Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon SkinnyTrucky » 2. Mai 2015, 21:21

Als wir da als Schüler bei dem Grenzregiment waren, stellte ich dem Führer beim Vorführen des Grenzfunktionsmodelles die Frage, ob dort Menschen totgeschossen werden, worauf er rumdruckste und meinte, das sich ja keiner in die Gefahr geben muss und es ja auch Grenzübergänge gibt....und naklar wollte ich mit der Frage provozieren, denn natürlich wusste man das dort die Grenze steht um uns dran zu hindern, die Biege zu machen und man die Undurchlässigkeit mit Sturmgewehren garantieren Willens ist....man muss schon blöd gewesen sein, nich zu erkennen wie der Hase im Pfeffer sass....


groetjes

Mara
Zuletzt geändert von SkinnyTrucky am 2. Mai 2015, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon bbf » 2. Mai 2015, 21:22

pentium hat geschrieben:
bbf hat geschrieben:Kurzum: Es wusste niemand, dass er bei einem illegalen Grenzübertritt auch erschossen werden kann?


Wie kommst du denn auf diese Schlussfolgerung? Jeder der in der DDR in der Lage war ZDF, ARD oder einen etwas westlicher liegenden Rundfunksender zu empfangen hörte mit aller Wahrscheinlichkeit einmal von einem Toten an der Grenze...

mfg
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Ja gut, so dachte ich mir das auch..... Du bist der erste bis jetzt hier, der das auch klar sagt.
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 2. Mai 2015, 21:36

Sag mal Edelknabe, gab es beim Grillen heute auch holländische Kekse?
Reichen Deine noch?
Oder soll ich bald welche mitbringen? Sind Deine Träume immer in Farbe? [ich auch]

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon andr.k » 2. Mai 2015, 21:40

pentium hat geschrieben:
bbf hat geschrieben:Kurzum: Es wusste niemand, dass er bei einem illegalen Grenzübertritt auch erschossen werden kann?


Wie kommst du denn auf diese Schlussfolgerung? Jeder der in der DDR in der Lage war ZDF, ARD oder einen etwas westlicher liegenden Rundfunksender zu empfangen hörte mit aller Wahrscheinlichkeit einmal von einem Toten an der Grenze...

mfg
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Na, na, vergiss mal nicht die getöteten Grenzer!
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon bbf » 2. Mai 2015, 21:47

Dass man von staatlicher Seite nicht über die Verhältnisse an der Grenze aufgeklärt wurde, ist mir schon klar. Umgekehrt, dass sehr vieles den Bürgern nur von der Flüsterpropaganda bekannt war, ist mir auch ersichtlich.

Aber deswegen wird man doch noch fragen dürfen: Was wusste man allgemein (gleichviel aus welchen Quellen) in der DDR, was an der Grenze geschied? So schwer ist die Frage doch nicht denke ich.
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon pentium » 2. Mai 2015, 21:47

Danke @andre.K
Kam ja auch in den Nachrichten, nur eben auf DDR-Seite. Nein vergesse ich nicht, ein weiteres Beispiel dafür was an dieser Grenze passieren kann!

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon bbf » 2. Mai 2015, 21:53

Fazit: es wusste nahezu jeder in der ehemaligen DDR, gleichviel aus welchen (nichtstaatlichen) Quellen, dass man beim Versuch die Grenze ohne staatliche Genehmigung zu überschreiten, beschossen wird.

Das deckt sich auch mit Aussagen von Frau Honecker nach der Wende, die angesprochen auf die Toten an der Grenze meinte: "Was begeben die sich auch ins Grenzgebiet, es wusste doch jeder dass da geschossen wird".
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 2. Mai 2015, 21:59

Die selbe Honecker war es auch, die ihren Unterstufenlehrern schon auferlegte, Einfluss auf die Unterstufe zu nehmen, damit später die Quoten der Berufssoldaten erfüllt werden. Auch daran sind in der DDR bereits in den letzten 70er Jahren anständige Lehrerinnen fast zerbrochen. Ich kenne eine solche in Riesa!

Gruß Volker
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon steffen52-1 » 2. Mai 2015, 22:02

bbf hat geschrieben:Fazit: es wusste nahezu jeder in der ehemaligen DDR, gleichviel aus welchen (nichtstaatlichen) Quellen, dass man beim Versuch die Grenze ohne staatliche Genehmigung zu überschreiten, beschossen wird.

Das deckt sich auch mit Aussagen von Frau Honecker nach der Wende, die angesprochen auf die Toten an der Grenze meinte: "Was begeben die sich auch ins Grenzgebiet, es wusste doch jeder dass da geschossen wird".

