Extremismus in Deutschland

Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 12. Mai 2018, 11:28

Ursula Haverbeck: Heldenfigur der rechten Szene

Die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck ist in Haft. Seitdem hagelt es Solidaritätsbekundungen von Nazis. Die rechte Szene will die 89-Jährige zur Märtyrerin machen.

Bild
Neonazis bei der Demonstration für Ursula Haverbeck in Bielefeld © Sebastian Weiermann

Auf der Straße würden sie einander wohl nicht einmal grüßen. Hier, vor einer Recyclingfirma im Bielefelder Vorort Quelle, sammeln sie sich Seite an Seite. Neonazis mit Tätowierungen und Glatze, direkt neben alten Männern und Frauen, die sich wie in den 1930er-Jahren kleiden. Für Ursula Haverbeck kommen Neonazis und die sonst eher öffentlichkeitsscheue Szene deutscher Geschichtsrevisionisten zusammen.

Es geht um eine gemeinsame Sache. Denn Haverbeck ist für Rechtsextremisten derzeit die Symbolfigur schlechthin. Die 89-Jährige wurde 2017 zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt, weil sie den Holocaust geleugnet hatte. Vorausgegangen waren etliche mildere Urteile wegen ähnlicher Vergehen. Am Montag wurde sie in ihrem Haus im ostwestfälischen Vlotho festgenommen und ins Gefängnis Bielefeld-Senne gebracht.

https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/20 ... more-26377
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 13. Mai 2018, 11:14

Knast für „Maik aus Magdeburg“

Magdeburg – Brauner Liedermacher wandert für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis, zwei weitere Neonazis erhalten zweieinhalbjährige Haftstrafe.

Der als „Maik aus Magdeburg“ bekannte braune Liedermacher Maik S. soll nach dem Urteilsspruch des Amtsgerichts Schönebeck für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Das teilte die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt mit. S. war mit drei anderen Mitangeklagten für schuldig befunden worden, einen 21 Jahre alten Flüchtling am 6. Februar 2016 in der Regionalbahn von Halle nach Magdeburg aus offenbar rassistischen Motiven brutal attackiert und verletzt zu haben.


Das Gericht sah den Anklagevorwurf der gemeinschaftlich gefährlichen Körperverletzung als erfüllt an. Die polizeibekannten Neonazis aus dem Umfeld der Partei „Die Rechte“ befanden sich auf der Rückreise eines rechtsextremen Gedenkmarsches in Weimar. Der mehrfach vorbestrafte Martin S. sowie David H. erhielten eine zweieinhalbjährige Haftstrafe, die 18-monatige Strafe für Steven G. wurde zur Bewährung ausgesetzt.

https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-mel ... -magdeburg
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 19. Mai 2018, 09:31

Familienfeiern mit Rechten

Am 2. Juni sind in Thüringen mehrere Kinder- und Familienfeste angekündigt, hinter denen organisatorisch extrem rechte Strippenzieher stecken.

So soll es in der NPD-Landesparteizentrale in Eisenach, im selbst ernannten „Flieder Volkshaus“ an dem Samstag ein Familienfest geben. Auf dem Flyer, der dafür wirbt, wird mit freiem Eintritt gelockt. Kinderaktivitäten wie Basteln, Schminken, Glücksraddrehen und eine Hüpfburg sollen die Jüngsten begeistern, der Hinweis, dass fürs leibliche Wohl gesorgt ist, dürfte bei den Erwachsenen auf Anklang stoßen. Diese sollten sich auch im Vormonat angesprochen fühlen, als Hausherr Patrick Wieschke zu einer Disco-Party mit Musik der 80er und 90er Jahre eingeladen hatte. Mit diesen thematisch unpolitischen Angeboten wird bewusst versucht, eine Sympathie-Nähe zur NPD aufzubauen. Für die überzeugten Parteigänger und -funktionäre gibt es hingegen in denselben Räumlichkeiten NS-verklärende Historienvorträge, Schulungen oder braune Liedermacherabende.

