Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 10:08

Sirius hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Sirius, das Dokument ist ein Auszug aus der Dienstanweisung an Angehörige der Spezialeinheit des MfS innerhalb der Grenztruppen der DDR.

AZ


Das weiß ich, darum schrieb ich ja im letzten Beitrag auch das diese Begriffe "vernichten/liquidieren" im Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime "bei den Grenztruppen oder beim MfS" gefallen sind. Im Übrigen ist es Wortklauberei zwischen den Begriffen vernichten und liquidieren einen großen Unterschied machen zu wollen. Oder geht es dem vernichteten Grenzverletzer besser als dem liquidierten Grenzverletzer?


Sirius, volle Zustimmung.
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 10:12

warum ignoriert man denn komplett die von Beethoven eingestellte DV und deren inhalt?
darum geht es doch und nicht um das, was irgend ne abteilung des mfs als auftrag bekam.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Sirius » 20. September 2014, 10:18

vs1400 hat geschrieben:warum ignoriert man denn komplett die von Beethoven eingestellte DV und deren inhalt?
darum geht es doch und nicht um das, was irgend ne abteilung des mfs als auftrag bekam.

gruß vs [hallo]


Torsten,
Papier ist geduldig. Es ist eben ein Unterschied, was auf irgendwelchen Papieren (DV) steht und was in der Praxis tatsächlich bei der Vergatterung gesagt wurde und wie tatsächlich gehandelt wurde. Oder will irgend jemand behaupten, das @ek40 und @Gerd Lügner sind?

Gruß
Sirius
Zuletzt geändert von Sirius am 20. September 2014, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
Sirius
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 10:19

vs1400 hat geschrieben:warum ignoriert man denn komplett die von Beethoven eingestellte DV und deren inhalt?
darum geht es doch und nicht um das, was irgend ne abteilung des mfs als auftrag bekam.

gruß vs [hallo]


Hatten wir schon. Weil die DV sehr oft der Praxis einfach widersprach....

Auszüge aus http://www.grenzregime-der-ddr.de/:

Befehle aus dem Verteidigungsministerium und dem »Kommando der Grenztruppen« verpflichteten die Grenzsoldaten, auf Menschen notfalls zu schießen, Vergatterungsformeln beim Aufzug der »Grenzwache« enthielten bis Mitte der 80er-Jahre den Satz:
»Grenzverletzer sind festzunehmen oder zu vernichten.«



Zur Dienstanweisung des MfS:
Die Wortwahl erschreckt. Allerdings sollte man diese Aussagen des MfS-Auftrages nicht überinterpretieren. Denn selbst das »reguläre« DDR-Grenzgesetz vom März 1982 schloss die Tötung von Jugendlichen und »weiblichen Personen« nicht zwingend aus, auch wenn das nach »Möglichkeit« vermieden werden sollte. Und in der Tat eher selten vorkam. Vor diesem Hintergrund verliert die MfS-Dienstanweisung (»Auftrag«) etwas von ihrer »Brutalität« (Marianne Birthler), da selbst Grenzsoldaten »notfalls« auf Jugendliche und Frauen feuern durften.

In »Ausbildungsunterlagen « wurde in diesem Zusammenhang aber festgehalten, dass »bei Personengruppen das Feuer auf die männlichen Personen zu führen« sei.3 Grenztruppenangehörigen war es verboten, auf Kinder (Altersgrenze: 14 Jahre) zu schießen. Von daher verstieß der MfS-Auftrag sogar gegen geltendes DDR-Recht.



AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 10:28

Für Beethoven mal detailliert:

Was wir im Westen umgangssprachlich als »Schießbefehl« bezeichneten, setzten die DDR-Verantwortlichen ein halbes Jahr vor der politischen Wende und der friedlichen Revolution klammheimlich aus:»Seit dem 3.4.1989 wurden nach mündlicher Beauflagung durch den amtierenden Minister für Nationale Verteidigung, Generaloberst Streletz, durch den Stellv. Minister und Chef der Grenztruppen der DDR, Gen[ossen] Generaloberst Baumgarten, alle unterstellten Verbände … gegen 19.00 Uhr mündlich angewiesen, die Schusswaffe im Grenzdienst (Staatsgrenze zur BRD und zu Berlin/West) zur Verhinderung von Grenzdurchbrüchen nicht anzuwenden. Nur bei Bedrohung des eigenen Lebens darf die Schusswaffe eingesetzt werden.