Schreibe doch einfach erschossen! [frown] Die nur beschossen wurden, hatten vielleicht Glück!
Grüsse steffen52-1
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon andr.k » 2. Mai 2015, 22:05

pentium hat geschrieben:Danke @andre.K
Kam ja auch in den Nachrichten, nur eben auf DDR-Seite. Nein vergesse ich nicht, ein weiteres Beispiel dafür was an dieser Grenze passieren kann!

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Nicht nur in den Nachrichten. Denk mal daran, was uns alles über die getöteten Grenzer in der Schule erzählt worden ist. Schon vergessen?
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Dr. 213 » 2. Mai 2015, 22:05

pentium hat geschrieben:
bbf hat geschrieben:Kurzum: Es wusste niemand, dass er bei einem illegalen Grenzübertritt auch erschossen werden kann?


Wie kommst du denn auf diese Schlussfolgerung? Jeder der in der DDR in der Lage war ZDF, ARD oder einen etwas westlicher liegenden Rundfunksender zu empfangen hörte mit aller Wahrscheinlichkeit einmal von einem Toten an der Grenze...

mfg
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Es gab genügend Fluchtversuche, wo die Akteure nicht in der Lage waren, diese Gefahr soweit wahrzunehmen, um es sein zu lassen.
Jeder der sich trotzdem auf den Weg gemacht hat, hatte die Vorstellung, er würde schon irgendwie durchkommmen.

Und nicht jeder hatte ausreichende Informationen. Im Westfernsehen wurden auch keine Bastelanleitungen für Steigeisen oder technische
Kurse zum lahmlegen von SM70 gezeigt. So weit ging denn die Hilfe von Drüben nun ooch wieder nicht.

Und in der DDR Presse?
In der DDR kamen Grenztote nur als meuchlings Ermordete eigene Grenzer vor, oder wenn an einer Güst mal ein Rentner einem Herzkasper
erlegen ist, dann gab es dazu auch ab und zu mal einen Bericht im ND. Wenn auf Flüchtlinge geschossen wurde, war das überhaupt kein Thema.
Wenn da einem GV aus 100 Metern in den Rücken geschossen wurde versuchte man alles, um den Vorfall möglichst zu vertuschen.
Ich erinnera daran, daß es den Berichten nach oberste Priorität war, ein Opfer schnell aus dem Sichtbereich des Gegners (BGS, Zoll) zu entfernen.

Geschwätzige EX- Grenzer wird es wohl auch nicht viele gegeben haben. Könnte mir vorstellen, es gab ein Entlassungsgespräch mit Strafandrohung.
Das MfS war ja Spitze im kolportieren von "Wir wissen alles" . Und dann war die DDR eben auch ein Land, wo man tatsächlich mit Ehepartnern
oder anderen nahen Angehörigen rechnen mußte, die es sofort an die "Organe" gemeldet hätten.

Gruß
Dr. 213
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon bbf » 2. Mai 2015, 22:14

steffen52-1 hat geschrieben:
bbf hat geschrieben:Fazit: es wusste nahezu jeder in der ehemaligen DDR, gleichviel aus welchen (nichtstaatlichen) Quellen, dass man beim Versuch die Grenze ohne staatliche Genehmigung zu überschreiten, beschossen wird.

Das deckt sich auch mit Aussagen von Frau Honecker nach der Wende, die angesprochen auf die Toten an der Grenze meinte: "Was begeben die sich auch ins Grenzgebiet, es wusste doch jeder dass da geschossen wird".

Schreibe doch einfach erschossen! [frown] Die nur beschossen wurden, hatten vielleicht Glück!
Grüsse steffen52-1



Ich sprach von dem was sich die Bürger der DDR damals so vorstellten was an der Grenze geschied. Und da wird sich sicher niemnd ernsthaft vorgestellt haben, dass einer direkt erschossen wird..... ich meine zunächst ist ja mal das beschiessen.... der Erfolg der Aktion (nämlich das Erschiessen) ist dann noch eine ganz andere Sache die man sicher ausgeblendet haben wird.
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 2. Mai 2015, 22:19

Köstlich Doktor dein:

"Und dann war die DDR eben auch ein Land, wo man tatsächlich mit Ehepartnern
oder anderen nahen Angehörigen rechnen mußte, die es sofort an die "Organe" gemeldet hätten."
Textauszug ende

Warst wohl schon verheiratet was...in der DDR...HAAAAAAAAAAa?