Gastgeber für die dritte Auflage eines Mittelalter-Kinderfestes in Altenburg ist der ab 2016 aktive „Deutsche Zivilschutz e.V.“ (Schmölln), bei dem ein Blick auf dessen Facebook-Seite bereits entlarvend ist, wird dort doch ein Video der rechtsaußen verorteten Initiative „Ein Prozent“ geteilt, dazu offen Werbung für verschwörungsideologische Behauptungen à la Chemtrails gemacht, ferner werden antisemitische Beiträge gepostet, Fremden- und insbesondere Islamfeindlichkeit propagiert. Aus Sicht der Mobilen Beratung in Thüringen (MOBIT) handelt es sich bei dem Verein um einen Akteur aus dem rechten Spektrum, der gleichzusetzen ist mit dem rechtslastigen „Bürgerforum Altenburger Land“.

https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-mel ... it-rechten
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Zicke » 19. Mai 2018, 12:28

Familie in Angst:
Vermummte belagern Haus eines Polizisten


Nach einer friedlichen Demonstration in Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) sind rund 60 teils Vermummte vor dem Haus eines Polizisten aufgetaucht.

Wie die Polizei weiter mitteilte, brachten die Leute aus der linken Szene Banner an und versuchten, durch lautes Rufen die alleine anwesende Familie des Beamten einzuschüchtern.
Als die Polizei eintraf, kam es zu Handgreiflichkeiten. Die Polizei erteilte am Freitagabend Platzverweise und nahm mutmaßliche Täter in Gewahrsam.
In einer Pressemitteilung verurteilte die Polizei die Aktion auf das Schärfste und sprach von einer neuen "Dimension der Gewalt gegen Polizeibeamte".

https://www.tag24.de/nachrichten/gorleb ... ten-588809
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Spartacus » 20. Mai 2018, 13:15

und sprach von einer neuen "Dimension der Gewalt gegen Polizeibeamte"


Was wäre daran bitte neu?

Hallo, mal aufwachen.

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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 25. Mai 2018, 10:52

Todesopfer rechter Gewalt in Berlin - Vorwärts gegen das Vergessen

Die Zahl der Todesopfer rechter Gewalt in Berlin ist nach oben korrigiert. Einer der Fälle: der Mord an Dieter Eich im Stadtteil Buch.

Ernst Busch, Bruno Apitz, Georg Groscurth: Die Straßen im Plattenbauviertel von Berlin-Buch tragen die Namen des Widerstands im Dritten Reich und der Opfer des deutschen Faschismus. Für Dieter Eich, der hier in der neunten Etage eines Hochhauses in der Walter-Friedrich-Straße in der Nacht vom 24. auf den 25. Mai 2000 von Neo­nazis ermordet wurde, gibt es keinen Straßennamen, nicht einmal einen Gedenkstein. Dafür in jedem Jahr einen „lebendigen Gedenkort“.

So zumindest sehen es die bis zu hundert DemonstrantInnen, die am Mittwochabend durch den Stadtteil ziehen. Ihr jährliches Gedenken an Eich. Begleitet von dichtem Polizeispalier, beobachtet von einem Dutzend lokaler Neonazis und wiederholt gestört von deren Sprechchören, bewegt sich der Zug durch die verschlungenen Gassen mit den traditionsreichen Namen.

Die vereinzelt aus ihren Fenstern schauenden AnwohnerInnen hören Redebeiträge, die den brutalen Mord schildern. Dieter Eich war in seiner Wohnung von vier Neonazis überfallen und misshandelt worden. Später kehrten sie an den Tatort zurück und töteten Eich mit einem gezielten Messerstich ins Herz und beseitigten Spuren, die auf sie verweisen könnten. Im späteren Prozess waren zwar die Schläge und Tritte gegen das Opfer als rechtsradikal motiviert klassifiziert worden, nicht jedoch der Mord. Der sei lediglich zur Verschleierung der ursprünglichen Tat verübt und somit nicht politisch motiviert gewesen. Dieser Einschätzung folgte auch das Landeskriminalamt und zählte Eich bislang nicht zu den Todesopfern rechter Gewalt.

Das änderte sich Anfang diesen Monats. Auf Grundlage einer neuen Studie der Technischen Universität Berlin werden Dieter Eich und sechs weitere Menschen, die in Berlin durch Neonazis getötet wurden, in der offiziellen Statistik geführt. Statt zwei Toten seit 1990 zählt das Land nun neun. Das ist auch der Erfolg einer Langzeitrecherche des Tagesspiegels, der seit 2000 bundesweit Fälle tödlicher rechtsextremer Gewalt sammelt, genauso wie die Amadeu-Antonio-Stiftung.

Beide lassen auch in anderen Bundesländern die Polizeistatistik sehr unvollständig erscheinen. So werden mit den sieben weiteren Opfern aus Berlin offiziell 83 Tote seit der Wiedervereinigung gezählt, der Tagesspiegel listet insgesamt aber mindestens 150, die Amadeu-Antonio-Stiftung 193. Zuletzt hatten Brandenburg und Sachsen-Anhalt ihre Zahlen nach oben korrigiert.

http://www.taz.de/Todesopfer-rechter-Ge ... /!5505587/

Interessant wäre es auch einmal zu erfahren, wieviele Todesopfer es im gleich Zeitraum gab, die durch Linksextremisten ermordet wurden. Der User Spartacus, der ja gerne dramatisch über diese Typen berichtet, die ich übrigens gleichermaßen verurteile, wird doch sicher nachweisbares Zahlenmaterial parat haben?
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 30. Mai 2018, 09:50

"Rechtsextremismus gehört keineswegs der Vergangenheit an"

Kanzlerin Merkel verspricht ein konsequentes Vorgehen gegen Rechtsextreme. Bei einer Gedenkfeier zum Brandanschlag in Solingen warnte sie vor Tabubrüchen als politischem Instrument.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 10127.html

Da werden die Pegida- und AFD - Anhänger wieder gröhlen " Merkel muss weg ".... [wink]
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2018, 16:26

Interessierter hat geschrieben:Da werden die Pegida- und AFD - Anhänger wieder gröhlen " Merkel muss weg ".... [wink]


Ja, weil sie diese Gefahr negieren, die größte Gefahr sehen sie in den 2-3% Ausländern ihrer Region. [angst]
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Grenzwolf62 » 30. Mai 2018, 16:41

Eher in der Kroko unter Merkel.
Die haben mehr Prozente.
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon pentium » 30. Mai 2018, 17:42

augenzeuge hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Da werden die Pegida- und AFD - Anhänger wieder gröhlen " Merkel muss weg ".... [wink]


Ja, weil sie diese Gefahr negieren, die größte Gefahr sehen sie in den 2-3% Ausländern ihrer Region. [angst]
AZ


Nur mal erinnerlich die AfD ist in 14 Landtagen vertreten. Wie hoch ist der Anteil von Ausländern in all diesen Regionen und weshalb wählten diese Wähler dort in den 14 Landtagen die AfD.

....
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon pentium » 2. Juni 2018, 13:20

Polizei: Anschlag auf Bahnstrecke zwischen Halberstadt und Goslar

Auf die Bahnstrecke zwischen Halberstadt und Goslar hat es einen Anschlag gegeben. Unbekannte haben brennende Reifen ins Gleis gelegt, Kabelschächte beschädigt und Flüssigbeton ausgekippt. Die Strecke ist auf unbestimmte Zeit gesperrt. Ob die Tat im Zusammenhang mit Demonstrationen in Goslar steht, wird ermittelt.

Eine Polizeisprecherin sprach bei MDR SACHSEN-ANHALT von einem Anschlag auf die Bahn.

mdr aktuell
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 6. Juni 2018, 10:40

Zahl der Neonazi-Konzerte in Sachsen und Thüringen konstant hoch

2017 organisierte die rechtsextreme Szene bundesweit so viele Neonazi-Konzerte wie seit Langem nicht - neuesten Zahlen zufolge setzt sich dieser Trend fort. Durch die Events rekrutiert die rechte Szene neue Anhänger.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 11270.html
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Zicke » 6. Juni 2018, 11:52

Brandanschlag auf Pkw in Leipzig-Connewitz – Aufkleber am Fahrzeug

Leipzig
Im Stadtteil Connewitz ist am Dienstagnachmittag ein Pkw eines tschechischen Gastarbeiters in Flammen aufgegangen. Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber LVZ.de erklärte, durchschlugen zwei unbekannte Täter gegen 14 Uhr eine Seitenscheibe des in der Arno-Nitzsche-Straße abgestellten Fahrzeugs und warfen einen Brandsatz hinein. Das Auto ging in Flammen auf, die Täter konnten auf Fahrrädern in unbekannte Richtung entkommen.
Die Behörden gehen davon aus, dass ein auf dem Pkw angebrachter Markenaufkleber einer Bekleidungsfirma, die vor allem in der rechtsextremen Szene getragen wird, Anlass für den Brandanschlag gewesen sein könnte
http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker ... rzeugdiese
diese linken Verbrecher werden immer schlimmer.
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon pentium » 6. Juni 2018, 11:56

Zicke hat geschrieben:Brandanschlag auf Pkw in Leipzig-Connewitz – Aufkleber am Fahrzeug