Diejenigen, die bis heute die Existenz eines Schießbefehls leugnen, müssen sich fragen lassen, warum man etwas aussetzen konnte bzw. nicht mehr anwenden wollte, was es angeblich gar nicht gab.


Ein Redakteur des Neuen Deutschlands schon am 22. April 1993 unter der Überschrift »Licence to kill – für Frieden und Sozialismus?
"Der Grenzer wusste: Ein toter Flüchtling war für ihn im Zweifelsfall besser als eine geglückte Flucht.«" (Er diente 3 Jahre bei den GT).


http://www.grenzregime-der-ddr.de/schie ... /index.php

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 10:55

Sirius hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:warum ignoriert man denn komplett die von Beethoven eingestellte DV und deren inhalt?
darum geht es doch und nicht um das, was irgend ne abteilung des mfs als auftrag bekam.

gruß vs [hallo]


Torsten,
Papier ist geduldig. Es ist eben ein Unterschied, was auf irgendwelchen Papieren (DV) steht und was in der Praxis tatsächlich bei der Vergatterung gesagt wurde und wie tatsächlich gehandelt wurde. Oder will irgend jemand behaupten, das @ek40 und @Gerd Lügner sind?

Gruß
Sirius


hi Sirius,
ich werde mich hüten jemanden als lügner zu bezeichnen,
außer er macht es bewusst.

ein ehemaliger schierker berufssoldat erwähnte mal beiläufig minustemperaturen von 40 grad erlebt zu haben ... [wink] ... grenzerlatein und wenn,
dann waren es eher die gefühlten minus vierzig.

was ich erfahren habe und demnach vergleichen kann,
je weiter hinten man stand, um so martialischer fielen die vergatterungen aus. in perleberg, an der uffz- schule eben, wurden man richtig heiß gemacht. kam keine aktuelle parole hätte man sofort nach dv handeln müssen, dass volle programm eben.
doch es war eben ne ausbildung und da macht jeder seine leute scharf, ist meine heutige sicht.
auch war ein unterschied zu erkennen, ob man im hinterland eingesetzt war oder direkt vorn. doch während meiner zeit gab es ausfallende bemerkungen während der vergatterung absolut nicht.
einmal lies unser battailoner nen dummen spruch ab, dass war jedoch im frühjahr 1989, wir wurden in die geänderte waffengebrauchsbestimmung eingewiesen. da sabbelte er etwas ...(sinngemäß) dort wo der klassenfeind nichts sehen kann, gemeint war der bereich obere kreuzung bis brocken- kp, kann man problemlos noch von der schusswaffe gebrauch machen ... was natürlich keiner umsetzte.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 11:06

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:warum ignoriert man denn komplett die von Beethoven eingestellte DV und deren inhalt?
darum geht es doch und nicht um das, was irgend ne abteilung des mfs als auftrag bekam.

gruß vs [hallo]


Hatten wir schon. Weil die DV sehr oft der Praxis einfach widersprach....



AZ


schon klar AZ
und weil es sonderurlaub + belobigung + ne geldprämie für toten gab. jajaa, darauf waren wir echt scharf. [muede]

gruß vs [hallo]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 12:19

vs1400 hat geschrieben:schon klar AZ
und weil es sonderurlaub + belobigung + ne geldprämie für toten gab. jajaa, darauf waren wir echt scharf. [muede]

gruß vs [hallo]


Warum schreibst du mir so einen Unsinn? Sirius hatte die gleiche Feststellung gemacht, die Antwort dort hätte mir auch gereicht.
Urlaub gab es nicht für Tote, sondern für die Durchsetzung der Vergatterung.
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Dr. 213 » 20. September 2014, 12:36

vs1400 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:warum ignoriert man denn komplett die von Beethoven eingestellte DV und deren inhalt?
darum geht es doch und nicht um das, was irgend ne abteilung des mfs als auftrag bekam.

gruß vs [hallo]


Hatten wir schon. Weil die DV sehr oft der Praxis einfach widersprach....



AZ


schon klar AZ
und weil es sonderurlaub + belobigung + ne geldprämie für toten gab. jajaa, darauf waren wir echt scharf. [muede]

gruß vs [hallo]


Die Belobigungen und (lächerlichen) Geldprämien kamen erst nach dem Schuss, so etwas wird bei einigen
Grenzern höchstens nur im Hinterkopf rumgespukt sein.