Rainer-Maria und ne, weiß ich doch, warst noch ein Habenichts, ein blutjunger Habenichts. Nichts für ungut.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon steffen52-1 » 2. Mai 2015, 22:25

bbf hat geschrieben:
steffen52-1 hat geschrieben:
bbf hat geschrieben:Fazit: es wusste nahezu jeder in der ehemaligen DDR, gleichviel aus welchen (nichtstaatlichen) Quellen, dass man beim Versuch die Grenze ohne staatliche Genehmigung zu überschreiten, beschossen wird.

Das deckt sich auch mit Aussagen von Frau Honecker nach der Wende, die angesprochen auf die Toten an der Grenze meinte: "Was begeben die sich auch ins Grenzgebiet, es wusste doch jeder dass da geschossen wird".

Schreibe doch einfach erschossen! [frown] Die nur beschossen wurden, hatten vielleicht Glück!
Grüsse steffen52-1



Ich sprach von dem was sich die Bürger der DDR damals so vorstellten was an der Grenze geschied. Und da wird sich sicher niemnd ernsthaft vorgestellt haben, dass einer direkt erschossen wird..... ich meine zunächst ist ja mal das beschiessen.... der Erfolg der Aktion (nämlich das Erschiessen) ist dann noch eine ganz andere Sache die man sicher ausgeblendet haben wird.

Ist aber leider so gewesen, das man erschossen wurde, wenn man es versucht hätte die DDR auf diesen Wege zu verlassen! Denke, das ist jeden GV bewusst gewesen ist! Versucht haben es doch einige mit den Gedanken vielleicht klappt es! Nach dem ich diese Grenze gesehen habe, wäre mir der Gedanke nie gekommen! Als Zivilist niemals! Als Grenzer, da gab es Möglichkeiten, aber der das ist mir nie in den Kopf gekommen!
Familie und Freundin zu Hause, dazu viel zu jung um das Risiko einzugehen! Denn zu der Zeit hatte man andere Interessen als die Flocke zu machen!!! [hallo]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon bbf » 2. Mai 2015, 22:30

".......zu jung um das Risiko einzugehen!"

Da spricht die Statistik eindeutig gegen Dich: 80% der Fluchtwilligen waren zwischen 17 und 25 Jahre alt und zumeist männlichen Geschlechtes.
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Puck » 2. Mai 2015, 22:32

Geschwätzige EX- Grenzer wird es wohl auch nicht viele gegeben haben. Könnte mir vorstellen, es gab ein Entlassungsgespräch mit Strafandrohung.von Dr.213


Da hab ich mal ne Frage ! Wieso schweigen diese Exgrenzer auch noch heute ? Es ist doch Natur der Dinge ,daß alle Leute irgendwann schwatzen .
Was haben die denen bei diesem Ominösen Entlassungsgespräch angedroht ? Muss ja schrecklich gewesen sein ! Daß die heute noch schweigen .

Puck
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon steffen52-1 » 2. Mai 2015, 22:33

bbf hat geschrieben:".......zu jung um das Risiko einzugehen!"

Da spricht die Statistik eindeutig gegen Dich: 80% der Fluchtwilligen waren zwischen 17 und 25 Jahre alt und zumeist männlichen Geschlechtes.

Statistik hin und her, gehe von mir aus und nicht was auf den Papier steht! Schreibe auch aus meiner Sicht, wenn Du verstehst was ich meine,bbf! [mundzu]
Gute Nacht, der alte Mann braucht seinen Schlaf! [hallo]
Grüsse steffen52-1
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nostalgiker » 3. Mai 2015, 08:11

Puck, um Deine Frage zu beantworten; natürlich standrechtlich erschießen wegen Geheimnisverrat!!!
Und es schweigen die Ex-Grenzer auch Heute noch weil wir inzwischen durch mutige Zeitzeugenopfer erfahren mußten das die Stasi immer noch aktiv ist.
Wer möchte denn schon in der Gegenwart eines plötzlichen und unerklärlichen Todes sterben.

Doktorchen, deine Vorstellungen sind ziemlich lächerlich und sehr, sehr Realitätsfern? Wieviele aus deiner Familie haben dich denn umgehend bei den 'Organen' denzunziert?
Nach deiner Vorstellung muß das ein Volkssport und Hobby in der DDR gewesen sein.
Da es für alles Auszeichnungen und Strassen der Besten gab, kannst du bestimmt auch darüber berichten das es in den entsprechenden Einrichtungen der 'Organe' solche gab unter dem Motto: "Unser bester Denunziant des Monats!"

Thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Puck » 3. Mai 2015, 08:52

Danke Toth ! Das habe ich vermutet !

Scheinbar ist auf die pööse Schdasie immer noch Verlass . Rekrutieren die auch wieder Neue in ihren Reihen ?

