AfD – Alternative für Deutschland

Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 27. November 2019, 08:50

Von AfD-Parlamentarier mitfinanziertes Grabmal - Polen entfernt Gedenkstein für Freikorpskämpfer

Im polnischen Oberschlesien sorgte ein Gedenkstein für deutsche Soldaten und Freikorpskämpfer für Empörung - ein AfD-Bundestagsabgeordneter hatte dafür gespendet. Nun wurde das Objekt abgebaut.

Der Gedenkstein, unter anderem mitfinanziert vom AfD-Bundestagsabgeordneten Stephan Protschka, hatte ursprünglich auch die Inschrift der rechtsextremen "Jungen Nationalisten" getragen, die vor der Aufstellung - angeblich auf Wunsch des AfD-Politikers - zugespachtelt worden war.

Zu den aufgeführten "Initiatoren" auf dem Stein zählten der AfD-Nachwuchs "Junge Alternative" (JA) aus Berlin und die vom Verfassungsschutz beobachtete Burschenschaft "Markomannia Wien zu Deggendorf" sowie weitere Personen aus der rechten Szene.

Verherrlichung von NS-Verbrechen


Aufgeschreckt durch deutsche Medienberichte, hatte die polnische Botschaft in Berlin vergangene Woche von einem ernsthaften Sachverhalt gesprochen, mit dessen Prüfung unter anderem das Institut für Nationales Gedenken (IPN) in Polen befasst worden sei. Wie der SPIEGEL am Dienstag erfuhr, ist das Denkmal bereits abgeräumt worden. Den Vorgang bestätigte die polnische Botschaft in Berlin.

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 98279.html
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Ari@D187 » 27. November 2019, 18:37

Da haben die Polen aber viel Geduld bewiesen. Hätte vermutet, dass der Stein früher verschwindet.

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 28. November 2019, 15:36

Deutschland ist sicherer: Die AfD scheitert wieder grandios an der Realität

Die AfD Dresden wollte wieder eine Pseudo-Umfrage starten und von ihren Anhänger*innen wissen, ob sie sich in Dresden “seit 2015” unsicherer fühlten. Der ganze Zweck dieser nie und nimmer repräsentativen Umfrage (Dass die AfD solche Umfragen nur zur Meinungsmanipulation nutzt haben wir hier erklärt) ist natürlich völlig faktenfrei einen “Beweis” zu finden, dass Schutzsuchende gefährlich und böse seien. Es ist ein einfaches, rassistisches Narrativ, dass die AfD hier pushen wollte. Doch leider hat sie die Rechnung ohne die normalen Bürger*innen gemacht.

Bild

Eine überwältigende Mehrheit findet nicht, dass sich ihr persönliches Sicherheitsgefühl in Dresden seit 2015 verschlechter habe. Wie denn auch, selbst wenn Schutzsuchende ach so gefährlich wären, hat Dresden gerade mal 0,6% davon aufgenommen (Quelle). In ganz Sachsen leben gerade mal 23.125 Asylbewerber, ca 3.100 davon in Dresden, das ist ein halbes Prozent der Einwohner*innen (Quelle). Hier sieht man auch wieder schön, warum Facebook-Umfragen relativ unbrauchbar sind: Jede*r kann daran teilnehmen.


Die Kommentierenden machen sich auch über den billigen Manipulationsversuch der AfD Dresden lustig und drehen den Spieß ganz einfach um:

Bild

Bild

Und die Fakten?

Die AfD hatte gehofft, in ihrer Anhängerschaft ein eindeutiges Stimmungsbild hervorzurufen, um das subjektive (und völlig falsche) Sicherheitsempfinden als Argument herzunehmen, dass Deutschland angeblich wirklich weniger sicherer sei. Im Sinne von: Wenn die (vermeintliche) Mehrheit so denkt, dann muss wohl daran etwas dran sein. Dass diese Menschen sich nur wegen der Fake News und Hetze der AfD unsicher fühlen, wird dabei natürlich gezielt weggelassen.

