Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon augenzeuge » 24. Juli 2011, 19:14

Es gibt viele Meinungen und Gerüchte darüber, wie der kahle Streifen in den DDR-Grenzanlagen frei von Pflanzen aller Art gehalten wurde.

Bestätigt ist der Einsatz von Pflanzengiften und auch von Diesel. Die Studentin Andrea Lückert hat bereits 1999 an der Universität Göttingen, Institut für Forstbotanik, eine Diplomarbeit vorgelegt, die auch dieses empfindliche Thema berührt.

Die Diplomandin hatte unter anderem einen Revierförster befragt und hielt fest: "Zur Freihaltung des Grenzstreifens wurden Total-Herbizide eingesetzt. Etwa 15 Jahre lang wurde das Präparat Azaplant Combi eingesetzt, mit den Wirkstoffen Amitrol und Simazin (8 - 10 Kilogramm je Hektar und Jahr). Später wurde aus Kostengründen auch Dieseltreibstoff gespritzt. Die Spritzung erfolgte einmal jährlich, und zwar in der Zeit von Mitte Mai bis Anfang Juli. Letztmalig wurde der Herbizideinsatz 1989 durchgeführt."

Die Wirkstoffe Amitrol und Simazin sind seit den Fünfzigerjahren bekannt. Amitrol besteht aus Stickstoff- und Wasserstoffverbindungen. Es wurde gegen breitblättrige Unkräuter im Getreide eingesetzt.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es für Amitrol derzeit keine Zulassung als Pflanzenschutzmittel.
http://www.thueringer-allgemeine.de/sta ... -898431074
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Mike59 » 24. Juli 2011, 19:20

Toll, und nun?
Also echt, gehen dir die Themen aus. Ist doch ein alter Hut und die Nachhaltigkeit dieser Substanzen ist ja noch heute klar ersichtlich.

Mike59
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon ex-maja64 » 24. Juli 2011, 19:22

Würde mal gerne deine Definition des Begriffes Grenzstreifen hören. [ich auch]

Mario
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon augenzeuge » 24. Juli 2011, 19:24

Mike59 hat geschrieben:..... gehen dir die Themen aus.
Mike59


Mir gehen die Themen aus? [laugh] [laugh] Den Vorwurf könntest du anderen machen. Datum des Artikels: 24.07.11
Ich habe ihn nur eingestellt, da wir m.W. darüber hier noch nicht diskutiert haben. Was ist daran falsch? [denken]
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Heldrasteiner » 24. Juli 2011, 19:55

Wenn diese Gifte für die Böden so nachhaltig waren, wundere ich mich nur darüber, daß man entlang des Grünen Bandes einige seltene Orchideen findet (explizit im Ziegental - ist auch in einem bekannten Führer beschrieben). Gerade diese Spezies ist sehr empfindlich.
Innerhalb der letzten gut 20 Jahre hat sich meiner Meinung nach die Natur sehr gut dort erholt - und sich diesen Landschaftseinschnitt zurückerobert.
Heldrasteiner
 

Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon karl143 » 24. Juli 2011, 21:34

Mike59 hat geschrieben:Toll, und nun?
Also echt, gehen dir die Themen aus. Ist doch ein alter Hut und die Nachhaltigkeit dieser Substanzen ist ja noch heute klar ersichtlich.

Mike59


Mike,
wie wäre es denn mal mit einem konstruktiven Artikel ? Zum einen sollte man vor einer Antwort wie dieser erstmal den Link anschauen. Zum anderen muß man den Artikel doch nicht kommentieren. In anderen Foren, gibt es den Fall doch auch, das Themen immer wieder durchgekaut werden, oder irre ich mich da.
Um mal auf das Wesentliche zurückzukommen. Zu meiner Zeit wurden diese Mittel mit einer Art Gülleanhänger ausgebracht. Manchmal zog auch ein Trecker einen Anhänger, auf dem ein Behälter auf der Ladefläche lag. Ich will mal schauen, ich glaube ich habe davon noch ein Foto.
karl143
 

Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon ex-maja64 » 24. Juli 2011, 21:34

Heldrasteiner hat geschrieben:Innerhalb der letzten gut 20 Jahre hat sich meiner Meinung nach die Natur sehr gut dort erholt - und sich diesen Landschaftseinschnitt zurückerobert.


