte Dachplane, da muss aber Einer vom Zoll richtig schön gepennt haben...oder war gerade unpässlich, oder aber auf Toilette, oder auf der Zoll-Heidi..oder im Urlaub, oder etliche Wochen eben nicht im zustehenden VKU, KU-Urlaub...hahahahuhi
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon augenzeuge » 22. August 2014, 18:12

Spartacus hat geschrieben: Wenn einem Grenzer so eine geflickte Plane nicht gefällt, hatte er dann das Recht den verbombten LKW aufzumachen?

Muss man sich also mal kundig machen. [smile]


Über die Möglichkeiten sollte doch Karnak etwas sagen können..... [denken]
Wann war eine geflickte Plane also auffällig?
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon pentium » 22. August 2014, 18:13

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben: Wenn einem Grenzer so eine geflickte Plane nicht gefällt, hatte er dann das Recht den verbombten LKW aufzumachen?

Muss man sich also mal kundig machen. [smile]


Über die Möglichkeiten sollte doch Karnak etwas sagen können..... [denken]
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Karnak, war der auch noch beim Zoll?

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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon augenzeuge » 22. August 2014, 18:15

Nein, aber ich denke bei seiner langen Erfahrung müsste er das mitbekommen haben.... [blush]

Noch ne Frage....Wann und wo wurden die LKW denn mit der Wämeanlage "durchleuchtet"?
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 19:18

Die Verplombungsmodalitäten waren mir damals tatsächlich nicht bekannt, das ist absolut richtig.
Dazu fehlte ein kundiger Brummi- Fahrer von Deutrans oder ein geschwätziger Zollmann in der Familie.

Die Wartespur wurde mit Peitschenlaternen grell gelb ausgeleuchtet.
Die Dächer der wartenden LKW's konnte man vom Obergeschoss der S-Bahnen aus sehen.
Darum war der Zeitpunkt ja so wichtig. Eine S- Bahn war gerade abgefahren.
Wer die gerade verpasst hatte, musste erst zum Bahnsteig der nächsten Bahn gehen,
in den Zug einsteigen, nach oben gehen, und dann am Fenster Platz nehmen.
Und das genau war mein kleines Zeitfenster.

"Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn"
Ja Rainer, der war gut. Ist aber ok, wenn es zu deiner Beruhigung dient.

"Die Geschichte ist heroisch dargestellt"
War sie ja auch. Ein Durchmarsch auf ganzer Linie.
Und das allerbeste. Ich musste noch nicht einmal was dazudichten.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 19:35

Abfahrt

Ein heftiges Vibrieren und Zittern weckte mich aus meinen Gedanken.
Das Fährschiff war wirklich losgefahren und verließ nun Warnemünde.
Und ich war, kaum zu glauben, als blinder Passagier mit an Bord.

Wenig später spürte ich deutlich wie das Schiff begann, sich zu drehen.
Ich spürte eine sehr große Fliehkraft, so wie ich sie nicht erwartet hatte.
Aus früheren Beobachtungen wusste ich sofort das alles in Ordnung ist.
Es wird immer kurz nach dem Verlassen des Hafens so gemacht.
Das Fährschiff wurde ja von vorne beladen und drehte sich nun etwas weiter
draußen vor dem Hafen angekommen einmal in Fahrtrichtung nach Norden um.

Ich hatte plötzlich ein wenig Sorge was ich im Fall eines Schiffsuntergangs machen würde.
Und ob ich mich schnell aus meinem Versteck befreien könnte.
Schließlich sagte ich mir aber zur Beruhigung, dass so etwas statistisch gesehen sehr selten passiert.
Warum also ausgerechnet heute ?

Erstaunlicherweise war mir trotz feuchter Kleidung überhaupt nicht kalt.
Im Anhänger war ja auch keine Windzug zu spüren.
Und wahrscheinlich hatte mein Körper sowieso in eine Art Notfallprogramm umgeschaltet.

