Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Hier bitte ausschließlich Themen die sich mit der Berliner Mauer beschäftigen.

Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Interessierter » 9. Januar 2016, 11:36

Hintergrundinformationen

Die Errichtung der Mauer rund um den Westteil Berlins jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. Die DDR-Führung bezeichnete die Mauer zur eigenen Rechtfertigung als "antifaschistischen Schutzwall an der Staatsgrenze West" und begann den Bau in der Nacht vom 12. zum 13. August 1961 mit Abriegelung der damals noch intensiv in beide Richtungen genutzten Übergänge an der Sektorengrenze. Knapp 30 Jahre stand die Mauer und markierte die Trennung der Welt in Ost und West, bis ihre Überwindung in Folge der friedlichen Revolution in der damaligen DDR und der schließliche Abriss zur Herstellung der Einheit Deutschlands führte.

Aus diesem Anlass stellt das Bundesarchiv eine Auswahl von Schriftstücken aus zivilen staatlichen und nichtstaatlichen Archivbeständen der DDR vor. Sie beinhalten Äußerungen der SED-Führung sowie die Darstellung konkreter Tätigkeit und Berichterstattung zentraler Organe des DDR-Staates.

Bild
Appell der Berliner Kampfgruppen am 23. August 1961 in der Karl-Marx-Allee.

Die Dokumente sind am 13. August 1961 entstanden oder reflektieren Ereignisse und Auswirkungen in den Folgetagen und -wochen.
Inhaltlich reichen sie von der Einschätzung des Politbüros des ZK der SED "zur gegenwärtigen Lage" im Juni 1961, der Berechnung ökonomischer Verluste und materieller Aufwendungen 1963, der Einrichtung von Sperrkonten bis hin zur Unkrautbekämpfung im Schutzstreifen und den Aussagen Erich Honeckers im Januar 1989 über die nächsten 100 Jahre des "Schutzwalls".

Die ausgewählten Beispiele lassen erkennen, dass auch die Hauptverwaltung Volkspolizei des Ministeriums des Innern (MdI) Einsatzkräfte bereitstellte, wie sie Agenturmeldungen westlicher Rundfunksender mitschrieb und regelmäßige operative Sammelberichte in der Nacht zum 13. August 1961 anfertigte. In der Verwaltung Vermessung und Kartenwesen des MdI wurde der Verlauf der Staatsgrenze zu Berlin (West) in späteren Jahren dokumentiert.

Auswirkungen der Grenzschließung verspürten nicht nur die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin, sondern auch kulturelle Einrichtungen, wie z. B. die Deutsche Staatsoper mit Verlusten ihres künstlerischen Ensembles. Studenten und Lehrlinge konnten die Hoch- oder Berufsschulen im jeweils anderen Teil der Stadt nicht weiter besuchen.

Bild
Aus: "Die Volkspolizei", Zeitschrift für alle Angehörigen der Volkspolizei, Berlin-Wilhelmsruh, 14.1961, 19
Quelle: BArch, Sign.: Z B 3382

In nicht unerheblichen Maße liegen im Bestand Ministerium der Finanzen Quellen zur Kostenfrage vor: Berechnungen von Bau- und sonstigen Kapazitäten für die Grenzsicherung, eine "Einschätzung der ökonomischen Verluste, die der DDR ... bis zum 13.8.1961 entstanden sind", vermögensrechtliche Abwicklungen von aus dem Grenzgebiet ausgewiesenen Bürgern. Die Zwangsaussiedlungen an der deutsch-deutschen Grenze betrafen in erster Linie Grenzgebiete außerhalb Berlins. Sie waren Teil forcierter Grenzsicherungsmaßnahmen, die zu den Folgen des Mauerbaus gehörten.

Beispiele für aufschlussreiche Dokumente aus persönlichen Nachlässen bieten die Ansprache Max Burghardts, Intendant der Staatsoper Berlin, an die Belegschaft im September 1961 sowie die Einschätzung Friedrich Eberts (jun.), Oberbürgermeister von Ostberlin, zum Mauerbau im Moskauer Rundfunk im August 1964.

Diese und weitere interessante Dokumente findet man hier:
https://www.bundesarchiv.de/oeffentlich ... 42.html.de
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon augenzeuge » 9. Januar 2016, 11:38

Der Link und die historischen Dokumente sind eindeutig.

AZ
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Interessierter » 26. Januar 2016, 14:49

Pläne zum Mauerbau waren in Westberlin schon früh bekannt

Bild
Die errichtung der Mauer an der Bernauer Straße, beobachtet von Polizisten und Passanten.

Berlin. Ein DDR-Mediziner hat vor dem Mauerbau Westberlins Senat vor Ulbrichts Coup gewarnt. War er der erfolgreichste westdeutsche Agent der Nachkriegszeit?

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“. Das ist die Lüge, mit der sich DDR-Gründer Walter Ulbricht in die Geschichtsschreibung redet. Er sagt den Satz am 15. Juni 1961 auf einer Pressekonferenz – um seine „Kampfgruppen“ acht Wochen später den Ostteil Berlins mit der Mauer abschotten und die deutsche Teilung für fast drei Jahrzehnte besiegeln zu lassen. 190 Menschen werden bis zum 9. November 1989 im Todesstreifen sterben.