Das kann ich aus eigenem Erleben nur bestätigen. [crazy]
Warte aber immer noch auf die Definition "Grenzstreifen". [denken]

Mario
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Affi976 » 24. Juli 2011, 21:47

Zitat Heldrasteiner:..Innerhalb der letzten gut 20 Jahre hat sich meiner Meinung nach die Natur sehr gut dort erholt - und sich diesen Landschaftseinschnitt zurückerobert.

Und nicht erst in den letzten 20 Jahren. Auch vorher schon, wurden im sog. Todesstreifen seltene Piepmätze gesichtet. Daraus entstand ja erst die Idee des "Grünen Bandes". Im Heldrunger Land z.B. hat eine Art Frösche überlebt, die es nur noch dort auf der ganzen Welt gibt. Natürlich hast Du recht, wenn Du den/die Kontrollstreifen meinst mit Unkrautfreihaltung.
Dann komm ich mal wieder gleich mit einer Buchempfehlung:
www:auwel.de
wenn man dann auf Bestellung klickt,kommen die einzelnen Bände zum Vorschein. Super interessant. Vielen Dank für diesen Tipp auch noch einmal an Susanne, bis jetzt habe ich alle z.Z. verfügbaren Bücher dieser Reihe und nehme sie immer wieder gerne zur Hand, um nochmal nachzublättern und für den Urlaub einen Plan zu machen.
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon ex-maja64 » 24. Juli 2011, 21:55

@ Affi, meinst du das Heldburger Land?? [denken]
Heldrungen liegt doch zwischen Thüringer Becken und Kyffhäuser. [wink]

LG Mario
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Thunderhorse » 24. Juli 2011, 21:58

augenzeuge hat geschrieben:Es gibt viele Meinungen und Gerüchte darüber, wie der kahle Streifen in den DDR-Grenzanlagen frei von Pflanzen aller Art gehalten wurde.

Bestätigt ist der Einsatz von Pflanzengiften und auch von Diesel. Die Studentin Andrea Lückert hat bereits 1999 an der Universität Göttingen, Institut für Forstbotanik, eine Diplomarbeit vorgelegt, die auch dieses empfindliche Thema berührt.

Die Diplomandin hatte unter anderem einen Revierförster befragt und hielt fest: "Zur Freihaltung des Grenzstreifens wurden Total-Herbizide eingesetzt. Etwa 15 Jahre lang wurde das Präparat Azaplant Combi eingesetzt, mit den Wirkstoffen Amitrol und Simazin (8 - 10 Kilogramm je Hektar und Jahr). Später wurde aus Kostengründen auch Dieseltreibstoff gespritzt. Die Spritzung erfolgte einmal jährlich, und zwar in der Zeit von Mitte Mai bis Anfang Juli. Letztmalig wurde der Herbizideinsatz 1989 durchgeführt."

Die Wirkstoffe Amitrol und Simazin sind seit den Fünfzigerjahren bekannt. Amitrol besteht aus Stickstoff- und Wasserstoffverbindungen. Es wurde gegen breitblättrige Unkräuter im Getreide eingesetzt.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es für Amitrol derzeit keine Zulassung als Pflanzenschutzmittel.
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AZ



AZ nichts Neues, gabs hier, meine ich schonals Thema bzw. in einem Threat.
Dass einzige was hier hinzukommt wäre die Sache mit dem Diesel. Kann ich mir nicht vorstellen ist mir diesbzüglich auch nichts bekannt.

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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Thunderhorse » 24. Juli 2011, 22:01

Heldrasteiner hat geschrieben:Wenn diese Gifte für die Böden so nachhaltig waren, wundere ich mich nur darüber, daß man entlang des Grünen Bandes einige seltene Orchideen findet (explizit im Ziegental - ist auch in einem bekannten Führer beschrieben). Gerade diese Spezies ist sehr empfindlich.
Innerhalb der letzten gut 20 Jahre hat sich meiner Meinung nach die Natur sehr gut dort erholt - und sich diesen Landschaftseinschnitt zurückerobert.



Nicht überall. In manchen Bereichen tut sich die Natur nach wie vor schwer, den ehemaligen K6 zurück zu erobern.
Und nur im Bereich des K6 bzw. des K2 wurde gesprüht.

TH
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Affi976 » 24. Juli 2011, 22:01

ex-maja64 hat geschrieben:@ Affi, meinst du das Heldburger Land?? [denken]
Heldrungen liegt doch zwischen Thüringer Becken und Kyffhäuser. [wink]

LG Mario

natürlich @Mario,
ich meinte Heldburger Land.
Vielen Dank!!!
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon ex-maja64 » 24. Juli 2011, 22:57

Dachte ich mir doch Achim [crazy] .
Aber erstmal, Glückwunsch zum gelungenen Zitieren [bravo] , dachte schon das bekommt der nieeee hin [flash]

Liebe Grüße vom, im Moment etwas herbstlichen Rennsteig.

Mario [knuddel]
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Edelknabe » 25. Juli 2011, 05:55

Wenn Jörg...unser Augenzeuge was sucht über die alte DDR dann immer die fiesen schmutzigen Sachen, das ist schon so eine richtige schlechte Manie von ihm. So ähnlich wie bei Karl Eduard früher, der haute auch immer drauf auf den imperialistischen Klassenfeind bis sich die Balken bogen.
Manchmal denke ich so bei mir..."das arme Schwein, dem müssen sie aber finster mitgespielt haben in der DDR, wo er noch so ein junger Kerl war". Dabei ist er heute so ein feiner Kerl...ehrlich, selbst erlebt in Eisenach zum ersten Forumtreffen.
Aber naja, man kommt einfach nicht aus seiner Haut...geht mir ja auch so mit meiner Heimat DDR.
Und nu lasst es mal blühen, da im grünen Band, es hatte eben auch was Gutes, das da runde 28 Jahre eine dichte grüne Grenze war. Denn sonst wäre heute bestimmt schon alles zubetoniert mit Riesenhallen von Hornbach, Obi und Kaufland, dann noch Lidl, Norma, Aldi, Bauhaus, Edeka, Marktkauf, Praktiker, Gerling, und Werken von BMW, Audi, Volkswagen, MBenz und drei Dutzend anderen Buden. Ach, ich vergass...die Seniorenstifte und Pflegeheime.

Rainer-Maria leicht schmunzelnd und sich gleich einen Kaffee kochend.
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon augenzeuge » 25. Juli 2011, 07:47

Es ist schon schlimm. Da schreibt eine ostdeutsche Zeitung einen Artikel und ich werde dafür verantwortlich gemacht…. [mad]

Da winkt einer ab, ohne mehr als die Überschrift gelesen zu haben..... [muede]

Da schreien einige User hier nach mehr Artikeln über die Grenze…..dann bringe ich etwas….das stösst auf gleich Ablehnung.

Hey, aufwachen, ich mache doch hier niemanden für diese Umstände verantwortlich. Ich sehe das alles auch nicht nur aus meiner ideolog. Sicht- nein, Unsinn, wir reden von Tatsachen. Andere sollten ihre ideolog. Brille hier mal putzen, da scheint einiges verschwommen rüberzukommen.

Dann unterstellt man mir, dass mir sehr übelmitgespielt worden wäre- und weiß deshalb sofort, warum ich immer die schmutzigen Artikel bringe. Totaler Schwachsinn. [flash]

Sorry, ich kann für den Artikel nichts und ich würde auch mal einen Artikel über die positiven Dinge an der Grenze bringen, wenn es die denn gegeben hätte. Und wer meine Artikel immer gelesen hat, der weiß, dass ich auch schon Positives zu berichten hatte.

