von Bahndamm 68 » 25. Juni 2020, 20:55
Altmaier: Bund wird sich nicht in Lufthansa-Geschäft einmischen
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Zustimmung der Lufthansa-Aktionäre zum staatlichen Unterstützungspaket der Fluggesellschaft als gute Nachricht für das Unternehmen, die Beschäftigten und den Wirtschaftsstandort Deutschland bezeichnet. Er erneuerte zudem sein Versprechen, dass der Bund als Minderheitsaktionär bei der Lufthansa sich nicht in das operative Geschäft des Unternehmens einmischen werde.
"Ich bin froh und erleichtert, dass mit dem heutigen Tag klar ist, dass die Lufthansa eine Perspektive hat, die gegenwärtig schwerste Herausforderung in ihrer Geschichte zu bestehen und zu überstehen, dass sie eine Chance hat, gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen", erklärte der CDU-Politiker am Donnerstagabend.
Nun habe die Lufthansa die Chance, mit ihren Sozialpartnern und allen Partnern so aufgestellt zu sein, dass sie mit dem Abklingen der Pandemie ihre Geschäftsfelder und ihre Geschäftstätigkeit wieder aufnehmen kann.
Zuvor hatten die Aktionäre der Lufthansa dem 9 Milliarden Euro schweren staatlichen Rettungspaket - bestehend aus einer Beteiligung sowie einer Stillen Einlage des Bundes und einem Kredit - mit überwältigender Mehrheit von 98,04 Prozent zugestimmt. Erforderlich war eine Zweidrittelmehrheit.
Mit der Staatshilfe von 9 Milliarden Euro habe die Bundesregierung für eine Stabilisierung der Lufthansa gesorgt, damit das Unternehmen die Flüge, die sie zum Fliegen braucht, nicht verliert, sagte der Minister. "Diese Beteiligung wird keinen Tag länger bestehen als notwendig ist, um die Lufthansa wieder zu ihrem alten Erfolg zurückzuführen", so Altmaier.
Das Angebot sei ausgewogen und im Interesse des Unternehmens und der Steuerzahler. So habe es Einschnitte in der Managementvergütung gegeben und es werde keine Dividendenausschüttung geben, solange diese Rettungsmaßnahmen notwendig sind.
Auch habe der Staat durch seinen Anteil am Unternehmen die Möglichkeit, eine feindliche Übernahme von anderen, besonders von außerhalb Europas, zu verhindern.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.