Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon Interessierter » 27. Juli 2017, 10:56

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Herbert Halli; Aufnahmedatum unbekannt (Foto: privat)

geboren am 24. November 1953 - erschossen am 3. April 1975
in der Zimmerstraße/Ecke Otto-Grotewohl-Straße
an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Mitte und Berlin-Kreuzberg


Herbert Halli war 21 Jahre alt und stammte aus Brandenburg-Plaue. Entgegen seines Antrags und seiner Unterschriftsleistung im Personalausweis fertigte das Volkspolizeikreisamt Brandenburg seinen Ausweis auf den Vornamen Norbert aus. Seit November 1974 war er als Elektromonteur beim VEB Bau- und Montagekombinat, Ingenieurhochbau Berlin, beschäftigt; seit dem 1. April 1975 arbeitete er auf der Baustelle des Palastes der Republik.

Erst nach dem Ende der DDR kam die Wahrheit ans Licht: Darüber, dass Herbert Halli im April 1975 nicht durch einen selbstverschuldeten Unfall, sondern durch gezielte Schüsse an der Mauer gestorben ist, konnte die Staatssicherheit seine Familie und Verwandten, Freunde und Kollegen solange täuschen, bis die Akten zugänglich wurden. Geglaubt habe sie die ihr vermittelte Unfallversion allerdings die ganzen Jahre nicht, berichtete Herbert Hallis Mutter zwanzig Jahre nach der Tötung ihres Sohnes im Jahr 1995.

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Herbert Halli: Arbeitsausweis (Ausstellungsdatum: 1974/75) (Quelle: BStU, MfS, AS 754/70, Bd. 20, Bl. 193)

Am 3. April 1975 gibt Herbert Halli seinen Einstand auf der Baustelle „Palast der Republik". Schon um 15.00 Uhr beginnt das Trinkgelage mit den Arbeitskollegen im gemeinsamen Aufenthaltsraum. Gegen 21.00 Uhr verlässt er diesen in stark angetrunkenem Zustand, ohne sich zuvor von seinen Kollegen zu verabschieden. Auch fährt er nicht ins Wohnheim, sondern benutzt den Linienbus 32 in Richtung der Grenze in Berlin-Mitte. An der Endhaltestelle weigert er sich zunächst auszusteigen; vielleicht ist er aber auch bloß eingeschlafen. Es kommt zu einem kurzen Handgemenge mit dem Busfahrer, bei dem er seine Brieftasche mit seinem Personalausweis und weiteren persönlichen Unterlagen verliert. Herbert Halli verlässt schließlich den Bus und läuft in Richtung Grenze. Als der Busfahrer kurz darauf dessen Brieftasche findet und sie der Volkspolizei übergibt, hat Herbert Halli bereits die Sperranlagen nahe der Zimmer-/Otto-Grotewohl-Straße erreicht.[5]

Gegen 21.45 überwindet er einen zwei Meter hohen Metallgitterzaun und die Hinterlandmauer. Bei dem Versuch, sich dem letzten Sperrelement, der Grenzmauer zu West-Berlin, zu nähern, berührt er einen Signalzaun und löst optischen und akustischen Alarm aus. Ein Grenzposten im nahegelegenen Beobachtungsturm eilt nach unten, während sein Postenführer zunächst der Führungsstelle Meldung erstattet, bevor auch er den Turm verlässt. Der erste Posten feuert einen Warnschuss ab. Halli wirft sich zu Boden, und springt im nächsten Moment wieder hoch, um zur Hinterlandmauer zurückzurennen; sein Fluchtvorhaben hat er sichtlich aufgegeben. Aus einer Entfernung von etwa einhundert Metern gibt nun der Postenführer stehend freihändig einen Schuss aus seiner Kalaschnikow ab. Er trifft Herbert Halli in den Rücken, als dieser schon im Begriff ist, unweit des damaligen „Hauses der Ministerien", des ehemaligen „Reichsluftfahrtministeriums" und heutigen Bundesfinanzministeriums, über die Hinterlandmauer zurück nach Ost-Berlin zu klettern. Mit einem Bauchhöhlendurchschuss wird Herbert Halli in das Krankenhaus der Volkspolizei in Berlin-Mitte eingeliefert. Gegen 22.45 Uhr erliegt er dort seinen schweren Verletzungen