Ein anderer ehemaliger Grenzer, verlangt gleichzeitig von mir Erklärungen über Wörter, die er garantiert besser selbst aus eigener Erfahrung erklären könnte. Das werde ich nicht tun, sorry. Ich habe den Begriff nicht geschaffen, ich hatte zitiert.

Und nur Thunderhorse erkennt, dass es auch um Diesel geht. Kraftstoff, den man angeblich hier verwendet hat, etwas was man garantiert gerochen haben müsste. Dazu hätte ich gern etwas erfahren….aber leider…..

Die Hoffnung bleibt.

Eine schöne Woche wünscht AZ [wink]
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Affi976 » 25. Juli 2011, 09:32

Zitat Maja:..Glückwunsch zum gelungenen Zitieren

@Mario,
Danke für die Glückwünsche!!
Mit meiner Art wollte ich nicht einfach nur alles zitieren, sondern nur das, was ich brauche und was für`s Verständnis wichtig ist. Deswegen meine komische Zitierweise.

@AZ,
wir sind doch hier ein Forum, wo diskutiert werden soll. Wo Ost, West, Süd und Nord, Grenzer, Nichtgrenzer, BGS, Stasi und auch Musiker mitmachen, mancher so, der Andere - so! Stell Dir mal vor, wir wären alle gleich Deiner Meinung. Oder wir hätten alle den gleichen Lebensweg, wie Du! Die gleiche Ausbildung....... Besser so, als es passiert garnichts. Alle sind tot und warten nur darauf, dass der Deckel geschlosssen wird. Das wär bitter! [wink]
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon karl143 » 25. Juli 2011, 11:40

Mal eine Frage, die zum Thema passt und mich interessieren würde. Wenn damals diese Sprühaktionen stattfanden, wurden die von der GK, vom Gr.-Bat. oder von der zuständigen Pionierabteilung durchgeführt. Weiß da einer was drüber ?
karl143
 

Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Zicke » 25. Juli 2011, 12:26

augenzeuge hat geschrieben:Es gibt viele Meinungen und Gerüchte darüber, wie der kahle Streifen in den DDR-Grenzanlagen frei von Pflanzen aller Art gehalten wurde.

Bestätigt ist der Einsatz von Pflanzengiften und auch von Diesel. Die Studentin Andrea Lückert hat bereits 1999 an der Universität Göttingen, Institut für Forstbotanik, eine Diplomarbeit vorgelegt, die auch dieses empfindliche Thema berührt.

Die Diplomandin hatte unter anderem einen Revierförster befragt und hielt fest: "Zur Freihaltung des Grenzstreifens wurden Total-Herbizide eingesetzt. Etwa 15 Jahre lang wurde das Präparat Azaplant Combi eingesetzt, mit den Wirkstoffen Amitrol und Simazin (8 - 10 Kilogramm je Hektar und Jahr). Später wurde aus Kostengründen auch Dieseltreibstoff gespritzt. Die Spritzung erfolgte einmal jährlich, und zwar in der Zeit von Mitte Mai bis Anfang Juli. Letztmalig wurde der Herbizideinsatz 1989 durchgeführt."


AZ


Ich kann mir das im Abschnitt Langwinden bis Walkes kaum vorstellen ,zu mindest nicht in der Zeit bis 1972, denn die Felder der ansässigen Bauern gingen bis kurz vor den Kolonnenweg.
Zicke
 

Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Mike59 » 25. Juli 2011, 15:46

Mike,
wie wäre es denn mal mit einem konstruktiven Artikel ? Zum einen sollte man vor einer Antwort wie dieser erstmal den Link anschauen. Zum anderen muß man den Artikel doch nicht kommentieren. In anderen Foren, gibt es den Fall doch auch, das Themen immer wieder durchgekaut werden, oder irre ich mich da.
Um mal auf das Wesentliche zurückzukommen. Zu meiner Zeit wurden diese Mittel mit einer Art Gülleanhänger ausgebracht. Manchmal zog auch ein Trecker einen Anhänger, auf dem ein Behälter auf der Ladefläche lag. Ich will mal schauen, ich glaube ich habe davon noch ein Foto.[/quote]
----------------
Stimmt, nervt mich dort auch.

