Das Westpaket

Re: Das Westpaket

Beitragvon steffen52 » 15. September 2017, 15:05

Wosch hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:Konnten nicht die damaligen Bundesbürger die Pakete in die Ex-DDR von der Steuer absetzen? [ich auch] Ist ja egal. Die Freude wen man so ein Paket bekam,
ist immer sehr groß gewesen.
Gruß steffen52




Steffen, pro Paket konnte man 50,- DM bei der Jahrslohnsteuerabrecnung absetzen, das heißt aber nicht daß man 50,- DM zurück bekam sondern nur die dafür vorgesehende Steuerermäßigung in etwa der Höhe der Portokosten.
Wosch.

Danke Wolfgang für die Erklärung. Genaues wusste ich nicht, hatte es mal gehört von meinen Verwanden aus den Altbundesländern! [hallo]
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Re: Das Westpaket

Beitragvon augenzeuge » 15. September 2017, 21:10

steffen52 hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:Konnten nicht die damaligen Bundesbürger die Pakete in die Ex-DDR von der Steuer absetzen? [ich auch] Ist ja egal. Die Freude wen man so ein Paket bekam,
ist immer sehr groß gewesen.
Gruß steffen52




[b]Steffen, pro Paket konnte man 50,- DM bei der Jahrslohnsteuerabrecnung absetzen...


Muss ich leider korrigieren, es waren nur 40 DM. [hallo] Und was man dann sparte, überstieg den Inhalt + Gebühr natürlich nicht. Nicht das einer noch denkt, man konnte reich werden.
http://www.posttip.de/pakete/artikel/20 ... -west-ost/

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Re: Das Westpaket

Beitragvon augenzeuge » 26. Januar 2018, 18:57

Militärischer Abschirmdienst (MAD) und der Bundesnachrichtendienst (BND) öffneten jährlich mehrere tausend Päckchen und Pakete aus der DDR [shocked]

„Damit wollten die westdeutschen Behörden vor allem fremde Agenten und Spione enttarnen“, sagt Soch. „In mindestens zwei Fällen haben die Kontrollen sogar nachweislich zur Enttarnung von Agenten geführt.“ Soch fand heraus, dass zwischen 1961 und 1989 täglich getarnte Lkw von MAD und BND in sogenannte Aussonderungsstellen für Postsendungen aus der DDR gefahren sind, die es an vier Standorten gegeben hat: Hamburg, Hannover, Bad Hersfeld und Hof. Dort hätten die Geheimdienstmitarbeiter die Postsendungen abgeholt, die eingeweihte Postmitarbeiter vorsortiert hätten.

Ihre Beweise sind allerdings recht dünn.... [flash]

Am kommenden Montag wird Konstanze Soch ihre Arbeit in der Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus“ um 19 Uhr im Magdeburger „Alten Rathaus“ vorstellen.
Ratata, mach dich dorthin und berichte mal. Danke!

https://www.volksstimme.de/sachsen-anha ... durchsucht

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Re: Das Westpaket

Beitragvon augenzeuge » 3. Dezember 2018, 19:07

Früherer DDR-Postminister, Hans-Jürgen Niehof: Warum die Stasi systematisch Westpakete geplündert hat

Sorry, Karnak, deine alte Clique wieder..... [angst]

Die DDR-Staatssicherheit hat hunderttausende Pakete aus Westdeutschland geplündert, später auch systematisch. Dem letzten DDR-Postminister zufolge konnten Führungskräfte der SED die Waren aus den Paketen im Kurs von eins zu eins kaufen.


Nach Dokumenten aus der Stasi-Unterlagenbehörde (BStU) waren es mehrere hunderttausend Pakete pro Jahr, aus denen sich der Staat bediente. Aufzeichnungen der Staatssicherheit belegen, dass der Geheimdienst allein in den letzten vier Jahren der DDR 32 Millionen Mark Bargeld und Waren im Wert von zehn Millionen DDR-Mark aus den Paketen entnahm.