Deutschland ist so sicher wie seit 1992 nicht mehr

Du liest sicher jeden Tag in Facebook von irgendeiner Straftat, Vergewaltigung, Schlägerei, sogar Mord. Und du meinst, früher wäre das nicht so gewesen. Aber was, wenn ich dir sage, dass es niemals, auch wenn wir zurück bis in die 1950er gehen, nicht im Schnitt mindestens einen Mord oder Totschlag in Deutschland pro Tag gegeben hat?

Das ist – leider – völlig normal. Was sich im Vergleich zu “früher” verändert hat, sind zwei Dinge. Das erste ist, dass man heutzutage durch das Internet sofort von allem erfahren kann, während früher die meisten Fälle nicht über die Regionalzeitungen hinaus gekommen sind. Und jetzt kannst du von jeder Straftat sofort hören und wirst du auch, wegen Grund zwei: Weil es einige gibt, die jeden einzelnen Vorfall sammeln und verbreiten. Mit Absicht. In ganz Deutschland gab es 2018 5,5 Millionen Straftaten (Quelle)! Wenn du alle 6 Sekunden von einer neuen Straftat erfahren würdest, würdest du das ganze Jahr brauchen, um von allen zu erfahren.

Das sind verdammt viele Straftaten, und den absoluten Großteil erfährst du nie, und das ist nicht anders als früher. Und weißt du was? Diese 5,5 Millionen Straftaten sind die wenigsten Straftaten, die seit 1992 verzeichnet wurden. Wenn man dich stündlich mit Berichten von Straftaten zu müllen möchte, ist das sogar dann möglich, wenn die Anzahl der Straftaten auf einem historischen Tiefpunkt sind. Und dazu muss man nicht einmal welche erfinden. Du merkst vielleicht schon, wie man hier mit Absicht deine Wahrnehmung manipulieren kann. Denn “früher” gab es kein Internet, keine Smartphones, keine Push-Nachrichten, keine Breaking News, nur die Zeitung von morgen.

https://www.volksverpetzer.de/social-me ... ge-sicher/
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 28. November 2019, 19:45

Jetzt fällt Steffen52 vom Glauben ab. Nee, keine Angst, nicht wirklich. Das kann er gar nicht. [angst]

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Danny_1000 » 29. November 2019, 07:54

Zur Zeit ist die AfD- Führungsspitze vielerorts dabei, sich selbst zu zerlegen. Meuthen hat wohl nicht mal mehr seinen eigenen Landesverband hinter sich. Flügelkämpfe um die künftige Ausrichtung der Partei, Postengeschacher um die Fleischtöpfe, Probleme im Westen usw. Ähnliches gab es natürlich auch in allen anderen Parteien. Aber um so fundamentale Fragen, wie jetzt bei der AfD ging es bei diesen Kontroversen damals nicht.
Ich gebe zu, dass mit einer gewissen Häme zu beobachten. Mal sehen, welche Richtung sich beim kommenden Parteitag durchsetzt.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 29. November 2019, 19:38

Danny_1000 hat geschrieben: Mal sehen, welche Richtung sich beim kommenden Parteitag durchsetzt.


Ich sag es dir, es wird Höcke und sein Flügel sein. Die ganze Partei wird nach rechts weiter kippen. Es wird leider gefährlicher.

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 29. November 2019, 22:54

Aufregung im Bundestag: Beatrix von Storch nach "Kopf-ab-Geste" in Erklärungsnot

https://www.stern.de/politik/deutschlan ... 22696.html

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 30. November 2019, 14:45

Neue Spendenaffäre in der AfD

Nach SPIEGEL-Informationen finanzierte die AfD schon in ihrer Gründungsphase ihre Wahlkampfaktivitäten aus einer schwarzen Kasse. Die Führungsriege geht somit belastet in den Bundesparteitag am Samstag.