Was da am 13. August vor fast 55 Jahren, einer Nacht von Samstag auf Sonntag, passierte, hat den Westen allen Schulbuchweisheiten zufolge im Schlaf überrascht. Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt, auf Wahlkampftour in Norddeutschland, wurde um fünf Uhr früh im Nachtzug aus dem Bett geholt. Konrad Adenauer, der Bonner Kanzler, schwieg betreten tagelang. Die westlichen Mächte ließen, wie gelähmt, alles geschehen.

„Totale Absperrung“

Wie überraschend war Ulbrichts Coup wirklich? Es gibt eine andere Wahrheit. Danach hat Agent V 610 am 4. August – knappe zehn Tage vor dem weltgeschichtlichen Ereignis – den Berliner Senat in einem zweiseitigen Papier „vor Maßnahmen gegen Westberlin“ gewarnt. Es werde die „totale Absperrung“ des Westteils geben. Sie stehe „kurz vor der Durchführung“. Wissenschaftler Hans-Peter Schwarz hat das schon in seiner Biografie über Axel Springer aufgedeckt.

Doch: Wer ist V 610? Für wen spionierte er? Woher hatte er die Information? Und warum hat ihm der Senat, obwohl das Dokument in 19-facher Kopie vorlag, nicht geglaubt? Viele Quellen bei den Nachrichtendiensten BND und Verfassungsschutz sind noch immer nicht zugänglich. Der „Forschungsverbund SED-Staat“ hat die Spur dennoch aufgenommen.
Informationen aus dem Gesundheitsministerium

Jetzt hat ein Mitarbeiter des Forschungsverbundes den Treffer erzielt. Der erfolgreiche Rechercheur ist ein ehemaliger politischer Häftling der DDR. Er lebt seit langem mitten im Ruhrgebiet. Er hat seine eigene Geschichte. Er will seinen Namen nicht genannt sehen.

Er fand heraus: Die Quelle der Warnung vor dem Mauerbau war ein damals 54-Jähriger namens Hans Müller-Beuthow. Der Mediziner im DDR-Gesundheitsministerium berichtete insgeheim dem Ostbüro der bundesdeutschen SPD, einer Art Partei-Nachrichtendienst. Das Ostbüro sollte im Auftrag des Vorstandes Kontakt zur zwangsvereinigten SPD im Osten halten, deren Mitglieder notfalls schützen, Informationen aus der „Zone“ sammeln und sie bewerten. Seine Angehörigen wurden von der Stasi brutal verfolgt. Auch im Westen war das Büro nicht besonders gelitten.
Später freigekauft

Müller-Beuthow hat lange Zeit nach seiner Tätigkeit für die Sozialdemokraten, im Rentenalter, auch für den bundesdeutschen Verfassungsschutz gearbeitet. Er soll in der Nachrüstungs-Krise Anfang der 80er-Jahre die geplanten ersten Stationierungsorte sowjetischer Raketen des Typs SS-20 in der DDR verraten haben, wurde durch die Staatssicherheit verhaftet und zur Haft verurteilt. Bonn kaufte ihn frei. Die letzten Lebensjahre hat er in Lüneburg verbracht. Wer seine nachgewiesenen und möglichen Spionage-Leistungen addiert, kann zum Ergebnis kommen: Quelle V 610 war der vielleicht erfolgreichste West-Agent im Kalten Krieg.

Bonn, Godesberger Allee. Hier sitzt die Zentrale der Friedrich-Ebert-Stiftung. In ihrem Archiv der deutschen Nachkriegsgeschichte sind auch die Akten aus dem Ostbüro. In einer DIN A4-Box ist unter der Nummer B 01297 01298 das Geheimnis der frühen Mauerbau-Warnung abheftet. Die fünf entscheidenden Schreibmaschinenseiten sind angegilbt.

Weiter geht es hier:
http://www.derwesten.de/panorama/wochen ... 87966.html
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Werner Thal » 16. Dezember 2016, 15:37

Regine Hildebrandt: Leben an der Grenze

Meine Mutter hat in der Bernauer Straße schon gewohnt in den (19)-30er Jahren, in der Bernauer Straße 14,
da bin ick auch geboren. Das war dieses Ruinengrundstück, das da nach ´44 war. Da sind wir denn ausgebomt,
dann wieder nach Berlin nach der Evakuierung, in die Bernauer Straße 2. Die Numerierung der Bernauer Straße
fing erst an der Ackerstraße an, davor war der Friedhof hier zwischen der Bergstraße und Ackerstraße. so ´ne
rote Friedhofsmauer, wie sie jetzt noch in der Ackerstraße ist, mit so´n senkrechten Streifen, so war das hier auch.
Ick kann mich noch so genau daran erinnern, weil man ja als Kind denn so´n Verhältnis dazu entwickelt, wenn mann
vom Stettiner Bahnhof (Nordbahnhof) kommt und nach Hause geht und dann mehrere Schritte zwischen den
einzelnen Pfeilern machen will und die dann zählt.