Niehof zufolge konnten mittlere und höhere Führungskräfte der SED die Waren aus den Paketen im Kurs von eins zu eins kaufen. Dafür gab es bestimmte Geschäfte und ein geheimes Zentrallager der Staatssicherheit.


https://www.stern.de/politik/deutschlan ... 75946.html
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Re: Das Westpaket

Beitragvon Edelknabe » 3. Dezember 2018, 19:21

Das muss fürstlich geduftet haben, in dem geheimen Zentrallager Wahnsinn sowas? Jeder DDR Gas,Wasser und Kloakeklempner roch nach nem anstrengenden Gullieinsatz unter Garantie nach ...und bitte entschuldigt, nach ordentlich Scheiße aber diese Mitarbeiter..innen im Zentrallager, deren Frauen und Männer müssen Abends stets hin gewesen sein, so wenn diese dann Heim kamen.Dazu noch mit voller DDR-Aktentasche.Voll Fa-Seife, Eduscho-Kaffee, Sarotti-Schokolade, Sultaninen, Apfelsinen,....und vielem mehr.

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 3. Dezember 2018, 22:25

augenzeuge hat geschrieben:Muss ich leider korrigieren, es waren nur 40 DM. [hallo] Und was man dann sparte, überstieg den Inhalt + Gebühr natürlich nicht. Nicht das einer noch denkt, man konnte reich werden.
http://www.posttip.de/pakete/artikel/20 ... -west-ost/

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Ich weiß aber, dass meine Kaiserswerther Tante jedes Jahr zwischen 40 bis 70 Pakete verschickte. Alles gesammelte Spenden und Zuwendungen für ihre Freunde, Verwandte und Bekannten in der DDR. Von Rügen bis Dresden. Sie kam stets für das teure Porto auf. Ich habe 1987 in ihren Kellerräumen viele offene Pakete gesehen, die immer weiter übers Jahr gefüllt wurden.
Und nun mal zum steuerlich absetzen... Ich war dabei, als 3 Pakete mit Teppichbodenfliesen an mich verschickt wurden. Um die Quittungen rissen sich ihre erwachsenen Kinder. Natürlich konnten die Aufwendungen abgesetzt werden. Das lohnte sich schon beim eröffnen der Steuererklärungen, oft sogar gewaltig.

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Edelknabe » 4. Dezember 2018, 18:54

Das im Vortext Volker muss ja bei deiner West-Tante wie ne sinngemäße "Industrieproduktion" gewesen sein? Wahnsinn sowas, bis zu 70 Pakete im Jahr? Glaubst du das eigentlich selber?

Rainer-Maria....oder träumst du schon wieder?
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Re: Das Westpaket

Beitragvon pentium » 4. Dezember 2018, 19:00

Es gibt Themen, die sind wie Ebbe und Flut....Aber jedes Jahr hat entweder 52 oder 53 Kalenderwochen....40 bis 70 Pakete....
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 19:06

Edelknabe hat geschrieben:Das im Vortext Volker muss ja bei deiner West-Tante wie ne sinngemäße "Industrieproduktion" gewesen sein? Wahnsinn sowas, bis zu 70 Pakete im Jahr? Glaubst du das eigentlich selber?

Rainer-Maria....oder träumst du schon wieder?