Mike59
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon karl143 » 25. Juli 2011, 16:35

Bitte künftig die "Zitierentaste" benutzen. Diese dient auch der Übersichtlichkeit.

***karl143***
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon manudave » 25. Juli 2011, 16:59

...und ein anderes Gift reinigte die Güst´s:

http://www.ilka-chemie.com/wDeutsch/akt ... enborn.php

[flash]
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon manudave » 25. Juli 2011, 17:05

Ob das Zeugs auch nachhaltige Schäden bei den Soldaten auslöste, die den Mist einatmeten? Gesund war das sicher nicht...
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Thunderhorse » 25. Juli 2011, 17:14

karl143 hat geschrieben:Mal eine Frage, die zum Thema passt und mich interessieren würde. Wenn damals diese Sprühaktionen stattfanden, wurden die von der GK, vom Gr.-Bat. oder von der zuständigen Pionierabteilung durchgeführt. Weiß da einer was drüber ?



Dazu wurden die jeweiligen Pflanzenschutzstellen der Bezirke/Kreise sowie die ACZ herangezogen.
Das erforderliche Gerät, aus den ACZ war meist auf einem Lkw W 50 montiert.
Mitgefahren ist dann am K 6 immer/meist ein Begleitteam der jeweiligen GK.


Dass hierbei Dieselkraftstoff versprüht worden sein soll, ich sach mal Nein.

Durch die Mischungen, "Azaplant-Kombi", "Selest 40" oder "Omnidel" kams immer wiedermal zu Schäden auf Landwirtschaftlichen Nutzflächen in der BRD bzw. der DDR.
Westlicherseits wurden Pflanzen-, Wasser und Bodenproben genommen.

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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Edelknabe » 25. Juli 2011, 17:51

"Diesel auf dem K6", auch ich sage nein zu solchen Behauptungen. Mit Diesel wurde die Kfz-Technik eingesprüht bis die Technik wie eine Speckschwarte glänzte und die Dinger immer wie Neufahrzeuge glänzten.Das war es aber auch dann schon.
Das Zeug hätte bei Ostwind gestunken wie Hund und wäre jedem BGS/ZGD Mann damals voll in die Nase gefahren.

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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon ex-maja64 » 25. Juli 2011, 18:10

Kann es mir auch nicht vorstellen, wenn man sich an die ganze Kontigentierung von Treibstoffen in den Betrieben zurück erinnert, und bei der NVA/GT war das teilweise noch verschärfter. Da blieb halt auch mal ein LO auf dem Hof der GK, wenn der Sprit knapp wurde.

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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon vs1400 » 25. Juli 2011, 21:55

Affi976 hat geschrieben:
... ich hab da mal, sorry ...

@AZ,
wir sind doch hier ein Forum, wo diskutiert werden soll. Wo Ost, West, Süd und Nord, Grenzer, Nichtgrenzer, BGS, Stasi und auch Musiker mitmachen, mancher so, der Andere - so! Stell Dir mal vor, wir wären alle gleich Deiner Meinung. Oder wir hätten alle den gleichen Lebensweg, wie Du! Die gleiche Ausbildung....... Besser so, als es passiert garnichts. Alle sind tot und warten nur darauf, dass der Deckel geschlossen wird. Das wär bitter! [wink]
VG Affi



... auch wenn du die eine oder andere "spezies" vergessen hast, da geh ich voll mit.
das leben ist bunt und so sollte es auch bleiben.

gruß vs
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon vs1400 » 25. Juli 2011, 22:35

ex-maja64 hat geschrieben:
Heldrasteiner hat geschrieben:Innerhalb der letzten gut 20 Jahre hat sich meiner Meinung nach die Natur sehr gut dort erholt - und sich diesen Landschaftseinschnitt zurückerobert.


