Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Interessierter » 27. November 2016, 09:43

Fidel Castro und die DDR

Ernst Thälmann widmete er eine Sonneninsel, Erich Honecker und Genossen verwöhnte er mit einer mehrstündigen Rede. Vor allem ging es bei Fidel Castros DDR-Visite im Juni 1972 jedoch um handfeste Interessen.

Zu den fast vergessenen Kapiteln der deutschen Musikgeschichte gehört ein Lied, das der in der DDR hochgefeierte Schlagersänger Frank Schöbel mit seiner Kollegin Aurora Lacasa 1975 aufnahm. Für die TV-Sendung „Unterwegs mit Musik – Kuba“ priesen sie darin die Schönheiten der „Insel im Golf von Cazones“.

Zugegeben, eher eine Fußnote als ein Kapitel, aber eine hochpolitische. Denn es war nicht irgendeine Karibikinsel, über deren Sandstrand das singende Duo, gefilmt vom DDR-Fernsehen, schreiten durfte. Vielmehr eine, die Kubas Chef Fidel Castro bei seinem Besuch in Ost-Berlin drei Jahre zuvor ausdrücklich der DDR und ihren revolutionären Traditionen gewidmet hatte. So ausdrücklich, dass später von der Honni-Insel die Rede war, das unweit der Schweinebucht gelegene Eiland fälschlich als Geschenk an die DDR interpretiert wurde, also dank der Wiedervereinigung als 17. Bundesland zu gelten habe.

Gleichwohl, Fidel Castros DDR-Besuch vor 44 Jahren darf als der glanzvolle Höhepunkt der Beziehungen Kubas zu dem sozialistischen Bruderstaat und Berlin gelten, absolviert im Rahmen einer Osteuropa-Tour des Máximo Líder. Schon Walter Ulbricht hatte ihn eingeladen, kurz vor dem legendären Kennedy-Besuch 1963, sozusagen als Gegengift, als das stattdessen Nikita Chruschtschow herhalten musste. Castro hatte sich „aus Termingründen“ verweigert.

Aber am 13. Juni 1972 landete Castro in Schönefeld, wo es laut dem „Neuen Deutschland“ gleich nach der Ankunft einen scherzhaften, wiederum hochpolitischen Wortwechsel mit Erich Honecker gegeben haben soll: „Wir sind am 13. hier angekommen. Das ist ein gutes Datum.“ – „Ja, am 13. August hast du Geburtstag, und am 13. August haben wir dem Imperialismus einen Riegel vorgeschoben.“

Bild
Bei Castros Besuch 1972 in Ost-Berlin war ein Abstecher zum Brandenburger Tor obligatorisch.Foto: Koard/Bundesarchiv

Den Ball griff Castro später gerne auf, besichtigte die Mauer am Brandenburger Tor, pries vor Grenzsoldaten deren Arbeit: „Ihr schützt hier die sozialistische Gemeinschaft, hier im Herzen Europas.“ Auch eine Kranzniederlegung in der Neuen Wache gehörte zum Besuchsprogramm, weiter eine mehrstündige, simultan übersetzte Rede in der Werner-Seelenbinder-Halle, für die Zuhörer schon deswegen eine physische Herausforderung, weil pausenlos gequalmt wurde.

Weiter geht es hier:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/fidel ... 98934.html

Da trafen sich ja zwei marode Staaten, die aufgrund der untauglichen, kommunistischen Planwirtschaft überhaupt nicht lebensfähig waren und auch in ihren Ländern Andersdenkende brutal unterdrückten....
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Nostalgiker » 27. November 2016, 09:57

Woher hat nur die untaugliche kommunistische Planwirtschaft die Fabriken hergenommen welche die DDR auf Kuba gebaut hat?????

Die DDR hatte noch nicht einmal den Aufbau der entwickelten sozialistischen Gesellschaft abgeschlossen, wie konnte sie da bereits eine kommunistische Planwirtschaft haben?
Fragen über Fragen .....