Auf der West-Berliner Seite der Grenze scheint niemand den Vorfall bemerkt zu haben. Wegen der „politisch-operativen Situation" – so steht unter anderem das Treffen der Regierungschefs zur Unterzeichnung des KSZE-Abkommens in Helsinki bevor – hält es die Stasi für angebracht, die Umstände seines Todes zu verschleiern. Mit der Volkspolizei vereinbart sie, alle Eintragungen über den Vorfall zu streichen und keine schriftlichen Meldungen abzusetzen. Zugleich verschiebt sie den Todeseintritt um 24 Stunden auf den 4. April 1975 und lässt auf dem Standesamt in der Sterbeurkunde einen Unfall als Todesursache eintragen.[7]

Die Staatsanwaltschaft wird mit einem gefälschten Leichenfundbericht hinters Licht geführt: Demzufolge wurde Halli ohne Hinweise auf Fremdverschulden und ohne äußere Verletzungen tot in einer Baugrube gefunden – von einem fiktiven „Hauptwachtmeister Fritsche", der eigens als Zeuge erfunden wird.

Für seine „vorbildliche Einsatzbereitschaft und Pflichterfüllung" erhält der Todesschütze vier Tage später eine „Medaille für vorbildlichen Grenzdienst"; über die tödlichen Folgen seines Schusses wird er nicht informiert.[8]

Auch die Angehörigen und Arbeitskollegen des Getöteten werden zunächst in dem Glauben gelassen, Herbert Halli sei noch am Leben. Selbst eine Vermisstenanzeige der Mutter nimmt die Volkspolizei noch am 10. April ungerührt entgegen. Erst zwei Wochen später, nachdem man völlig sicher ist, dass der Vorfall weder auf östlicher noch auf westlicher Seite beobachtet wurde, unterrichtet die Staatssicherheit die Mutter und im Anschluss daran die Arbeitsstelle über den Tod des 21-Jährigen – in einer „legendierten" Version. Herbert Halli, so wird mitgeteilt, wäre stark alkoholisiert in eine Baugrube nahe der tschechoslowakischen Botschaft gestürzt und dort am 4. April ohne Ausweis tot aufgefunden worden. Die durchgeführten Untersuchungen hätten ergeben, dass er ohne Fremdeinwirkung ums Leben gekommen sei.

Unter dem Druck der Staatssicherheit verzichtet seine Mutter darauf, den Sohn noch einmal zu sehen und stimmt der Einäscherung des Leichnams zu. Leistungen der staatlichen Sozialversicherung oder der Arbeitsstelle werden der Familie mit der Begründung verwehrt, dass ihr Angehöriger durch eigenes Verschulden umgekommen sei. Am 8. Mai 1975 wird Herbert Halli unter großer Anteilnahme auf dem Friedhof in Brandenburg-Plaue im Grab seines Vaters beigesetzt; das gefälschte Todesdatum der Stasi wird später in seinen Grabstein gemeißelt.

http://www.chronik-der-mauer.de/todesop ... li-herbert

In einem anderen Thread schrieb ich erst kürzlich, dass leider viel zu häufig die Ermittlungsmethoden und deren Schlußfolgerungen, kaum oder wie in diesem Fall, gar nichts mit der Wahrheit zu tun hatten.

Da nutzt es auch gar nichts, wenn Hobbyhistoriker und DDR - Unrecht - Schönredner, versuchen das MfS und Teile der VP als rechtsstaatliche Organe hinzustellen... [bloed]
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Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon Ari@D187 » 27. Juli 2017, 18:20

Zitat aus der diesbezüglichen Tagesmeldung:
"Der Aufforderung, stehenzubleiben kam er nicht nach und wurde in Richtung eigenes Hinterland flüchtig."

Ari
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Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon steffen52 » 27. Juli 2017, 19:21

Ari@D187 hat geschrieben:Zitat aus der diesbezüglichen Tagesmeldung:
"Der Aufforderung, stehenzubleiben kam er nicht nach und wurde in Richtung eigenes Hinterland flüchtig."

Ari

Alles klar Ari! Warum musste man ihn erschießen wenn er ins DDR-Gebiet zurück läuft? Gab bestimmt genug andere Mittel in habhaft zu werden. [denken]
Oder der Postenführer wollte wohl mal seine Kaschi testen? Wer das glaubt ist wohl mit dem Klammersack gepudert wurden , in seiner Kindheit!!! [bloed] Oder halt ein noch
Freund der damaligen DDR-Befehlshaber. Sie sind im Recht gewesen. Was für ein Recht????
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Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon Ari@D187 » 27. Juli 2017, 20:28

steffen52 hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Zitat aus der diesbezüglichen Tagesmeldung:
"Der Aufforderung, stehenzubleiben kam er nicht nach und wurde in Richtung eigenes Hinterland flüchtig."