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 98842.html
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2019, 18:04

20.000 Menschen protestieren gegen die AfD

Die Spitze der Demonstranten war schon am Zielort angekommen, da waren die letzten noch gar nicht losgelaufen: Rund 20.000 Menschen sind nach Angaben der Veranstalter an diesem Samstag gegen den AfD-Parteitag in Braunschweig auf die Straße gegangen. Es habe sich um "eine Riesenmenge Menschen" gehandelt, sagte ein Sprecher der Initiative Bündnis gegen rechts.

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 99084.html

Die Nachfolge von Alexander Gauland bei der AfD ist entschieden: Der Sachse Tino Chrupalla ist neuer Co-Vorsitzender der Partei. Jörg Meuthen war zuvor im Amt bestätigt worden.


AZ
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Danny_1000 » 30. November 2019, 19:19

Das Einzige, was ich bisher an dem Parteitag gut fand, war die Arbeit des Tagungspräsidiums. Zügig, straff und zielführend hielt es die Fäden des Tagungsablaufes in der Hand. Davon, aber auch nur davon können andere Parteitage was lernen.

Ansonsten tummelten sich dort überwiegend Schlipsträger, von denen vereinzelt zu hören war, sich auch um die Interessen der kleinen Leute als künftige Wähler kümmern zu wollen. Wie konkret das aber aussehen könnte, Fehlanzeige.

Die übliche Neiddiskussion: Wenn die Flüchtlinge nicht da wären, hätten die Renter jetzt mehr Rente.
Ja, die Flüchtlinge und die Merkel sind an all dem Ungemach, dass unser Land heimgesucht hat, schuld. Und dann war da noch der links- grün versiffte Mainstream, der die Meinungsfreiheit - sie sprechen vom Meinungskorridor – einengen würde.

Die AfD- Strategen wollen nicht mehr nur Opposition, nein sie wollen an die Macht. Und das geht zur Zeit eben nur gemeinsam mit der CDU. Das ist die neue von vielen beschworene Linie.

Schaun mer mal, wie die Landes- und Bundesspitze(n) der CDU diese Offerte der AfD aufnehmen.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 2. Dezember 2019, 08:08

Keine Mäßigung bei der AfD - Wenn radikal normal ist

Beim AfD-Parteitag fällt auf: Die Radikalen in der Partei sind nicht nur im rechten „Flügel“ zu finden.

Nein, dass sich die AfD gemäßigt hat, kann man nach dem AfD-Parteitag in Braunschweig wirklich nicht behaupten. Die von der neuen Parteiführung ausgerufene Marschrichtung ist zwar: die „bürgerliche Mitte“ ansprechen, weniger drastische Sprache verwenden, Regierungsbeteiligung vorbereiten. Doch die Ergebnisse bei den Vorstandswahlen in Braunschweig sind ein Gradmesser dafür, wie radikal die Partei mittlerweile ist.

Dafür kann man sich natürlich einerseits anschauen, wer es in den neuen Bundesvorstand geschafft hat: AfD-Vize ist nun der Thüringer Jurist Stephan Brandner. Der hat sich auf Twitter nicht im Griff. Wegen seiner unflätigen Äußerungen und seiner Tweets im Nachgang zum rechtsextremen Anschlag in Halle wurde er als Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag abgesetzt. Der nächste Tabubruch ist schon programmiert.

Aussagekräftig sind aber auch die Ergebnisse derer, die gescheitert sind. Einige Beispiele: Der Antisemit Wolfgang Gedeon trat für den AfD-Vorsitz an – aus Protest verließen viele Delegierte während seiner Bewerbungsrede den Saal. Doch am Ende kam Gedeon trotzdem auf 22 Stimmen von etwa 600 Delegierten. Wohlgemerkt ein Mann, der Holocaust-Leugner als „Dissidenten“ bezeichnet.

