Urlaub in der DDR

Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon AkkuGK1 » 13. September 2018, 17:59

nun ein Bedrohungsszenario hätte der vielleicht bei zeitig genügend erkannter Fluchtabsicht schon aufbauen können: Denk an deine Familie, die lassen wir für Dich durch die Hölle gehen!

Die nach Cuba durften, waren aber meist schon verdiente Genossen und selbst von denen sind immer wieder welche nicht wiedergekommen... warum nur, war doch nicht alles schlecht hier... sind sicher dieser verdammten Westpropaganda auf den Leim gegangen.
Ich bin zu schön, als das man auf mich wütend sein könnte!*

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 13. September 2018, 18:20

Ich kannte niemanden damals, der das Geld für Cuba hatte. 2 Personen kauften sich da lieber ein Auto auf dem Schwarzmarkt....wobei sie da noch etwas drauflegen mussten.

Ein neuer Trabbi, der 12.000 im Laden kostete, stieg im Preis auf 16.000 auf dem Schwarzmarkt. [flash] Da zahle ich 14.000 für 2-3 Wochen Cuba?

AZ
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 13. September 2018, 19:47

karnak hat geschrieben:Wie Du allerdings verhindern solltest, dass der dann die Tür durchschreitet wurde offengelassen, man wusste es wohl selbst nicht.


Ich stelle mir gerade vor wie du dort jemand am Hosenbein festhältst und er auf allen Vieren sich an dieser Tür festklammert.... [flash]

Mich hätte man sicher nie dorthin gelassen....zum Ersten da ich kurz vor dem Mauerfall noch MfS-bekannt wurde und damit wahrscheinlich bis zur Rente Köln Kalk Verbot bekam und Zweitens da ein Teil der Familie durch das MfS als wohnhaft in Kanada ermittelt hätte werden können....nach dem Krieg ist ein Teil des schlesischen Astes dorthin ausgewandert.... kennengelernt habe ich sie allerdings nie....


groetjes

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 13. September 2018, 22:22

Urlaub ist zuviel gesagt.
Aber 500m hinter der Demarkationslinie werde ich am Wochenende sein im: https://www.google.com/maps/uv?hl=de&pb ... C3oECAoQCQ

Etwas schöner als zu DDR-Zeiten, aber billiger!
Ohne alles Futter und die Bettwäsche wird auch nicht berechnet, weil man die dort mitbringen muss. Und Baden abends ab 20:00 nur für Ossis, nämlich nackig, weil wir uns kein Schwimmzeug leisten können. [laugh]
Zu sechst werden wir die Orte besuchen, wo je 300 m rechts und links der Straße nach Benneckenstein 2 Menschen starben. Wolfgang Vogler durch Selbstschussautomaten und Heiko Runge durch Rückenschuss....
Dann geht es per Bahn auf den Brocken ins Museum der Brockenmoschee. Evtl. auch noch Ring der Erinnerung mit dem Grenzturm und Streckmetallzaun bei Sorge.

Gruß Volker
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 14. September 2018, 09:02

Und Baden abends ab 20:00 nur für Ossis, nämlich nackig, weil wir uns kein Schwimmzeug leisten können.


Pass nur auf dass kein Nostalgiker von hinten kommt....könnte zu "Verwicklungen" führen. [laugh]

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 14. September 2018, 09:07

Augenzeuge, einfach grenzwertig.
Das du ein gehöriges Problem mit Menschen hast welche nicht auf deiner ideologischen Welle schwimmen ist hinlänglich bekannt, das du dich als völlig Niveaufrei outest ist hingegen neu.

Da ich weiß von wem es kommt, mach ich nicht solch ein trallala wie du es abziehst wenn du dich beleidigt fühlst.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 14. September 2018, 09:12

Nostalgiker hat geschrieben:Augenzeuge, einfach grenzwertig.
Das du ein gehöriges Problem mit Menschen hast welche nicht auf deiner ideologischen Welle schwimmen ist hinlänglich bekannt, das du dich als völlig Niveaufrei outest ist hingegen neu.

Da ich weiß von wem es kommt, mach ich nicht solch ein trallala wie du es abziehst wenn du dich beleidigt fühlst.


Dieser Spaß, diese Zweideutigkeit zu zwei Menschen, die sich besonders mögen, war beabsichtigt. Ich mach gerne mal Spaß, weißt du doch. Außerdem bist du nicht der einzige Nostalgiker.
Mit Ideologie hat das 0% zu tun, ehrlich.

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 14. September 2018, 09:38

Äußerst schwach Augenzeuge.

