Maifeiertag in der DDR

Wie lief der Alltag in beiden deutschen Staaten zur Zeit der Teilung ab? Wie wurde gearbeitet? Was waren typische Berufe? Was wurde nach Feierabend gemacht? Wohin gings in den Urlaub?
Dies ist der Bereich zum Thema "Alltag"

Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 30. April 2019, 17:04

andr.k hat geschrieben:Am 1. Mai war bei mir immer Ansegeln angesagt. [grins]


Glaub ich nicht.
AZ
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon andr.k » 30. April 2019, 17:09

augenzeuge hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:Am 1. Mai war bei mir immer Ansegeln angesagt. [grins]


Glaub ich nicht.
AZ


Der Tach hatte 24 Stunden. [grins] Und "Glauben" führt immer zu einer irrigen Meinung ...
[hallo]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Zicke » 30. April 2019, 18:10

Interessante Frage bei den Kommentaren unter dem Video:
ist das typisch...1989 noch zu hunderttausenden Honecker und Co. zugejubelt. Ein Jahr später will keiner mehr mitgejubelt haben....



jene Massen, welche dort gejubelt haben, waren doch auch die, welche die Montagsdemonstranten als subversives Gesindel betitelt haben. Man hat doch ND und JW an den Kantinentischen zugestimmt.


erst als die Banane und die DM ins Blickfeld rückten und die Demos immer monströser waren, hat man schnell das Mäntelchen in den Wind gehangen.
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 30. April 2019, 18:37

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:Am 1. Mai war bei mir immer Ansegeln angesagt. [grins]


Glaub ich nicht.
AZ


Der Tach hatte 24 Stunden. [grins] Und "Glauben" führt immer zu einer irrigen Meinung ...
[hallo]


In welcher unpolitischen Firma durftest du dich denn rumtreiben? Ich weiß zwar, dass es Bereiche gab, wo man nicht marschieren musste, aber "immer" glaub ich dir nicht.
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Zicke » 30. April 2019, 18:48

das letzte mal zur Mai Demo, war ich 1968
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 30. April 2019, 18:51

Zicke hat geschrieben:das letzte mal zur Mai Demo, war ich 1968

[shocked]

Die DDR war so ungerecht. [grins]
AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Bahndamm 68 » 30. April 2019, 18:57

Grüße vom Himmel
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 30. April 2019, 19:03

augenzeuge hat geschrieben:
Zicke hat geschrieben:das letzte mal zur Mai Demo, war ich 1968

[shocked]

Die DDR war so ungerecht. [grins]
AZ


Inwiefern?
Es gab keine Pflicht an dieser Demonstration teilzunehmen.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns

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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Bahndamm 68 » 30. April 2019, 19:07

Nostalgiker hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Zicke hat geschrieben:das letzte mal zur Mai Demo, war ich 1968

[shocked]
Die DDR war so ungerecht. [grins]
AZ

Inwiefern?
Es gab keine Pflicht an dieser Demonstration teilzunehmen.

Wir haben heute den letzten Tag im April und deshalb betrachte ich deine Worte als ein April-Scherz.
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 30. April 2019, 19:25

Ich schreibe es gerne nochmal für dich @Bahndamm 68, die Maidemonstration war keine Pflichtveranstaltung im Sinne des Arbeitsrechtes.
Der 1. Mai war ein Feiertag!
Für die Nichtteilnahme konntest du auch nicht Arbeitsrechtlich belangt werden.

Wenn es allerdings dein Bedürfnis war an einer Tribüne vorbeizulatschen hat dich keiner daran gehindert.
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 30. April 2019, 19:30

Bahndamm bitte, wann hast du den Bahndamm genutzt, wars 68? Genau Mann, die DDR hatte vier Jahrzehnte. Und eben nicht nur die 60er Jahre.

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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon karnak » 30. April 2019, 19:31

Natürlich gab es keine Pflicht und der " Prolet" ist auch nicht hingegangen wenn er das nicht wollte, von Führungskräften hat man es sicherlich erwartet. Gleichzeitig hat man das Ganze auch nicht so verbissen gesehen, von ein paar Spinnern abgesehen, wie heute dargestellt. Man hat sich im Rahmen dieses Anlasses im Kollegenkreis getroffen, hat seinen Spaß gehabt, ist einfach mit an der Tribüne vorbeigelatscht und ist anschließend zum " gemütlichen Beisammensein " auf dem Betriebsgelände oder im Rahmen vieler öffentlicher Veranstaltungen, mehr war es nicht, zumindest nicht zu meiner Zeit.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Gerd Böhmer » 30. April 2019, 19:49

augenzeuge hat geschrieben:
In welcher unpolitischen Firma durftest du dich denn rumtreiben ? Ich weiß zwar, dass es Bereiche gab, wo man nicht marschieren musste, aber "immer" glaub ich dir nicht.
AZ


