Weil wir es mit den Archiven hatten:
Meine Frage an Siri war:
die frage ist mehr, wenn ich privat forschungen zur lage der soldaten der nva in der wendezeit erforschen will, auf welche archive bekomme ich zutritt, also als privatmensch...Als Privatperson haben Sie in Deutschland nach dem Bundesarchivgesetz das Recht, historische Sachakten einzusehen. Für Ihre private Forschung zur Situation der NVA-Soldaten in der Wendezeit (1989/1990) erhalten Sie Zutritt zu verschiedenen staatlichen Archiven. Sie müssen dafür kein ausgebildeter Wissenschaftler sein, sondern stellen einfach einen regulären Benutzungsantrag für die private Forschung. [1, 2]
Die wichtigsten Archive für Ihr Thema teilen sich wie folgt auf:
## 1. Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv (Freiburg im Breisgau)
Das ist die zentrale Anlaufstelle für Ihr Thema. Hier lagern die amtlichen Sachakten des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR, der Kommandos der Teilstreitkräfte sowie der einzelnen Truppenteile. [3, 4, 5, 6]
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* Was Sie dort finden: Befehle, Berichte zur Stimmung und Disziplin in der Truppe während der Wende, Unterlagen zur schrittweisen Auflösung der NVA sowie Protokolle über den Übergang der Bestände an die Bundeswehr. [3, 5]
* Besonderer Schatz: Das Archiv verwahrt auch private Tagebücher und Feldpost von Soldaten, die die offiziellen Dokumente um die persönliche Perspektive ergänzen. [7]
* Recherche: Sie können vorab online über das System [invenio des Bundesarchivs](
https://www.bundesarchiv.de/) nach Schlagworten suchen. [1]
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## 2. Stasi-Unterlagen-Archiv (Bundesarchiv Berlin & Regionalstellen)
Die DDR-Geheimpolizei hat die NVA über die „Hauptabteilung I“ (Arbeitsrichtung Grenztruppen und NVA) extrem lückenlos überwacht.
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* Was Sie dort finden: Berichte von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) direkt aus den Kasernen, Stimmungsberichte der Soldaten während der Demonstrationen 1989 und Akten über die Verhinderung von Desertionen oder Befehlsverweigerungen in der Wendezeit.
* Zutritt: Sie stellen einen Antrag zur Forschung/Medien (nicht zur personenbezogenen Akteneinsicht). Sie müssen Ihr Forschungsthema kurz beschreiben. Personenbezogene Daten Dritter (z. B. von Opfern) werden zum Schutz geschwärzt. [8]
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## 3. Landesarchive der ostdeutschen Bundesländer
Die Auflösung der NVA-Standorte hatte massive Auswirkungen auf die jeweiligen Regionen (z. B. in Sachsen, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern).
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* Was Sie dort finden: Dokumente der lokalen Behörden, Runden Tische und Kommunen aus den Jahren 1989/1990 zur Unterbringung, Entlassung und zum zivilen Übergang der Soldaten vor Ort.
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## Wichtige rechtliche Spielregeln für Sie als Privatperson
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* Die 30-Jahre-Schutzfrist: Grundsätzlich gilt für Archivgut eine Sperrfrist von 30 Jahren. Da die Wendezeit über 35 Jahre zurückliegt, sind die meisten allgemeinen Sachakten frei zugänglich.
* Datenschutz bei Personenbezug: Wenn Sie Akten einsehen, in denen Klarnamen von Soldaten, Offizieren oder Ärzten auftauchen, greifen Schutzfristen für personenbezogenes Gut (meist bis 30 Jahre nach dem Tod der Person). Für rein historische Strukturforschung (z. B. "Wie war die Versorgungslage in Kaserne X?") ist das jedoch selten ein Problem.
* Kosten: Der Besuch des Lesesaals und die Einsicht vor Ort sind in der Regel gebührenfrei. Kosten entstehen erst, wenn Sie Kopien, Scans oder Fotoaufträge bestellen. [9, 10, 11, 12, 13]
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