Ich versank wieder in meinen Gedanken. Wie würde es weitergehen ?
Halb schlafend und halbwach verstrich die Zeit der Überfahrt.

Eine Uhr hatte ich nicht, aber sicher war schon ein neuer Tag angebrochen.

Ich döste vor mich hin ohne für längere Zeit wirklich tief ein einzuschlafen.
In meinem Ohr hörte ich immer noch endlos diesen OMD Song „Secret„
aus der Hotelbar des Neptun.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon vs1400 » 22. August 2014, 21:04

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben: Wenn einem Grenzer so eine geflickte Plane nicht gefällt, hatte er dann das Recht den verbombten LKW aufzumachen?

Muss man sich also mal kundig machen. [smile]


Über die Möglichkeiten sollte doch Karnak etwas sagen können..... [denken]
Wann war eine geflickte Plane also auffällig?
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eine derartig geflickte plane wäre nie, ohne tiefenkontrolle, durchgegangen. deshalb mussten sie geschweißt werden.

derartige planen wurden durch sattlereien hergestellt, welche eben mit sattlerwerkzeugen arbeitete.
daher ist die geschichte mit der erstellten naht nen absolutes "kunststück", welches ich in irgend ner märchenstunde für leichtgläubige menschen bringen kann
und von denen noch beifall sowie verständnis bekomme.

gruß vs [hallo] ... kraftfahrer eines ehemaligen veb- kraftverkehr.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dille » 22. August 2014, 21:30

Hallo @Doc -- ich bin zwar gerade in etwas stinkiger Laune was den Zustand dieses Forums anbelangt, aber erst einmal möchte ich auch sagen, schön daß wieder ein sachlicher Zeitzeuge im Forum ist (Betonung auf "sachlich"). Ich habe Deine Schilderungen auch "verschlungen" (irgendwo anders hatte ich dies oder ähnliches schon einmal gelesen), aber ich kann Deine Ängste und Gefühle nur zu gut nachvollziehen.

1971 bin ich von Ungarn durch die Drau und von Jugoslawien nach Österreich durch die Mur nach München gelangt -- ebenfalls abenteuerlich, aber nicht zwangsläufig so improvisiert wie Deine Geschichte ! Und (wenn man's immer vorher wüßte, wie beim Scharlachberg), dort unten an der Drau in Ungarn (bei Barcs) hätte man mit 'nem Bus bis runter fahren können, von Jugoslawien nach Österreich sind wir am frühen Nachmittag ca. 150 m neben der Grenzstation durch die Mur (in Radkersburg) geschwommen.

Ich habe großen Respekt vor Deinem rationalen Vorgehen -- Zweifel habe ich keine an Deiner Schilderung --- denn, es gab immer Sachen, die es gar nicht gab ! Und selbstverständlich gab es auch immer Routine und Schlendrian (es waren eben alles "nur" Menschen), und ob man nun im von Dir geschilderten Regen so gern raus wollte als Zoll......, oder eben nur ein Pflichtprogramm täglicher Routine abgespult hat.....

Wie gesagt, ich bin gerade etwas "unpässlich" hier im Forum, möchte aber gerade neue, sachliche User nicht demotivieren, es gibt hier ups-and-downs, und für mein Gefühl haben wir gerade ein "down" -- trag' einfach in Deinem Stil dazu bei, daß es wieder ein "up" wird !!

Schön, daß Du dabei bist, Gruß Dille
Dille
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 21:39

ich zitiere:
vs, ich weiß, du hast ein heftiges Problem. Immer auf der Suche nach den Unwägbarkeiten der User...um ihre Aussagen anzuzweifeln oder sich drüber lustig zu machen. Ich bin aber nicht dein Doktor, der dir helfen kann. Versteh das doch bitte. [wink]
AZ


Da fällt mir ein Witz ein:
Treffen sich im im alten Berlin Ende der 30er zwei Ärzte.
Begrüßt der eine den Anderen mit ".... ......" (na dieser Gruß eben, mit dem Arm inne Luft)
Sein Kollege darauf hin "Nein Danke, heilen Sie ihn" [laugh]

Und du glaubst wirklich, dass ich mir das Nähzeug, die Wäscheleine und das Flicken der Plane einfach nur so ausgedacht habe ?
Hey, ich bin auch nicht senil. Die Wassertropen die ich da immer wieder in's Auge bekommen hatte sind mir Beweis genug.
Anzweifeln an sich ist normal. Wenn die eigene Hirnschranke "Nö"sagt , kann es durch Frage und Antwort versuchen zu klären.

