Was in der DDR gegessen wurde

Alles zum Thema Essen und Trinken, Gastronomie, Küche u.s.w.

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 3. März 2013, 19:14

Ich kenne Beefsteak Tatar, mag es aber gar nicht. [angst]
AZ
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon pentium » 3. März 2013, 19:20

Gibts das überhaupt noch? Ich meine in Gaststätten. AZ

pentium
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon inel » 3. März 2013, 19:25

Gab es sowas in der DDR? Das ist doch schweineteuer.
inel
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 3. März 2013, 19:35

Ja das gibts noch. Eher in besseren bzw. teuren Restaurants. Zu DDR-Zeiten war das billig, wenn ich mich recht erinnere..... [denken]
AZ
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon inel » 3. März 2013, 19:40

augenzeuge hat geschrieben:Ja das gibts noch. Eher in besseren bzw. teuren Restaurants. Zu DDR-Zeiten war das billig, wenn ich mich recht erinnere..... [denken]
AZ


So? Das war billig? Na das wäre ja mal ein Grund gewesen, die PKE´s über sich ergehen zu lassen.........hahahaa...
im Ernst: Ich sterbe dafür, Tatar oder Schabfleisch, am besten mit frischen Roggenbrötchen und Zwiebeln....und dazu noch ein Eimer Bier.....
Zuletzt geändert von inel am 3. März 2013, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon lethale iniectio » 3. März 2013, 19:42

Das gab es zu DDR-Zeiten selbst in der kleinsten Stampe!
Heute gibt es das auch noch, aber nicht im Sommer und bei mir der Landgasthof, der macht direkt einmal in der Woche einen Abend dafür, von dem Fleischer seines Vertrauens.
lethale iniectio
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon inel » 3. März 2013, 19:48

Das ist schon klar mit dem Sommer, da ist das zu gefährlich, das kippt ja direkt um bei Wärme oder gar noch Hitze.
Aber dass das billig war in der DDR, das ist fast unglaublich. Das ist das Teuerste normalerweise an Fleischzubereitung vom Rind, genau so teuer wie Filet.
inel
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Dille » 3. März 2013, 19:55

Gab's in Ost- Berlin, wenn dann in diesen von mir schon mal beschriebenen Päckchen, die die Verkäuferin zusammen mit dem Rouladenfleisch unter dem Verkaufstisch vorholte und man ungesehen bezahlte, in Berlin "Schabefleisch".
Aus Gaststätten habe ich es nicht in Erinnerung aus dieser Zeit.

Hervorragendes "Tatar" habe ich (jetzt) in Prag bekommen, in einer dieser "Pilsner Urquell"- Gaststätten, auf dem Holzbrett serviert mit allen zugehörigen Gewürzen, Eigelb und Gurke (zum selbst Zubereiten). Dazu frisch geröstetes dunkles Brot mit Knoblauch -- dazu dann das Pilsner Urquell vom Faß.
150 g Tatar kostet dort 239,- KCs (rund 9,30 Euro), 1/2 l Pilsner Urquell 1,60 Euro.

Gruß, Dille
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 3. März 2013, 20:08

inel hat geschrieben:Aber dass das billig war in der DDR, das ist fast unglaublich. Das ist das Teuerste normalerweise an Fleischzubereitung vom Rind, genau so teuer wie Filet.


Fleisch und Wurst waren in der DDR günstiger als in der BRD. Deshalb durfte auch ein Westbesucher nichts davon mit nach Hause nehmen......nicht mal eine Wurst. Spreche aus Erfahrung, ich hatte es in 1/89 probiert.

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Icke46 » 3. März 2013, 20:13

augenzeuge hat geschrieben:
inel hat geschrieben:Aber dass das billig war in der DDR, das ist fast unglaublich. Das ist das Teuerste normalerweise an Fleischzubereitung vom Rind, genau so teuer wie Filet.


Fleisch und Wurst waren in der DDR günstiger als in der BRD. Deshalb durfte auch ein Westbesucher nichts davon mit nach Hause nehmen......nicht mal eine Wurst. Spreche aus Erfahrung, ich hatte es in 1/89 probiert.