Ari

Alles klar Ari! Warum musste man ihn erschießen wenn er ins DDR-Gebiet zurück läuft? Gab bestimmt genug andere Mittel in habhaft zu werden. [denken]
Oder der Postenführer wollte wohl mal seine Kaschi testen? Wer das glaubt ist wohl mit dem Klammersack gepudert wurden , in seiner Kindheit!!! [bloed] Oder halt ein noch
Freund der damaligen DDR-Befehlshaber. Sie sind im Recht gewesen. Was für ein Recht????
Gruß steffen52

Ah, jetzt fängst Du auch an Dinge zu unterstellen und zu interpretieren. Was soll der Unsinn?

In solch einer Situation kommt in wohl den meisten Armeen folgende Aufforderung:
"Halt! Stehenbleiben oder ich schieße!". In welche Richtung die Person läuft ist völlig Rille.

Ari
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Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon Volker Zottmann » 27. Juli 2017, 20:59

Ari@D187 hat geschrieben:Ah, jetzt fängst Du auch an Dinge zu unterstellen und zu interpretieren. Was soll der Unsinn?

In solch einer Situation kommt in wohl den meisten Armeen folgende Aufforderung:
"Halt! Stehenbleiben oder ich schieße!". In welche Richtung die Person läuft ist völlig Rille.

Ari



Oder es wurde geschossen, tödlich getroffen gar, ohne je diese Warnung ausgerufen zu haben? So, wie es in Sorge unter Kompaniechef Pietrowski nachweislich 1979 Befehl war. Hör auf, dieses Verbrechersystem zu beschönigen!

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon Ari@D187 » 27. Juli 2017, 21:10

Volker Zottmann hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Ah, jetzt fängst Du auch an Dinge zu unterstellen und zu interpretieren. Was soll der Unsinn?

In solch einer Situation kommt in wohl den meisten Armeen folgende Aufforderung:
"Halt! Stehenbleiben oder ich schieße!". In welche Richtung die Person läuft ist völlig Rille.

Ari



Oder es wurde geschossen, tödlich getroffen gar, ohne je diese Warnung ausgerufen zu haben?

Reine Spekulation.


Volker Zottmann hat geschrieben:Hör auf, dieses Verbrechersystem zu beschönigen! [...]

Hör auf mir zu unterstellen, dass ich was beschönige. Ich schildere die damalige Situation, mehr nicht.

Ari
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Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon andr.k » 27. Juli 2017, 21:35

Interessierter hat geschrieben:In einem anderen Thread schrieb ich erst kürzlich, dass leider viel zu häufig die Ermittlungsmethoden und deren Schlußfolgerungen, kaum oder wie in diesem Fall, gar nichts mit der Wahrheit zu tun hatten.


Du willst/kannst hier die Wahrheit, Ermittlungsmethoden und Schlußfolgerungen "erklären"? [laugh]

Interessierter hat geschrieben:Da nutzt es auch gar nichts, wenn Hobbyhistoriker und DDR - Unrecht - Schönredner, versuchen das MfS und Teile der VP als rechtsstaatliche Organe hinzustellen...


Zu welcher "Gruppe" darf man dich eigentlich zählen? Zu der, die im heimischen Sessel sitzen, von der ehemaligen DDR null Ahnung hat, aber hier die große Aufarbeitung betreiben will? Echt lächerlich! Deine flachen und immer gleichen Sprüche zeigen recht deutlich, dass du bis heute von der ganzen Materie keinen blassen Schimmer hast.

Man, man, man ... [flash]
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
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Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon Volker Zottmann » 27. Juli 2017, 21:47

Ari, das sind keine Unterstellungen!
Ich habe einen Fragesatz geschrieben, mit Bedacht. Denn Du unterstellst sehr wohl, weil nicht bewiesen ist, ob ein Anruf wirklich erfolgte.
Man kann bei den Stasiprotokollen eben NIE davon ausgehen, dass sie der Wahrheit entsprechen. Jedes 2. Blatt ist doch manipuliert.
Wer gibt wem das Recht, heute zu behaupten, dass wirklich ein Anruf vernehmbar geäußert wurde?

