Die DDR und das Judentum

Alles zum Thema Kirche und Religion in beiden deutschen Staaten

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Kumpel » 10. März 2017, 09:23

Den Eindruck erwecken zu wollen es hätte Zahlungen von Seiten der DDR an Israel gegeben ist einfach falsch und irreführend und die angebliche "Bewegung" der DDR zielte lediglich
darauf ab Geschäfte zu machen, internationale Reputation zu erlangen und eben nicht darin die Verantwortung für den östlichen Teil Deutschlands an den Verbrechen der Nazis zu übernehmen oder
Kompensation zu leisten.
Im Gegenteil , bis zuletzt unterstützte die DDR tatkräftig die Nachbarn Israels bei dem Versuch Israel zu vernichten. Dieser Umstand ist den Israelis sicherlich nicht verborgen geblieben.
Übrigens hast du die selben Rechtschreibschwächen wie scorn. [grins]
„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“
Francis Picabia
Benutzeravatar
Kumpel
 
Beiträge: 3334
Registriert: 19. Februar 2015, 19:13

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Hamiota » 10. März 2017, 09:34

Du willst es einfach nicht kapieren! War zu erwarten. Im Übrigen hast du denselben schlechten Stil wie HPA! Ihr könntet auch ein Userkonto benutzen, würde nicht auffallen! [laugh]

der Peter [hallo]
Der größte Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant

„Die sogenannten ‘whataboutists’ stellen das bisher nicht in Frage Gestellte infrage und bringen Widersprüche, Doppelstandards und Heuchelei ans Tageslicht. […], es ist die Herausforderung, kritisch über die (manchmal schmerzhafte) Wahrheit unserer Stellung in der Welt kritisch nachzudenken." (Christian Christensen, Professor für Journalismus in Stockholm)
Benutzeravatar
Hamiota
 
Beiträge: 1168
Registriert: 2. Dezember 2011, 18:22
Wohnort: Stuttgart/Schmalkalden

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Kumpel » 10. März 2017, 09:49

Ich frage mich was du hier nachweisen möchtest?
Die DDR hat bis zum Schluss an Bestrebungen mit gewirkt Israel zu vernichten. Nicht zuletzt daran sind diese"Bemühungen" der DDR gescheitert.
Honecker wöllte zu gern mal ins Weiße Haus, aber die Amis wussten doch genau was die DDR im nahen Osten für eine Rolle spielt.
„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“
Francis Picabia
Benutzeravatar
Kumpel
 
Beiträge: 3334
Registriert: 19. Februar 2015, 19:13

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Volker Zottmann » 10. März 2017, 10:21

Finanziell kroch die DDR schon auf dem Zahnfleisch, als der Wiederaufbau der Synagoge in Ostberlin beschlossen wurde.
Da hat sie sich wohl beteiligt. Ich bin da aber nicht genau informiert. Auf jeden Fall hat das einen normalen DDR-Bürger schon sehr verwundert, da doch bis fast zum Ende eher eine generell ablehnende Haltung, die Juden betreffend, vorherrschte. Woher nun dieser "Sinneswandel" rührte, wurde ja schon geschrieben.
Alles war inszenierte Heuchelei!

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
Benutzeravatar
Volker Zottmann
 
Beiträge: 16115
Registriert: 21. Mai 2012, 09:10

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Nostalgiker » 10. März 2017, 10:36

Nicht der Jude als solcher wurde mit "ablehnender Haltung" bedacht, sondern der Zionismus.
Ein kleiner aber wesentlicher Unterschied .......
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
Benutzeravatar
Nostalgiker
 
Beiträge: 8757
Registriert: 28. August 2012, 12:36

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Kumpel » 10. März 2017, 10:48

Na klar Nosti,

deshalb verlieh Honecker 1978 dem syrischen Präsidenten Hafiz al-Assad auch den großen Stern der Völkerfreundschaft für seinen „Einsatz gegen den Zionismus“.
„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“
Francis Picabia
Benutzeravatar
Kumpel
 
Beiträge: 3334
Registriert: 19. Februar 2015, 19:13

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon HPA » 10. März 2017, 11:18

Hamiota hat geschrieben:Du willst es einfach nicht kapieren! War zu erwarten. Im Übrigen hast du denselben schlechten Stil wie HPA! Ihr könntet auch ein Userkonto benutzen, würde nicht auffallen! [laugh]

der Peter [hallo]