Ja das waren noch Zeiten als Castro die DDR besuchte und die sozialistische Welt in Ordnung schien .....
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Volker Zottmann » 27. November 2016, 10:47

Wilfried, der zweite von links hat mit mir schon an unserem Abendbrotstisch gesessen. Da war ich vielleicht 15.

Gruß Volker
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 27. November 2016, 11:40

Volker Zottmann hat geschrieben:Wilfried, der zweite von links hat mit mir schon an unserem Abendbrotstisch gesessen. Da war ich vielleicht 15.

Gruß Volker


Und solche riesigen Chancen hast du verworfen? [flash]
AZ
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Kumpel » 27. November 2016, 11:43

Ansicht der Tropen im Morgengrauen

von dem kubanischen Schriftsteller Guillermo Cabrera Infante.


http://www.br.de/radio/bayern2/programm ... 66054.html
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 27. November 2016, 11:45

Castro und die Deutschen-Orangen und eine Affäre

Fidel Castro pflegte besondere Beziehungen zu den Deutschen. In die DDR kamen kubanische Apfelsinen und Arbeitskräfte. Und mit einer westdeutschen Kapitänstochter hatte er eine Beziehung, die fast in einem Attentat mündete. Obwohl sie für die CIA arbeitete, lehnte sie es ab, ihn zu töten.

https://www.tagesschau.de/ausland/castr ... d-101.html
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Volker Zottmann » 27. November 2016, 11:53

augenzeuge hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Wilfried, der zweite von links hat mit mir schon an unserem Abendbrotstisch gesessen. Da war ich vielleicht 15.

Gruß Volker


Und solche riesigen Chancen hast du verworfen? [flash]
AZ


Dieser Werner hat sich nicht wirklich für mich interessiert. Und als ich hätte auf "Alte Beziehungen" zurückgreifen können, wurde er schon abgeschossen oder "abgestürzt". Die Untersuchungen blieben ja eigentlich ergebnisoffen, trotz einhelliger Pressemitteilungen. Da denkt sich jeder seinen Teil....

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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Kumpel » 27. November 2016, 12:00

augenzeuge hat geschrieben:Castro und die Deutschen-Orangen und eine Affäre

In die DDR kamen kubanische Apfelsinen ............
AZ


Diese berüchtigten Kubaapfelsinen waren stets in ausreichender Menge im Handel der DDR vorhanden. Wenn die DDR den Kubanern diese üblen Dinger nicht abgenommen hätte, hätten die Kubaner
die wahrscheinlich ins Meer kippen müssen.
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon AkkuGK1 » 27. November 2016, 14:02

Die Kubaorangen, die wir hier in der Znone bekamen, waren keine Speiseorangen, sondern Saftorangen, die lassen sich besser auspressen, es gibt auch ganz normale auf Kuba, nur wurden die schon in Hamburg ausgeladen.
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Kumpel » 27. November 2016, 14:28

Als besonders saftig habe ich die allerdings auch nicht in Erinnerung.
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Danny_1000 » 27. November 2016, 14:34

Kumpel hat geschrieben:Als besonders saftig habe ich die allerdings auch nicht in Erinnerung.

Aber ich ! Den Saft gab's in Büchsen zu kaufen. Und der schmeckte vorzüglich. Als die Ossis das dann geschnallt hatten, waren auch die Büchsen Mangelware.

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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 27. November 2016, 14:44

Danny_1000 hat geschrieben:Den Saft gab's in Büchsen zu kaufen.
Danny


Nie gesehen! Wie teuer waren die?
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon pentium » 27. November 2016, 15:25

augenzeuge hat geschrieben:
Danny_1000 hat geschrieben:Den Saft gab's in Büchsen zu kaufen.
Danny


Nie gesehen! Wie teuer waren die?
AZ


Ich vermute mal @Danny meint den Mangosaft aus Cuba
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Kumpel » 27. November 2016, 15:36

Das wird ja immer exotischer hier , sowas gab es bei uns nie! Mangosaft! Orangensaft aus der Dose! Klingt alles schwer nach der Fritz Heckert.
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon pentium » 27. November 2016, 15:52

Kumpel hat geschrieben:Das wird ja immer exotischer hier , sowas gab es bei uns nie! Mangosaft! Orangensaft aus der Dose! Klingt alles schwer nach der Fritz Heckert.