Schuld sind aber in den wenigsten Fällen die jungen unreifen Grenzer gewesen. Meistens waren sie überfordert, weil sie selbst nie mit rechneten, in solche Bedroullie zu kommen.
Ich hätte NIE geschossen, (Eigenschutz ist was Anderes), und das habe ich im Vorgespräch im WKK einmal gesagt und mir blieb diese Scheißgrenze erspart.
In 95 % der Fälle hätten die Grenzer wegen ihrer Überzahl schon die Flüchtlinge mit der Hand fangen können. Rein statistisch waren doch fast alle "Grenzverletzer" unbewaffnet.
Warum hat denn dieser Halunkenverein danach noch die Todeszeit und die Todesart der Opfer manipuliert? Was hatte man von Toten, die nicht mal zur Abschreckung Verwendung fanden, wenn alles geheim bleiben sollte?
Der einzige Sinn war doch für die geisteskranke Führung, lieber einen Toten mehr in der DDR zu haben, als einen Lebenden im Westen. Einfach pervers wars.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon andr.k » 27. Juli 2017, 22:22

Volker Zottmann hat geschrieben:In 95 % der Fälle hätten die Grenzer wegen ihrer Überzahl schon die Flüchtlinge mit der Hand fangen können.

Der Begriff "Sperrgebiet" sagt dir doch bestimmt etwas, oder? Da wird garantiert nicht "Fangen" gespielt und zu so später Uhrzeit, also Nachts, bestimmt nicht … weil?

Volker Zottmann hat geschrieben:Rein statistisch waren doch fast alle "Grenzverletzer" unbewaffnet.


Die Wirklichkeit, also jetzt mal nicht statistisch gesehen, sah doch anders aus, oder?
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Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon HPA » 28. Juli 2017, 08:19

Und?
Dieses Grenzregime widersprach von Anfang an jeglichem Völkerrecht und es ist bezeichnend ,dass man diesen offensichtlichen Totschlag gerade zu Zeiten der KSZE Verhandlungen akribisch unter den Teppich kehrte.

Nicht umsonst wurden die dafür obersten Verantwortlichen (Krenz, Streltz, Keßler) wegen des Verbrechenstatbestand Totschlag gerichtlich zur Verantwortung gezogen.
HPA
 

Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon Kumpel » 28. Juli 2017, 09:25

Im Forum vom dicken Italiener habe ich gelernt , dass die Grenzverletzer zumeist nur mit Kneifzange, Schraubenzieher oder ähnlichem "bewaffnet" waren und landläufig
von den GWDlern "Bodo" genannt wurden.
Ein ehemaliger GAKL erinnerte sich an ein Pärchen das sogar Giftfläschchen dabei hatte und sich während der Festnahme damit vergiftete.
Kumpel
 

Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon HPA » 28. Juli 2017, 09:44

Kneifzange, Schraubenzieher oder ähnlichem "bewaffnet" waren


Dem Einsatz dieser " gefährlichen Waffen" musste natürlich mit dem Leerschießen der AK-47 zuvorgekommen werden.

Abgesehen davon waren das ja nur "Fahnenflüchtige und Verräter" wie man uns neulich beibringen wollte. [grins]
HPA
 

Re: Erschossen obwohl er nach Ostberlin zurück kletterte

Beitragvon Ari@D187 » 29. Juli 2017, 19:07

Volker Zottmann hat geschrieben:Ari, das sind keine Unterstellungen!
Ich habe einen Fragesatz geschrieben, mit Bedacht. Denn Du unterstellst sehr wohl, weil nicht bewiesen ist, ob ein Anruf wirklich erfolgte.
Man kann bei den Stasiprotokollen eben NIE davon ausgehen, dass sie der Wahrheit entsprechen. Jedes 2. Blatt ist doch manipuliert. [...]

Das ist eine Tagesmeldung der Grenztruppen (also auch nicht "MfS-frei") bzw. der Bericht eines beteiligten Soldaten. Der Handlungsablauf wird in fast allen Armeen so eingebläut und trainiert, daher sehe ich keinen Grund das anzuzweifeln.

Volker Zottmann hat geschrieben:Wer gibt wem das Recht, heute zu behaupten, dass wirklich ein Anruf vernehmbar geäußert wurde? [...]

Bei fast jedem dieser Fälle müssen und können wir uns nur auf die diesbezüglichen Dokumente beziehen. Wenn man den Inhalt der Tagesmeldungen der Grenztruppen oder den Bericht eines beteiligten Soldaten (http://www.chronik-der-mauer.de/system/files/dokument_pdf/49501_to_halli_dok_greso_bericht_1975.pdf) grundsätzlich anzweifelt, macht man es sich m.M.n. etwas zu einfach.

Gruß
Ari
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