Oder der für seine migrationsfeindlichen Reden bekannte Physiker Gottfried Curio. Von ihm stammt der Ausspruch: „Masseneinwanderung ist auch Messereinwanderung.“ Er unterlag zwar dem Malermeister Tino Chrupalla im Rennen um den Parteivorsitz, erhielt aber trotzdem immerhin 41 Prozent der Stimmen.

Der Einfluss des radikalen "Flügels" war unübersehbar

Oder der bayerische Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka, der derzeit wegen eines revisionistischen Gedenksteins in der Kritik steht. Er wäre mit knapp 50 Prozent um ein Haar stellvertretender AfD-Chef geworden. Am Ende reichte es für den Beisitzer-Posten.

Es gab in Braunschweig einige solcher Beispiele. Dabei war der Einfluss des radikalen „Flügels“ von Björn Höcke und Andreas Kalbitz unübersehbar. Es fiel aber auch auf: Die Radikalen in der Partei sind nicht nur im „Flügel“ zu finden. So sind Protschka und Brandner beispielsweise keine bekennenden „Flügel“-Männer.

Wenn sich jetzt vergleichsweise gemäßigte AfDler freuen, dass mit Kalbitz nur ein bekennender „Flügel“-Mann im Vorstand sitzt, dann belügen sie sich selbst. Höcke mag sein Ziel nicht erreicht haben, vier „Flügler“ in den Bundesvorstand zu bringen. Doch das spielt keine große Rolle mehr. Die Radikalen sind viel weiter verbreitet.

https://www.tagesspiegel.de/politik/kei ... 89270.html
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 2. Dezember 2019, 12:00

Nachfolger Gaulands als AfD-Chef - Das harmlose Gesicht

Der AfD-Bundesparteitag wählt Tino Chrupalla zum neuen Parteichef. Doch so gemäßigt, wie sich der Malermeister aus Sachsen gibt, ist er nicht.

Chrupalla, 44, Typ netter Schwiegersohn, Familienvater, ist in Ostsachsen aufgewachsen, er nennt das den „letzten Zipfel Schlesiens, der heute noch zu Deutschland“ gehört. Hier hat er ein kleines Unternehmen mit sechs Angestellten, das derzeit sein Schwager führt. Im Jahr 2017 zieht er mit einem Direktmandat in den Bundestag ein, das hat er Michael Kretschmer, heute CDU-Ministerpräsident, abgenommen. Er wird stellvertretender Fraktionschef, ist als Teamplayer bekannt, auch gilt er als guter Netzwerker. Chrupalla kann im Gespräch charmant und zugewandt sein und hat dieses schelmische Lächeln. Doch wenn es kritisch wird, ist es mit dem Lächeln vorbei.

Für Gauland war klar, es soll jemand aus Ostdeutschland sein, denn dort sind die Erfolge der AfD besonders groß. Einer mit guten Kontakten zum extrem rechten „Flügel“, aber bitte einer ohne größere Skandale.


Dass Chrupalla nun AfD-Parteichef ist, hat er seinem Vorgänger Alexander Gauland zu verdanken. Curio hält sich zurück, betont, man solle die AfD als pragmatische Partei, als Problemlöser positionieren. Das reicht für kräftigen Applaus und eine Stichwahl mit Chrupalla, mehr aber nicht. Anders als Sayn-Wittgenstein vor zwei Jahren löst Curio nicht diese hemmungslose Begeisterung aus, zu der AfDler fähig sind. Am Ende bekommt er 41 Prozent der Stimmen, für Chrupalla aber votieren 55 Prozent der Delegierten. Knapp ist das nicht. Guth war trotz einer engagierten Rede und Ost-West-Biografie bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden.

„Wir sagen Ja zu Tino Chrupalla“, sagt auch Flügel-Anführer Björn Höcke am Rand des Parteitags zu JournalistInnen. Ohnehin ist Chrupalla, der selbst nicht zum Flügel gehört, nicht so gemäßigt, wie es in seiner Bewerbungsrede scheint.