Wieso exotisch @Kumpel? Und auch nicht die Fritz Heckert!
Hier mal einer Erwähnung des für dich so exotischen Saftes:
Angelika Friederici
Aufgewachsen in der DDR - Wir vom Jahrgang 1958 - Kindheit und Jugend
Jahrgang 1958 - das war die Generation, die zwischen geliebtem Mangosaft aus der Dose und verachteten grünen Kuba-Orangen aufwuchs.
http://www.wartberg-verlag.de/programm/ ... ugend.html

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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 27. November 2016, 16:20

War das nicht Mangonektar? Ganz sicher kein richtiger reiner Saft.

Kuba hat viele Mangobäume, habe ne frische Mango direkt vom Baum im April gegessen, lecker!

AZ
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon pentium » 27. November 2016, 16:40

Ein kleiner Erklärbär zu den Orangen:

Zitat:
Um Devisen für Südfrüchte zu sparen, hatte die DDR ein Handelsabkommen mit dem karibischen Bruderstaat getroffen. Darin war vereinbart worden, dass die Deutsche Demokratische Republik 15 Zementfabriken nach Kuba liefert und Havanna sich dafür mit Südfrüchten revanchiert. Doch die ganze Sache hatte einen kleinen Schönheitsfehler, und der lag in der Natur der Sache. In Kuba wachsen aufgrund der klimatischen Bedingungen schlicht und einfach keine Speiseorangen, wie man sie aus Spanien oder Nordafrika kennt.

http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel97192.html

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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 27. November 2016, 16:59

Es hätten ja nicht diese Orangen sein müssen, man hätte auch Ananas, Mangos, Papayas, Guaven oder Grapefruit importieren können.

AZ
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon pentium » 27. November 2016, 17:04

augenzeuge hat geschrieben:Es hätten ja nicht diese Orangen sein müssen, man hätte auch Ananas, Mangos, Papayas, Guaven oder Grapefruit importieren können.

AZ


Hätte man, hat man aber nicht! Warum nicht? Keine Ahnung und unwichtig...

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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 27. November 2016, 17:08

Nee, unwichtig war das nicht. Denn die DDR Verhandler waren vielleicht einfach so dusslig, dass sie nicht erkannten, was möglich war.
Oder die Menge der Orangen war so riesig, dass sie sagten, das Auspressen ist unser Volk gewöhnt..... [angst] [grin]

AZ
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Kumpel » 27. November 2016, 17:15

gelöscht
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 27. November 2016, 17:19

Das hat mit der Insellage zu tun. Die Nächte auf Cuba sind einfach nicht kalt genug. Hab ich mir sagen lassen....ob es stimmt, weiß ich nicht.
Allerdings habe ich im April dort auch ne Orange gegessen, die war besser.
AZ
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Beethoven » 28. November 2016, 11:09

Volker Zottmann hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Wilfried, der zweite von links hat mit mir schon an unserem Abendbrotstisch gesessen. Da war ich vielleicht 15.

Gruß Volker


Und solche riesigen Chancen hast du verworfen? [flash]
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Dieser Werner hat sich nicht wirklich für mich interessiert. Und als ich hätte auf "Alte Beziehungen" zurückgreifen können, wurde er schon abgeschossen oder "abgestürzt". Die Untersuchungen blieben ja eigentlich ergebnisoffen, trotz einhelliger Pressemitteilungen. Da denkt sich jeder seinen Teil....

Gruß Volker


Werner Lamberz wurde abgeschossen?

