Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon Volker Zottmann » 8. August 2016, 21:57

Und mit jeder prozentualen Rentenerhöhung klafft die Wohlstandsschere weiter auseinander. Wenn die saarländische Rentnerin 4% mehr Rente bekäme, ist das entschieden weniger als wenn der Rentner/Beamte mit 1500 € 4% mehr erhielte...
Zuerst sollten doch die kleinen Renten mal auf ein Mindestlebensmaß angehoben werden.

Gruß Volker
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon Rei » 14. August 2016, 20:45

Kampf gegen Altersarmut: Was Deutschland von der Schweiz lernen kann
Das Schweizer Rentenmodell wird von Teilen der Politik, aber auch Ökonomen, immer wieder als Modell für Deutschland beworben
Doch wie gut ist die Altersvorsorge der Eidgenossen im Vergleich zu Deutschland wirklich?
Die Huffington Post zeigt, was Berlin tatsächlich von Zürich lernen kann und wo die Grenzen des Schweizer Modells liegen
Lange wurde die Rentendebatte nicht so vehement geführt wie in den vergangenen Wochen. So warnte etwa Verdi-Chef Frank Bsirske: "Ein Babyboomer des Jahrgangs 1964, der 2012 2500 Euro brutto verdiente, kann nach 40 Arbeitsjahren 2030 nur mit einer Rente von 786 Euro rechnen."
Elf bis zwölf Millionen Arbeitnehmer liefen "auf Hartz-IV-Anspruch im Alter und Altersarmut zu", mahnte er. Hier ticke "eine soziale Zeitbombe".
Manche Ökonomen halten dieses Horror-Szenario für realistisch, andere Experten warnen vor Panikmache.
Doch Reformen fordern fast alle. Arbeitgeber, viele Ökonomen und Gewerkschaften plädieren unisono für eine bessere Kinderbetreuung und eine bessere Ausbildung von Langzeitarbeitslosen, damit es erst gar nicht zu jahrelangen Beitragsausfällen kommt.
SPD, Linke und Gewerkschaften wollen zudem ein höheres Rentenniveau verankern, was Arbeitgeber und Union jedoch ablehnen.
http://www.huffingtonpost.de/2016/08/14 ... ef=germany
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon augenzeuge » 2. Oktober 2016, 21:56

Zum 30-jährigen Jubiläum der Einheit will Bundesarbeitsministerin Nahles Gleichheit bei den Renten in Ost und West herstellen. Das könnte allerdings Nachteile für heutige Arbeitnehmer haben, mahnt die Bundeskanzlerin.

Bisher werden die im Schnitt niedrigeren Ost-Löhne bei der Rentenberechnung höher gewertet als West-Löhne. "Eine Anhebung der Ost-Renten ohne einen Verzicht auf die Höherwertung der Ost-Einkommen wird es nicht geben", stellte Merkel klar. Der Wegfall der Höherwertung könne aber dazu führen, "dass künftige Rentenansprüche niedriger als nach geltendem Recht ausfallen". Diese beiden Aspekte müsse man "sorgsam gegeneinander abwägen", sagte sie.

AZ
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon Volker Zottmann » 2. Oktober 2016, 22:40

Das bisher nicht geregelt zu haben, kreide ich der Merkel auch an. Sie hätte ihren Ministern mal Dampf unterm Hintern machen sollen.
Ganz Deutschland hat den 2. Weltkrieg verloren, aber der Osten doch offenbar noch ein Bisschen mehr. Ich schaue da ganz genau hin!
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Beitragvon Volker Zottmann » 25. November 2016, 10:56

"Bleib cool!" sind die heutigen Begrüßungsworte Wilfrieds.