Ich finde es immer wieder köstlich, wie begrenzt der Denkhorizont von Menschen sein kann.
Danke aber, es sorgt bei mir regelm. für einiges an Heiterkeit und ist sicher auch ein Teil des Kicks, über die Flucht zu schreiben.

herzlichst
Dr. 213
Zuletzt geändert von Dr. 213 am 22. August 2014, 21:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon vs1400 » 22. August 2014, 21:48

warum fuhr die deutrans mit den gepflegtesten planen der damaligen, kleinsten ddr durchs ländle
und im nationalverkehr mit teilweise geflickten "lumpen"?

wie lang war diese naht ungefähr?

gruß vs [hallo] ... nachtijall ick hör dir stampfen ... [flash]
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 21:54

Länge 40 cm
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon vs1400 » 22. August 2014, 22:03

Dr. 213 hat geschrieben:Länge 40 cm


thx!

als leutz,
ich zahle 500,00€, wenn mir jemand life oder mit beglaubigten zeugen, so ne naht mit ner normalen nadel erstellt!

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 22:05

Dille hat geschrieben:Hallo @Doc -- ich bin zwar gerade in etwas stinkiger Laune was den Zustand dieses Forums anbelangt, aber erst einmal möchte ich auch sagen, schön daß wieder ein sachlicher Zeitzeuge im Forum ist (Betonung auf "sachlich"). Ich habe Deine Schilderungen auch "verschlungen" (irgendwo anders hatte ich dies oder ähnliches schon einmal gelesen), aber ich kann Deine Ängste und Gefühle nur zu gut nachvollziehen.

Ich habe großen Respekt vor Deinem rationalen Vorgehen -- Zweifel habe ich keine an Deiner Schilderung --- denn, es gab immer Sachen, die es gar nicht gab ! Und selbstverständlich gab es auch immer Routine und Schlendrian (es waren eben alles "nur" Menschen), und ob man nun im von Dir geschilderten Regen so gern raus wollte als Zoll......, oder eben nur ein Pflichtprogramm täglicher Routine abgespult hat.....

Wie gesagt, ich bin gerade etwas "unpässlich" hier im Forum, möchte aber gerade neue, sachliche User nicht demotivieren, es gibt hier ups-and-downs, und für mein Gefühl haben wir gerade ein "down" -- trag' einfach in Deinem Stil dazu bei, daß es wieder ein "up" wird !!

Schön, daß Du dabei bist, Gruß Dille


Hallo Dille,
Danke für deine Worte.
Du hast den Vorteil, da keine Hirnschranke zu haben. Weil du selber in vergleichbarer Situation warst.
Musst du aber nicht in Deckung gehen, wenn dir was sauer aufstößt. Das wäre zutiefst falsch.

Aus einem Biermann Lied "Ballade Für Einen Wirklich Tief Besorgten Freund"
Der eine schweigt, und der andere schreit
Wenn solche wie du entschieden zu kurz gehen
Dann gehn eben andre ein bißchen zu weit!


herzlichst
Dr. 213
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon freelife » 22. August 2014, 22:07

Die Geschichte ist ja unglaublich spannend. Viel mehr als mancher Roman. Ich lese aber auch Mißtrauen aus manchen Kommentaren.
freelife
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 22:13

vs1400 hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:Länge 40 cm


thx!

als leutz,
ich zahle 500,00€, wenn mir jemand life oder mit beglaubigten zeugen, so ne naht mit ner normalen nadel erstellt!