Das Lazarus-Krankenhaus, wo wir jetzt drin sitzen, ist mir natürlich als jemand, der zur Evangelischen Versöhnungs-
Gemeinde gehörte, vertraut. Die Versöhnungskirche stand Bernauer Straße 4 und ich wohnte Bernauer Straße 2,
Pa<terre links und die 4 war das Versöhnungs-Grundstück. Da stand die Kirche, das Pfarrhaus, Gemeindehaus und so
weiter. Mein heutiger Mann war Pfarrerssohn da, vom alten Hildebrandt, mein Schwiegervater, der war Pfarrer von
1950 bis ´61. Das war also unsere Welt und dann sind wir von da eben immer hier rüber ins Krankenhaus gegangen,
zum Krankenhaus-Singen. Da sind wir denn hier um elfe, halb zwölfe rüber und haben dann hier auf den
Stationen gesungen. Natürlich zu den Festen auch.

In der Ackerstraße hatten wir noch die Schrippenkirche. Da war auch unser Kirchsaal, da ham wir manchmal mit dem
Chor geprobt und auch mal Gottesdienste gehabt in dem Haus. Und die Büros gegenüber. Wir hatten also Westbüros
und Ostbüros von der Kirche. Das Kirchengrundstück in der Bernauer 4 war relativ groß, die Kirche stand deutlich
zurückgesetzt, davor war freier Raum und da waren die Gemeindehäuser auf der rechten Seite. Und der erste Teil der
Gemeindehäuser der beinhaltete das Burckhardthaus, das war eine Ausbildungsstätte für Gemeinde-Helferinnen,
über viele, viele Jahre nach dem Krieg. Und der zweite Teil, das war das Gemeindehaus und dann Pfarrhaus und der
Kirchenmusiker wohnte da. Also die Gemeindearbeit war im wesentlichen in Ostberlin, in den Gemeindehäusern.
Da war die Bibelarbeit, da war´n die Chorproben, der Konfirmanden-Unterricht, das war alles da. Da war auch der
Gottesdienst. Wir hatten nur unabhängig davon, beispielsweise für Abendmusiken oder für spezielle Gottesdienste
zusätzlich noch die Schrippenkirche.

Die wesentlichen Erinnerungen, die sich für mich mit der Bernauer und der Ackerstraße verbinden, sind, wenn man
zum Beispiel zur Schule musste. Die Schule war erst auf der anderen Seite in der Streiter Straße im Westen, da bin
ick eingeschult worden, weil es die nächste Schule war. Denn kam aber ´53 mit Ulbricht die Tatsache, dass die Ostler
aber auch in Ostberlin zur Schule gehen sollten, da musste ich also aus der Schule rausgenommen werden und kam
auf die Schule in der Bergstraße. Diese graue Schule, die ist ja immer noch da. Dahin bin ich also bis zur achten
Klasse gegangen. Und alles natürlich immer von der Bernauer Straße aus. Und hinterher war´s dann die Max-Planck-Oberschule in der Auguststraße und da war mein Schulweg dann jeden Tag durch die Ackerstraße. Sehnse, da in die
Acker rum, dann den ganzen Friedhof lang, über´n Pappelplatz rüber, Schröderstraße. Also insofern umkreist man
den Bereich immer. Aus der Zeit der Bergstraßen-Schule und in die Zeit fiel auch der 17. Juni. Und da war dann die
Sache, dass man von der Bernauer Straße in die Ackerstraße nicht mehr reinkam, weil das alles gesperrt war, auch
die Bergstraße. Da wurde Ost- von Westberlin das erste Mal abgeriegelt. Und wir hatten dann nur die Möglichkeit
über die Brunnenstraße. Das war nach dem 17. Juni ´53, aber nur zeitweilig. Da war dann Polizei, da war nischt
zu machen.

Überhaupt war das interessant zu sehen, zuerst war das ja die Sowjetzone, dann der sowjetische Sektor von Berlin
und denn wurde es der demokratische Sektor von Berlin nachher. Und immer wurden dann die Schilder gewechselt,
in der Ackerstraße. ´Sie verlassen jetzt den demokratischen Sektor von Berlin´. Diese Form der Bezeichnung, die
sah man dann natürlich an der Ackerstraße immer ganz besonders. Sowie also die Bezeichnung des Ostsektors
sich änderte, wurde auch immer entsprechend der offiziellen Variante die Beschriftung des Schildes geändert.
Denn waren da die Vopos und die Zoll-Leute, die da standen, die Ackerstraße war ja ´ne Grenzstraße. Da war
ja zuerst der völlig durchgehende Verkehr, wie das so üblich war, zu Friedenszeiten. Dann eben die Markierung, die Tatsache, das da Schilder standen und man wusste, wo man ist. Und dann sollte als nächstes der Fahrverkehr
unterbunden werden und dann hatten die Folgendes gemacht: Da haben die hier in der Ackerstraße und in den
übrigen Straßen dann einen Stamm quer über die Straße gelegt und in Asphalt eingebettet, so konnte dann da
keen Auto mehr rüberfahren, Fußgänger natürlich schon und Fahrräder. Und dann kam eben der 17. Juni zum
ersten Mal die Situation für uns aus der Bernauer Straße, dass wir nicht mehr durch die Ackerstraße durch
konnten, weil abgesperrt war. Das war aber nur zeitweilig. Um dann in die Bergstraße zur Schule zu kommen,
musste ich erstmal über die Strelitzer- bis zur Brunnenstraße, da kam man durch, dann ganz hinten wieder
runter durch die Rheinsberger, so kam man dann da durch.

Die Grenze war ja in der Bernauer Straße die Häuserfront. Um das mal deutlich zu machen: Wenn wir aus´n
Fenster gekiekt haben, war´n wir mit dem Kopp im Westen, versteh´n Sie?