Ich hörte bisher nur, was aber nichts zu bedeuten hat, dass er über der libyschen Wüste mit einem französischen Hubschrauber abgestürzt sein soll. Mit ihm starben noch drei andere Bürger der DDR und natürlich die libyschen Piloten.
Damit war der "Kronprinz" Honeckers gestorben. Jedenfalls erinnere ich mich, dass er als solcher gehandelt wurde. Anschließend wurde dann E. Krenz heran gezogen.

Gruß
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

Winston Churchill

Quo quisque stultior eo magis insolescit, gelle Herr F.?

Achte mehr auf Deinen Charakter, als auf Deinen Ruf.
Dein Charakter ist das, was Du wirklich bist, doch Dein Ruf ist nur das, was andere von dir halten.
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Nostalgiker » 28. November 2016, 11:43

Wenn Volker Zottmann das schreibt dann stimmt das auch so Beethoven. Du willst doch nicht etwa am wertvollsten Zeitzeugen des Forums, der sich an alles richtig, objektiv und wahrheitsgemäß "erinnern" kann, den geringsten Zweifel aufkommen lassen?

Das "Gerücht" ist übrigens so alt wie Lamberz tot ist ........
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Volker Zottmann » 28. November 2016, 12:40

Beethoven hat geschrieben:
Ich hörte bisher nur, was aber nichts zu bedeuten hat, dass er über der libyschen Wüste mit einem französischen Hubschrauber abgestürzt sein soll. Mit ihm starben noch drei andere Bürger der DDR und natürlich die libyschen Piloten.
Damit war der "Kronprinz" Honeckers gestorben. Jedenfalls erinnere ich mich, dass er als solcher gehandelt wurde. Anschließend wurde dann E. Krenz heran gezogen.

Gruß


Das haben wir alle so gehört, dass er abgestürzt sei. Dass du die Gerüchte um ein Attentat, was aber Gadhaffi gelten sollte, nicht gehört hast, ist auch nicht schlimm.
Ich nehme das so, wie es bei WIKIPEDIA geschrieben steht. Offiziell ein Absturz. Glauben kann doch jeder was er will. Ob er recht hat, ergründet heute ohnehin niemand mehr. Selbst ein Beschuss oder an Bord explodierender Sprengstoff verursacht einen Absturz. Sich auf den kleinsten Nenner zu einigen sollte uns genügen.
Interessanter finde ich, dass die Berliner Pathologen bei den 4 überstellten Absturzopfern rein gar nichts von Werner Lamberz fanden. Dennoch wurde eine (seine?) Urne auf dem Ehrenhain der Sozialisten beigesetzt.

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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon utkieker » 29. November 2016, 16:28

Volker Zottmann hat geschrieben:{...]
Ich nehme das so, wie es bei WIKIPEDIA geschrieben steht. Offiziell ein Absturz. Glauben kann doch jeder was er will. Ob er recht hat, ergründet heute ohnehin niemand mehr. Selbst ein Beschuss oder an Bord explodierender Sprengstoff verursacht einen Absturz. Sich auf den kleinsten Nenner zu einigen sollte uns genügen.
Interessanter finde ich, dass die Berliner Pathologen bei den 4 überstellten Absturzopfern rein gar nichts von Werner Lamberz fanden. Dennoch wurde eine (seine?) Urne auf dem Ehrenhain der Sozialisten beigesetzt.

Gruß Volker


Wenn das so ist, dann heißt das doch der Lamberz lebt und Elvis auch und der Führer
[laugh]

Gruß Hartmut!
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon Interessierter » 15. Januar 2017, 15:10

Die geschenkte Insel in der Schweinebucht und die Thälmann - Statue/Kommunistisches Denkmal mit Lacheffekt

Reine Freundschaft dürfte jedoch nicht der einzige Hintergrund des Geschenks gewesen sein: Es heißt, Honecker habe den unter US-Embargo stehenden Kubanern damals im Gegenzug sechs Prozent der DDR-Exportanteile für Weißzucker zugesprochen.