AZ


Das ist schon seltsam: Das man Fleisch und Wurst nicht mitnehmen durfte, war mir bekannt - trotzdem haben wir immer die restliche ungarische Salami mitgenommen (Herz & Pick). Uns hat nie jemand gefragt [wink] .

Irgendwie scheinst Du den Kollegen von karnak immer aufgefallen zu sein [grins] .

Gruss

icke
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon lethale iniectio » 3. März 2013, 20:15

Stimmt Jörg, war verboten!
Meine Oma hat unsere Wurst geliebt, weil sie besser gewürzt war.
Meine Mutti hat es geschafft Wurst mitzunehmen, indem sie sagte... das ihre Mutter Rentnerin ist und sie somit Selbstversorger ist!

Hat jedesmal geklappt! [grins]
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon inel » 3. März 2013, 21:17

Dille hat geschrieben:Gab's in Ost- Berlin, wenn dann in diesen von mir schon mal beschriebenen Päckchen, die die Verkäuferin zusammen mit dem Rouladenfleisch unter dem Verkaufstisch vorholte und man ungesehen bezahlte, in Berlin "Schabefleisch".
Aus Gaststätten habe ich es nicht in Erinnerung aus dieser Zeit.

Hervorragendes "Tatar" habe ich (jetzt) in Prag bekommen, in einer dieser "Pilsner Urquell"- Gaststätten, auf dem Holzbrett serviert mit allen zugehörigen Gewürzen, Eigelb und Gurke (zum selbst Zubereiten). Dazu frisch geröstetes dunkles Brot mit Knoblauch -- dazu dann das Pilsner Urquell vom Faß.
150 g Tatar kostet dort 239,- KCs (rund 9,30 Euro), 1/2 l Pilsner Urquell 1,60 Euro.

Gruß, Dille


Das ist ja fast schon unverschämt, das alles so in epischer Breite hier anzuführen........mhhhhhhhhhhhh, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.
inel
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 3. März 2013, 22:04

icke46 hat geschrieben: Das man Fleisch und Wurst nicht mitnehmen durfte, war mir bekannt - trotzdem haben wir immer die restliche ungarische Salami mitgenommen
icke


Na Icke, jetzt musst du mir was erklären. Du hast den DDR-Leuten ungar. Salami weggenommen? Woher haben sie die denn gehabt? Die gab es doch nirgends. [shocked]

Ich bin 1987 in Ungarn gewesen, selbst dort haben wir die nicht für Forint bekommen, nur für DM.

Was die Kontrolle betraf. Ja, die hatten Zeit und haben mich an der Grenze schön gefilzt. Sogar den Rasierer durchleuchtet. [flash]

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon pentium » 3. März 2013, 22:09

Was sind eigentlich Bambes?
Ein kleiner Exkurs über die vogtländische Küche!

http://www.echt-vogtland.de/magazin/magazinbambes.html

mfg
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 3. März 2013, 22:20

pentium hat geschrieben:Was sind eigentlich Bambes?

pentium


Danke! Hatte ich bisher nie gehört..... [wink]
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon vs1400 » 3. März 2013, 22:33

pentium hat geschrieben:Nein, Klump sieht anders aus!
Bei vs gibt es Klos mit Soße! War doch vs?
Deshalb der Link zu den Hessen.

mfg
pentium


hi pentium,
die soße wird mit mehl und grob geriebenem brötchen angedickt. merrettich wird je nach geschmack hinzugefügt, aber nur echter spreewälder. [wink]

gruß vs
vs1400
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon pentium » 3. März 2013, 22:38

Meerrettichsoße und Klos kenne ich nur zu Kassler!
Was ist das für ein Klos?

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon vs1400 » 3. März 2013, 23:04

pentium hat geschrieben:Meerrettichsoße und Klos kenne ich nur zu Kassler!
Was ist das für ein Klos?

mfg
pentium



@ pentium,

wir hatten diesmal ein schönes stück schweineschulter und der kochsud wird als basis für die soße genommen.
die klöße haben wir gekauft, halb und halb ausm kochbeutel. sachsen anhalt ist nicht umbedingt ein "kloßland".

gruß vs
vs1400
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Volker Zottmann » 3. März 2013, 23:21