Im Bundestag hat er jüngst, ausgerechnet bei der Debatte zum Jubiläum des Mauerfalls, die Kanzlerin scharf angegriffen. „Ich bedaure, dass sie uns nicht verrät, welche Herrschafts- und Zersetzungsstrategien sie damals bei der FDJ gelernt hat“, sagte Chrupalla. Aber sie wisse daher offenbar, wie man „ein Volk mit Agitation und Propaganda in Schach“ halte. Dafür hat er aus den anderen Fraktion Pfui- und Buhrufe kassiert und Applaus von der eigenen. Bei Wahlkampfveranstaltungen redet der Sachse aber auch schon mal von „Umvolkung“, klar rechtsextremes Vokabular. Und auch im Gutachten des Verfassungsschutzes über die AfD taucht Chrupalla auf.

Es geht um seine Zusammenarbeit mit dem Rechtsextremisten Nikolai Nerling, der den YouTube-Kanal „Der Volkslehrer“ betreibt. Dort war im Juni 2018 zu sehen, wie Nehring Chrupalla einige Fragen stellt. „Das Video soll den Anschein der Spontanität erwecken“, heißt es in dem Gutachten. Doch Chrupalla sei in einer frühen Kameraeinstellung bereits wartend im Hintergrund zu sehen. Soll heißen: Das Ganze war abgesprochen und inszeniert, Chrupalla hat mit dem Rechtsextremisten gemeinsame Sache gemacht.


Chrupalla forderte die AfD-Parteimitglieder auf, ihm „Hintergrundinformationen über als Journalisten getarnte Zersetzungsagenten“ mitzuteilen


Anfang des Jahres hat Chrupalla in einem Brief an die Mitglieder seines Kreisverbands zudem angekündigt, schwarze Listen mit den Namen von „unseriösen“ Journalisten führen zu wollen. Diese sollten komplett vom Informationsfluss ausgeschlossen werden.

Regionalzeitungen berichten zudem von Streit im Kreisverband und scharfer Kritik ehemaliger Mitglieder. Chrupalla führe die AfD dort inzwischen „wie eine Sekte“: Alle, die nicht seiner Meinung seien, habe er kaltgestellt, so wird etwa Frank Großmann zitiert, der ehemalige Görlitzer Kreischef der AfD.

https://taz.de/Nachfolger-Gaulands-als- ... /!5641426/

Nichts gegen ehrenwerte Handwerker; aber eigentlich sollten doch die Erfahrungen mit einem Dachdecker reichen [flash]
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 2. Dezember 2019, 16:54

Steffen52, hast du auch schon den Adventskalender? Ok, man kann sich Beatrix auch ohne schön trinken. Wenn Beethovens Schildkröte die Schüssel äh Flasche bringt..... [grin]

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon HPA » 3. Dezember 2019, 09:54

"Mit Rechten reden" in seiner schönsten Form.
Chrupalla völlig abgesoffen. Das eingebundene Video ist köstlich.


https://www.volksverpetzer.de/social-me ... HaHy6XV4OQ

[grins]
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 3. Dezember 2019, 13:24

Der rechte Flügel hat es geschafft. Aus dem Hintergrund heraus agiert, alle restdemokratischen Kräfte entfernt.

Dafür werden sie die Quittung bekommen, zumindest im Westen.

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Danny_1000 » 3. Dezember 2019, 16:13

Ich hab mir das ja mal reingezogen, was sich da AfD- Parteitag nannte.

Die neue Strategie ist klar: Man will unbedingt mitregieren. Und zur Zeit geht das eben nur zusammen mit der CDU. Man erhofft sich natürlich Stimmenzuwächse im Westen und weiss, dass man dort mit so dumpfen Ausländerfeindlichkeiten und Pauschalbashing keine großen Blumentöpfe dazu gewinnt. Also lautete die Order: Kreide fressen, um sich auch für bürgerlich konservative Kreise salonfähig zu machen. Ob diese Rechnung tatsächlich aufgeht, bleibt abzuwarten.