War das jetzt ein Freudscher Versprecher? [laugh]

kumpel hat geschrieben: Die verdeckte Unterstützung des antiisraelischen Terror durch die DDR ging derweil munter weiter


Nö, ganz offen. Die PLO putzte bis zum Schluss Klinken in der DDR.
Bild

Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen. (Sun Tzu)

Ignorierte Benutzer: SCORN/Hamiota; Nostalgiker/Thoth
Benutzeravatar
HPA
 
Beiträge: 8846
Bilder: 4
Registriert: 3. Januar 2012, 08:45

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Hamiota » 10. März 2017, 12:22

HPA hat geschrieben:War das jetzt ein Freudscher Versprecher? [laugh]


Absolut nicht, ich meine in der Regel auch was ich schreibe! [wink]

der Peter [hallo]
Der größte Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant

„Die sogenannten ‘whataboutists’ stellen das bisher nicht in Frage Gestellte infrage und bringen Widersprüche, Doppelstandards und Heuchelei ans Tageslicht. […], es ist die Herausforderung, kritisch über die (manchmal schmerzhafte) Wahrheit unserer Stellung in der Welt kritisch nachzudenken." (Christian Christensen, Professor für Journalismus in Stockholm)
Benutzeravatar
Hamiota
 
Beiträge: 1168
Registriert: 2. Dezember 2011, 18:22
Wohnort: Stuttgart/Schmalkalden

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon HPA » 10. März 2017, 12:35

Dann solltest Du nicht so viel von Dir auf andere schließen. [laugh]
Bild

Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen. (Sun Tzu)

Ignorierte Benutzer: SCORN/Hamiota; Nostalgiker/Thoth
Benutzeravatar
HPA
 
Beiträge: 8846
Bilder: 4
Registriert: 3. Januar 2012, 08:45

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon HPA » 22. Juli 2017, 12:06

Ein Buch des Historikers Jeffrey Herf beleuchtet die Rolle der DDR im Nahen Osten und ihre Waffenlieferungen an die Feinde des israelischen Staates.

Der Preis, den die DDR-Bevölkerung zahlt, ist nicht nur moralisch, sondern auch materiell hoch: Von 1967 bis 1989 liefert die DDR 750.000 Kalaschnikow-MPi in das Krisengebiet, 120 Mig-Jäger, 180.000 Anti-Personen-Minen, 250.000 Granaten und 25 Millionen Schuss Munition. 350 Jäger aus dem Irak und Syrien werden in der DDR repariert und 3.000 Offiziere aus Syrien, dem Irak, Libyen und den Palästinensergebieten geschult.


http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/ ... s-28012000

Interessant für was so in der Zone Solimarken geklebt wurden.

Auch hier und noch ausführlicher: http://www.hagalil.com/2016/06/herf-2/

Die Kooperation der deutschen Linksterroristen mit den Feinden Israels wurde über die PLO und ihre Unterorganisationen, wie zum Beispiel die PFLP, organisiert. Eine wichtige Vermittlung bildete, wie Herf ausführlich zeigt, das Ministerium für Staatssicherheit. Nach der Einrichtung eines Büros der PLO in Ost-Berlin im Jahr 1973, der ersten Vertretung der PLO in Ost-Europa, beriet das Ministerium für Staatssicherheit gemeinsam mit dem Geheimdienstkoordinator der PLO, Abu Iyad, über die Regeln, die in der Zusammenarbeit gelten sollten. Eine der wesentlichen Regeln war, wie Herf zeigen kann, dass die DDR palästinensische Terroristen ausbilden würde und auch, im Falle der Krankheit, pflegen würde.
Bild

Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen. (Sun Tzu)

Ignorierte Benutzer: SCORN/Hamiota; Nostalgiker/Thoth
Benutzeravatar
HPA
 
Beiträge: 8846
Bilder: 4
Registriert: 3. Januar 2012, 08:45

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Volker Zottmann » 22. Juli 2017, 12:56

....Unsere friedliebende humanistische DDR! [sick]
Da kommt einem beim Lesen die Galle noch posthum hoch.
Heute Morgen habe ich mir den ganzen traurigen Geschichtsmist einverleibt. Erst Hitler mit seiner Judenverfolgung und dann wollte die DDR dem Rest in Form von Israel aus zweiter Reihe den Gar aus machen.
Ja HPA, die Solimarken... Da keimen in einem die Gedanken, wie viele Personenminen man selbst unwissend finanzierte.