NEEE, bleib ich nicht!
Ich bin Ossi und verdammt, bis zum 75.Lebensjahr zu warten, damit laut SPD-Nahles die DDR-Rentenanpassung greift. Solche A..... löcher sollten aus der Regierung entfernt werden!
Unser 2. Weltkrieg dauerte schon bis 1989! Wir, die Nachgeborenen, die selbst nie was verbrochen haben, waren schon 40 Jahre benachteiligt. Alles durch pure Willkür und geschichtlichen Zufall! So dachte ich...
Doch nun werde ich eines Besseren belehrt. 35 Jahre nach der Wiedervereinigung sollen unsere Renten erst 2025 Gleichstand erzielen. Sind die alle blöd geworden? 2017 sollte es mal sein, dann 2020 ... Und nun noch 5 Jahre später?
Ich glaube bald wird der Bundestag gestürmt... Schämen sollen die sich.

Gruß Volker
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Beitragvon Interessierter » 25. November 2016, 13:04

Wenn ich richtig gelesen habe, war es wohl Schäuble, der eine Anpassung bis 2020 nicht wollte. Ich bin groß geworden mit der Aussage meines Großvaters, dass die SPD die Interessen der Arbeitnehmer vertreten würde. Das dem lange nicht mehr so ist, habe ich schon vor Jahren erkannt und meine Stimme einer anderen Partei gegeben. Sonst hätte die SPD und Nahles sich wohl auch nicht auf diesen Kompromiss eingelassen.

Allerdings aus Protest oder Enttäuschung meine Stimme nun einer rechtspopulistischen Partei, wie der AFD zu geben, auf diese Idee käme ich wirklich nie. Alleine das Auftreten und Benehmen grosser Teile ihrer Wählerschaft, ist für mich einfach abstossend und widerlich.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Beitragvon augenzeuge » 25. November 2016, 14:58

Volker Zottmann hat geschrieben:"Bleib cool!" sind die heutigen Begrüßungsworte Wilfrieds.

NEEE, bleib ich nicht!
Ich bin Ossi und verdammt, bis zum 75.Lebensjahr zu warten, damit laut SPD-Nahles die DDR-Rentenanpassung greift.
Gruß Volker


Wieviel Rente bekommt denn dann wirklich der "Ostbürger" netto mehr? Kann es sein, dass das gar nichts mehr ist, weil die DDR Löhne bzw. Entgeltpunkte anders bewertet werden?
AZ
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Beitragvon Volker Zottmann » 25. November 2016, 16:07

augenzeuge hat geschrieben:
Wieviel Rente bekommt denn dann wirklich der "Ostbürger" netto mehr? Kann es sein, dass das gar nichts mehr ist, weil die DDR Löhne bzw. Entgeltpunkte anders bewertet werden?
AZ


was der Einzelne bekäme, vermag auch ich nicht zu sagen. Doch gibt es ja Nahles Aussage, dass die Anpassung brutto 3,6 bis 3,9 Milliarden im Jahr betrüge.
Also schlussfolgere ich mal, dass eben genau um diesen Betrag die Ostdeutschen derzeit im gleichen Land betrogen werden.

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Beitragvon augenzeuge » 26. November 2016, 19:13

steffen52 hat geschrieben:...was die SPD-Politiker für Schauspieler sind und sich bezahlen lassen!
Gruß steffen52


Mehr Infos zum Rent-A-Sozi-Skandal - Hr. Maas übertreibt ein wenig... [shocked]
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Beitragvon ratata » 28. November 2016, 19:06

Volker Zottmann hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Wieviel Rente bekommt denn dann wirklich der "Ostbürger" netto mehr? Kann es sein, dass das gar nichts mehr ist, weil die DDR Löhne bzw. Entgeltpunkte anders bewertet werden?
AZ


was der Einzelne bekäme, vermag auch ich nicht zu sagen. Doch gibt es ja Nahles Aussage, dass die Anpassung brutto 3,6 bis 3,9 Milliarden im Jahr betrüge.
Also schlussfolgere ich mal, dass eben genau um diesen Betrag die Ostdeutschen derzeit im gleichen Land betrogen werden.