Nabend,

Wieso denn Dies jetzt ? Die Demo bzw. das Marschieren dauerte in der Regel bis zum Mittag und der Nachmittag gehörte dem privaten Leben, auch in der DDR. Wobei ich etliche Jahre aus dienstlichen Gründen nicht einmal an einer Demo hätte teilnehmen können. Wenn ich in späteren Jahren zu einer Maidemo unterwegs war, führte der Weg meistens nur bis in die nächste Kirche, in der die Gebetbücher aus Glas waren - hoch die Gläser ...
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon steffen52 » 30. April 2019, 19:53

Mal gab es 5 Mark, mal eine Bockwurst kostenlos. Aber ansonsten bin ich immer zur Demo gewesen, kurz vorbei an der Tribüne und dann zum fröhlichen Umtrunk in die Kneipe!! [hallo]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon karnak » 30. April 2019, 20:01

Wie sollen denn eigentlich diese 5 Mark ausgeteilt worden sein, stand da der Parteisekretär mit einem Schuhkarton 5 Mark Scheinen oder wahlweise einem Topf mit Bockwürsten?
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon steffen52 » 30. April 2019, 20:12

karnak hat geschrieben:Wie sollen denn eigentlich diese 5 Mark ausgeteilt worden sein, stand da der Parteisekretär mit einem Schuhkarton 5 Mark Scheinen oder wahlweise einem Topf mit Bockwürsten?

Nö man bekam sie hinterher, es wurde doch festgehalten wer da gewesen ist und wer nicht. Man merkt das Du in einer anderen Liga gewesen bist! Übrigens habe ich gerade mit meinen Enkeln
gegrillt und ein kleines Hexenfeuer gemacht, dabei das Toastbrot von Deiner Firma mit geröstet, nix auszusetzen haben alle gefuttert!!! [grins]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon karnak » 30. April 2019, 20:16

Stand also keiner mit dem Schuhkarton sondern mit einer Liste und hat Anwesenheit abgehakt, was heißt hinterher, beim Abgeben des Winkelementes oder bei der Lohnstelle und dort lag dann die Liste und es wurde abgeglichen wem die 5 Mark zustehen und wem nicht , und wie war das geregelt wenn es die Bockwurst gab?
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Zicke » 30. April 2019, 20:19

vermute mal mit Wertmarke, die Bockwurstbuden waren doch eh alle HO
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon karnak » 30. April 2019, 20:21

Also in den Jahren an denen es keine 5 Mark Scheine sondern Bockwürste gab wurden Wertmarken verteilt.
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon Zicke » 30. April 2019, 20:25

ich hab das nur vermutet, wir waren immer zum Frühschoppen und da gab es Hopfenkaltschale mit Fischbrötchen.
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon steffen52 » 30. April 2019, 20:37

karnak hat geschrieben:Stand also keiner mit dem Schuhkarton sondern mit einer Liste und hat Anwesenheit abgehakt, was heißt hinterher, beim Abgeben des Winkelementes oder bei der Lohnstelle und dort lag dann die Liste und es wurde abgeglichen wem die 5 Mark zustehen und wem nicht , und wie war das geregelt wenn es die Bockwurst gab?

Man Kristian(karnak) machst wohl heute einen auf dumm stellen oder wie? Es gab die 5 Mark der DDR bei der nächsten Lohabrechnung und die Bockwurst konnte man sich an einen Stand am Ende
der Demo holen, habe ich nie gemacht weil wir gleich alle in die nächste Kneipe gegangen sind, nun Nagel mich nicht fest ist ja schon so.... lange her! [flash]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon karnak » 30. April 2019, 20:42

Ich hätte halt nur gerne mal den Ablauf von denen erklärt bekommen die es als Zeitzeugen jedes Jahr erlebt haben, die müssen das doch kennen.
Was mich angeht, bis zur Stasi bin ich auf einem geschmückten Treckerhänger der LPG in der meine Eltern gearbeitet haben mitgefahren, während der Stasi , die hatte keinen Umzugsblock, bin ich bei meiner Frau beim Bezirkskrankenhaus mitgelaufen, nach der Stasi gab es keinen Vorbeimarsch mehr. In keinen meiner Fälle wurden 5 Mark oder Bockwürste verteilt. [flash]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon karnak » 30. April 2019, 20:50

steffen52 hat geschrieben:Man Kristian(karnak) machst wohl heute einen auf dumm stellen oder wie? Es gab die 5 Mark der DDR bei der nächsten Lohabrechnung und die Bockwurst konnte man sich an einen Stand am Ende
der Demo holen, habe ich nie gemacht weil wir gleich alle in die nächste Kneipe gegangen sind, nun Nagel mich nicht fest ist ja schon so.... lange her! [flash]
Gruß steffen52