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
Benutzeravatar
Volker Zottmann
 
Beiträge: 16115
Registriert: 21. Mai 2012, 09:10

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon HPA » 22. Juli 2017, 16:11

Bei Ilko-Sascha Kowalczuk ( Stasi konkret) ist zu lesen:

Bild

Sprich, die DDR bzw das MfS war indirekt an Terroranschlägen in Israel beteiligt.

Auch hier gibt es ein massives Quellenproblem


Logisch, derart heiße Sachen dürften ab Ende 89 als erstes durch den Schornstein gegangen sein. [flash]
Bild

Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen. (Sun Tzu)

Ignorierte Benutzer: SCORN/Hamiota; Nostalgiker/Thoth
Benutzeravatar
HPA
 
Beiträge: 8846
Bilder: 4
Registriert: 3. Januar 2012, 08:45

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Grenzbeobachter » 13. Januar 2019, 22:08

Volker Zottmann hat geschrieben:Finanziell kroch die DDR schon auf dem Zahnfleisch, als der Wiederaufbau der Synagoge in Ostberlin beschlossen wurde.
Da hat sie sich wohl beteiligt. Ich bin da aber nicht genau informiert. Auf jeden Fall hat das einen normalen DDR-Bürger schon sehr verwundert, da doch bis fast zum Ende eher eine generell ablehnende Haltung, die Juden betreffend, vorherrschte. Woher nun dieser "Sinneswandel" rührte, wurde ja schon geschrieben.
Alles war inszenierte Heuchelei!
Gruß Volker



Ich habe mich gerade in diesen Thread eingelesen. Eine ablehnende Haltung gegenüber dem Judentum trifft man leider auch in Teilen der Bevölkerung in
der alten Bundesrepublik an. Es werden teilweise Stereotype vermittelt, dass man nur mit den Kopf schütteln kann.

Nördlichöstlich von Frankfurt/M. liegt ein jüdischer Friedhof mitten im Wald. Er wurde mir nur durch Zufall bekannt, da ich in dieser Region öfters joggen war. Dieser Friedhof wurde zu Zeiten des Nationalsozialismus verwüstet, alle Grabsteine umgeworfen.
Wiederhergestellt -soweit man das bei diesen Zerstörungen überhaupt sagen kann- wurde der Friedhof letztendlich erst in den 1980iger Jahren.
Ein Deutscher mosaischen Glaubens, der in der Region aufgewachsen war, spendete Geld hierfür.
Die Grabsteine wurden wieder aufgestellt wenn auch an anderen Plätzen der Ruhestätte weil niemand genau wusste, wo sie ursprünglich standen.

Deutsche moasischen Glaubens hatten erst ab 1870/71 die gleiche Rechte wie jeder andere Deutsche. Es wurde ja oft den Menschen jüdischen Glaubens vorgeworfen, dass sich integrieren wollten. Einfach nur Unsinn, sie wurden vorher von Nichtjuden ausgegrenzt.
Was an den Inschriften interessant ist, waren sie bis 1900 fast überwiegend in hebräisch, so wurden sie in der Folgezeit hauptsächlich deutsch.
Benutzeravatar
Grenzbeobachter
 
Beiträge: 250
Registriert: 11. Dezember 2018, 18:01

Re: Die DDR und das Judentum

Beitragvon Sperrbrecher » 13. Januar 2019, 23:32

HPA hat geschrieben:Ein Buch des Historikers Jeffrey Herf beleuchtet die Rolle der DDR im Nahen Osten und ihre Waffenlieferungen an die Feinde des israelischen Staates.

Der Preis, den die DDR-Bevölkerung zahlt, ist nicht nur moralisch, sondern auch materiell hoch: Von 1967 bis 1989 liefert die DDR 750.000 Kalaschnikow-MPi in das Krisengebiet, 120 Mig-Jäger, 180.000 Anti-Personen-Minen, 250.000 Granaten und 25 Millionen Schuss Munition. 350 Jäger aus dem Irak und Syrien werden in der DDR repariert und 3.000 Offiziere aus Syrien, dem Irak, Libyen und den Palästinensergebieten geschult.

Anfang der 80er Jahre konnte man in Elat am Strand sitzend, mit bloßen Augen erkennen, wie die Schiffe aus verschiedenen Ostblockstaaten im gegenüberliegenden Hafen des jordanischen Akaba ihre Militärgüter entluden. Mit einem Fernglas war dabei noch genaueres zu erkennen.
Sperrbrecher
 
Beiträge: 605
Registriert: 13. Dezember 2018, 20:34

Vorherige

Zurück zu Kirche und Religion

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste