Gestern Abend 21 45 ZDF Nachrichten . Bericht von der Frankfurter Börse . ÖLpreise um 100 % gestiegen , Gaspreise 50 % gestiegen da wir dieses Jahr wenig Strom durch die Windenergie gewinnen konnten , musste mit Gas Stromerzeugt werden daher der hohe Preis .
Plus 425 Prozent: Die Preise für Gas und Strom in Europa steigen immer weiter. Die EU befürchtet, dass Verbraucher ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können. t-online erklärt, warum die Preise steigen – und was noch kommt.
ÜBERBLICK
Wie hat sich der Energiepreis zuletzt entwickelt?
Was bedeuten die hohen Preise für Verbraucher?
Warum sind die Energiepreise so rasant gestiegen?
Hat die Energiewende etwas mit dem Preisanstieg zu tun?
Ist der Anstieg temporär?
Wie reagieren die EU-Staaten?
Was kann die EU tun?
Gas und Strom sind in Europa so teuer wie lange nicht. Vor dem Winter wird befürchtet, dass Haushalte Rechnungen nicht bezahlen können. Die Finanz- und Wirtschaftsminister der Euro-Länder wollen sich an diesem Montag mit dem Thema befassen. Was steckt hinter dem Preisanstieg – und was kann die EU tun?
Wie hat sich der Energiepreis zuletzt entwickelt?
Seit Anfang des Jahres steigen internationale Energiepreise rasant. Laut Simone Tagliapietra von der Denkfabrik Bruegel liegt das vor allem am Gaspreis. Der Großhandelspreis von Erdgas ist zwischen Januar und Oktober um rund 440 Prozent gestiegen.
Gas findet beim Heizen, aber auch bei der Stromerzeugung Verwendung – der fossile Brennstoff hat also auch Einfluss darauf, wie viel Strom kostet. In Deutschland ist Strom an der Börse seit Januar rund 140 Prozent teurer geworden, in Italien 340 Prozent und in Spanien sogar 425 Prozent.
Rund drei Viertel des Strompreises werden hierzulande nicht durch die Energiekosten, sondern Steuern, Umlagen und Netzentgelte bestimmt.
Was bedeuten die hohen Preise für Verbraucher?
Der Preisanstieg spiegelt sich auch in den Strom- und Heizkostenrechnungen von Haushalten wider – auch wenn noch nicht so dramatisch wie im Großhandel. Laut dem Portal Check24 sind die Heizkosten in Deutschland im September im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent gestiegen. Für Strom zahlten Verbraucher 4 Prozent mehr.
Warum sind die Energiepreise so rasant gestiegen?
Es gibt verschiedene Faktoren. Zunächst ist die Nachfrage nach Energie während der Erholung von der Corona-Pandemie weltweit gestiegen, da die Wirtschaft wieder mehr produziert. Gleichzeitig ist das Angebot an Energie gesunken – etwa durch Dürren in Brasilien, wo viel Strom aus Wasserkraft produziert wird.
Dann war der Winter vielerorts besonders hart, wodurch Reserven geschmälert wurden. Thilo Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) weist darauf hin, dass im Sommer weniger erneuerbare Energie produziert wurde.
Darüber hinaus wird vermutet, dass große Firmen die Entwicklungen am Markt ausnutzen. Georg Zachmann von Bruegel sagt, der russische Gasproduzent Gazprom Gazprom (ADRs) Aktie habe zwar seine Lieferverträge mit Europa erfüllt, jedoch die Nachfrage darüber hinaus trotz der attraktiven Preise nicht bedient.
Damit könnte Gazprom darauf abzielen, die Preise hochzutreiben – oder Druck auszuüben, damit die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 schneller in Betrieb genommen werde.
Hat die Energiewende etwas mit dem Preisanstieg zu tun?
Kritiker machen dafür auch Klimaschutzmaßnahmen verantwortlich. Der Preis von Kohlenstoffdioxid (CO2) im Handel mit Emissionsrechten ist gestiegen, was die Energieerzeugung aus Kohle unattraktiver macht, aber auch Strom teurer machen kann, wenn es keine Alternativen gibt.
Im Emissionshandelssystem der EU müssen etwa Stromanbieter für den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 zahlen. Kritiker fürchten, dass eine Ausweitung des Systems Verbraucher zusätzlich belastet. Der Handel mit Emissionsrechten ist laut Tagliapietra nur für ein Fünftel des Preisanstiegs verantwortlich.