Was ich so in den diversen Foren dazu gelesen habe ist:
Scharfgemachte Grenzsoldaten wollten in erster Linie ihre Ruhe haben, die Zeit gut überstehen.
Andererseits, wenn es zum Einsatz der Waffe kam, wollten sie ihren "Kampfauftrag" natürlich bestmöglich erfüllen.
"Ich schieße dann daneben, oder nur auf die Beine" sind Beruhigungspillen. Bei einer AK 47 sowieso nicht praktikabel.

Die von Beethoven gezeigten Dokumente sind ein Paradebeispiel dafür, wie man Grenzer dazu bringen konnte,
mit Kriegswaffen auf Menschen zu schießen. Wie man ihre Tötungshemmung wegtrainierte.
Jeder Grenzer der nach solchen Handlungsanweisungen ausgebildet wurde, konnte so etwas wie Rechtmäßigkeit
für das gezielte Schießen auf Menschen aus solchen Schriften für sein eigenes Handeln daraus ableiten.
Wenn man dann noch durch Rotlichtbestrahlung eingetrichtert bekam, daß alle Grenzverletzer "Verbrecher" sind,
war der Finger am Abzug im Ernstfall schnell mal krumm.

Gruß
Dr. 213
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Spartacus » 20. September 2014, 13:27

Er geht immer davon aus, dass der Grenzverletzer ein wirklicher Feind des Staates ist, dessen Fahneneid er geschworen hat.


Tja mein lieber Beethoven, das ist auch heute noch der Kardinalfehler im Denken ehem. NVA Soldaten, wenn ich das mal
so sagen darf. Der Satz würde nämlich nur so stimmen, wenn der Grenzverletzer aus dem Westen gekommen und
noch dazu bewaffnet gewesen wäre.

So, aber kamen keine "Einzelkämpfer" aus dem Westen, sondern Menschen aus dem eigenen Land, die hätten
Bruder, Schwester, Vater, Mutter, Onkel oder Tante sein können. Diese Menschen waren auch niemals
Grenzverletzer, denn auch die hätten bei einer "echten" Grenze aus dem Westen kommen müssen. Es war mal
wieder der perverse Sprachgebrauch der oberen Genossen, der aus Bürgern Grenzverletzer machte. In Wirklichkeit
wurden ja ihre Rechte als Bürger verletzt, das Recht also verdreht und missbraucht, so wie in der DDR üblich.
Siehe hier zu die Gummiparagraphen des STGB der DDR, oder die an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbietende
Dreistigkeit Honeckers, als er die Schlussakte von Helsinki unterzeichnete. Spätestens mit dieser Unterzeichnung
hätte die DDR - Grenze nur noch Makulatur sein dürfen.

Tut mir leid, aber so ist es nun einmal.

Eine Staatsgrenze schützt gegen von außen kommende Gefahr, aber niemals anders herum!

Wenn ich ein Muni - Lager bewache, schaue ich nach außen, also stehe mit dem Rücken nach innen!

Wenn eure Auffassung von einer Grenze bestand hätte, dann stelle ich mir gerade die Bewachung eines
Muni - Lagers in der DDR vor.

Also mit Blick nach innen und dem Rücken nach außen? Klar doch, das macht Sinn. [flash]

LG

Sparta


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Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon pentium » 20. September 2014, 13:40

...Eine Staatsgrenze schützt gegen von außen kommende Gefahr, aber niemals anders herum!...

Na dann sage dass mal Schmugglern oder harmlosen Wanderern, welche um abzukürzen, mal einfach so....in vergangenen Zeiten vom Wanderweg DDR zum Wanderweg CSSR gewechselt sind...illegaler Grenzübertritt...

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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 14:19

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:schon klar AZ
und weil es sonderurlaub + belobigung + ne geldprämie für toten gab. jajaa, darauf waren wir echt scharf. [muede]

gruß vs [hallo]


Warum schreibst du mir so einen Unsinn? Sirius hatte die gleiche Feststellung gemacht, die Antwort dort hätte mir auch gereicht.
Urlaub gab es nicht für Tote, sondern für die Durchsetzung der Vergatterung.
AZ


AZ,
weil du sehr oft diesen unsinn erwähnst
und wohl schon nicht mehr bemerkst. zig mal hab ich schon versucht es dir zu erklären, doch zu oft gräbst du diesen alten lumpen wieder aus.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 14:46

Dr. 213 hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Hatten wir schon. Weil die DV sehr oft der Praxis einfach widersprach....



AZ


schon klar AZ
und weil es sonderurlaub + belobigung + ne geldprämie für toten gab. jajaa, darauf waren wir echt scharf. [muede]

gruß vs [hallo]


Die Belobigungen und (lächerlichen) Geldprämien kamen erst nach dem Schuss, so etwas wird bei einigen
Grenzern höchstens nur im Hinterkopf rumgespukt sein.