Das wäre doch was für Holy Person Alemania ! [mundzu]

Puck
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon SkinnyTrucky » 3. Mai 2015, 09:07

Thoth, du musst das nicht in's Lächerliche ziehen, lächerlich war höchstens der Staat DDR mitsamt seinen bis in's Pervertierte perfektionierte Sicherheitssystem....und du bist doch auch zufrieden, das das vorbei ist....


groetjes

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Puck » 3. Mai 2015, 09:19

Pervertiertes perfektes Sicherheitssystem ....

Das hast Du aber treffend ausgedrückt Mara . Entweder waren die in der vorpommerschen Provinz nicht so aktiv wie in Berlin , oder wir waren nicht relevant genug !

Ich hatte paar Kumpels ,welche immer den Geburtstag von dem GröFaZ gefeiert haben . Nee ,das waren keine Unteroffiziere ! Eher so Auffällige , nach DDR -Jargon . Da ging es laut her und die Lieder ,welche dort gesungen wurden ,waren nicht aus der Zauberflöte !

Aber gestört oder gar abrupt beendet wurde solch eine Fete nie ! Sollten das etwa alles Getarnte gewesen sein ? [frown]

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon SkinnyTrucky » 3. Mai 2015, 09:43

Puck, frag mal den Rainer Maria, Nazis gab es doch nur im Westen.... [muede] [wink]


groetjes

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 3. Mai 2015, 09:50

Edelknabe hat geschrieben:warst noch ein Habenichts, ein blutjunger Habenichts. Nichts für ungut.


Was soll dieser Vorwurf, hier an Doktor gerichtet, und der von dir regelmäßig kommt, denn bedeuten? Soll man ihn deshalb nicht ernst nehmen, stellt man das in Frage?

Oder kannst du dir nicht vorstellen, dass jemand in dem Alter so dachte, nur weil du es nicht tatest bzw. konntest?

Hast du immer noch nicht verstanden, warum nicht wenige DDR Bürger im mittleren Alter, die eben kein "Habenichts" mehr waren, genauso gedacht haben? Warum lies man das Haus und den Garten zurück? Doch nicht aus ner Laune!

Denk doch mal an die vielen Beispiele, die wir heute kennen, wo in der Familie bespitzelt wurde. Aus eigener Erfahrung weiß ich heut, da es in den Akten erkennbar ist, dass das MfS ihre Informanten mit großem Erfolg bei den Freunden, Kollegen und auch in der Familie suchte. Wir hatten Freunde, die schimpften von früh bis spät auf die DDR, so kannte ich sie schon als kleiner Junge. Westverwandte hatten sie auch. Und sie waren, wie wir später erfuhren, IM des MfS...nein, nicht aus Überzeugung, weil man Druck aufbaute und sie einfach Angst um ihren Status Quo hatten, Angst hatten, dass man dem Kind nicht die Ausbildung "erlauben" würde, die man doch anstrebte. Heute ist alles vergessen.

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Dr. 213 » 3. Mai 2015, 16:00

Edelknabe hat geschrieben:Köstlich Doktor dein:

"Und dann war die DDR eben auch ein Land, wo man tatsächlich mit Ehepartnern
oder anderen nahen Angehörigen rechnen mußte, die es sofort an die "Organe" gemeldet hätten."
Textauszug ende

Warst wohl schon verheiratet was...in der DDR...HAAAAAAAAAAa?

Rainer-Maria und ne, weiß ich doch, warst noch ein Habenichts, ein blutjunger Habenichts. Nichts für ungut.


Och Rainer, dein "nichts für ungut" kannste dir backwärts stecken.
Ob ich verheiratet war ? Soll das ein Witz sein, oder ist das eine neue Variante von:
" du hast damals nicht am Kanten und im Dreck gelauert, also darfste zu dem Thema auch nichts schreiben" ?

Ich weiß schon, ich konnte dir als materiell gesteuertem Mitläufer in der Zone nicht das Wasser reichen.
Allerdings arbeitete ich damals recht erfolgreich an der Überwindung dieses für das Alter übrigens völlog normalen Zustands des Nichtshabens.

Allerdings nicht, indem ich mich vor dem System gebückt habe und Tötungsautomaten an den Zaun einer vermeintliche Staatsgrenze geschraubt habe.

Weil ich ja lt. unserem Gottchen so dumm, einfältig und fernab der Realität war, bin ich quasi nur durch Zufall in den Westen gestolpert.
Und ich besaß sogar noch die Dreistigkeit, im Westen die Ausbildung nachzuholen, die mir im Arbeiter und Bauernparadies verwehrt geblieben war.