gruß vs [hallo]


Du darfst aber keine perfekte Sattler- Arbeit erwarten. Die erste Naht mit dem Zwirn war ja auch wirklich mißlungen.
Würde die Stasiakte reichen, unter der Annahme, dass z.B. der Fahrer bei der Rückfahrt geplappert hat.
Oder irgendein anderer der zufällig davon Kenntniss bekommen hat. Oder es sonst wie an die Stasi weiter getragen wurde ?
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Volker Zottmann » 22. August 2014, 22:15

Es gibt grundsätzlich Nichts, was es in der DDR nicht gab!
Im Forum ist es hier ähnlich: Es gibt so gut wie nichts, was man Dir (mir oder sonst wem) nicht bestreiten kann. [flash]

Gruß Volker,
und bitte lass Dich nicht kirre machen und berichte zumindest uns, den ernsthaft Interessierten weiter.
Volker Zottmann
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2014, 22:20

Ankunft im Unbekannt

Irgendwann, nach gefühlten 2 Stunden, erreichte die Fähre den Zielhafen.
Welcher Hafen es genau ist wußte ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Im Bauch des Schiffes hörte ich laute Stimmen und metallene Geräusche.
Autotüren wurden geöffnet und wieder laut krachend zugeschlagen.
Der LKW verließ das Schiff und anschließend recht schnell das Fährgelände.

Von da ab schaute ich nur noch durch meine beiden Gucklöcher.
Nun endlich traute ich mich auch die Löcher etwas größer zu bohren.
Draußen war es schon hell. Der LKW fuhr an bunten Feldern vorbei.
Doch in welchem Land und wo genau war ich nun überhaupt gelandet ?
An den Fahrzeugmodellen erkannte ich schnell, dass es kein Ostblock- Staat sein konnte.

Nun begann ich langsam mir die passenden Worte für die unvermeidliche Begegnung mit den Personen,
welche mich hier beim Entladen finden würden, zurecht zu legen.
Welche Sprache würden sie sprechen ?
Doch es kam anders.

Der LKW steuerte schon nach etwa 30km eine kleine Tankstelle an.
Eine wirklich kleine Tankstelle, so wie aus einem alten Nachkriegsfilm.

Im Jahre 2012 besuchte ich zuletzt diesen Ort. Die Tankstelle gibt es dort schon lange nicht mehr.
Die betonierte Fläche ist noch vorhanden und man kann sie in der Nähe einer Pferderennbahn
sehr gut auf Google- Earth finden. Dort wo einst das Gebäude stand, wuchert heute nur ein verkrüppelter Nadelbaum.

Der Fahrer stieg aus und ging in das kleine Tankstellengebäude.
Ich schnitt wieder ein Loch in die Plane um mich zu befreien,
dieses mal aber in die Plane am hinteren Ende des Anhängers.
Der erste Schnitt war zu ungünstig zum rausklettern.
Ich setzte mein kleines Messer noch einmal an anderer Stelle an und dort paßte es.
Ich sprang heraus und entfernte mich schnell in Deckung des LKWs.

Ich legte mich auf die Lauer. Ich weiß heute nicht mehr ob der Fahrer dort auch getankt hat.
Möglicherweise hat er nur einen Kaffee dort getrunken.

Nach kurzer Zeit kam der Fahrer wieder heraus und fuhr ohne mich weiter. Ich sah ihm noch lange nach.
Als er weg war erkundete ich die nähere Umgebung der Tankstelle. In unmittelbarer Nähe befand sich eine Pferderennbahn.
Entlang der Straße achtete ich auf Schilder und sonstige Hinweise.
Dann, als ich die ersten grünen Schilder mit diesen komisch aussehenden Buchstaben sah war mir klar,
ich bin wirklich in Dänemark.

Dann fielen mir die vielen Mofas und die jungen Fahrer mit, für meine Augen ungewohnten und riesengroßen Helmen auf.
Es müssen schon etwas ältere Schüler auf dem Weg zur Schule sein.
Also mußte es inzwischen mindestens 6 Uhr oder sogar noch später sein.