Auffällig für mich: Grosse Teile des Parteitages übertrug ja PHÖNIX live und interviewte auch Hinz und Kunz so, als ob es sich um eine ganz normale demokratische Partei mit ihren Repräsentanten handelte.
Der Sender, den ich ansonsten sehr schätze, bot dieser Partei die ganz grosse Bühne. Und intern soll es wohl auch die Order gegeben haben, das Wort "rechtsextrem" im Zusammenhang mit der AfD zu vermeiden
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon karnak » 3. Dezember 2019, 16:25

Also ich mag sie ja auch nicht, aber das mit" als ob sie eine demokratische Partei wären " sollte man besser bleiben lassen. Natürlich sind sie das, oder könnte man anderes irgendwie belegen? Und sie sind von einem relevanten Teil des Volkes gewählt worden, es ist nicht mehr als recht, dass ein Sender wie Phönix ihren Parteitag live überträgt, wie die von jeder anderen Partei auch die im Bundestag vertreten ist.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 3. Dezember 2019, 17:59

Karnak, da stimme ich dir zu. Man müsste noch viel mehr, viel detaillierter berichten.

Aber 3 von 4 AfD Wählern lehnen die Demokratie ja ab. Da weiß man immerhin, was kommt.

Dazu ein Podcast von heute, Denken und Hassen.
https://podcasts.google.com/?feed=aHR0c ... 5392283369


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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 3. Dezember 2019, 18:38

Ich habe mir diesen Parteitag auch angeschaut. Es war erschreckend welche Menge an " Brauner Soße " dort aus den Mikrofonen floss. Das aber auch bei vielen Personen, die nicht dem Flügel zuzuordnen waren.

Wie Danny richtig schrieb, hatten leider die Interviewer von Phoenix Kreide gefressen.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon steffen52 » 3. Dezember 2019, 19:39

Interessierter hat geschrieben:Ich habe mir diesen Parteitag auch angeschaut. Es war erschreckend welche Menge an " Brauner Soße " dort aus den Mikrofonen floss. Das aber auch bei vielen Personen, die nicht dem Flügel zuzuordnen waren.

Wie Danny richtig schrieb, hatten leider die Interviewer von Phoenix Kreide gefressen.

Ach Du Armer, das Du Dir das angetan hast, das glaube ich nicht! Was nun kannst Du überhaupt noch schlafen? Übrigens fressen die Tiere der Mensch isst. Ist wohl noch nicht soweit vorgedrungen in der
einseitigen Straße wo Du wohnst??? Legst doch sonst immer wert darauf das man die Gossenausdrücke nicht benützt[laugh]
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon AkkuGK1 » 3. Dezember 2019, 22:45

Ja wenn Wölfe Kreide fressen, wirken sie wie Zicken... Erstaunlich wie Märchen wahr werden können.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon karnak » 4. Dezember 2019, 04:43

augenzeuge hat geschrieben:Karnak, da stimme ich dir zu. Man müsste noch viel mehr, viel detaillierter berichten.

Aber 3 von 4 AfD Wählern lehnen die Demokratie ja ab. Da weiß man immerhin, was kommt.

Dazu ein Podcast von heute, Denken und Hassen.
https://podcasts.google.com/?feed=aHR0c ... 5392283369


AZ

Meinst die das könnte man belegen, wird wohl eher schwierig werden. Ich habe von noch keinem gehört, dass er eine Diktatur oder einen FührerStaat bevorzugen würde. Er möchte, dass er möglichst viel bekommt und die Anderen möglichst wenig. Und ich befürchte fast am Ende liegt das in der Natur der Spezies.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Danny_1000 » 4. Dezember 2019, 06:52

karnak hat geschrieben:...
Meinst die das könnte man belegen, wird wohl eher schwierig werden. Ich habe von noch keinem gehört, dass er eine Diktatur oder einen FührerStaat bevorzugen würde. .....