Nein, ich kann heute äußerst zufrieden auf eine sehr schöne berufliche Karriere zurück blicken.
Bei solchen Spitzen wie die von RM und Gottchen kann ich nur mitleidsvoll und breit grinsen.

Gruß
Dr. 213
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Spartacus » 3. Mai 2015, 16:09

Ja Doc, damit hat der Rainer heute ein Problem, nämlich das ehemaligen "habenichtse" die blutjungen,
die der schönen DDR den Rücken kehrten, es dann im pösen Westen doch tatsächlich geschafft haben,
sich was ordentliches aufzubauen. Na so was, aber auch? Wie ham die das nur....?

Und ich besaß sogar noch die Dreistigkeit, im Westen die Ausbildung nachzuholen, die mir im Arbeiter und Bauernparadies verwehrt geblieben war.

Nein, ich kann heute äußerst zufrieden auf eine sehr schöne berufliche Karriere zurück blicken.


Glückwunsch noch hierzu. [hallo]

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon pentium » 3. Mai 2015, 16:15

Spartacus hat geschrieben:Ja Doc, damit hat der Rainer heute ein Problem, nämlich das ehemaligen "habenichtse" die blutjungen,
die der schönen DDR den Rücken kehrten, es dann im pösen Westen doch tatsächlich geschafft haben,
sich was ordentliches aufzubauen. Na so was, aber auch? Wie ham die das nur....?

Und ich besaß sogar noch die Dreistigkeit, im Westen die Ausbildung nachzuholen, die mir im Arbeiter und Bauernparadies verwehrt geblieben war.

Nein, ich kann heute äußerst zufrieden auf eine sehr schöne berufliche Karriere zurück blicken.


Glückwunsch noch hierzu. [hallo]

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Man kann es auch so sehen. Es prallen einfach Welten aufeinander! Vorstellungswelten....

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 3. Mai 2015, 16:47

Dr. 213 hat geschrieben:Und ich besaß sogar noch die Dreistigkeit, im Westen die Ausbildung nachzuholen, die mir im Arbeiter und Bauernparadies verwehrt geblieben war.


Da bist du mit Sicherheit nicht der Einzige. Der Staat verstand es sogar, bei Leuten, die einen Studienplatz sicher hatten, diesen geschickt wegzunehmen. [mad]
Warum sollte man dann noch die Einsicht haben, dort zu bleiben?
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Olaf Sch. » 3. Mai 2015, 17:44

ist der Mensch oder sein Wissen weniger Wert, weil er weniger besitzt? Was ist das denn für eine Einstellung? Das ist grotesk.

aber um nochmal zum Schießbefehl zurückzukommen: wir wurden ja nicht mit Gummiknüppeln an die Grenze geschickt, sondern mit Sturmgewehren und 60 Schuss. Wurden Soldaten bestraft die auf Menschen geschossen haben? Nein, sie bekamen Lob und Belohnungen. Wurden Soldaten bestraft, die GVs nicht vernichten konnten? Anscheinend ja. Jeder der das Grenzregime heute verteidigt oder verharmlost ist für mich ein Widerling und moralisch unterste Schublade.
Olaf Sch.
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 3. Mai 2015, 17:52

Leute also ne, der Rainer neidet euch doch nicht euren Lebens/Schaffensweg, euer Habewas im Westen dann? Also wer solchen Käse aus meinen Texten lesen sollte, ich weiß nicht so recht, der liest da irgend wie völlig verkehrt.Nur eben damals junger Singel-Habenichts Ost so Doktor meint doch heute zu wissen, das Ehefrauen reihenweise ihren Göttergatten ans MfS-Messer geliefert haben????

Nur darauf bezog sich mein Vortext, auf nichts anders.

Rainer-Maria also Leute nochmal, mir ist das sowas von SCHNURZE...ich habs mal großgeschrieben wie Einer recht ordentlich mit dem Alltagsarsch an die sinngemäße Gesellschaftswand kam wenn er nicht gerade seine Leistungen mit fremden Federn schmückte. Soweit angekommen, ich denke doch.

Akku besser nochmal in Ruhe lesen.Schrieb ich irgend was von weniger Wert? Setz besser die Brille auf. Der Weg vom jugendlichen Habenichts zum Habewas ist ne ganz normale Sache.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon bbf » 3. Mai 2015, 17:54

von @Dr.213: ".......und Tötungsautomaten an den Zaun einer vermeintliche Staatsgrenze geschraubt habe"

Gibt es Menschen hier in diesem Forum, die das gemacht haben?
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