Gruß Volker

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Hallo , warum singen die denn nicht gemeinsam und schunkeln dabei . [sick] Wer soll das bezahlen
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon Spartacus » 28. November 2016, 19:31

In Österreich gibt es 14 Monatsgehälter im Jahr und wenn du in Rente gehst, so um die 87 % vom letzten Brutto und 14 Monate Rente im Jahr, als wäre
es das selbstverständlichste der Welt. [hallo]

Man könnte vielleicht ja mal nachfragen, worin das Geheimnis liegt.

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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon augenzeuge » 29. November 2016, 17:31

Spartacus hat geschrieben:In Österreich gibt es 14 Monatsgehälter im Jahr und wenn du in Rente gehst, so um die 87 % vom letzten Brutto und 14 Monate Rente im Jahr, als wäre
es das selbstverständlichste der Welt. [hallo]

Man könnte vielleicht ja mal nachfragen, worin das Geheimnis liegt.

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Bist du ganz sicher? Ich melde Zweifel an.
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon augenzeuge » 29. November 2016, 17:44

Also schlussfolgere ich mal, dass eben genau um diesen Betrag die Ostdeutschen derzeit im gleichen Land betrogen werden.


Ich seh das altersbedingt ganz anders. Man muss froh sein, dass man 1990 die Renten Ost zu West 1:1 umstellen konnte. Das der Staat statt 16 Milliarden ostmark nun 65 Milliarden DM ausgeben konnte. Wer hat denn wirklich mehr erwartet?

Das Geld braucht man für die späteren Generationen. [hallo] Oder ist euch egal, was die mal bekommen? Wenn di pauschal weniger als heute bekommen, was sie noch versteuern müssen, kann man auch nicht von Betrug sprechen.
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon Spartacus » 29. November 2016, 17:56

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:In Österreich gibt es 14 Monatsgehälter im Jahr und wenn du in Rente gehst, so um die 87 % vom letzten Brutto und 14 Monate Rente im Jahr, als wäre
es das selbstverständlichste der Welt. [hallo]

Man könnte vielleicht ja mal nachfragen, worin das Geheimnis liegt.

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Bist du ganz sicher? Ich melde Zweifel an.
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Lesen und staunen. [hallo]

Mit einem Beispiel aus dem österreichischen Rentensystem erwischte Maybrit Illner ihre Gäste am Donnerstagabend kalt: Wie kann es ein, dass ein Österreicher bei gleichem Bruttoreinkommen fast 40 Prozent mehr Rente bekommt als ein Deutscher? FOCUS Online erklärt den Hintergrund.


http://www.focus.de/finanzen/altersvors ... 55294.html
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon ratata » 29. November 2016, 18:08

„In nahezu allen Bereichen sehen sich die Ostdeutschen inzwischen auf Augenhöhe“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Das gelte nur nicht für Löhne und Renten. So stünden Rentnerehepaaren im Osten 2016 Euro pro Monat zur Verfügung, 500 Euro weniger als im Westen. Alleinstehende Männer hätten 270 Euro im Durchschnitt weniger. Selbst Frauen hätten trotz längerer Erwerbszeiten im Osten weniger.
Das Problem ist, dass eine komplette Angleichung nicht nur Gewinner mit sich bringen würde. Es sei schwierig, zu Lösungen zu kommen, die insgesamt gerecht seien, räumte Sellering ein.
Einerseits ist zwar der Rentenwert - quasi die monatliche Rente für ein Jahr Beschäftigung mit Durchschnittsentgelt - im Osten geringer. Laut aktuellem Rentenversicherungsbericht beträgt er ohne gesetzliche Schritte auch 2019 nur 93,5 Prozent. Andererseits aber werden die der Rente zugrundeliegenden Ostlöhne bei der Rentenberechnung aufgewertet.
Die Aufwertung soll Nachteile wegen der geringeren Löhne ausgleichen. Heute ist ein Beitrag von einem Euro quasi 1,17 Euro wert. Laut dem Sozialbeirat der Bundesregierung erwerben ostdeutsche Rentenversicherte derzeit bei gleichem Lohn um 8,5 Prozent höhere Rentenansprüche als westdeutsche Versicherte.
Käme also eine komplette Angleichung, würden heutige Rentner zwar profitieren. Würde auf die Höherwertung verzichtet, gäbe es aber unterm Strich „einen merklichen Verlust für die meisten ostdeutschen Beitragszahler und künftigen Rentner“, so der Sozialbeirat.