Da hast Du aber eine enorme Wissenslücke. Ein enger Weggefährte aus Thüringen sagte über Höcke:
Zitat"
Oskar Helmerich, der einst Höckes Fraktion im Erfurter Landtag angehörte, inzwischen aber aus der AfD ausgetreten ist, zeichnet ein düsteres Bild von Höcke. „Höcke will die Demokratie in ihrer heutigen Form abschaffen, eine vollständige Änderung der Gesellschaft. Er will einen Führer-Staat“, sagte Helmerich im Interview mit "Focus Online".Zitatende

Was Höcke damit meint, kann man ausführlich in seinem Buch 'Nie zweimal in denselben Fluss" von 2018 nachlesen
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 4. Dezember 2019, 07:32

Das meine ich, Karnak. Den Leuten ist das kaum klar, ich wette, auch dem Steffen52 nicht. Man muss sie an ihren Aussagen durch die Manege der Demokratie führen.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon karnak » 4. Dezember 2019, 12:02

Mit der Demokratie ist das eben so eine Sache, EIGENTLICH ist der Mensch dafür gar nicht gemacht. Man braucht doch nur einige hier hernehmen, so richtig begeistert ist man von der Demokratie nur wenn die demokratische Entscheidung so ausfällt wie die eigenen Wertvorstellungen. [flash]
Und genau auf dieses " Manko" in der menschlichen Psyche spekulieren gewisse Protagonisten auf der politischen Bühne. Die Versuchung nach der bequemen Lösung bei der man selbst keine Entscheidung treffen muss und der große Zampano da oben es zum Wohle derer die dazugehören richtet.
Es nützt nichts, zur Demokratie muss man sich letztlich zwingen weil sie auch unangenehm und anstrengend sein kann.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 4. Dezember 2019, 13:04

karnak » 4. Dez 2019, 12:02
Mit der Demokratie ist das eben so eine Sache, EIGENTLICH ist der Mensch dafür gar nicht gemacht. Man braucht doch nur einige hier hernehmen, so richtig begeistert ist man von der Demokratie nur wenn die demokratische Entscheidung so ausfällt wie die eigenen Wertvorstellungen.


Nur weiter so mit deinen Unterstellungen und Behauptungen....

Und genau auf dieses " Manko" in der menschlichen Psyche spekulieren gewisse Protagonisten auf der politischen Bühne. Die Versuchung nach der bequemen Lösung bei der man selbst keine Entscheidung treffen muss und der große Zampano da oben es zum Wohle derer die dazugehören richtet.
Es nützt nichts, zur Demokratie muss man sich letztlich zwingen weil sie auch unangenehm und anstrengend sein kann.


Diese bequeme Lösung hast du doch jahrelang als Stasi - Angehöriger gepflegt und genossen und wolltest nicht bemerken, dass du freiwilliger Diener dieser SED - Diktatur warst. Gerade du hast doch getan was der"Dachdecker - Zampano " und dein direkter Chef ( Der Doppelmörder ) entschieden und befahlen. Eigene individuelle Entscheidungen waren doch Fehlanzeige bzw. man konnte extreme persönliche Konsequenzen in seinem Leben erwarten.

Sieh an, du musst dich zur Demokratie zwingen? Das eine Demokratie nicht immer einfach ist und es nicht immer leicht ist sie zu verstehen, das ist den meisten jungen Menschen in der alten Bundesrepublik schon in sehr jungen Jahren ins " Blut übergegangen ".