Leipzig
Im Stadtteil Connewitz ist am Dienstagnachmittag ein Pkw eines tschechischen Gastarbeiters in Flammen aufgegangen. Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber LVZ.de erklärte, durchschlugen zwei unbekannte Täter gegen 14 Uhr eine Seitenscheibe des in der Arno-Nitzsche-Straße abgestellten Fahrzeugs und warfen einen Brandsatz hinein. Das Auto ging in Flammen auf, die Täter konnten auf Fahrrädern in unbekannte Richtung entkommen.
Die Behörden gehen davon aus, dass ein auf dem Pkw angebrachter Markenaufkleber einer Bekleidungsfirma, die vor allem in der rechtsextremen Szene getragen wird, Anlass für den Brandanschlag gewesen sein könnte
http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker ... rzeugdiese
diese linken Verbrecher werden immer schlimmer.


Hier ein Link der funktioniert:
http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker ... m-Fahrzeug
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon pentium » 6. Juni 2018, 12:07

Zicke hat geschrieben:Brandanschlag auf Pkw in Leipzig-Connewitz – Aufkleber am Fahrzeug

Leipzig
Im Stadtteil Connewitz ist am Dienstagnachmittag ein Pkw eines tschechischen Gastarbeiters in Flammen aufgegangen. Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber LVZ.de erklärte, durchschlugen zwei unbekannte Täter gegen 14 Uhr eine Seitenscheibe des in der Arno-Nitzsche-Straße abgestellten Fahrzeugs und warfen einen Brandsatz hinein. Das Auto ging in Flammen auf, die Täter konnten auf Fahrrädern in unbekannte Richtung entkommen.
Die Behörden gehen davon aus, dass ein auf dem Pkw angebrachter Markenaufkleber einer Bekleidungsfirma, die vor allem in der rechtsextremen Szene getragen wird, Anlass für den Brandanschlag gewesen sein könnte
http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker ... rzeugdiese
diese linken Verbrecher werden immer schlimmer.


Es sind eben couragierte Antifaschisten, die einem Nazi gelegentlich mal Grenzen aufzeigen, auch wenn er aus Tschechien kommt. So ein Markenaufkleber einer Bekleidungsfirma, die vor allem in der rechtsextremen Szene getragen wird am PKW geht ja überhaupt nicht, da muss gehandelt werden. Aber nun ist ja die Demokratie geredet, also in Deutschland, dank dieser tapferen Antifaschisten.

Rot Front!

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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 7. Juni 2018, 08:57

Zwischenruf: Der Schoß ist fruchtbar noch

Politik und Gesellschaft müssen den geistigen Brandstiftern und Angstmachern entschieden und klar entgegentreten.


„Millionen fremder Menschen dringen ein in Dein Land. In Zukunft wirst Du in Deinem eigenen Land nur schwer eine bezahlbare Wohnung finden, weil die Fremden Vorrechte genießen. Abermillionen wesensfremder Menschen belasten die Umwelt zusätzlich. … Etwa 80% aller Gewaltverbrechen in Deinem Land werden von Ausländern verübt. In den Großstädten blüht das ausländisch organisierte Verbrechen. Deutsche Mieter werden von deutschen Stadtverwaltungen aus ihren angestammten Wohnungen geworfen, um darin Asylanten, Scheinasylanten, Zigeuner und Rauschgifthändler unterzubringen. Politiker … preisen das Grundgesetz mit dem Asylrecht als ein angeblich schützenswertes Grundrecht. Aber es ist ein von Feinden Deutschlands für Ausländer gemachtes Recht. … Und wenn Du in Notwehr Dein Leben, Dein Land, Deinen Besitz und Deine Gesundheit gegen die Eindringlinge verteidigen willst, dann wirst Du von Deinen Politikern und Deinen Medien als Rechtsextremist beschimpft und verfolgt.. ...“