Der Beirat hat auch berechnet, was eine Ost-West-Angleichung kosten würde. Aktuell käme sie einer Rentenerhöhung um acht Prozent im Osten gleich - Kostenpunkt: vier Milliarden Euro.
dpa


Altersvorsorge
Zehn Rentenirrtümer, die Sie kennen sollten


Rente
Jeder träumt von einem unbeschwerten Ruhestand: eine Weltreise machen oder ein neues Hobby anfangen. Doch dafür bracht man Geld, das heutzutage nicht mehr leicht zu haben ist. Durch die Rentenreform hat sich nämlich einiges geändert. „Es gibt zahlreiche Rentenlügen, die gar nicht bekannt sind“, sagt Margit Winkler vom Institut GenerationenBeratung IGB. Diese Fehler sollte man vermeiden...
Quelle: 4iMEDIA
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1. Eine längere Arbeitszeit erhöht die Rente
Wer länger arbeitet, wird nicht belohnt: Wer extra mehr arbeitet, um die Rente aufzustocken, erhält für jeden zusätzlichen Monat über die Regelaltersgrenze hinaus nur 0,5 Prozent Rentenzuschlag. Wenn jemand allerdings die Rente gar nicht annimmt, die er in dieser Zeit erhalten könnte, geht viel Geld verloren. Da kann es 90 Euro mehr Rente für das zusätzliche Arbeitsjahr geben. Allerdings sollte man auch daran denken, dass man für dieses Jahr auf die Rentenzahlung verzichtet hat.
(Foto: imago)
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2. Rente mit 63? Das kann jeder nach 45 Arbeitsjahren
Wer 45 Beitragsjahre auf seinem Rentenkonto hat, soll früher als andere in den Ruhestand gehen. Doch um eine abschlagsfreie Rente zu erhalten, muss man vor 1963 geboren sein. Für alle anderen gilt das nicht. „Hier steigt die Altersgrenze sogar stetig um zwei Monate für jeden Geburtsjahrgang“, sagt Margit Winkler vom Institut Generationen-Beratung IGB.
(Foto: imago)
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3. Der Rentenbescheid ist da – nun geht es mit 63 in Rente
Nach 45 Jahren Berufstätigkeit möchten die meisten am liebsten mit 63 in Rente gehen. Um eine abschlagsfreie Rente zu erhalten, muss man jedoch vor 1963 geboren sein. Wer später geboren wurde, kann nur mit 65 Jahren in Rente gehen, wenn er 45 Jahre Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat.
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4. Mehr als ein Zuverdienst von 450 Euro ist als Rentner nicht drin
Nicht immer ist die Rente ausreichend. Doch wie viel kann man wirklich hinzuverdienen ohne Kürzung? Die Beschränkung auf einen Verdienst von 450 Euro pro Monat gilt jedenfalls für Frührentner. Wurde das reguläre Rentenalter erreicht, ist dies nicht mehr der Fall. Da kann man so viel verdienen, wie man möchte. Ohne Rentenabzüge.
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5. Man erhält nur dann die ganze Witwenrente, wenn die eigenen Einkünfte niedrig sind
Nur die ersten drei Monaten nach dem Tod erhält man die volle Witwenrente. Danach müssen sämtliche Einkünfte angegeben werden. Da zählen neben der eigenen Rente, Mieteinnahmen, Privatrenten, 450-Euro Jobs, einfach alles dazu. Wenn die Summe dieser Einnahmen mehr als 696 Euro (Ost) bzw. 755 Euro (West) pro Monat ergeben, kann es eine Kürzung bis hin zur Streichung der Witwenrente geben.
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6. Arbeitende Rentner können gekündigt werden
Arbeitende Rentner und andere Arbeitnehmer müssen gleichbehandelt werden. Das gilt auch beim Kündigungsrecht. Außerdem hat er einen Anspruch auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Ein Krankengeld gibt es für Rentner von der Kasse allerdings nicht.
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7. Die zusätzliche Betriebsrente bekommen Sie netto
Im Alter besser dastehen – das hoffen Versicherte mit einer zusätzlichen Betriebsrente. Eine Netto-Auszahlung würde hier besonders helfen. Doch diese Rente unterliegt der vollen Besteuerung und es müssen in voller Höhe Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden. Mehr als 20 Prozent der Rente verbleiben in den staatlichen Kassen.
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8. Durch die Riester-Rente hat man später ein gutes Einkommen
„Das kommt ganz darauf an, was für jeden ein gutes Auskommen ist. Muss man beispielsweise noch 30 Jahre bis zur Rente arbeiten und zahlt monatlich 100 Euro in eine Riester-Rente ein, erhält man zum Schluss eine garantierte Monatsrente von beispielsweise 148 Euro“, sagt Winkler. Diese garantierte Monatsrente kann höher ausfallen. Tatsache ist aber: Sie wird ein Leben lang gezahlt und das ist wichtig für unsere Grundversorgung.
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9. Ab einem gewissen Alter muss man in Rente gehen
Jede Person muss einen Rentenantrag einreichen, um Rente zu bekommen. Da das eine bewusste Entscheidung und Handlung ist, gilt: Man muss nicht in Rente gehen, man darf. Jeder entscheidet am Ende selbst, ob er bis 63, 65 oder 70 arbeiten möchte. Reicht die staatliche Rente nicht zum Leben, kann die Berufstätigkeit weiter ausgeführt werden. Ein Kündigungsgrund ist das Alter nämlich auch nicht.
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon augenzeuge » 29. November 2016, 18:12