Was heißt denn glauben Edelknabe? I
Ich habe es schon als Kind erlebt und als junger Mann (36) dort gesehen.
Die Frau organisierte das genauso, vor allem in den 60er/70er Jahren, wie hierzulande die Rumänienhilfe in den 1990er lief. Da wird festgestellt (Briefe) was gebraucht wird und dann zugesehen, möglichst viele Hilfsgüter preiswert oder durch Sachspenden kostenlos zu bekommen. Sie hat ansonsten im Haus Heimatfreude, einem christlichen Altersheim gearbeitet in der Betreuung und Begleitung (Beistand). Dort gab es auch etliche recht wohlhabende Herrschaften, die sie stets unterstützten. Sie hat in ihrer eigenen Wohnung mit knapp 90 Jahren noch eine bettlägrige Frau betreut. Alles stets aus Nächstenliebe. Am Schwersten war es ihr mit ihrer schmalen Rente, das viele Porto zu stemmen. Das tat sie Jahrzehnte lang. Ein-zweimal im Jahr fuhr sie in den Osten und besuchte Freunde, Verwandte. Dabei registrierte sie schon, wo ihre uneigennützige Hilfe ansetzen konnte.

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Edelknabe » 4. Dezember 2018, 19:17

Entschuldige Volker, weil, da fällt mir zu deiner Tante nur noch sinngemäß Mutter Theresa ein. Damals wohl die "westdeutsche Mutter.... Ostzonen-Theresa".

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 19:22

Edelknabe hat geschrieben:Entschuldige Volker, weil, da fällt mir zu deiner Tante nur noch sinngemäß Mutter Theresa ein. Damals wohl die "westdeutsche Mutter.... Ostzonen-Theresa".

Rainer-Maria

Was dazu in Deinem Kopf abgeht, ist mir eigentlich egal.

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Re: Das Westpaket

Beitragvon augenzeuge » 4. Dezember 2018, 19:25

Weißt du Volker, nur Geschenksendungen waren frei, ich bin mir nicht sicher, ob man vermuten würde, dass 70 Pakete, mehr als jede Woche eins, nicht den Verdacht der Handelsware aufkommen lies...

AZ
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Re: Das Westpaket

Beitragvon steffen52 » 4. Dezember 2018, 19:35

augenzeuge hat geschrieben:Weißt du Volker, nur Geschenksendungen waren frei, ich bin mir nicht sicher, ob man vermuten würde, dass 70 Pakete, mehr als jede Woche eins, nicht den Verdacht der Handelsware aufkommen lies...

AZ

Es stand doch in großen Buchstaben im darauf geschrieben: "Geschenksendung, keine Handelsware". Das hatte aber den Genossen nicht interessiert. Mir persönlich sind zu dieser Zeit 2 Pakete
komplett abhanden gekommen und einige sind so beschädigt gewesen, das jeder mit der Hand reingreifen konnte! Zum Glück schickten meine Verwanden immer einen Brief mit dem Inhaltsverzeichnis,
so wusste ich immer was fehlte. [denken]
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Re: Das Westpaket

Beitragvon Edelknabe » 4. Dezember 2018, 19:36

Mann Jörg, das liegt doch in Volkers Familie, das mit den "menschlichen Schlitzohren".

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Re: Das Westpaket

Beitragvon augenzeuge » 4. Dezember 2018, 19:39

steffen52 hat geschrieben:Zum Glück schickten meine Verwanden immer einen Brief mit dem Inhaltsverzeichnis,
so wusste ich immer was fehlte. [denken]
Gruß steffen52


Wirklich? Wer weiß, wer im Brief was geschrieben hatte..... [angst]
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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 19:47

augenzeuge hat geschrieben:Weißt du Volker, nur Geschenksendungen waren frei, ich bin mir nicht sicher, ob man vermuten würde, dass 70 Pakete, mehr als jede Woche eins, nicht den Verdacht der Handelsware aufkommen lies...

AZ


Jörg, sie schickte am Meisten, logisch doch, in den 60ern. Immer nur Geschenksendungen, oft auch Getragenes... Und natürlich an viele Adressen, oder meinst Du, ich hätte alle bekommen? Ich war jedes Jahr einmal zu Weihnachten dabei. Ihre Kinder schickten uns aber öfter zwischendurch Kinderkleidung, von ihren etwas älteren Kindern.
Noch näher hatte ich nicht vor, das auszubreiten. Wer es nicht glaubt, lässt es einfach bleiben.