Auf der Schnellstraße fuhren derweil ab und zu LKW's an mir vorbei.
Auch einige Ostdeutsche mit dem großen „DEUTRANS“ Schriftzug drauf.

Mich überkam plötzlich ein rauschhaftes Glück und ich tanzte fröhlich auf dem Fahrradweg neben
der Straße entlang. Dabei winkte ich übermütig auch den gerade vorbei fahrenden Deutrans- LKW's mit einem
international eindeutigem Zeichen zu, wozu man gewöhnlich den Mittelfinger zur Hilfe nimmt,
und deren nähere Bedeutung ich an dieser Stelle nicht weiter erörtern möchte.

Erst nach einer halben Stunde war ich wieder etwas normaler geworden.
Nach einiger Zeit ging ich zurück zur Tankstelle.
Dort traf ich einen Brummi- Fahrer. Ausländer ohne Zweifel, und sehr nett. Der Sprache nach muß es ein
Holländer oder so etwas gewesen sein. Ich war viel zu aufgeregt um nach dem Nummernschild zu gucken.
Den Fahrer fragte ich nach Karten. Keine Reaktion und ein fragender Blick.
Ich versuchte es nun mit Englisch: "Maps ?" Da kapierte er recht schnell. Eigentlich wollte ich nur mal einen Blick in
seine Straßenkarten werfen. Er kletterte zurück in sein Führerhaus und schenkte mir ohne lange zu zögern eine total
zerfledderte Straßenkarte von Dänemark. Ich war total glücklich denn damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.
Diese Karte war mein erster neuer Gegenstand den ich im Westen erhielt.
Endlich konnte ich mit Hilfe der Straßenschilder nachsehen wo ich überhaupt gelandet war.
Die nächste Stadt, so stellte ich fest, war etwa 4 Kilometer weit.

Ich weiß nicht mehr warum ich damals nicht als Anhalter weiter gefahren bin.
Vielleicht war es wieder so eine glückliche Fügung.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon vs1400 » 22. August 2014, 22:28

Volker Zottmann hat geschrieben:Es gibt grundsätzlich Nichts, was es in der DDR nicht gab!
Im Forum ist es hier ähnlich: Es gibt so gut wie nichts, was man Dir (mir oder sonst wem) nicht bestreiten kann. [flash]

Gruß Volker,
und bitte lass Dich nicht kirre machen und berichte zumindest uns, den ernsthaft Interessierten weiter.


ich zahle dir 500,00€ Volker,
als zeuge dafür reicht mir deine frau.
doch bitte gehe nicht zum arzt, wegen der wunden und was die zeit betrifft,
maximal 120 minuten!

gruß vs [hallo]
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon vs1400 » 23. August 2014, 00:36

Dr. 213 hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:Länge 40 cm


thx!

als leutz,
ich zahle 500,00€, wenn mir jemand life oder mit beglaubigten zeugen, so ne naht mit ner normalen nadel erstellt!

gruß vs [hallo]


Du darfst aber keine perfekte Sattler- Arbeit erwarten. Die erste Naht mit dem Zwirn war ja auch wirklich mißlungen.
Würde die Stasiakte reichen, unter der Annahme, dass z.B. der Fahrer bei der Rückfahrt geplappert hat.
Oder irgendein anderer der zufällig davon Kenntniss bekommen hat. Oder es sonst wie an die Stasi weiter getragen wurde ?


ist ja mit ner normalen nadel eh nicht möglich, daher absolut kein thema.Bild

dein zeitdruck war damals wohl eher imens größer,
daher bleibe ich bei 120 minuten und denke,
dass es nicht machbar ist.

in welchem monat lief deine aktion damals,
ist nur wegen der temperaturen,
weil pvc dann etwas anders zu händeln ist. ... was dir ja bewusst war, ist.

gruß vs [hallo] ... nachtijall ick hör dir stampfen ...
vs1400
 

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