Sparta, das kann nicht stimmen, man bekommt nicht 87% vom Brutto. Völlig unmöglich.
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon Spartacus » 29. November 2016, 18:28

augenzeuge hat geschrieben:Sparta, das kann nicht stimmen, man bekommt nicht 87% vom Brutto. Völlig unmöglich.
AZ


Der Österreicher (Jahresbrutto 49.000 Euro) kann dagegen laut seinem Rentenbescheid mit 2956 Euro Rente rechnen - und das sogar 14 mal im Jahr, weil Rentner in der Alpenrepublik auch Weihnachts- und Urlaubsgeld bekommen. Auf den Monat gerechnet sind das rund 3500 Euro brutto.
Damit kommt der Österreicher auf eine Jahresrente von 41.384 Euro, der Deutsche aber nur auf 26.539 Euro. Ein Unterschied von fast 40 Prozent.


Taschenrechner und los geht es. [hallo]

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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon augenzeuge » 29. November 2016, 19:58

Ich denke, man muss das in der Gesamtheit betrachten. So wie du es tust, erscheint das Bild zu bunt.

Was zahlen die ein, gibts Betriebsrenten oder gar nicht, was ist wie zu versteuern, wie hoch ist die Durchschnittsrente etc. Erst dann hat man ein Bild.