In beiden Fällen muss aber dann logisch überprüfbar gewesen sein wem nun die 5 Mark oder die Bockwurst zustehen und wem nicht. Und das hätte ich gerne mal erklärt bekommen, wie man das sichergestellt hat. Ich hoffe einfach mal die Stasi war dafür nicht zuständig. [flash]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 30. April 2019, 20:56

Für die Nichtteilnahme konntest du auch nicht Arbeitsrechtlich belangt werden.

Das stimmt, arbeitsrechtlich nicht, aber gesellschaftspolitisch war es ein ganz klarer Nachteil. Als man danach die Urlaubsplätze vergab, hatte man das Nachsehen. Selbst mit mir diskutierte man noch über die Nichtteilnahme... [flash].
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon steffen52 » 30. April 2019, 21:01

karnak hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:Man Kristian(karnak) machst wohl heute einen auf dumm stellen oder wie? Es gab die 5 Mark der DDR bei der nächsten Lohabrechnung und die Bockwurst konnte man sich an einen Stand am Ende
der Demo holen, habe ich nie gemacht weil wir gleich alle in die nächste Kneipe gegangen sind, nun Nagel mich nicht fest ist ja schon so.... lange her! [flash]
Gruß steffen52

In beiden Fällen muss aber dann logisch überprüfbar gewesen sein wem nun die 5 Mark oder die Bockwurst zustehen und wem nicht. Und das hätte ich gerne mal erklärt bekommen, wie man das sichergestellt hat. Ich hoffe einfach mal die Stasi war dafür nicht zuständig. [flash]

Es ist doch einfach überprüfbar gewesen, die ganze Kollegentruppe sammelte sich doch im Vorfeld und der Betriebsleiter, BGLer, Parteisekretär waren doch vor Ort und sahen wer da ist und wer nicht,
ob sie nun eine Liste führten oder was auch immer, Mensch das ist nun schon so lange her, glaube es oder nicht, das ist mir einfach Bockwurst! Habe es so erlebt und Ende im Gelände.
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PS: Ich schrieb es gab mal 5 Mark und das andere Mal eine kostenlose Bockwurst, lesen würde auch Dir helfen und nicht wie Du es darstellst wem nun die Mark oder die Wurst zu steht, so schrieb
ich es nicht!!! Thema für mich beendet, werde mich nicht weiter locken lassen von Dir der es nicht erlebt hat, weil in einer anderen Liga zu DDR-Zeiten tätig, okay!!! [mundzu]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon andr.k » 30. April 2019, 21:02

Nun liefen ja nicht nur Bockwurst und Fünf Mark Empfänger an der Tribüne vorbei. Nicht zu vergessen sind die damaligen größeren "Sportvereine" wie z.B. Judo, Segeln oder auch die GST. Und nein, es gab nicht nur den "Dynamo" Verein …
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 30. April 2019, 21:02

Kollegen haben berichtet, es wurden zuvor Bongs ausgegeben, mit denen man eine Bockwurst einlösen konnte.
Ich fand es schon immer unmöglich, wie sich die Massen davon beeinflussen ließen. Andere erzählten, Leute die ein Plakat oder ne Fahne trugen, bekamen dafür 10 Mark. Man fand ja keine Freiwilligen. [flash]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon karnak » 30. April 2019, 21:06

Warum soll es keine Freiwilligen gegeben haben, alle 17 Millionen waren einfach nicht im Widerstand. [flash]
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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 30. April 2019, 21:10

karnak hat geschrieben:Warum soll es keine Freiwilligen gegeben haben, alle 17 Millionen waren einfach nicht im Widerstand. [flash]

In meiner Firma gab es nicht so viele.
Den Parteisekretär musste man nicht fragen,der jubelte schon vorher

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Re: Maifeiertag in der DDR

Beitragvon andr.k » 30. April 2019, 21:10

augenzeuge hat geschrieben:Kollegen haben berichtet, es wurden zuvor Bongs ausgegeben, mit denen man eine Bockwurst einlösen konnte.
Ich fand es schon immer unmöglich, wie sich die Massen davon beeinflussen ließen. Andere erzählten, Leute die ein Plakat oder ne Fahne trugen, bekamen dafür 10 Mark. Man fand ja keine Freiwilligen. [flash]
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Immer diese Tauschgeschäfte [flash]
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