Aber auch wenn einem diese Hetze heute seltsam vertraut vorkommt, so liegt sie doch schon Jahrzehnte zurück. Die Sätze stammen nämlich aus dem Jahr 1991 aus der „Remer-Depesche“ des Altnazis und Ex-Wehrmachtsgenerals Otto Ernst Remer. Der orakelte schon vor einem Vierteljahrhundert über einen drohenden Untergang Deutschlands und Europas. Und seitdem, und bis heute, sind ähnlich klingende Beschwörungen und Untergangsszenarien von rechter Seite zu vernehmen: Von NPD & Co, von Rechtspopulisten von der AfD bis zu Pegida, von so genannten „besorgten Bürgern“ oder „Wutbürgern“ bis hin zu „Reichsbürgern“. Der Schoß ist bekanntlich fruchtbar noch. Auch heute noch taugen den geistigen Nachfahren Remers und den Rechtspopulisten aller Schattierungen solche Sätze nach wie vor, um Angst zu verbreiten, unser Land mieszumachen, obwohl sie ja seine „Größe“ bewahren wollen. Politik und Gesellschaft sind aufgerufen, dieser Hetze entschieden entgegenzutreten.


Auch wenn die Prophezeiungen des Altnazis Remer letztlich nicht zutrafen, darf dies kein Grund sein, etwaige Fehler zu wiederholen, Versäumnisse zu leugnen oder sie laufen zu lassen. Die Menschen müssen erkennen, dass ihre Ängste und Nöte von der Politik gesehen und ernst genommen werden. Und die Menschen müssen mitgenommen werden. Wichtig ist, dass wir diejenigen, die unser Land klein reden, ins Unrecht setzen, indem wir seine demokratischen Werte stärken. Und das ist jedermanns Aufgabe

https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-mel ... htbar-noch

Die vorstehenden Ausführungen finden meine volle Zustimmung.
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon pentium » 7. Juni 2018, 19:54

...hat die Polizei im baden-württembergischen Lauffen sechs Verdächtige festgenommen. Sie sollen vor drei Monaten einen Brandanschlag auf eine türkische Moschee verübt haben, indem sie nachts mehrere Molotowcocktails durch ein Fenster warfen. Die Festgenommenen sind fünf Türken und ein Syrer im Alter zwischen 19 und 30 Jahren, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... -festnahme

Wie verbucht man das jetzt, also statistisch...oder können Türken und Syrer Neonazis, also Rechte sein?

...
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 7. Juni 2018, 20:55

Pentium, diese Frage stellt keiner, der schon mal in der Türkei war. Türkei wählen rechts, und hier grün, links. Nun frag mal warum.
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon pentium » 7. Juni 2018, 21:06

augenzeuge hat geschrieben:Pentium, diese Frage stellt keiner, der schon mal in der Türkei war. Türkei wählen rechts, und hier grün, links. Nun frag mal warum.
AZ


Die Osmanen sind mir rätselhaft...
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Spartacus » 8. Juni 2018, 17:55

augenzeuge hat geschrieben:Pentium, diese Frage stellt keiner, der schon mal in der Türkei war. Türkei wählen rechts, und hier grün, links. Nun frag mal warum.
AZ


Die wählen auch hier, wahrscheinlich gerade in diesem Moment, ganz begeistert den GröFaz der Türkei, als "ihren" Präsidenten. [shocked]

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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 9. Juni 2018, 11:00

Bayerisches Nazinetzwerk scheitert vor Gericht

Im Zuge des Verbots des Freien Netz Süd schloss der Freistaat Bayern ein Versammlungszentrum und ein rechtsextremes Versandhaus. Neonazis sahen sich „enteignet“ – mit ihrem Widerspruch scheiterten sie vor Gericht.

Bild
Tony Gentsch wehrt sich gegen die Einziehung seines Final Resistance Versands. 2016 fungierte er als Funktionär auf einer Demonstration des III. Weg in Plauen, deren Teilnehmer sich später gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten. © Sebastian Lipp

„Dann müssen Sie die Meinungsfreiheit auch mal an den Nagel hängen und die Leute einfach wegsperren!“ Nach knapp über der Hälfte seines Gerichtsverfahrens platzt Tony Gentsch am Donnerstag der Kragen. Vor knapp vier Jahren verbot der Freistaat Bayern das Freie Netz Süd (FNS), einen Zusammenschluss von Neonazikameradschaften, und zog Teile des Vereinsvermögens ein. Gentsch ist noch immer wütend darüber, wollte die Herausgabe von Gegenständen und einem von der Organisation genutzten Haus vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth erstreiten. Dort ist er jetzt abgeblitzt.

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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 9. Juni 2018, 15:39

[img]Schlag%20ins%20Gesicht%20-%20%20Journalist%20bei%20Neonazi-Festival%20in%20Themar%20angegriffen[/img]

Der thüringische Ort Themar steht für das größte Neonazi-Festival in Deutschland. Auch in diesem Jahr werden wieder Tausende Rechtsextreme erwartet. Gleich zu Beginn des Festes wurde ein Journalist verletzt.