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Re: Das Westpaket

Beitragvon steffen52 » 4. Dezember 2018, 19:50

augenzeuge hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:Zum Glück schickten meine Verwanden immer einen Brief mit dem Inhaltsverzeichnis,
so wusste ich immer was fehlte. [denken]
Gruß steffen52


Wirklich? Wer weiß, wer im Brief was geschrieben hatte..... [angst]
AZ

Natürlich die Stasi, Herr Lustig(AZ) [laugh]
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Re: Das Westpaket

Beitragvon zoll » 5. Dezember 2018, 13:05

steffen52 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Weißt du Volker, nur Geschenksendungen waren frei, ich bin mir nicht sicher, ob man vermuten würde, dass 70 Pakete, mehr als jede Woche eins, nicht den Verdacht der Handelsware aufkommen lies...

AZ

Es stand doch in großen Buchstaben im darauf geschrieben: "Geschenksendung, keine Handelsware". Das hatte aber den Genossen nicht interessiert. Mir persönlich sind zu dieser Zeit 2 Pakete
komplett abhanden gekommen und einige sind so beschädigt gewesen, das jeder mit der Hand reingreifen konnte! Zum Glück schickten meine Verwanden immer einen Brief mit dem Inhaltsverzeichnis,
so wusste ich immer was fehlte. [denken]
Gruß steffen52

Durch den STERN-Bericht ist klar geworden, wer dort geplündert hat.
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Re: Das Westpaket

Beitragvon wandersmann » 5. Dezember 2018, 16:38

Meine Eltern haben mir nach der Wende erzählt ,die Päckchen die ich geschickt habe ,kamen nicht an ,oder sahen aus ,als wenn sie acht Tage auf der Autobahn gelegen haben . Da werden sich einige Genossen bereichert haben . Es waren halt Lumpen vor den Herrn .
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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 5. Dezember 2018, 17:48

Hallo wandersmann,
Besonders das letzte halbe Jahr vor dem Mauerfall war bei uns besonders drastisch. Denn während dieser Monate kamen sehr viele Brief-, Päckchen- und Paketsendungen gar nicht mehr an. So drastisch erlebte ich das die Jahre zuvor nur mit meiner Post an einen Brieffreund in Jaroslawl (UdSSR). Wir haben wechselseitig unsere Postsendungen dann numeriert und festgestellt, dass nur noch etwa 30 % den Osten erreichten.
Ähnlich verfuhren meine Verwandten und wir dann im Herbt 1989 auch, mit der Feststellung, dass fast alles verschwand, was über die Demarkationsline versendet wurde. Erst im Laufe 1990 traten wieder halbwegs normale Postverhältnisse ein.

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Edelknabe » 5. Dezember 2018, 18:10

Eine wilde Zeit so sinngemäß "Wilder Westen" muss das damals gewesen sein Volker, so dein:

".....mit der Feststellung, dass fast alles verschwand, was über die Demarkationsline versendet wurde."
textauszug ende.

Und das um 1989 herum! Wahnsinn nee.

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 5. Dezember 2018, 18:21

Edelknabe hat geschrieben:Eine wilde Zeit so sinngemäß "Wilder Westen" muss das damals gewesen sein Volker, so dein:

".....mit der Feststellung, dass fast alles verschwand, was über die Demarkationsline versendet wurde."
textauszug ende.

Und das um 1989 herum! Wahnsinn nee.

Rainer-Maria

Ja, zu der Zeit wurden meine Postsendungen regelrecht von der Stasi angezogen. Von anderen kriminellen Posträubern habe ich nämlich nie gehört, daher meine Schlussfolgerung. Ich habe nichts verallgemeinert. Immer schön komplett zitieren, oder ganz sein lassen.