Wenn es bestimmte User aus der ehemaligen DDR bis heute nicht begriffen haben oder begreifen wollen, das kann man hier im Forum rauf und runder lesen. [denken]
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon karnak » 4. Dezember 2019, 14:21

Man, nicht ich. [grin]
Gehe davon aus, wenn es den Vertretern der demokratischen Strukturen nicht mehr gelingt die Interessen des Volkes entsprechend zu bedienen, sich jemand findet der mit entsprechenden Charisma glaubhaft rüberbringen kann, dass er das Volk in eine strahlende Zukunft führen kann ist Deine " ins Blut übergegangene" Demokratie sehr schnell nicht mehr viel wert und das Volk wird mit fliegenden Fahnen überlaufen. Um so leichter weil demokratische Gesellschaften sich nicht verteidigen werden, sie tragen die Gefahr in sich sich selbst abzuschaffen. Die einzige Abwehr über die sie verfügen ist das Bedienen der Interessen des Volkes.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 4. Dezember 2019, 14:49

Nur diese braune Minderheit, die in ostdeutschen Bundesländern fahnentragend, Ausländer jagend und gröhlend durch die Straßen ziehen, sind nicht das Volk.

Die sind bei der unkontrollierten Einwanderung während der Wende einfach mit übernommen worden.... [laugh]

[hallo]
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon karnak » 4. Dezember 2019, 14:58

Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Möglichkeit des Kippens einfach gegeben ist und der Irrglaube, dass mit der Demokratie ist den Leuten in Fleisch und Blut übergegangen sehr gefährlich werden kann.
Und bis jetzt ist zu akzeptieren und festzustellen, die AfD hat sich nach allen Regeln der Gesellschaft als Partei gegründet, wählt ihre Gremien demokratisch, hat sich demokratischen Wahlen gestellt und in unwahrscheinlich kurzer Zeit erhebliche Erfolge dabei erzielt. Mit der These " als ob es eine demokratische Partei wäre" , der Anlass meiner Einlassung, tut man sich mit Sicherheit keinen Gefallen wenn man dieser Partei ihre Erfolge streitig machen will. Die Sehnsucht des Menschen nach dem " guten Diktator " ist noch nie vom Tisch gewesen und bleibt stete Verführung der ständig entgegen gewirkt werden muss.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon steffen52 » 4. Dezember 2019, 15:48

karnak hat geschrieben:Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Möglichkeit des Kippens einfach gegeben ist und der Irrglaube, dass mit der Demokratie ist den Leuten in Fleisch und Blut übergegangen sehr gefährlich werden kann.
Und bis jetzt ist zu akzeptieren und festzustellen, die AfD hat sich nach allen Regeln der Gesellschaft als Partei gegründet, wählt ihre Gremien demokratisch, hat sich demokratischen Wahlen gestellt und in unwahrscheinlich kurzer Zeit erhebliche Erfolge dabei erzielt. Mit der These " als ob es eine demokratische Partei wäre" , der Anlass meiner Einlassung, tut man sich mit Sicherheit keinen Gefallen wenn man dieser Partei ihre Erfolge streitig machen will.

Ja karnak es gibt leider User, besonders ein User aus NS besonders, der Deine Sätze nicht versteht und glaubt mit primitiven Umherschlagen diese Partei ins Abseits drängen zu können. Aber so einfach ist das nicht, sich mit ihr
auseinander zusetzen mit geistig sinnvollen Argumenten wäre angebracht. Das benutzen von unter der Gürtellinie liegenden Schimpfwörtern bringt einfach nichts. Noch dazu alles auf die Ostdeutschenbundesländer zu schieben. Fragen was ist der Grund das diese Partei überhaupt in
die Gunst von einen Teil der Wähler gekommen ist, wer das außen vor lässt so wie der Oberlehrer aus NS und seine Beifallklatscher wird es sich nicht viel groß ändern. Mit Beschimpfung und albernen Sprüchen wird das wohl nichts.
Aber wer das nicht begreift der wird sein blaues Wunder noch erleben!!!! [denken] ( Sprichwort) [laugh]
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