Beim Neonazi-Festival im südthüringischen Themar ist ein Journalist angegriffen worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, sei ein 33 Jahre alter Festival-Besucher am späten Freitagabend zum Pressebereich auf dem Veranstaltungsgelände gekommen und habe einem 27 Jahre alten Journalisten ins Gesicht geschlagen.

Angaben zum Motiv des Täters oder den Hintergründen des Vorfalls konnte die Polizei zunächst nicht machen. Einer Sprecherin zufolge ist die Identität des mutmaßlichen Täters bekannt. Der Journalist sei leicht verletzt worden. Ermittlungen wegen Körperverletzung liefen.

Das Festival in Thüringen ist eine der größten Veranstaltungen von Rechtsextremen in Deutschland. Im vergangenen Jahr waren nach Polizeiangaben etwa 6000 Neonazis in die 2800-Einwohner-Gemeinde Themar gekommen. Für dieses Jahr rechnet der Thüringer Verfassungsschutz damit, dass bis zu 1500 Rechtsextreme aus ganz Deutschland und dem EU-Ausland anreisen werden. Die Mehrzahl von ihnen wird erst am Samstag erwartet.

Am Freitagabend waren laut Polizei bereits rund 200 Rechtsextreme auf dem Veranstaltungsgelände am Rande des Ortes eingetroffen. Die Polizei zählte bis zu diesem Zeitpunkt zehn Straftaten, unter anderem das Tragen verfassungswidriger Kennzeichen.

Die Sicherheitskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Mehrere Hundertschaften aus Thüringen und anderen Bundesländern sollen Zwischenfälle während der rechtsextremen Veranstaltung verhindern.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 12091.html

Warum zahlen Neonazis für derartige Veranstaltungen nicht die Kosten des Polizeieinsatzes? Die Fussballvereine sollen es bei Risikospielen doch auch? Das trifft natürlich auch für derartige Veranstaltungen der anderen Seite zu. Da würden sich ganz schnell solche " Nazi - Konzerte " erheblich reduzieren. [denken]
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Grenzwolf62 » 9. Juni 2018, 20:55

Erwartete 1500 sind aber nicht reißerisch aufgebauschte tausende.
Das sind 1000 und 500.
Wozu man für die paar Spinner mehrere Hundertschaften Polizei benötigt ist mir echt schleierhaft.
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 10. Juni 2018, 10:06

Rechts angehauchter Neofolk

In Leipzig soll am 23. Juni wieder das eintägige Event „Fire & Sun“ stattfinden. Beliebt ist die Veranstaltung besonders bei neurechter Klientel.

Den 23. Juni haben vermutlich wieder zahlreiche Aktivisten und Anhänger der Neuen Rechten in ihrem Terminkalender notiert. Vor dem Hintergrund, dass offenbar viele Rechtsintellektuelle, oder die sich dafür halten, auf ihre Art eine Vorliebe zum Neofolk, Darkwave und Industrial pflegen, dürfte wie in den Jahren zuvor das eintägige Event „Fire & Sun“ in Leipzig einmal mehr zur Pilgerstätte für neurechte Klientel werden.

2016 hatte es beispielsweise den neurechten Verleger und Vordenker Götz Kubitschek und seine Frau Ellen Kositza zu diesem eintägigen Festival gezogen.

https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-mel ... er-neofolk


Hassmusik mit vier Neonazi-Bands

Für den 16. Juni wird irgendwo in „Mitteldeutschland“, in der Lesart der rechten Szene handelt es sich um die neuen Bundesländer, ein Rechtsrock-Event angekündig

Gleich vier deutsche Bands sollen dabei an dem Samstag ihre Hassmusik beziehungsweise Glorifizierungsreminiszenzen für Nationalsozialismus und Wehrmacht auf die Bühne bringen. Beworben werden „Heiliger Krieg“ aus Baden-Württemberg, die Fortführung der als kriminelle Vereinigung verbotenen Band „Race War“. Ebenfalls zum Line-Up gehören „Confident of Victory“ aus dem brandenburgischen Senftenberg. Beide Bands sollten neben anderen Acts anlässlich von Hitlers Geburtstag auch auf dem „Blood&Honour“-Konzert am 21. April in Polen spielen, was die Polizei allerdings verhinderte.

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https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-mel ... nazi-bands

Warum eigentlich so häufig in den neuen Bundesländern?
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon karnak » 10. Juni 2018, 10:22

Interessierter hat geschrieben: Warum eigentlich so häufig in den neuen Bundesländern?

Willste jetzt, weil es an Themen , an denen man die eigene "Schuppenflechte " loswerden kann fehlt, ein kleines bisschen Mauer provozieren? Im Westen lebt nicht der " besser Pigmentierte ", dass Ganze ist ein Problem des " Konzeptes " Homo Sapiens an sich. Zu beheben, ich befürchte es immer mehr, durch ein kleines bisschen Diktatur. Bis zu dem Zeitpunkt der Erkenntnis, dass es SO nicht geht.
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Zicke » 10. Juni 2018, 10:28

Interessierter hat geschrieben:Warum eigentlich so häufig in den neuen Bundesländern?



warum berichtet der Vorwärtsableger nicht aus Mainz oder Hannover ?
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 10. Juni 2018, 10:38

@karnak:
Wie ich sehe, hast du auch keine Antwort. Keine Antwort haben; aber sich provoziert fühlen, ist schon sehr merkwürdig. Jeder weiß, dass es in allen Bundesländern positive und negative Erscheinungen gibt.
Wie schreibt hier gerne ein User? Es wird doch wohl noch erlaubt sein nach den Gründen zu fragen, das gehört zur Meinungsfreiheit.

Schon vergessen welchen unverschämten Schwachsinn man manchmal an den GÜST gefragt wurde? Ich kann mich daran noch gut erinnern, als man mich an der GÜST mit meinem Pkw in eine Garage zitierte!

Gerade von dir ist daher deine Vermutung einer Provokation absurd und grotesk.
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Zicke » 10. Juni 2018, 12:11

Massenschlägerei in Frohnhausen - Großeinsatz der Polizei

Essen. 15 Streifenwagen der Polizei mussten am Samstag wegen einer Prügelei im Essener Westpark ausrücken. Sieben Personen wurden festgenommen.
Wegen einer Prügelei einer größeren Gruppe Jugendlicher im Frohnhausener Westpark ist die Polizei am Samstagnachmittag mit einem Großaufgebot angerückt. Insgesamt 15 Streifenwagen rückten an - worauf die beteiligten Randalierer sehr schnell das Weite suchten. Insgesamt wurden dennoch sieben der Beteiligten festgenommen und deren Personalien aufgenommen. Ihnen droht nun eine Anzeige.

Prügelei in der Nähe eines Spielplatzes
Über die Hintergründe der Schlägerei ist noch wenig bekannt - dass es eine verabredete Prügelei rivalisierender libanesisch- und kurdisch-stämmiger Jugendbanden gewesen sein könnte, ist bisher nur Spekulation. Die polizeilichen Ermittlungen laufen noch.
Anwohner und Besucher des Westparks reagierten erbost auf den Vorfall - weil sich die Schlägerei und der darauf folgende Polizeieinsatz offenbar in unmittelbarer Nähe eines Kinderspielplatzes abspielte. Klein-Kinder, die Zeugen der Auseinandersetzung werden mussten, seien in Panik geraten, berichteten Augenzeugen.

https://www.waz.de/staedte/essen/massen ... 30685.html

Neue kulturelle Veranstaltung, wir schaffen das, ....
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Interessierter » 11. Juni 2018, 11:30

2.200 Neonazis feiern fast ungestört in Themar

Die Tage der nationalen Bewegung in der Rechtsrockzentrum Themar sollten eine Politveranstaltung der NPD sein. 2.200 Neonazis kamen aber vor allem, um Spaß zu haben – der Gegenprotest blieb klein.

Themar, eine Landstadt mit 3.000 Einwohnern in Südthüringen, ist seit dem Rechtsrockkonzert mit 6.000 Besuchern im vergangenen Jahr bundesweit bekannt. Eine Wiese im Besitz eines Neonazis dient als Veranstaltungsfläche, auf der Neonazis seit Monaten ungestört Konzerte und Aktionen abhalten können.

An diesem Wochenende war es wieder so weit: Die NPD veranstaltete das zweitätige Musikfestival Tage der nationalen Bewegung. Nach Polizeiangaben kamen am Freitagabend rund 900 und am Samstag 2.200 Teilnehmer. Nach dem Schild-und-Schwert-Festival im sächsischen Ostritz war es die zweite Musikgroßveranstaltung unter NPD-Regie innerhalb weniger Wochen in Ostdeutschland.