Torsten, "beleidige" mal nicht die Altvorderen unserer Heimat. Meine Oma machte herrliche Klöße halb und halb mit Birnen und Semmelbrösel drinnen. Und die stammte aus Eisleben. Sie starb schon 1961, da war ich 10 und bekam nie wieder solche leckeren Klöße. Nur darum gibts nun immer Kartoffeln.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon vs1400 » 3. März 2013, 23:47

Volker Zottmann hat geschrieben:Torsten, "beleidige" mal nicht die Altvorderen unserer Heimat. Meine Oma machte herrliche Klöße halb und halb mit Birnen und Semmelbrösel drinnen. Und die stammte aus Eisleben. Sie starb schon 1961, da war ich 10 und bekam nie wieder solche leckeren Klöße. Nur darum gibts nun immer Kartoffeln.

Gruß Volker


Volker,
mein uropa, echter bergmann aufn ottoschacht, machte beim schlachten immer einige süße leberwürste, nur für sich, die echt kein anderer angerührt hat. klöße mit birnen ist wie linsensuppe sauer/ süß mit hozeln ... wüüüüürg und nix gegen deine oma, dass macht dich mir noch sympathischer. [wink]


gruß vom Torsten und auch an deine bessere hälfte! [hallo]
vs1400
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Volker Zottmann » 3. März 2013, 23:55

Mensch die Gemeinsamkeiten. Mein Uropa war Steiger auf dem Herrmannsschacht und wurde dort bereits als 28-jähriger verschüttet. Gilt bis heute als verschollen. Irgendwann in den 1880er Jahren. Und Linsen süß/sauer esse ich liebend gern. Aber ohne Backpflaumen.

Monde bedankt sich und grüßt zurück. [knuddel]
Volker Zottmann
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon inel » 4. März 2013, 00:35

Ich habe da mal ene Frage an die Fachleute hier: Ihr kennt ja sicher alle das Suppengewürz "Maggi". Gab es das oder etwas Ähnliches in der DDR zu kaufen?
inel
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon vs1400 » 4. März 2013, 00:57

Volker Zottmann hat geschrieben:Mensch die Gemeinsamkeiten. Mein Uropa war Steiger auf dem Herrmannsschacht und wurde dort bereits als 28-jähriger verschüttet. Gilt bis heute als verschollen. Irgendwann in den 1880er Jahren. Und Linsen süß/sauer esse ich liebend gern. Aber ohne Backpflaumen.

Monde bedankt sich und grüßt zurück. [knuddel]


hermann 1 begann erst 1899, ist aber egal. [wink]

hier mal ne beamtenstippe, uns @ Martin wird sich freuen, in mundart.

Das jewerzte Flaesch durchn Wollef leiern,
de ahnjeschwitzten Zibbelwerfel zujähm unn met Mähl ahnstäum,
of fillen unn dorchkochen.
Mähl in Sauermillich rinriehrn unn Tunke drmet bingen unn offkochen.
Met Mostrich abschmäcken unn klaenjewerfelte Jorken zujähm.

gruß vs [hallo]

ps: sagt noch jemandem Klunskuchen was?
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon zonenhasser » 4. März 2013, 01:37

inel hat geschrieben:Ich habe da mal ene Frage an die Fachleute hier: Ihr kennt ja sicher alle das Suppengewürz "Maggi". Gab es das oder etwas Ähnliches in der DDR zu kaufen?


Bild

© spiegel.de

Bino war eine Marke für flüssige Speisewürze und Brühwürfel, die in der DDR hergestellt wurden. Der Name ist aus dem Herstellungsort Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld-Nord abgeleitet. Bino-Würze und -Brühwürfel hatten in Ostdeutschland einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie ihre Vorbilder von Maggi, die in der DDR nicht erhältlich waren.

Die Zusammensetzung wurde häufig verändert, je nach Verfügbarkeit der Rohstoffe. Bis 1952 gehörten Abfälle aus der Igelit-Produktion zu den Zutaten, deren Weichmacher sich als krebserzeugend herausstellte.
© wikipedia

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BILD Zeitung vom 2. August 1952 - Titel

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BILD Zeitung vom 2. August 1952, Seite 2

© lado.de
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon lethale iniectio » 4. März 2013, 07:04

inel hat geschrieben:Ich habe da mal ene Frage an die Fachleute hier: Ihr kennt ja sicher alle das Suppengewürz "Maggi". Gab es das oder etwas Ähnliches in der DDR zu kaufen?