"Mit dem Kopf im Westen - mit dem Gesäss im Osten"

Wir hatten in der Bernauer Straße die schöne Situation, wir wohnten auf der Ostseite und wenn wir das Haus
verlassen haben, waren wir im Westen. Und wenn wir, was ja üblich war an Regelung für die Ostberliner, den
Tagesspiegel kaufen wollten, für Ostgeld, dann konnten wir das drüben auf der anderen Straßenseite im
Laden tun. Wir konnten ooch zur Brunnenstraße zu Pico gehen und konnten uns da Schuhe kaufen und mit
dem Pico-Luftballon, den man dann da kriegte, auch nach Hause gehen. Jeder andere Ostdeutsche oder
Ostberliner der da rüber gegangen ist, der dufte dit ja überhaupt nicht, sondern der musste, wenn er da
Schuhe gekauft hatte, die erstmal einstauben, dass sie alt aussehen und die anderen wegschmeißen und
dann versuchen, in den Osten zurück zu kommen. Und Pico-Luftballons, das ging schon gar nicht.

Schwierigkeiten hatten wir also vor allem, wenn wir rüber in´n Osten wollten, denn immer wenn wir nach
Ostberlin rein wollten, mussten wir die Grenze passieren. Das war also eine völlig absurde Situation, wenn
wir beispielsweise eingekauft haben, zum Beispiel für die Festtage ´ne Ente, dann mussten wir die Grenze
passieren. Und da war´s dann lange so, nachdem primär gesagt wurde, der kluge Westberliner kauft in der
HO (Handels-Organisation), wurde gesagt, Westler dürfen nicht für Ostgeld im Osten kaufen. Und dann mussten
wir immer mit´m Ausweis einkaufen und wenn wir dann vom Einkaufen im Osten kamen, haben die uns
an der Grenze kontrolliert. Und dann hatten wir den Ausweis, da stand dann drin Bernauer 2, aha, das
ist ja gleich hier um die Ecke rum. Wir hätten schmuggeln können wie die Wilden, verstehnse.
Also dit war die Grenzsituation.

Die Bernauer Straße war ja die Grenzstraße und in der Ackerstraße hörte der Osten auf und dann begann
der Westteil. Und auf der Ostseite waren immer die Volkspolizisten und drüben standen die Schupos, also
die Westberliner Polizei. Und Heiligabend sind wir denn nach dem Fest in der Versöhnungskirche mehrere
Jahre lang nochmal los gelaufen, mit´n paar Leuten vom Posaunenchor und haben dann praktisch ´ne
kleine Bescherung gemacht. Wir haben geblasen an der Grenze, und ´n paar Gaben für die Ostpolizisten
und für die Westpolizisten.

und hier kann man weiterlesen:

http://www.berlinstreet.de/1442

Regine Hildebrandt - Erinnerungen von Aro Kuhrt - 27. Juli 2009

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Zaunkönig » 2. Januar 2017, 18:11

9. Januar 2016, 11:36
Hintergrundinformationen

Die Errichtung der Mauer rund um den Westteil Berlins jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal.


Tschuldigung Interessierter, aber irgendwie stimmt die Rechnung nicht. Bei mir kommen schon beim schlichten Kopfrechnen 55 Jahre zusammen.
Nix für ungut, aber das musste sein.

Peter, der Zaunkönig der damals bei der Polizei war, aber zu der Zeit gerade Wochenendurlaub hatte. [wink]
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon augenzeuge » 2. Januar 2017, 19:15

Zaunkönig hat geschrieben: aber zu der Zeit gerade Wochenendurlaub hatte. [wink]

War das jetzt Glück?

AZ
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Zaunkönig » 2. Januar 2017, 23:37

Ja augenzeuge, wer weiß was ich sonst für Dienst gehabt hätte. So habe ich mich erst am Dienstag zum Dienst gemeldet (war nicht der Einzige, der das gemacht hat) und unsere Gruppe durfte dann mal da und mal dort; wo es gerade nötig war; für 3 Stunden (in Worten drei) rumstehen. Kann mich noch an die Elsenstraße und kurz darauf Bouchéstraße erinnern. Aber nie sehr lange und dann haben wir auch für einige Zeit noch in der Kaserne als Bereitschaftstruppe rumgegammelt und haben Vater Staat auf der Tasche gelegen [shocked] .
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Volker Zottmann » 3. Januar 2017, 12:11

Zaunkönig hat geschrieben: 9. Januar 2016, 11:36
Hintergrundinformationen

Die Errichtung der Mauer rund um den Westteil Berlins jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal.


Tschuldigung Interessierter, aber irgendwie stimmt die Rechnung nicht. Bei mir kommen schon beim schlichten Kopfrechnen 55 Jahre zusammen.
Nix für ungut, aber das musste sein.

Peter, der Zaunkönig der damals bei der Polizei war, aber zu der Zeit gerade Wochenendurlaub hatte. [wink]



Ich empfehle Dir, statt nur den ersten Zeilen zu folgen, mal zu schauen, von wann der vom Wilfried eingestellte Text ist. Der wurde 2011 verfasst.
Dazu steht nämlich die Quellenangabe dabei.

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Werner Thal » 21. Februar 2017, 10:29

Dieser Beitrag wurde von Dietrich Schwanke (*1928) aus Auggen im Jahre 2013 eingereicht.

"Wir wohnten damals in der Bouchéstraße in Berlin-Neukölln, auf dem kurzen Straßenabschnitt
zwischen Harzer Straße und Kiehlufer, der auf beiden Straßenseiten zum amerikanischen Sektor
Berlins gehörte. Nur 50 m von unserer Haustür entfernt, verlief quer über die Straße die Grenze
zum sowjetischen Sektor (demokratischer Sektor Berlin oder auch Hauptstadt der DDR im dortigen
Sprachgebrauch genannt). In der Harzer Straße verlief zwischen Bouchéstraße und Lohmühlenbrücke
diese Grenze genau entlang den Hauswänden, der dort stehenden und zu Ost-Berlin gehörenden
Häuser. In der Bouchéstraße zwischen Harzer Straße und Heidelberger Straße gehörte der Bürgersteig
vor den zum Westen gehörenden Häusern zum Osten. Lediglich die Vorgärten, die später aus Sicherheits-
gründen als Bürgersteig umgebaut wurden, waren ebenfalls noch Westgebiet. Auf diesem Abschnitt
blieben auch nach dem Ausbau der Mauer die eigentlichen Gewege außerhalb des Ostterritoriums.
In den ersten Tagen der Abriegelung des Ostens war dies hauptsächlich durch Stacheldraht geschehen,
doch bald wurde die eigentliche Mauer errichtet. Konnten anfangs noch die Bewohner der Hochparterre-
Wohnungen in der Harzer Straße leicht aus ihren Fenstern vom Osten in den Westen gelangen, so war
das bald vorbei; denn sie mussten, soweit sie noch da waren, die Wohnungen verlassen, damit die Fenster
zur Westseite hin ebenso wie schon zuvor die Haustüren zugemauert werden konnten. Nur die darüber
liegenden Wohnungen waren noch bewohnt. Doch schon bald kam es immer wieder zu "Abseilaktionen"
von Bewohnern nicht nur hier, sondern auch an anderen Grenzstellen, wo die Verhältnisse ähnlich
waren (z.B. Bernauer Straße - Luckauer Straße und Waldemarstraße-W.T.).

Eines Tages, als ich etwa gegen 7 Uhr vom Nachtdienst kam, konnte ich beobachten, wie ein Feuerwehr-
wagen ohne Blaulicht und Martinshorn die Harzer Straße in Richtung Lohmühlenbrücke entlang fuhr und
vor einem der östlichen Mietshäuser anhielt. Die Feuerwehrleute waren offenbar verständigt worden,
dass Menschen aus dem Osten nach Westen aus dem Fenster springen wollten. Das Sprungtuch wurde
aufgespannt und die Mauerspringer sprangen nacheinander in die Freiheit. Später dann wurde sogar von
West-Berlin aus von einem Ruinengrundstück am Zusammentreffen von Harzer Straße, Kiehlhufer
und Lohmühlenbrücke, heimlich ein Tunnel unter der Straße hindurch zu einem im Osten liegenden
Hauskeller gegraben, durch den dann Ost-Berliner in den Westen flüchteten. an der Westseite der Mauer
gab es die Präsenz des Zolls in kleinen Wachhäuschen auf der Mittelpromenade der Bouchéstraße Ecke
Harzer Straße und an der Lohmühlenbrücke, nur um diese als Beispiele zu nennen. West-Berliner
Polizei und der Zoll machten regelmäßig Kontrollgänge entlang der Grenze und gelegentlich fuhr auch
einmal die amerikanische Militärpolizei oder andere Soldaten mit einem Jeep vorbei. Bezeichnend war,
dass in den ersten Tagen des Mauerbaus die Amerikaner mit einem Panzer hinter dem Kanal in der
Wildenbruchstraße Aufstellung genommen hatten und kursierten Gerüchte, dass sie wohl damit
rechneten, dass die sowjetischen Soldaten im Verein mit der >Volksarmee< (Bereitschaftspolizei-W.T.)
eine Grenzbegradigung bis an den Kanal heran beabsichtigten. Als dann die Mauer schon einige Zeit
stand, versuchte der Fahrer eines schweren LKWs mit Höchstgeschwindigkeit die östliche Bouché-
Straße entlangfahrend, durch die Mauer an der Harzer Straße durchzubrechen, was jedoch misslang.
Es gelang ihm jedoch, vom Fahrerhaus aus auf die Mauer zu kommen und nach dem Westen herab-
zuspringen. Ob noch weiteren Personen die Flucht dabei gelang, ist mir nicht bekannt. Jedenfalls
konnte ich selbst den steckengebliebenen LKW noch sehen, bevor er dann vom Osten aus
abgeschleppt wurde."

Quelle: LEMO - Lebendiges Museum Online / Zeitzeugen > Geteiltes Deutschland: Gründerjahre

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Interessierter » 21. Februar 2017, 12:59

Danke für das Einstellen. Ich lese Zeitzeugenberichte immer gerne; auch wenn korinthenkackenderweise immer wieder versucht wird ein Haar in der Suppe zu finden.... [grins]
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Nostalgiker » 21. Februar 2017, 13:29

ich lese tendenziöse, meiner vorgefassten "Meinung" entgegenkommende, Zeitzeugenberichte immer gerne ....., wäre eine ehrliche Aussage gewesen.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Werner Thal » 21. Februar 2017, 18:02

Dirk Keil
Nichts blieb, wie es war - Vierundsiebzig Tage im Jahr 1961

Eine Geburtstagsgeschichte

Es ist Sonntag. Trotzdem ist Reiner Reuter 1) heute schon ganz früh aufgestanden. Er hat
Geburtstag und wird dreizehn. 13 Jahre am Dreizehnten - das merkt sich gut. Es ist ein
wunderschöner Sommermorgen im August 1961.

Reiner wohnt in Berlin-Treptow in der Mengerzeile 14, erster Stock, Vorderhaus. Gleich um
die Ecke ist die Harzer Straße. Vom Balkon der Wohnung kann man von hinten das Schild
sehen, das, solange Reiner sich erinnern kann, schon immer dort an der Ecke stand:
"YOU ARE LIVING THE AMERICAN SECTOR / SIE VERLASSEN DEN AMERIKANISCHEN SEKTOR",
steht auf der Vorderseite geschrieben. Gleich daneben steht ein wackeliges Verkehrszeichen
und gegenüber das Straßenschild. Ein bißchen weiter weg, dann schon auf der Harzer Straße,
ist noch ein Schild: "Achtung! Beide Bürgersteige und Fahrbahn gehören zum Sowjetsektor.
Vorgärten und Häuser der rechten Straßenseite gehören zum Westsektor." Auf der rechten
Straßenseite, genau gegenüber der Einmündung der Mengerzeile. wohnten Bekannte, die
Niebels. Auch Familie Niebel ist zum Geburtstag eingeladen. Für die Feier ist bereits alles
vorbereitet. Fünf Torten stehen fertig in der Küche, die Salate sind zubereitet, und die
Verwandten und Spielfreunde sind eingeladen. Jetzt muß sich Reiner nur noch waschen
und die Zähne putzen, im Wohnzimmer nachschauen, ob Mutter den Frühstückstisch bereits
gestern Abend gedeckt hat, und danach die Eltern wecken. Dann kann der Geburtstag
beginnen. Reiner freut sich schon darauf.
Aber irgend etwas ist anders an diesem Morgen, Es ist Sonntag und noch ganz früh - doch
auf der Straße ist es so ungewöhnlich laut. Reiner schaut aus dem Balkonfenster. Das Wetter
ist herrlich. Er sieht hinunter auf die Straße. Dann dreht er sich um und geht in das
Schlafzimmer, weckt seine Eltern und sagt voll bitterer Ironie:
"Ich habe schon mein Geburtstagsgeschenk."
Frau Reuter erinnert sich: "Da haben wir gesagt: Wieso? - Na, kommt mal mit auf den
Balkon. - Dann sind wir auf den Balkon gegangen, und dann haben wir gesehen, dass da
unten Kampfgruppen standen. Da waren sie noch dabei, den Stacheldraht auszurollen.
Die waren noch nicht fertig ... Na ja, und dann haben wir uns alle drei umfaßt - und
haben geheult."
2)

1)= Die Namen aller im Text erwähnten Personen wurden anonymisiert, soweit es sich
nicht um Personen des öffentlichen Lebens handelt.

2)= Das Interview, aus dem in diesem Text zitiert wird, wurde vom Autor am
24. November 1998 geführt. Anwesend waren, neben dem Interviewer, Frau und Herr
Reuter sowie Frau Kirmse, eine frühere Nachbarin aus dem Grenzgebiet.

.......und hier geht es weiter - als pdf.Datei (Geduld beim Öffnen!)

http://www.tunnelfluchten.de/texte/nich ... %20war.pdf

W. T.
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Interessierter » 18. April 2017, 13:39

Mauer – Rechtfertigungsargument für Unterdrücker

Von einer Notwendigkeit der Mauer für die damalige DDR zu sprechen, offenbart einen verkommenen Gedanken. Er folgt der Logik jeder Diktatur.

In diesen Tagen gedenken wir einer der symbolkräftigsten und niederträchtigsten Ideen der Nachkriegszeit. Dem Arbeiterparadies DDR liefen die Arbeiter der Stirn und der Faust weg . Da hatten ihre Machthaber, nach eigener Darstellung diktierende Proletarier, eine zwangsherrschaftliche Idee: Sie sperrten die verbliebenen Menschen ein. Sie bauten die Mauer und befahlen auf jeden zu schießen, der sie überwinden wollte. Ein Todesurteil für viele, eine Freiheitsberaubung für Millionen.

Fünfzig Jahre nach dem Bau und über zwanzig Jahre nach dem Umsturz der Mauer sollte auch für die wirrsten Schwärmer genug Zeit vergangen sein, um die Monstrosität dieser Idee klar zu erkennen. In einer sich demokratisch verstehenden Partei sieht das nicht jeder so. Die Idee sei richtig gewesen, um den Frieden zu erhalten, eine andere Möglichkeit habe es nicht gegeben, sagen Vertreter der Linken.