Und Castro setzte als Zeichen seiner Dankbarkeit sogar noch einen drauf: Zu Ehren des Namenspaten der Insel ließ er am "Playa RDA" noch im Sommer 1972 eine vier Meter hohe Ernst-Thälmann-Büste errichten und am 18. August im Beisein einer mit Fischerbarkassen eingeschifften DDR-Delegation einweihen. Majestätisch sollte Thälmann auf die Brandung hinausblicken - doch bei der Konstruktion hatte man den Standort bedauerlicherweise ein wenig zu nah am Wasser gewählt, so Frank Schöbel 2007 im Interview mit dem MDR: "Ich sehe noch heute, wie Ernst Thälmann da auf dieser wunderschönen Insel steht, und er kriegt immer volle Kante Wasser ins Gesicht." Er habe sich damals "totgelacht" über diese unbeabsichtigte Ironie. [flash]

Der Traum vom DDR-Urlaubsparadies schien perfekt - und blieb doch ein Traum, wie sich der Sänger erinnert: "Wir konnten ja kaum nach Ungarn fahren. Wie sollten wir dann in die Karibik fliegen?" Und so konnte sich kaum jemand für Schöbels Lobeshymne auf die DDR-Insel begeistern: Das Lied schaffte es nie auf eine Platte. Bald schon geriet die "Insel im Golf von Cazones" wieder in Vergessenheit.
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon AkkuGK1 » 15. Januar 2017, 16:38

Reisen nach Cuba wurden auch später angeboten - 14 Tage Reisen. Für 5000 Mark - eine Woche mit dem Schiff hin und nach einer Woche Aufenthalt mit dem Flieger zurück - oder andersherum. Zwischenlandung in Canada, welche auch gern zum auf nimmer Wiedersehen DDR genutzt wurde. Trotz vorhergehender Durchleuchtung.
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 15. Januar 2017, 16:46

AkkuGK1 hat geschrieben: Zwischenlandung in Canada, welche auch gern zum auf nimmer Wiedersehen DDR genutzt wurde. Trotz vorhergehender Durchleuchtung.

Gibts irgendwo eine Statistik, wie viele Leute sich hier verabschiedet haben?
AZ
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Re: Als der Máximo Líder Ost-Berlin besuchte

Beitragvon augenzeuge » 15. Januar 2017, 16:54

»Die Kanadier haben mir die Freiheit verschafft«

Geschichte: Wie der DDR-Bürger Karl B. 1985 bei einem Interflug-Zwischenstopp auf dem Flughafen Gander den Stasi-Häschern entkommen ist


Gander
Mittwoch, 28.07.2010 - 00:00 Uhr
Vor dem Flughafengebäude des kanadischen Gander steht Karl B. unter einem Reklameschild und biegt sich vor Lachen. »Hang out in Cuba« steht auf dem Schild. »Da sollte ich hin«, sagt der Englisch mit sächsischem Akzent sprechende Mann. »Aber angekommen bin ich nie. Denn hier in Gander bin ich abgehauen. Heute genau vor 25 Jahren«.

B.’s Geschichte ist dieselbe wie von Eva Reinhold, der Tochter eines SED-ZK-Mitglieds und Dutzender weiterer DDR-Bürger: »Bei der Zwischenlandung unserer ›?Interflug‹-Maschine hier in Kanada habe ich den Weiterflug nach Kuba einfach nicht mitgemacht und bin getürmt«. Er habe sich »fast in die Hose gemacht«, aber der Polizist habe nur »Herzlich Willkommen« gesagt. Und jetzt ist Karl B., der sich längst Charles nennende und aus der Nähe von Chemnitz stammende kanadische Staatsbürger ein prächtig verdienender Besitzer eines Elektrogeschäfts in Toronto. Doch so simpel, wie sie klingt, war die DDR-Flucht des Karl B. nun auch wieder nicht.