Das hätte ich dir jetzt nicht einmal beantworten können, da in meiner Familie, weder damals noch heute mit so etwas gekocht wurde oder wird.

Ich kenne und verwende z.B. bei Kartoffelsuppe, Maggikraut (Liebstöckel), so habe ich es von meiner Mutti übernommen! [super]
lethale iniectio
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 4. März 2013, 08:33

zonenhasser hat geschrieben:[i]Bino war eine Marke für flüssige Speisewürze und Brühwürfel, die in der DDR hergestellt wurden.


Der Name Bino wurde so nie in der DDR umgangssprachlich kommuniziert. Es hieß immer, "haste mal Maggi für die Nudelsuppe....." [wink]
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon zonenhasser » 4. März 2013, 10:08

augenzeuge hat geschrieben:Es hieß immer, "haste mal Maggi für die Nudelsuppe...."
Ja klar, es gibt Marken, die so stark sind, daß sie zum Alltagsgebrauch werden, auch wenn sie - wie in der DDR - gar nicht mehr auf dem Markt sind, z. B. Tempo-Taschentücher.
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Volker Zottmann » 4. März 2013, 10:23

vs1400 hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Mensch die Gemeinsamkeiten. Mein Uropa war Steiger auf dem Herrmannsschacht und wurde dort bereits als 28-jähriger verschüttet. Gilt bis heute als verschollen. Irgendwann in den 1880er Jahren. Und Linsen süß/sauer esse ich liebend gern. Aber ohne Backpflaumen.

Monde bedankt sich und grüßt zurück. [knuddel]


hermann 1 begann erst 1899, ist aber egal. [wink]



gruß vs [hallo]

ps: sagt noch jemandem Klunskuchen was?



Hallo Torsten,
habe eben meinen Vater interviewt: Sein Großvater ist mit etlichen anderen Bergleuten für immer im Hermannschacht geblieben, sagt er. Das war um (weiß er auch nicht genau) 1887. Also gab es den schon, bzw den Erdeborner- und den Froschmühlenstollen. Vielleicht sind das dessen Vorläufer und mit eingebunden? In der Nähe des Bahnhofes wurden 1899 der Hermann-Schacht I (Tiefe 340 m) und von 1906 bis 1908 der Hermann-Schacht II (Tiefe 380 m) abgeteuft. Zeitweilig arbeiteten in beiden Schächten bis zu 3000 Bergleute.
Das ist der Schacht hinter Helfta, B80 Kreuzung Unterrißdorf. Rechts ab. Die Hermannschachthalde ist die nun zum Straßenbau abgetragenen.

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/i ... annschacht

Gruß Volker, hör Dich mal um, wenn Du die Gerichte durch hast. [wink]
Volker Zottmann
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon vs1400 » 4. März 2013, 11:58

ein letztes ot. [peinlich]

hi Volker,
schau mal hier rein ... klickmich.
der froschmühlenstollen entstand 17.. und diente nur der entwässerung.

gruß vom Torsten [hallo]
vs1400
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Volker Zottmann » 4. März 2013, 12:16

Geschwommen wird mein Urgroßvater kaum sein. [wink]
Aber so ist das mit mündlichen Überlieferungen. Auch mein Großvater starb früh. Da war mein Vater 6 Jahre alt. Sein 13 Jahre älterer Bruder übernahm die Vaterrolle. Da sind auch Irrtümer vorprogrammiert.
Als junger Mann hatte ich mal eine Mansfeldische Zeitung von 18hundertirgendwann in Händen. Da war auch noch was von Unglücken dokumentiert. Aber eben nicht vom Uropa.

So und nun zurück zu Ostgerichten:

Nun wieder eine Schote! Aber die finde ich auch nicht belegt. Vor 1900 wurden auf wenigen Feldern um Erdeborn (Ländereien wohl von den Wenzels aus Salzmünde) Erdnüsse probehalber angebaut.
Auch dies sind nur Überlieferungen. Wikipedia gabs noch nicht. Hast Du jemals davon gehört, auch ob die gediehen? Ich meine das ernst!

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

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