Am Eingang hingen NPD-Plakate, für die Veranstaltung verantwortlich war der Bundesorganisationsleiter der Partei, Sebastian Schmidtke. Dennoch betonte die NPD, dass nicht nur Parteianhänger, sondern „alle Nationalisten und Patrioten“ willkommen seien, „die wollen, dass eine starke Gemeinschaft an die Stelle von Gruppenegoismen gestellt wird“. Auf der
Rednerliste standen hauptsächlich NPD-Funktionäre wie der Vorsitzende Frank Franz und sein Stellvertreter Thorsten Heise, Unterstützung kam von der neonazistisch ausgeprägten Kleinstpartei Die Rechte, deren Chefs ebenfalls als Redner fungierten.

Ebenfalls vor Ort: Kathrin Oertel, ehemalige Frontfrau von Pegida. Nach ihrem wirren Auftritt in der Talk-Sendung von Maybrit Illner war sie 2015 weitgehend von der Bildfläche verschwunden, verbreitete Verschwörungstheorien.


Polizisten schrieben 80 Anzeigen, meist wegen Tragens und Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole. Ermittelt wird auch wegen Körperverletzung untereinander und gegen einen Journalisten, wie Polizeisprecher Patrick Martin dem Störungsmelder mitteilte.

Mindestumsatz 60.000 Euro


Finanziell waren die Tage der nationalen Bewegung ein Erfolg: Die Veranstalter erwirtschafteten alleine mit den Eintrittskarten einen Umsatz von mindestens 60.000 Euro. Das Geld dürfte die Neonaziszene nutzen, um Immobilien zu finanzieren oder Aufmärsche zu veranstalten.


Rechtsrockzentrum Thüringen

Die Teilnehmerzahl überstieg mit 2.200 Besuchern die Erwartungen der Organisatoren und Sicherheitsbehörden, blieb dennoch deutlich unter der Höchstmarke von 6.000 Besuchern im vergangenen Jahr. Grund ist wohl vor allem die Schirmherrschaft der NPD. Viele parteifreie Neonazis wollen mit ihr nichts zu tun haben.

Dennoch wird Thüringen weiter der zentrale Anlaufpunkt der rechten Musikszene in Deutschland bleiben. Die Mobile Beratung Thüringen gegen Rechtsextremismus (Mobit) analysiert seit 2014 ein stetiges Wachsen der rechten Konzerte und Festivals. Im Jahr 2016 bezifferte die Organisation die Zahl der Veranstaltungen demnach mit 300. Ein Spitzenwert im bundesweiten Vergleich.

Holzkreuze erinnern an Todesopfer rechter Gewalt

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Von Aktivisten aufgestellte Kreuze

Gerade wegen der dicht geknüpften rechten Netzwerke in Südthüringen und der Anwerbeversuche von Jugendlichen hat sich in Themar eine Protestorganisation gegen die Rechtsrockkonzerte gegründet. Das Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra und Themar installierte nahe dem Konzertort 195 weiße Holzkreuze mit den Namen der Todesopfer rechter Gewalt seit 1990. In der Region herrsche teilweise die Meinung „Ach, lasst sie doch machen, ist doch alles nicht so schlimm“, sagt Sabine Jakob vom Bündnis. „Wir wollen damit zeigen: Es ist nichts harmlos, die Ideologie der Neonazis tötet!“

Die anreisenden Neonazis beobachteten das Spektakel aus der Ferne, skandierten: „Ihr seid so lächerlich!“, und beschimpften die Kreuzaufsteller wüst. Davon will sich das Bündnis aber nicht einschüchtern lassen. Zur Gegenkundgebung im kamen 300 Menschen. „Zwar immer noch viel zu wenig, aber es tut sich langsam was“, meint eine Teilnehmerin. Für die nächsten Konzerte und Veranstaltungen hoffen sie auch auf Unterstützung von außerhalb.

https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/20 ... more-26623

195 Todesopfer durch rechte Gewalt seit 1990!! Einfach unfassbar dieses rechtsextremistische Gesindel.... [raus]
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Re: Extremismus in Deutschland

Beitragvon Grenzwolf62 » 11. Juni 2018, 15:52

Ich glaube wenn man ganz unaufgeregt die Spinner da ihre Musik runterspielen und sie dabei paar Bierchen trinken lässt, geht die Welt auch nicht unter davon.
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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