Das EU-System habe zudem dafür gesorgt, dass Kohle bei den hohen Gaspreisen keine Alternative wird – und so höhere Emissionen verhindert. Aus Sicht von Zachmann kann die Alternative nur Energieeffizienz und sauberer Strom sein.
Ist der Anstieg temporär?
Politiker und Experten halten den Preisanstieg für vorübergehend. Schäfer vom IW schätzt, dass es eine Erholung geben könnte, sobald sich die Reserven wieder füllen oder Nord Stream 2 in Betrieb geht. Laut Tagliapietra könnte sich der Gaspreis bis April halbieren.
Wie reagieren die EU-Staaten?
Einige EU-Länder haben Maßnahmen eingeleitet, um Verbraucher zu schützen. Frankreich hat eine Tarifbremse für Strom und Gas angekündigt und will ärmeren Haushalten je 100 Euro zahlen. Italien will 3 Milliarden Euro ausgeben, um Haushalten einen Teil ihrer Strom- und Gasrechnungen zu erlassen, etwa durch Steuersenkungen.
Spanien hat Maßnahmen auf EU-Ebene gefordert, etwa eine gemeinsame Plattform für Gaseinkäufe. Luxemburg macht Spekulation am Gasmarkt für den Preisanstieg mitverantwortlich und schlug eine Überarbeitung der EU-Richtlinie vor. "Wir müssen das extrem spekulative Verhalten einiger Händler unterbinden", sagte Luxemburgs Energieminister Claude Turme. Polen fordert ein Umdenken im EU-Emissionshandel.
Was kann die EU tun?
Kurzfristig kann die EU wenig eingreifen, sagen Experten. Es liege bei den Mitgliedstaaten, die sozialen Konsequenzen abzufedern, so Schäfer. Die EU-Kommission kann laut Tagliapietra die Staaten beraten und Maßnahmen koordinieren, vor allem, um Marktverzerrung zu verhindern.
Dennoch komme was wolle , die Grünen wollen ihr Programm durchziehen . Bis zu drei Jahren wird es dauern , bis wir uns von der Energiekrise erholt haben . das kann ja heiter werden .
Gebietsweise Kündigungen
Erster großer Stromanbieter stellt Lieferungen ein
09.10.2021, 11:26 Uhr | cho, t-online
Kündigungen: Großer Stromanbieter in Deutschland stellt Lieferungen ein. Versorgungsengpässe: In vielen europäischen Staaten gehen die Strompreise durch die Decke. (Quelle: imago images) Versorgungsengpässe: In vielen europäischen Staaten gehen die Strompreise durch die Decke. (Quelle: imago images)
Hunderte Stromkunden haben am Freitag überraschend Kündigungsschreiben erhalten. Die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft will sie ab Mitte des Monats nicht mehr beliefern.
Die Energiekrise macht auch vor deutschen Anbietern nicht Halt. Nachdem in Großbritannien in diesem Jahr bereits sieben Energieunternehmen pleitegegangen sind, scheint sich die Situation auch in Deutschland anzuspannen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, habe mit der Rheinischen Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft jetzt der erste große Stromanbieter gebietsweise Lieferverträge gekündigt.
Hunderte Kunden in Teilen von Bremen und Hessen haben demnach am Freitag überraschend Kündigungsschreiben bekommen. Die Nachricht: Ab dem 19. Oktober werde man die Stromversorgung einstellen. Einen Grund für die plötzlichen Kündigungen soll das Unternehmen bisher schuldig geblieben sein. Bekannt ist es vor allem wegen seiner Marken "Immergrün" und "Meisterstrom".
Großhandelspreise für Strom und Gas dramatisch gestiegen
Plausibel ist ein Zusammenhang mit den derzeit rasant steigenden Großhandelspreisen für Strom und Gas. Vor allem Billigstromanbieter geraten unter Druck, weil sie anders als große Anbieter den Strom eher kurzfristig kaufen und deshalb nun Rekordpreise zahlen müssen. Auf die Kunden abwälzen können sie die höheren Beschaffungskosten nicht so einfach. Denn meist sind sie an die Preise gebunden, die im Vertrag stehen.
Die Verbraucherzentrale Bremen weist darauf hin, dass betroffene Kunden sich keine allzu großen Sorgen machen müssten. Denn selbst wenn sie auf die Schnelle keinen neuen Anbieter fänden, müsse automatisch der Grundversorger einspringen. Das ist in der Regel aber deutlich teurer. Lesen Sie hier, wie Sie den Stromanbieter richtig wechseln.
Wem trifft es mal wieder ......
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ratata