Was ich so in den diversen Foren dazu gelesen habe ist:
Scharfgemachte Grenzsoldaten wollten in erster Linie ihre Ruhe haben, die Zeit gut überstehen.
Andererseits, wenn es zum Einsatz der Waffe kam, wollten sie ihren "Kampfauftrag" natürlich bestmöglich erfüllen.
"Ich schieße dann daneben, oder nur auf die Beine" sind Beruhigungspillen. Bei einer AK 47 sowieso nicht praktikabel.

Die von Beethoven gezeigten Dokumente sind ein Paradebeispiel dafür, wie man Grenzer dazu bringen konnte,
mit Kriegswaffen auf Menschen zu schießen. Wie man ihre Tötungshemmung wegtrainierte.
Jeder Grenzer der nach solchen Handlungsanweisungen ausgebildet wurde, konnte so etwas wie Rechtmäßigkeit
für das gezielte Schießen auf Menschen aus solchen Schriften für sein eigenes Handeln daraus ableiten.
Wenn man dann noch durch Rotlichtbestrahlung eingetrichtert bekam, daß alle Grenzverletzer "Verbrecher" sind,
war der Finger am Abzug im Ernstfall schnell mal krumm.

Gruß
Dr. 213


Dr. 213,
du solltest dich noch etwas intensiver mit aussagen von ehemaligen grenzern beschäftigen. denn aus deinen äußerungen erkenne ich eher ne gewisse oberflächlichkeit.
ein beispiel dafür ist das von dir erwähnte rotlicht, welchem man in einer gk nie vergleichbar ausgesetzt war, wie zb. in einer gk des 3.gb, stabskompanie oder eben einfach im hinterland.
es war schon rein schichtmäßig nicht möglich jeden tag, jeden soldaten zu "bestrahlen". weiterhin war es ein teil der dienstvorbereitung zum gd und da sah ich immer zu, dass meine leute die zeit für sich nutzten. ich schickte nur explizit welche hin, wenn es von vorgesetzten gefordert wurde und dann "durften" eben ein paar junge soldaten teilnehmen, was aber echt nicht oft geschah.
gegenüber meinen vorgesetzten erklärte ich interne gruppengespräche zur stärkung des kollektivs, was man auch gern glaubte und dann wurden eben auch die tapi's weniger.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 15:04

vs1400 hat geschrieben: Dr. 213,
du solltest dich noch etwas intensiver mit aussagen von ehemaligen grenzern beschäftigen. denn aus deinen äußerungen erkenne ich eher ne gewisse oberflächlichkeit.


[flash] [laugh]
Gleich hebt er ab....
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 15:09

vs1400 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:schon klar AZ
und weil es sonderurlaub + belobigung + ne geldprämie für toten gab. jajaa, darauf waren wir echt scharf. [muede]

gruß vs [hallo]


Warum schreibst du mir so einen Unsinn? Sirius hatte die gleiche Feststellung gemacht, die Antwort dort hätte mir auch gereicht.
Urlaub gab es nicht für Tote, sondern für die Durchsetzung der Vergatterung.
AZ


AZ,
weil du sehr oft diesen unsinn erwähnst
und wohl schon nicht mehr bemerkst. zig mal hab ich schon versucht es dir zu erklären, doch zu oft gräbst du diesen alten lumpen wieder aus.

gruß vs [hallo]


Wenn du schon antworten musst, dann beziehe dich bitte auf den einzelnen Beitrag. Ich hatte das Gleiche wie Sirius geschrieben!
Allerdings nehme ich gern zur Kenntnis, was du als Lumpen bezeichnest. [grin]
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon karnak » 20. September 2014, 15:47

Ich habe nie Grenzdienst am Kanten gestanden, dafür aber diverse Objektwachen in Kasernen. Dort wurde jedenfalls definitiv in den Befehlen formuliert"Anrufen,Halt stehen bleiben,oder ich schieße,Warnschuss in die Luft,gezielter Schuss in die unteren Gliedmaßen" Und wie war das nun am Kanten?
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 16:14

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben: Dr. 213,
du solltest dich noch etwas intensiver mit aussagen von ehemaligen grenzern beschäftigen. denn aus deinen äußerungen erkenne ich eher ne gewisse oberflächlichkeit.