Sie haben diese Auffassung ausgesprochen, aber der Öffentlichkeit noch nicht preisgegeben, was sie bedeutet und wohin sie führt. Das sollte man aber wissen, ehe man es als ostalgische Folklore abtut. Der Bau der Mauer ist nur aus Sicht derer ohne Alternative, die sich nichts anderes als eine Zwangsherrschaft vorstellen mögen und für die der Untergang der DDR ausgeschlossen zu sein hat.
Panzer und Maschinenpistolen für den Frieden


Mit der Mauer konnte das Regime drei Jahrzehnte länger herrschen – ohne sie nicht, wie man damals ahnte und heute weiß. Die Mauer sei notwendig gewesen, ist ein reines Rechtfertigungsargument für Unterdrücker. Mit gleicher Logik kann man jeden Selbstbehauptungsprozess jeder Diktatur begründen. Der Platz reicht nicht für alle Beispiele von Mao über Stalin bis Pol Pot.

Die ganze Verkommenheit des Gedankens verrät sich, wenn man ihn vom August 1961 bis in den Herbst 1989 weiterdenkt. Was bedeutet dieses Denken für den Augenblick vor dem Fall der Mauer? Millionen auf den Straßen, die das Niederreißen der Mauer fordern. Die aber schützt den Bestand der DDR seit 1961 und damit den "Frieden" ihrer Machthaber. Wer diesen Frieden sichern will, muss den Bürgerprotest niederschlagen.

Panzer und Maschinenpistolen gegen die Bevölkerung sind die zwangsläufige Möglichkeit – wenn man dieser Logik folgt. Vertreter dieses Denkens gibt es nicht nur bei uns, sie haben geistige Verwandte auch in Libyen oder Syrien. Eine Partei muss sich entscheiden, ob sie Vertreter solcher Ideen duldet oder für demokratische Prinzipien steht. Beides zusammen geht nicht.

https://www.welt.de/debatte/kolumnen/ar ... ecker.html

Das hat der Autor in der " Welt " aus dem Jahre 2011 treffend formuliert und wird den Schönrednern der DDR sicherlich nicht gefallen.

[hallo]
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Beethoven » 18. April 2017, 15:55

Interessierter hat geschrieben:Die errichtung der Mauer an der Bernauer Straße, beobachtet von Polizisten und Passanten.


Oh Gott, ein Rechtsschreibungsfehler. [shocked]

Aber nimms nicht so tragisch, mir gehen die, so sie Flüchtigkeitsfehler sind, am Gesäß vorbei ohne dass der Schreiber für mich ein Analphabet ist. [wink]
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

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Dein Charakter ist das, was Du wirklich bist, doch Dein Ruf ist nur das, was andere von dir halten.
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Dr. 213 » 18. April 2017, 16:23

Beethoven hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Die errichtung der Mauer an der Bernauer Straße, beobachtet von Polizisten und Passanten.


Oh Gott, ein Rechtsschreibungsfehler. [shocked]

Aber nimms nicht so tragisch, mir gehen die, so sie Flüchtigkeitsfehler sind, am Gesäß vorbei ohne dass der Schreiber für mich ein Analphabet ist. [wink]


Ach wirklich, aber es hat dann doch so dolle gejuckt, daß man dafür in die Tasten haut ?

Wie würdest Du das finden, wenn man immer wieder auf deine Rechenkünste hinweist,
natürlich um gleich im Nachsatz in salvatorischer Schelmigkeit zu versichen,
daß es ja eigentlich nicht so wichtig wäre und es einem sogar am A...... vorbei gehen würde?

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon steffen52 » 18. April 2017, 16:43

Dr. 213 hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Die errichtung der Mauer an der Bernauer Straße, beobachtet von Polizisten und Passanten.


Oh Gott, ein Rechtsschreibungsfehler. [shocked]

Aber nimms nicht so tragisch, mir gehen die, so sie Flüchtigkeitsfehler sind, am Gesäß vorbei ohne dass der Schreiber für mich ein Analphabet ist. [wink]


Ach wirklich, aber es hat dann doch so dolle gejuckt, daß man dafür in die Tasten haut ?

Wie würdest Du das finden, wenn man immer wieder auf deine Rechenkünste hinweist,
natürlich um gleich im Nachsatz in salvatorischer Schelmigkeit zu versichen,
daß es ja eigentlich nicht so wichtig wäre und es einem sogar am A...... vorbei gehen würde?

Herzlichst
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Sorry, Dr.213, auch wenn Du hier einen User beispringen willst. Aber wer ist es den gewesen, der immer auf Rechtsschreibungsfehler anderer User reagierte?
Natürlich nur bei Antworten die nicht in seine Denkweise passten. Mal darüber nachdenken, warum und weshalb??? [denken]
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Nostalgiker » 18. April 2017, 16:46

Steffen, dazu ist der Dr. 213 weder willens, noch fähig.
Seine Begabung liegt auf dem Gebiet der Lochstickerei an LKW Planen ..........
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Dr. 213 » 18. April 2017, 17:00

Ach Nosti, Du kannst es doch nur nicht verwinden,
daß ich den Fliegenpilz mit dem Nähzeug unbehelligt im
Hotel Neptun kaufen konnte, nur weil deine roten
Genossen das Geld in meinen Socken nicht entdeckten.

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Nostalgiker » 18. April 2017, 17:33

Dr. 213 hat geschrieben:Ach Nosti, Du kannst es doch nur nicht verwinden,
daß ich den Fliegenpilz mit dem Nähzeug unbehelligt im
Hotel Neptun kaufen konnte, nur weil deine roten
Genossen das Geld in meinen Socken nicht entdeckten.