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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon pentium » 29. November 2016, 20:24

Ja unser Rentenexperte der @Sparta. Hier mal ein Artikel über das Rentensystem in der Alpenrebublick

Zitat:
Was Befürworter des österreichischen Modells nicht sagen: Auch dieses System trägt sich nicht von selbst, sondern wird vom Steuerzahler mit rund 11 Milliarden Euro im Jahr alimentiert; das sind 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Hinzu kommt, dass trotz der hohen Rentenversicherungsbeiträge von 22,8 Prozent - in Deutschland sind es 18,7 Prozent - die Ruhegelder im Vergleich zum allgemeinen Wohlstand in Österreich gering sind. Wer sich allein auf das AGSV verlässt, erhält heute eine Bruttorente von 1100 bis 1200 Euro im Monat. Das entspricht nicht einmal der Hälfte des Durchschnittseinkommens aus unselbständiger Arbeit.

„Das österreichische Modell eignet sich nicht als Vorbild für Deutschland“, urteilt denn auch Michael Christl, der Rentenfachmann der Denkfabrik Agenda Austria in Wien. „Das System ist hoch subventioniert und nicht zukunftsfest.“ So gebe es keine automatische Anpassung an die demographische Entwicklung. Das tatsächliche Renteneintrittsalter betrage 60,2 Jahre, die durchschnittliche Rentenbezugsdauer belaufe sich auf 22 Jahre - beides ungünstiger als in Deutschland.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 87715.html

Ebenfalls zum Thema:
http://www.rentenreform-alternative.de/oe-apg.htm
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon Spartacus » 30. November 2016, 18:53

„Das österreichische Modell eignet sich nicht als Vorbild für Deutschland“, urteilt denn auch Michael Christl, der Rentenfachmann der Denkfabrik Agenda Austria in Wien. „Das System ist hoch subventioniert und nicht zukunftsfest.“


Bla, bla, bla...der wird wahrscheinlich vom Schäuble geschmiert, wat. [flash]

Das System funktioniert. Ich habe Bekannte in Österreich, die damit hochzufrieden sind und nur den Kopf schütteln, über die armen Deutschen. Die lachen uns doch voll aus.

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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2016, 19:00

Nun Sparta, dann beantworte doch mal die Fragen. Ich hatte dort in Österreich nie das Gefühl, dass die reich sind. Im Gegensatz zu den urlaubenden deutschen Rentnern.... [flash]
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon augenzeuge » 28. Dezember 2016, 19:48

Die gesetzliche Begrenzung von überführten Versorgungsansprüchen ehemaliger Stasi-Mitarbeiter ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss (v. 07.11.2016, Az. 1 BvR 1089/12 u. a.).

http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/b ... erfolglos/
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Re: Das Rentensystem in der Bundesrepublik

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2018, 08:57

Die aktuellen Rentenpläne der Regierung sind umstritten und noch nicht beschlossen. Sozialminister Hubertus Heil hat sie gegenüber der Opposition verteidigt - kündigte aber bereits die nächsten Reformen an.
Mit dem Gesetzentwurf soll das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente bis 2025 bei mindestens 48 Prozent festgeschrieben werden. Der Wert gibt das Verhältnis der Rente zu den Löhnen an. Der Beitragssatz soll bis dahin die 20-Prozent-Marke nicht überschreiten.


Das ist nur die halbe Wahrheit. Man verschweigt, dass jemand, der 2025 48 Prozent Rente bekommt -diese am Ende gar nicht hat. Denn sie wird versteuert! Ab 2029 komplett. Und die derzeitigen Freibeträge fallen auch bald weg.

Das bedeutet, wer meint, ich bekomme 2000 EUR Rente, das ist viel, irrt sich gewaltig. Denn diese Rente reduziert sich je nach persönlichen Umständen. So bleiben am Ende vielleicht nur 42% übrig.

Mit einem Rentenrechner kann man das alles selbst ausrechnen. Und da spielt es auch ne Rolle , was man insgesamt, mit Frau und Mieteinnahmen, für weitere Einkommen hat.
Mir hat neulich ein Kollege erzählt, er wird 2000 EUR Rente beziehen, dann noch 700 Zusatzrente. Aber nach dem Steuermodell gehen davon mind. 700 EUR an Abzügen ab. Er wollte es nicht glauben.....

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