[flash] [laugh]
Gleich hebt er ab....
AZ


AZ,
lass doch einfach derartige blödeleien, bitte.
es stände dir gut dein post und mein jetziges zu entsorgen,
denn es passt schlichtweg nicht ins thema.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 16:22

karnak hat geschrieben:Ich habe nie Grenzdienst am Kanten gestanden, dafür aber diverse Objektwachen in Kasernen. Dort wurde jedenfalls definitiv in den Befehlen formuliert"Anrufen,Halt stehen bleiben,oder ich schieße,Warnschuss in die Luft,gezielter Schuss in die unteren Gliedmaßen" Und wie war das nun am Kanten?


Kristian,
so ähnlich war es auch zu meiner zeit ... " ... grenztruppen der deutschen demo.... republik ... hände hoch und stehenbleiben oder wir schießen ... " ... , dann weiter wie bei dir.
wert legte man am ausprechen des ddr kürzels und "er" lief und liiief und liiiiiiief. [flash] [grin]

gruß vom Torsten [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 16:46

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Warum schreibst du mir so einen Unsinn? Sirius hatte die gleiche Feststellung gemacht, die Antwort dort hätte mir auch gereicht.
Urlaub gab es nicht für Tote, sondern für die Durchsetzung der Vergatterung.
AZ


AZ,
weil du sehr oft diesen unsinn erwähnst
und wohl schon nicht mehr bemerkst. zig mal hab ich schon versucht es dir zu erklären, doch zu oft gräbst du diesen alten lumpen wieder aus.

gruß vs [hallo]


Wenn du schon antworten musst, dann beziehe dich bitte auf den einzelnen Beitrag. Ich hatte das Gleiche wie Sirius geschrieben!
Allerdings nehme ich gern zur Kenntnis, was du als Lumpen bezeichnest. [grin]
AZ


AZ,
wie oft denn noch in diesem thema?
willst du mir etwa glaubhaft machen, dass sich die betroffenen agt mit stolz geschwellter brust in den "sonderurlaub" begaben und noch nebenher ihre "auszeichnung" zu präsentieren.
warum erwähnst du soetwas überhaupt und unterstellst damit den damaligen agt etwas. klar mag es da auch solche gegeben haben, doch eben nicht die masse. von denen legte sich auch keiner hinterrücks auf lauer, was einige kleingeister hier sehr süffisant so von sich geben.

das mir die toten leid tun, erwähne ich schon gar nicht mehr. denn irgendein "ehrenwertes" mitglied stempelt das unter garantie als lächerlich ab.
seid wann sind wir user denn zu der erkenntnis gekommen, dass die kaschi absolut ungeeignet war?
mein dank nochmals an Spartacus, der sich sehr viel mühe beim erklären gab.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 16:51

vs1400 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben: Dr. 213,
du solltest dich noch etwas intensiver mit aussagen von ehemaligen grenzern beschäftigen. denn aus deinen äußerungen erkenne ich eher ne gewisse oberflächlichkeit.


[flash] [laugh]
Gleich hebt er ab....
AZ


AZ,
lass doch einfach derartige blödeleien, bitte.
es stände dir gut dein post und mein jetziges zu entsorgen,
denn es passt schlichtweg nicht ins thema.

gruß vs [hallo]


vs, vermutlich merkst du das nicht, du kommst sehr oft als "Lehrer oder Master" rüber, der den anderen ihre fundierte Meinung abspricht, dem einen attestierst du unzureichenden Aufenthalt am Kanten, dem anderen Oberflächlichkeit in den Aussagen, anderen "gewährst" du einen Bonus. Genau dazu passt mein Beitrag sehr gut.... [wink]
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 16:56

vs1400 hat geschrieben:willst du mir etwa glaubhaft machen, dass sich die betroffenen agt mit stolz geschwellter brust in den "sonderurlaub" begaben und noch nebenher ihre "auszeichnung" zu präsentieren.
warum erwähnst du soetwas überhaupt und unterstellst damit den damaligen agt etwas.
gruß vs [hallo]


Junge, Junge, ist alles i.O. bei dir? Du hattest etwas gesagt, ich nahm es zur Kenntnis. Was du jetzt alles daraus zusammen phantasierst ist schon unglaublich. Nichts davon habe ich auch nur unterschwellig gesagt. Ende.
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 20. September 2014, 16:58

AZ,
alles bestens mach dir diesbezüglich bitte keine sorgen.

gruß vs [hallo]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Ernest » 20. September 2014, 17:52

mal kurz OT........
@AZ und @vs., merkt ihr was ????
Ihr spielt gerade Ping-Pong. [flash]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 20. September 2014, 18:00

Ja genau Ernest, es geht wieder los, diese zwei kleinen "selbsternannten Giftzwerge" behaken sich in schöner Regelmäßigkeit ..es ist wie immer köstlich...das zu lesen. Der Eine noch Admin meint zwar immer..".bla bla bla und ne das ist nicht daran"..nur wers glaubt wird wohl selig werden also nimm es mit Humor Jörg, du kommst einfach nicht aus deiner engen Streitereihaut und unser vs wohl auch nicht?

Rainer-Maria und lässt dich doch immer wieder hinreißen....
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Wosch » 20. September 2014, 18:03

Beethoven hat geschrieben:Mogn Gemeinde,

ich denke, dass wir uns alle in einem einig sind. Jeder Tote an der Grenze ist einer zu viel. Diese Erkenntnis mußte aber, zumindestens bei mir, erst reifen und ich sehe mich in keinster Weise in irgendeinem Erklärungsnotstand. Gleiches denke ich auch von jedem ehemaligen Grenzsoldaten der DDR.
Da könnt Ihr noch 100 x auffordern, dies oder jenes zu erklären. Das wird auch kaum einer hier können. Keiner hier war Mitglied des NVR oder des Politbüros oder des Kollegiums im MfNV...............


Weißt Du was @Beethoven, ich zum Beispiel verlange con Dir überhaupt keinerlei "Erklärung" , denn wenn Du erst im fortgeschritten Alter zu dieser Erkenntis gekommen bist und davor als vorgesetzter Offizier so weit weg warst von den elementarsten humanitären Befindlichkeiten, so hilft das den "zu vielen" Toten auch nichts mehr und taugt nur dazu "gute" mine zum "bösen" Spiel zu machen.


Ihr, die Ihr schon immer alles wußtet und dagegen wart, dürft (nicht müßt) mir mal erklären, warum man sich in der Absicht, die Grenze zu überqueren an Stellen, die eben nicht dafür offen waren, nähert, wohl wissend, dass man dort verwundet oder gar getötet werden kann.

Vielleicht solltest Du Dir, lieber @Beethoven, statt dessen mal eigene Gedanken darüber machen wieso sich die von Dir gemeinten Personen, wissend der Gefahr in die sie sich begaben, das Risiko auf sich nahmen um diesen "ungeliebten" Staat zu verlassen. Du verlangst "Erklärungen" obwohl Du selbst heute noch nicht willens und in der Lage bist Dich von der damaligen Interpretation (Grenzverletzer, Nahtstelle zwischen zwei Militärblöcken, wirtschaftliche Interessen, Feind zu stellen und so weiter) zu lösen, obwohl es bei den Fluchtversuchen mit Todesfolge ganz alleine nur darum ging, den Rest der DDR-Bevölkerung aufzuzeigen womit sie bei dem Versuch das Land zu verlassen, abschreckkenderweise, zu rechnen hätten.


Woher, liebe Herren, soll der Soldat am Kanten wissen, was sich da für einer, gerade über den Zaum schwingt?
Der Grenzsoldat, handelte entsprechend seiner Befehle und mancher ganz sicher auch aus Überzeugung, das Richtige zu tun, wenn er den Grenzverletzer, entsprechend der Schußwaffenanwendungsordnung anruft, jener aber nicht stehen bleibt sondern weiter in Richtung Westen strebt.

Was ist diesem Grenzverletzer sein Leben wird? Kann man davon ausgehen, dass der Grenzverletzer nur rüber will um im Westen ein bunteres Leben zu führen?
Der Grenzsoldat kann das nicht einschätzen. Er geht immer davon aus, dass der Grenzverletzer ein wirklicher Feind des Staates ist, dessen Fahneneid er geschworen hat.

Ich will damit, so naiv es sich hier lesen mag, nicht bestreiten, dass wohl die Masse der Grenzverletzer einfach nur aus wirtschaftlichen Erwägungen, von mir aus auch aus politischen Erwägungen, wobei ich das gerade sehr jungen Menschen abspreche, sich in Gefahr begeben haben.
Und da unsere Grenze eben keine war, wie z.B. die zwischen den USA und Mexiko, wo man in jedem Falle davon ausgehen kann, dass der Grenzverletzer wirklich nur wirtschaftliche Interessen zur Flucht treiben (und auch da gibt es genug Tote), war dies eben bei unserer Grenze, der Nahtstelle zwischen zwei Militärblöcken, eben nicht so. Bei uns ging es immer auch darum, den Feind zu stellen und nicht nur den Mann / Frau, die sich das Leben im anderen Deutschland leichter, bunter, angenehmer oder was auch immer , vorstellten.

Schaut Euch mal diesen Link an.

http://www.welt.de/politik/article99111 ... n-USA.html

Gruß



Was willst Du uns damit überhaupt sagen, mit dem "woher soll der Soldat am Kanten wissen, wer sich da gerade über den Zaun schwingt?"
Der hatte doch überhaupt nichts "zu wissen", aber weil er auch nichts wissen durfte und auch nichts wissen konnte- durfte er auch nicht "Lieber Gott" spielen in dem er auf einen Menschen schoß der ihm und auch Anderen kein Leid angetan hatte. Wenn man diese "gezielten" Schüsse nicht niederen Beweggründen zurechnen darf, dann verstehe ich das Gebot "Du sollst nicht töten" und andere fromme Sprüche wahrscheinlich falsch.
Was überhaupt hatte denn ein Grenzsoldat einzuschätzen, außer daß er die Befehle seiner Vorgesetzten widerspruchslos umzusetzen hatte?
Daß er immer davon ausging daß so ein " Grenzverletzer" generell etwas auf dem Kerbholz haben mußte, bzw. ein "bunteres Leben" führen wollte??
Wie doof schätzt Du diese mißbrauchten Burschen denn im Nachhinein noch ein und was wäre denn überhaupt daran zu bemängeln, wenn man wegen eines "bunteren Lebens" seinen Lebensmittelpunkt verändern möchte?? Dafür daß man besser leben möchte darf man von Staatswegen erschossen werden und das ganze widerliche "Drumherum" soll danach als Rechtfertigung für die belobigten "Vollstrecker" dienen?? Nee-Nee @Beethoven, Mord bleibt Mord, auch wenn es einem angeblichen "gerechtfertigten" Zweck diente.
Die an der Grenze konnten schon sehr wohl einschätzen was sie da taten und nicht umsonst berufen sie sich heute noch auf die Befehle ihrer Vorgesetzten und obendrein paradoxer Weise auch noch auf ihre feste Überzeugung, dem Staat DDR, ihrem Vaterland, ehrlichen Herzen treu gedient zu haben.
Und was soll denn überhaupt der Verweis auf die Grenze "Mexico-USA", wo es doch bei Denen gerade in die umgekehrte Richtung läuft, hört sich auf den ersten Blick ja toll a, hat aber nur eine zertrollende Auswirkung auf das Thema der Grenze von der hier die Rede sein sollte.
"Bei uns ging es immer auch darum, den Feind zu stellen und nicht nur den Mann/Frau, die sich das Leben im anderen Deutschland leichter, bunter, angenehmer oder was auch immer, vorstellten. Solch einen "fiesen" Spruch habe ich schon lange nicht mehr vernommen!!

Sei es wie es sei, schönen Gruß aus Kassel.
Wosch
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2014, 18:05

Rainer, du hast absolut recht. Aber wenn es unterhaltsam ist..... [flash]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 20. September 2014, 18:16

Streiten ist eigentlich menschlich Jörg.Der Rainer könnte diesem alten verknöcherten Bundi Interessierter doch auch jedes Mal die Anhänge (seine selbstverfassten...) zu seinen Links voll mit dem Nudelholz wieder auf den Scheitel(sinngemäß)ziehen aber er übt sich so schwer es auch fällt in Zurückhaltung.Diese meine Vergebung schafft Harmonie, sie ist gut für die Gesundheit, was will ich mir die Finger an einem....werde es dabei belassen.

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Dr. 213 » 20. September 2014, 20:07

Um zum Thema zurück zu finden, es ist für mich erschreckend, wie oft ich noch solche Sprüche höre wie
sinngem. "wir haben den Weltfrieden bewahrt" oder "wir haben nur nach den geltenden Gesetzen gehandelt"

Das kann man für damals gelten lassen, ich jedenfalls kann es nachvollziehen.
Heute aber immer noch in tiefster Überzeugung so etwas loszulasen:
"Bei uns ging es immer auch darum, den Feind zu stellen und nicht nur den Mann/Frau,
die sich das Leben im anderen Deutschland leichter, bunter, angenehmer oder was auch immer, vorstellten.

Da muß ich Wosch absolut zustimmen, das ist abstoßend.

Was gewinnt man heute durch das vortragen von solchen erwiesenermaßen falschen Ansichten ?
Gibt es dafür Bienchen oder ein Freiber beim nächsten Kameradentreffen ehemaliger Grenzer ?

Keiner will eure Lebensleistung in Frage stellen. Aber ihr wurdet richtig schön verarscht, und das darf man
doch ruhig so aussprechen. Nur dadurch lernen nachfolgende Generationen beim nächsten mal, etwas besser aufzupassen.
Die Erkenntnis ist wahrscheinlich bitter, wenn man erkennen muß, wofür man mißbraucht wurde.
Es ist aber kein pers. Vorwurf, auch wenn es uns Kritikern und Mahnern gerne unterstellt wird.
Wer das Grenzregime heute noch als richtig verdeidigt, der verdient energischen Widerspruch.

@vs1400
Wenn du mir Oberflächlichkeit unterstellst so hast du in gewisser Weise ja recht. Ich war ja nun wirklich kein Grenzer.
Das es einen gewissen Schlendrian bei den Einheiten an der Grenze gegeben hat, habe ich so auch gelesen.
Jedoch nur in Verbindung mit Frühsport und dem Innendienst. Dem Rotlicht wird man trotzdem ausgesetzt gewesen sein.
Und Rotlicht hat es auch in einer GK gegeben. Auch da gab es bestimmt eine gepflegte Wandzeitung im Flur,
Losungen an der Wand, nur SED- konforme Zeitungen und nicht zu vergessen den sozialistischen Wettbewerb.
Und es wurde bestimmt nur der Empfang von bestimmten Radio- und TV- Programmen zugelassen.

Gruß
Dr. 213
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon SkinnyTrucky » 20. September 2014, 21:45

Dr. 213 hat geschrieben:Heute aber immer noch in tiefster Überzeugung so etwas loszulasen:
[b]"Bei uns ging es immer auch darum, den Feind zu stellen


Hey Doc, ich hab einmal erlebt wie die wehrten Genossen den Feind stellen wollten....wir kamen von der Nachtschicht in Bonese und fuhren so ziemlich an der Grenze für Normalsterbliche (5Km-Zone) mit dem Betriebsbus entlang....ein Feind, sagen wir mal ein einer vom Volk wollte sich dünne machen und wir hatten Blick auf den Auflauf, der dazu wohl nötig war....Massenauflauf von allen wichtigen und geheimen Instanzen der grössten DDR der Welt....

....muss ich noch was schreiben, was die einhellige Meinung im Bus war oder könnt ihr euch dat denken....????

Ich mein, einer von uns wollte kurze Zeit danach zum Wachregiment....ich hab ihn vor Kurzem auf Stay-Friends aufgespürt und noch bevor ich dadrüber beginnen konnte, war der Kontakt weg....dabei wollte ich völlig wertfrei über die Vergangenheit und Werdegang von uns beiden reden....


für Frieden und Sozialismus....aber dann bitteschön nich auf die Manier wie die verkalkten Idioten die uns in den 80ern noch mit Parolen aus den 30ern kommen wollten....wir waren schon viel weiter wie die....

....heute kämpf ich indirekt gegen Wilders obwohl ich manche Meinungen von ihm teilen kann, genau wie ich damals für Pim Fortuin gestimmt habe, kurz bevor ihn ein Idiot abgeknallt hat....

Ich bin links....aber das richtige Links hab ich in Deutschland nicht gefunden....in Holland schon, die Partei mit den Tomaten....meine Nachbarin war lange Zeit bestimmend in der SP of the Netherlands....den Mist in der Zone hat sie entschieden verurteilt und zu den Nazis gezählt....ja, sie vergleichte es mit einer anderen deutschen Diktatur und wie sie sonst über Deutschland denkt, schenk ich mir hier mal....ich mag meine Nachbarin und ich schätze sie für ihre Durchblicke....leider ist sie nun in einem Alter indem die Substanz leidet und ich möchte euch alle bitten, die Daumen zu drücken, das sie die nächste OP übersteht und ihr noch viele Jahre Lebenszeit geschenkt wird, ich mag die politischen Gespräche mit ihr, darum....


in dat Sinn

de groeten uit Ventimiglia

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Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 21. September 2014, 09:21

Nov65 hat geschrieben: Jeder von uns wusste, wenn er auf dem Schießplatz die Kalaschnikow betätigte, was bei einem Schuss auf einen Menschen passierte.Zielen (und Treffen) auf ein sich bewegendes Ziel war Glücksache. Nur die unteren Extremitäten zu treffen, war ein frommer Traum.
Grüße von Andreas


Schau mal, was Sachverständige am Gericht dazu sagten.....

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