Herzlichst
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Du bist wahrscheinlich auch auf die Auszeichnung für den besten Beitrag mit der plumpesten, dreistesten und unverschämten Provokation erpicht.

Nachtrag
Ich stellte mir gerade vor wie du die LKW Plane über den Fliegenpilz legtest um sehr ordentlich mit der kleinen Nähnadel und etwas vom beigelgten Zwirn aus dem Nähzeug das von dir vorher mitdem kleinen Taschnmesser geschnitte Loch zu stopfen bzw. zuzunähen ..... sehr schönes Bild ......
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Interessierter » 18. April 2017, 17:47

Flüchtigkeitsfehler unterlaufen wohl jedem einmal. Doch Schreibfehler, welche aus Unwissenheit (höflich ausgedrückt ) sich permanent wiederholen, sprechen eine deutliche Sprache... [wink]
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Dr. 213 » 18. April 2017, 17:48

@Herzallerliebster Nosti
Wenn Du genau gelesen hättest, wäre dir ein Küchenmessser mit schwarzen Griff aufgefallen.
Auch wieder ganz ordinär aus der Kaufhalle und auch wieder weil ich genug Geld dabei hatte.

Wenn es dich so aufregt, lass dir doch vom Karnak schriftlich geben, daß diese Flucht nicht möglich war.
Kann er ja sein Alu- Petschaft drunter drücken, damit Du es auch wirklich glaubst. [laugh]

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Nostalgiker » 18. April 2017, 18:07

Dr. 213 hat geschrieben:@Herzallerliebster Nosti
Wenn Du genau gelesen hättest, wäre dir ein Küchenmessser mit schwarzen Griff aufgefallen.
Auch wieder ganz ordinär aus der Kaufhalle und auch wieder weil ich genug Geld dabei hatte.

Wenn es dich so aufregt, lass dir doch vom Karnak schriftlich geben, daß diese Flucht nicht möglich war.
Kann er ja sein Alu- Petschaft drunter drücken, damit Du es auch wirklich glaubst. [laugh]

Herzlichst
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Das wird ja immer köstlicher bei dir kleinem Münchhausen für geistig Arme!
Küchenmesser aus DDR Produktion!!! [laugh] Welche mit dem Werbeslogan; wenn es denn Werbung in der DDR gegeben hätte; an die Kundschaft gebracht wurden; mit diesem Messer können sie sich nicht Verletzen! Der Hersteller garantiert dass das Messer weder scharf ist noch das sie es je scharf schleifen können. Mit diesen Messern können ihre Kinder unbedenklich spielen, sie verletzen sich nicht!
Und mit solche einem Messer willst Du ..... [laugh]
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Huf » 18. April 2017, 20:19

Leute, bleibt ruhig, ich denke, es ist Eurer unwürdig, sich mit sich selbst beweihräuchernden Phantomen zu streiten...Wer sich seiner Bildung selbst beruft, ist offenbar ein Dümmling sondergleichen, wie an jeder Stelle dieses Forums nachlesbar...

VG Huf [laugh]
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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Nostalgiker » 22. April 2017, 11:52

Huf hat geschrieben:Leute, bleibt ruhig, ich denke, es ist Eurer unwürdig, sich mit sich selbst beweihräuchernden Phantomen zu streiten...Wer sich seiner Bildung selbst beruft, ist offenbar ein Dümmling sondergleichen, wie an jeder Stelle dieses Forums nachlesbar...

VG Huf [laugh]


Was ist mit dir los Huf? So viel Selbstkritik in einem Beitrag von dir?
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Schließung der Sektorengrenzen in Berlin und Bau der Mauer

Beitragvon Interessierter » 15. April 2019, 18:04

Mauerbau
Ulbrichts Befehl und Honeckers Beitrag



Am 13. August 1961 mauert die SED ihre Bürger ein. Das Bundesarchiv und "Welt Online" präsentieren ( 2011 ) in einer Serie wichtige Dokumente zur innerdeutschen Grenze.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und vor allem sicherer. Nach diesem Prinzip verfährt SED-Chef Walter Ulbricht sein Leben lang – und selbstverständlich auch, als er die wohl schwerwiegendste Entscheidung seines politischen Lebens umsetzt: die Abriegelung West-Berlins vor einem halben Jahrhundert. Ulbricht weiß im Sommer 1961, dass er den einigermaßen sicheren Fluchtweg aus der DDR in die Freiheit schnellstmöglich verstopfen muss, wenn die SED-Diktatur nicht zusammenbrechen soll.

Der Bau der Mauer ist das Eingeständnis seiner größten politischen Niederlage: Der lauthals verkündeter Anspruch, die vermeintliche Überlegenheit einer sozialistischen Alternative in der DDR bei offener Grenze zur Bundesrepublik beweisen zu können, erweist sich als nicht realisierbar. Zugleich markiert die Schließung der Grenze jedoch den vorläufigen Endpunkt eines jahrelangen ultimativen Politikpokers, mit dem der sowjetische Partei- und Staatschef Nikita Chruschtschow versuchte, die Westmächte zum Abschluss eines Friedensvertrages, zur Aufkündigung des Vier-Mächte-Status und zum Abzug aus West-Berlin zu bewegen.

Weiter geht es hier:
https://www.welt.de/kultur/history/arti ... itrag.html
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