Das kann ich aus eigenem Erleben nur bestätigen. [crazy]
Warte aber immer noch auf die Definition "Grenzstreifen". [denken]

Mario


... in der guten hoffnung, das dir noch keiner zu deiner frage antwortete, möchte ich es tun ... und ja, ich mache es mir leicht.
dieser ist es nicht ...
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Def ... eifen.html
... doch diesen meintest du.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnes_Band_Europa
... nur ne definition war es eben nicht. Bild

gruß vs
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon Mike59 » 26. Juli 2011, 13:33

Dass hierbei Dieselkraftstoff versprüht worden sein soll, ich sach mal Nein.

Durch die Mischungen, "Azaplant-Kombi", "Selest 40" oder "Omnidel" kams immer wiedermal zu Schäden auf Landwirtschaftlichen Nutzflächen in der BRD bzw. der DDR.
Westlicherseits wurden Pflanzen-, Wasser und Bodenproben genommen.

TH[/quote]

---------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo TH, was ist den bei den Pflanzen- ,Wasser- usw. -proben raus gekommen?
Wenn es da einen Protest gegeben hat, wurde der beachtet? Ich meine anfangs wurde ja von DDR Seiten meist gemauert (wow paßt) aber später wurde doch auf die Einwände von BRD Seite eingegangen, wenn auch still und leise. Zumindest ein Befehl oder eine AO dazu wurden erlassen. Da kann ich mich allerdings nicht an vergleichbares erinnern.

Hier ab Seite 67 bis 74
http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichk ... 66.html.de

Das war jedoch vor dem Einsatz von Herbiziden.

Mike59
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon augenzeuge » 26. Juli 2011, 15:27

vs1400 hat geschrieben:
Affi976 hat geschrieben:
... ich hab da mal, sorry ...

@AZ,
wir sind doch hier ein Forum, wo diskutiert werden soll. Wo Ost, West, Süd und Nord, Grenzer, Nichtgrenzer, BGS, Stasi und auch Musiker mitmachen, mancher so, der Andere - so! Stell Dir mal vor, wir wären alle gleich Deiner Meinung. Oder wir hätten alle den gleichen Lebensweg, wie Du! Die gleiche Ausbildung....... Besser so, als es passiert garnichts. Alle sind tot und warten nur darauf, dass der Deckel geschlossen wird. Das wär bitter! [wink]
VG Affi



... auch wenn du die eine oder andere "spezies" vergessen hast, da geh ich voll mit.
das leben ist bunt und so sollte es auch bleiben.

gruß vs


Völlig richtig, ich geh da auch mit. Allerdings sollte man bei der Diskussion bzw. bei "Vorwürfen" schon berücksichtigen, ob der Threaderöffner hier seine Meinung schreibt, oder ob er einen aktuellen Artikel aus der Presse bringt. [denken] Denn meine Meinung, mein Lebensweg etc. haben damit überhaupt nichts zu tun. Auch wenn man das nicht glauben mag. [wink]
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Re: Gift hielt den Boden des Grenzstreifens in der DDR kahl

Beitragvon LO-driver » 26. Juli 2011, 16:12

Zu meiner Lehrzeit im Forst, haben wir auch mit einer Mischung aus Selest und Diesel, in Neuanpflanzungen mit dem Pinsel die Birken
so wie andere Fremdgehölze bekämpft. Einzige Vorschrift an uns Arbeiter war, keinerlei Essen mit dort hin zu nehmen.
Die Ediketten auf den Selest-Kanistern sind ja auch voll mit Warnhinweisen gewesen. Ich könnte mir gut vorstellen, das eine Mischung
mit Diesel zum versprühen, auf diesen vielen Kilometern auch erfolgt ist.

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