Während des Auftankens der »Iljuschin«-Passagiermaschine der DDR-Fluggesellschaft Interflug habe er sich über eine halbe Stunde im Flughafengebäude von Gander herumgetrieben. »Erst war ich im Duty-free-Shop und habe da die Magazine durchgeblättert. Und dann bin ich mindestens fünf Mal zum Klo gegangen.« Beim Aufruf zum Weiterflug hatte sich B. in der Nische unter einer Treppe versteckt. »Da konnte ich unsere Stasi-Aufpasser herumrennen hören. Die haben mich gesucht, aber zum Glück nicht gefunden.«

B. konnte nicht wissen, dass auch Beamte der Royal Canadian Mounted Police herumrannten. Immer hinter den Stasi-Leuten her. Denn die kanadischen Beamten hatten den amtlichen Auftrag, das An-Bord-Bringen von Nicht-Reisewilligen zu verhindern.

Im Jahr zuvor hatte es bei der Zwischenlandung einer kubanischen Maschine vor dem Weiterflug nach Moskau einen Zwischenfall gegeben. Eine Kubanerin wollte nicht wieder ins Flugzeug, fünf kubanische Aufpasser und zwei Kanada-Polizisten zerrten an der Kleidung der Frau. Die Kubaner »gewannen« und trugen die sich sträubende Frau ins Flugzeug. Worauf die kanadischen Polizisten die Maschine mit Lastwagen blockierten und am Start hinderten. »Entweder Ihr lasst die Frau raus oder wir machen Eure Reifen platt«, funkte der Tower zum Kapitän. Nach sechs Stunden rannte die fluchtwillige Dame schließlich die Gangway herunter und sagte die beiden einzigen englischen Worte, die sie kannte: »Politisches Asyl«.

Mit diesen beiden Worten begann auch das neue Leben des Charles B. »Die Polizisten haben mir 35 Dollar in die Hand gedrückt und mich im Flughafen-Hotel untergebracht. Nach drei Tagen hatte ich kanadische Papiere in der Hand und kurz darauf den ersten Scheck der Arbeitslosenversicherung.« Er könne es immer noch nicht richtig fassen, sagt der Ex-DDR-Bürger: »Kanadier haben etwas gegen Unrecht und Unrechtsstaaten und sie helfen ganz einfach.«

Den allen geflüchteten DDR-Bürgern von der Regierung in Bonn angebotenen Freiflug in die Bundesrepublik lehnte B. ab: »Die Kanadier haben mir die Freiheit verschafft und da wollte ich bleiben.« Die praktisch automatische Gewährung von Asyl in Kanada sprach sich im Ostblock schnell herum: 1985, dem Jahr der Flucht von Karl B., blieben 104 Passagiere von Ostblockfliegern in Gander, im nordöstlichsten Landzipfel Nordamerikas in der Provinz Neufundland. Aber 25 Jahre später kommt niemand mehr: Die politischen Verhältnisse haben sich geändert und die Zeit der Propeller-Maschinen-Zwischenlandungen zum Auftanken ist vorbei: Moderne Jets haben genug Treibstoff an Bord und müssen vor oder nach dem Flug über den Atlantik in Gander keinen Zwischenstopp mehr machen.

Gedenken an Jahrestag der Flucht
»Ich bin den Leuten hier so dankbar«, meint Karl B. beim dritten »Molson«-Starkbier im Flughafen-Restaurant. »Sie haben mein Leben verändert.« Seit zehn Jahren komme er im Juli jeden Jahres zum Flughafen nach Gander. »Immer zum Jahrestag meiner Flucht.« Inzwischen bedauert er, nicht früher gekommen zu sein: »Das Terminal ist umgebaut worden und ich kann die Treppe nicht mehr finden, unter der ich mich vor den Stasi-Burschen versteckte«.
Victoria Greystone
Quelle: Main-Echo
AZ
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