Späße auf Kosten von Menschen finde ich abartig und es spricht nicht gerade für dich wenn du sowas gerne machst.
Aber jeder wie er halt so braucht, gell?

-----------------------------------------------------------------------

Wie war doch gleich das Thema?
Ach ja Urlaub in der DDR.
In und Außerhalb, jedenfalls da wo man hin konnte ......

Jedenfalls ist es mir gelungen mal die drei alten Karawanenstädte Buchara, Samarkand und Chiwa zu besuchen. War sehr interessant diese Reise und dann gelang es einem Kumpel und mir auch noch hinter den nördlichen Polarkreis zu kommen .....
Nach 1985/86 war es möglich in die Städte Archangelsk und Murmansk zu reisen während Wladiwostok bis 1991 für Ausländer gesperrt war.....
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 14. September 2018, 09:56

augenzeuge hat geschrieben:
Und Baden abends ab 20:00 nur für Ossis, nämlich nackig, weil wir uns kein Schwimmzeug leisten können.


Pass nur auf dass kein Nostalgiker von hinten kommt....könnte zu "Verwicklungen" führen. [laugh]

AZ

Angst ist unbegründet, auch im niedersächsischen Ausland... Meine Frau gibt mir immer Rückendeckung. [laugh]

Gruß Volker
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 14. September 2018, 09:59

Nostalgiker hat geschrieben:Äußerst schwach Augenzeuge.

Späße auf Kosten von Menschen finde ich abartig und es spricht nicht gerade für dich wenn du sowas gerne machst.
Aber jeder wie er halt so braucht, gell?



Ok, wer ist schon vollkommen. Zugestehen kann ich dir jedoch, dass ich schon vorher überlege, ob sich derjenige damit beleidigt fühlen kann oder doch mitlacht. Ich habe auf das Letztere gehofft. Ich hätte den Volker auch von hinten ankommen lassen können....wenn es dir angenehmer wäre. [grins]

Ganz ehrlich, ich habe ein Problem damit zu erkennen, dass das wirklich soo Böse war, und man beleidigt ein Drama draus macht. Dazu stehe ich.
Im echten Leben lachen über sowas eigentlich alle. Ok, unser Umgang mag unterschiedlich sein.... [blush]

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 14. September 2018, 15:51

Du kennst den Volker nicht aus dem realem Leben.

Um es mal sinnbildlich mit einem Judenwitz zu erzählen;
Joshua und Noah stranden auf einer einsamen Insel.
Jahwe gratuliert ihnen zu ihrer Rettung und fragt was sie sich dringend wünschen.
Darauf Joshua der als Erster antwortet; zwei Synagogen!
Jahwe leicht irritiert; wieso zwei?
Worauf Joshua antwortet, ich geh doch nicht mit Noah in die gleiche Synagoge ......

capiche?

PS.: Dir fehlt ein wenig an Empathie Augenzeuge.
Was an sich nichts verwerfliches wäre wenn dieses Fehlen nicht so offensichtlich einseitig wäre ....
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon zonenhasser » 14. September 2018, 18:23

augenzeuge hat geschrieben:Ich kannte niemanden damals, der das Geld für Cuba hatte.
Nach Kuba wäre es teuer gewesen, für eine Flucht in den Westen spottbillig. Wie ich hier lese, flog die Interflug zunächst nonstop mit nicht ausgelasteten Fliegern nach Havanna, ab 1. 3. 1976 mit einer Zwischenlandung in Gander (Neufundland in Kanada). Da blieben gern mal einige Passagiere zurück. Die DDR wandte sich an die kanadischen Behörden, das zu verhindern. NATO-Land Kanade lehnte ab.
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 14. September 2018, 18:35

Interessant zonenhasser .....
Nur solltest du bedenken das es eine IL62 weder völlig leer, also ohne Passagiere und deren Gepäck nach Havanna geschafft hätte.
Obwohl laut technischer Parameter eine Reichweite des leeren Flugzeuges mit knapp 10.000km angegeben wurde

Eine Maschine welche beladen war, egal mit was, "schaffte" rund 7.800 km .....
die Entfernung Berlin - Havanna beträgt Luftlinie rund 8.370km.

Nun kannst du über den Wahrheitsgehaltes deiner Behauptung ein wenig nachdenken ......
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon pentium » 14. September 2018, 19:23

mit Aufnahme der INTERFLUG-Linienflüge zwischen Berlin & Havana wurde anfangs nicht in Gander zwischengelandet!
Ab 01.November 1974 bis 31.März 1975 wurden laut Flugplan die Flüge Nonstop durchgeführt(Wohl mit dem Kompromiss das der Flieger nicht voll Ausgelastet wurde)!
Ab 01.März 1975 bis 31.März 1976 wurde auf dem Hin- & Rückweg eine technische Zwischenlandung in Santa Maria(SMA) (Azoren zu Portugal) eingelegt.
Erst ab 01.März 1976 wurde über Gander(YQX) geflogen.

Dazu noch folgendes: Auch CUBANA flog Anfangs zwischen Havana & Berlin mit Zwischenstop in Santa Maria(SMA)!
http://www.ddr-luftfahrt.de/forum/viewtopic.php?t=955


Hat jemand diesen Flugplan...?

...
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Zicke » 14. September 2018, 19:31

Flotte und Streckennetz
Schwerpunkt waren in den Interflug-Anfangsjahren die Flugverbindungen in die sozialistischen Länder. So wurden Moskau (mit Zwischenlandung in Vilnius), Warschau, Prag, Budapest und Sofia, aber auch Belgrad und Tirana angeflogen. Genutzt wurden vorrangig Iljuschin IL-14, die durch die ab 1960 zulaufenden Iljuschin IL-18 ergänzt wurden. Mit diesem Muster waren dann auch Direktflüge (ohne Zwischenlandung) nach Moskau möglich.Später kamen auch Ziele im Nahen Osten, Nordafrika aber auch in Asien zum Interflug-Streckennetz.
Das Zeitalter der Strahlflugzeuge begann für die Interflug mit der Einführung der Tupolew TU-134 im Jahre 1968. Mit der Einführung der Iljuschin IL-62 begann wenig später auch auf Langstrecken wie nach Vietnam uns Kuba das Jetzeitalter im Osten Deutschlands.


http://www.airliners.de/50-jahre-interflug/16219
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 14. September 2018, 21:35

Nostalgiker hat geschrieben:Obwohl laut technischer Parameter eine Reichweite des leeren Flugzeuges mit knapp 10.000km angegeben wurde

Eine Maschine welche beladen war, egal mit was, "schaffte" rund 7.800 km .....
die Entfernung Berlin - Havanna beträgt Luftlinie rund 8.370km.

Nun kannst du über den Wahrheitsgehaltes deiner Behauptung ein wenig nachdenken ......


Also, wenn die Maschine nur zu 80% beladen wird, dann schafft sie die Distanz. Passt doch. Wobei die Windverhältnisse eine starke Rolle spielen.
Wird auch bei Wiki bestätigt:
Witterungsbedingt konnte mit der Il-62 nicht immer ein Nonstopflug nach Kuba durchgeführt werden.


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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon zonenhasser » 14. September 2018, 22:13

Wikipedia hat geschrieben:Witterungsbedingt konnte mit der Il-62 nicht immer ein Nonstopflug nach Kuba durchgeführt werden.

Wann hat der Pilot das gemerkt?
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon AkkuGK1 » 15. September 2018, 06:01

Das hat mehr mit dennJetstreams zu tun. Richtung Osten gehts schneller und sparsamer.
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Grenzwolf62 » 15. September 2018, 08:08

Gut war halt wenn Betriebe ihre eigenen Objekte an der Ostsee hatten, der Betrieb wo meine damalige Frau gearbeitet hat, hatte in Ückeritz auf dem Großen Campingplatz 10 Bungalows, die Warteliste war zwar lang, aber so alle 3 Jahre konntest du zu den Glücklichen gehören, wir waren dort zwei mal und das waren schöne Urlaube.
Einmal haben wir auch mal privat bei einem Fischer auf Rügen eine winzige Dachkammer ergattert, einen Teil der Beherrbergungskosten konnte ich wegen gutem Verdienst durch Feierabendbrigade mit Scheinen bezahlen wo nicht der Karl Marx drauf war, der Urlaub in der Bude war grottig.
Das einzige schöne war halt das Meer, wenn es aber dummerweise regnet hast du davon auch nichts, haben wir uns später nicht mehr angetan.
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 15. September 2018, 09:29

zonenhasser hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:Witterungsbedingt konnte mit der Il-62 nicht immer ein Nonstopflug nach Kuba durchgeführt werden.

Wann hat der Pilot das gemerkt?


Die Route wird vor dem Flug anhand der Wetterdaten festgelegt. Der Rückflug aus der Karibik verläuft daher meist nie über die Azoren, sondern über Neufundland.
Dort habe ich selbst schon 150-180 kmh Rückenwind erlebt (laut Anzeige), während sonst weiter südlich mit Gegenwind zu rechnen wäre.

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 16. September 2018, 10:42

fritz51163 auf YouTube hat geschrieben:Auf der Sonnenroute des Ostens - Urlaubsziele der DDR-Bürger Urlaubserinnerungen zwischen Dresden, Balaton und Schwarzem Meer Wer Mallorca-Feeling verspüren wollte und in der DDR lebte, der musste an den Plattensee in Ungarn fahren -oder gleich bis nach Bulgarien ans Schwarze Meer. Varna, Albena, Nessebar waren die Sehnsuchtsorte der Ostdeutschen. Schon die Fahrt dorthin glich einem ganzen Abenteuerurlaub. Egal, ob man mit dem Zug, als Anhalter oder mit dem eigenen Pkw unterwegs war. Es sind Urlaubsreisen, die niemand so leicht vergisst, weil vieles exotischer war als zu Hause, nicht nur Geld, Essen und Sprache. Bürger Lars Dietrich macht sich von Dresden aus auf den Weg, diese unglaublichen Urlaubsgeschichten selber zu erfahren, denn heute wie damals heisst es: Der Weg ist das Ziel. Er trifft auf seinem Weg durch Tschechien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien auf Menschen, die die Sonnenroute des Ostens auf ihre ganz eigene Art bereist haben und denen heute klar wird: Es war der Urlaub ihres Lebens!






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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 16. September 2018, 11:02

Interessantes Video. Fast am Ende eine Schilderung eines Fluchtversuches über die Türkei....(sehr naiver Versuch...)
Hier wirds geschildert.
https://youtu.be/P7cFzqtG-po?t=4493

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Interessierter » 16. September 2018, 12:21

Ein sehr unterhaltsamer Film mit interessanten Erlebnissen der Zeitzeugen. Mara, danke für das Einstellen.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 16. September 2018, 18:04

Mara hat mir 90 Minuten "geraubt".
Aber schön war der Film, Bulgarien haben wir 1973 ja auch so erlebt.
Das war hier ein guter Tipp!
[super]

Gruß Volker
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 17. September 2018, 11:42

Um nochmal auf die angeblichen "Direktflüge" der Interflug nach Kuba in der Zeit von 1974 bis 1976 zu kommen.

Auf der Webseite Interflug.biz steht dazu folgendes:
"Von Sept. 1974 bis Mai 1976 gab es Differenzen mit Kanada. Die neue Atlantikroute nach Kuba führte über London bis zum Funkfeuer "Lands End", um dann mit Südwestkurs bis zu den Azoren zu fliegen. Auf der Insel Santa Maria erfolgte ein Tankstop."

Zu der Behauptung von Augenzeuge das dort geflogen wird wo ein schöner Rückenwind weht damit man weiter kommt mag vielleicht für die Anfangszeit des Luftverkehrs gelten als man noch mit Karte, Kompass und Sichtkontakt geflogen ist aber doch nicht im modernen Luftverkehr.
Auch dazu von oben genannter Seite:
"Im Nordatlantik-Luftverkehr wurde ein flexibles Tracksystem angewendet. Anhand der Wetterbedingungen wurde jede Nacht von den Flugsicherungsstellen das Flugwegsystem neu festgelegt. Die hohe Flugdichte bedingte das genaue Einhalten der Staffelungshöhe und vorgegebenen Überflugspunkte von den Nutzern."

Und das ist in der Gegenwart nicht anders.

Auf dieser Seite kann der Flugplan der Interflug 'Berlin - Havanna - Berlin' angesehen werden.
Etwas runter scrollen bis zum letzten Drittel der Seite, da kommen der Streckenplan und Bilder.

Die Flugkilometer für Berlin Havanna über Santa Maria werden mit rund 9.700 km angegeben.
Ich glaube kaum das eine Fluggesellschaft einen Jet, welcher eine (theoretische) maximale Reichweite von 10.000 km hat, diesen beladen oder leer als Kamikaze Flug die Strecke Nonstop fliegen lässt .....
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon HPA » 17. September 2018, 12:46

Zu der Behauptung von Augenzeuge das dort geflogen wird wo ein schöner Rückenwind weht damit man weiter kommt mag vielleicht für die Anfangszeit des Luftverkehrs gelten als man noch mit Karte, Kompass und Sichtkontakt geflogen ist aber doch nicht im modernen Luftverkehr.


Falsch. Der Einfluß des Windes ist nach wie vor ein wichtiges Kriterium der Flugplanung! Insbsondere auch bei der Planung des Treibstoffverbrauchs! Und der beeinflusst auch die entsprechende Mass&Ballance!

"Im Nordatlantik-Luftverkehr wurde ein flexibles Tracksystem angewendet. Anhand der Wetterbedingungen wurde jede Nacht von den Flugsicherungsstellen das Flugwegsystem neu festgelegt. Die hohe Flugdichte bedingte das genaue Einhalten der Staffelungshöhe und vorgegebenen Überflugspunkte von den Nutzern."


Uncd der Hauptfaktor dafür ist der Wind!
Bild

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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 17. September 2018, 13:06

Falsch.

Wenn ich Luftkorridor X zu geordent bekomme und da weht kein Lüftchen kann ich nicht einfach in den ausweichen wo eventuell ein Jetstream weht.

Der Satz; er steht in meinem Beitrag; sagt es wohl klar und deutlich; "Anhand der Wetterbedingungen wurde jede Nacht von den Flugsicherungsstellen das Flugwegsystem neu festgelegt. Die hohe Flugdichte bedingte das genaue Einhalten der Staffelungshöhe
Im kommerziellen Flugverkehr steht wohl immer die Sicherheit an erster Stelle und nicht die Entscheidung eines Piloten, mal sehen wie weit ich heute mit voller Maschine, der Mindestmenge an Treibstoff und der "Schiebefunktion" des Jetstreams komme .......

Der Wind ändert aber nichts an technisch vorgeschriebenen Landungen zwecks tanken .......
Wir betrachten hier die Zeit der siebziger Jahre und da schafften es sehr wenige Flugzeugtypen in einem Sprung über den Nord Atlantik ......
Die Strecke Berlin Havanna hätte wohl auch nur die 747-200 im Nonstop Flug geschafft, sie wurde 1979 in Dienst gestellt ......

Das einzige Flugzeug aus dem Ostblock welches die Strecke Nonstop hätte fliegen können (in den 70er Jahren) war die TU-114, aber die hatte die Interflug nicht. Die Strecke Moskau - Havanna wurde mit Zwischenlandung in Murmansk geflogen .....
Zuletzt geändert von Nostalgiker am 17. September 2018, 13:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon HPA » 17. September 2018, 13:14

Wenn ich Luftkorridor X zu geordent bekomme und da weht kein Lüftchen kann ich nicht einfach in den ausweichen wo eventuell ein Jetstream weht.


Das ist kompletter Unsinn. Selbstverständlich kann ich diverten. Das wird sogar regelmäßig gemacht wenn es die Verkehrslage zulässt.

Und nirgendwo habe ich geschrieben dass man den Flieger leer fliegt! Dazu habe ich mich in keinster Weise geäußert!

Großkreisentfernung EDDB-MUHA 4537 nm

Für Dich: ich habe diese Strecke( übern teich und zurück) schon eigenhändig im 2manncockpit geflogen und werde es demnächst wieder tun! Wenn auch ein paar FLs tiefer! Was man bei einem Ferryflug eben so tut!

Erzähl mir also nix vom Pferd!

Was die Differenzen in 74-76 betrifft: da hat Transport Canada recht klare Vorstellungen davon was man in der NAT an Flugsicherungsausrüstung an Bord zu haben hat, insbesondere was das Einhalten einer Mindestnavigationsgenauigkeit betrifft.

Da hatten die Interflieger in der fraglichen Zeit wohl gewisse Probleme!
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 17. September 2018, 13:57

Muß ich jetzt beeindruckt sein HPA?

Wahrscheinlich hast du es nicht mitbekommen, ich rede über eine Zeit in der du noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gehirscht bist, wenn überhaupt.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Urlaub in der DDR

Beitragvon HPA » 17. September 2018, 14:16

Flugplanung und der Einfluß des Windes darauf haben sich seitdem in keinster Weise verändert! Und auch der Polar und Arcticjet ist immer noch da! [flash]

Außer das im NAT jetzt RVSM Zulassung ab FL290 vorgeschrieben ist! Sprich, die Staffelungsabstände nochmals verringert wurden!

Und man kann nach wie vor wetter und windbedingt diverten!

Schreib lieber von Dingen von denen du etwas verstehst!
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"Wer seinen Kinderglauben sich bewahrt, in einer reinen, unbefleckten Brust - und gegen das Gelächter einer Welt zu leben wagt, - wie er als Kind geträumt - bis auf den letzten Tag: das ist ein Mann!"(Henning v. Tresckow)

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