Gruß Volker
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Re: Das Westpaket

Beitragvon Edelknabe » 5. Dezember 2018, 18:29

"Deine Postsendungen" gen BRD, so um 1989 herum, also nee Volker, du warst strammer Genosse zu der Zeit? Nicht mal mein Schwiegervater(auch Genosse so MDI) hätte damals ne rege Postlinie ausgerechnet nach "Damals Drüben" aufgebaut? Du warst schon ne sonderbare " Type von einem SED-Genossen".

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 5. Dezember 2018, 18:57

Edelknabe hat geschrieben:"Deine Postsendungen" gen BRD, so um 1989 herum, also nee Volker, du warst strammer Genosse zu der Zeit? Nicht mal mein Schwiegervater(auch Genosse so MDI) hätte damals ne rege Postlinie ausgerechnet nach "Damals Drüben" aufgebaut? Du warst schon ne sonderbare " Type von einem SED-Genossen".

Rainer-Maria

Wenn Du nun noch stramm weglässt, könnte ich Dir recht geben. [grins]
Post ging aber weniger "gen BRD". Eher doch umgekehrt. An meinen recht belanglosen Briefen, war ja nun nichts zum Bereichern. Auch meine Eltern hatten immer Postverkehr zwischen Düsseldorf, Heidelberg und Calgary/Canada. (Mutter Nomenklaturkader) Ich kannte es als Kind schon nicht anders.
Deshalb ist mir eine gewisse damalige Doppelmoral nicht fremd und ist mir jahrzehnte eher aufgefallen, als Dir. Die brauchte fast jeder mit Kontakten in den Westen, um nicht irgendwann eingesperrt zu werden.
Alles in der DDR war verlogen. Schau Edelknabe, Du lügst Dir ja heute sogar noch Deine geliebte DDR schön.

Gruß Volker
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Re: Das Westpaket

Beitragvon Edelknabe » 5. Dezember 2018, 19:11

Also nee Volker, wenn du diese "haltlosen Unterstellungen"(eben wegen dem dann Beweis) so dein:

" Schau Edelknabe, Du lügst Dir ja heute sogar noch Deine geliebte DDR schön."
textauszug ende

in Zukunft mit etwas mehr Sorgfalt angehen könntest, dann wäre ich dir ehrlich dankbar. Zumal, mein gelebtes Leben von 1953 bis 1989 in dieser DDR war ....richtig real er....gelebtes Leben, und das mit allen Höhen und Tiefen.

Rainer-Maria

PS: Denn wie sagte der vom Standesamt:" In guten, und in schlechten Zeiten..."
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Re: Das Westpaket

Beitragvon augenzeuge » 5. Dezember 2018, 19:43

Zieh mal eine Markierung mit der Maus über :
" Schau Edelknabe, Du lügst Dir ja heute sogar noch Deine geliebte DDR schön."

Dann drück auf ZITIEREN, neben deinem Bild links.

Schon sieht es so aus:
" Schau Edelknabe, Du lügst Dir ja heute sogar noch Deine geliebte DDR schön."


Begriffen?

Kannst gern hier üben.... [hallo]

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Re: Das Westpaket

Beitragvon Edelknabe » 5. Dezember 2018, 19:58

Warum Jörg ist eine etwas andere Herangehensweise im Zitieren eines Textbeitrages heute irgendwie....verpönnt? Erinnert mich stark an die alte DDR, wo man Kinder(Linkshänder) versuchte zum Rechtshänder umzupolen.

Rainer-Maria....denn was verdammt nochmal ist so schwierig dran eben meine Texte (über Zitiertes)zu lesen? Oder sollten wir Alle Gleichgeschaltet......?
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Re: Das Westpaket

Beitragvon augenzeuge » 5. Dezember 2018, 20:01

Mach so weiter! Ich wollte dir diese Mühe des Zitierens nur leichter machen.

AZ
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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 5. Dezember 2018, 22:14

Edelknabe hat geschrieben:
PS: Denn wie sagte der vom Standesamt:" In guten, und in schlechten Zeiten..."

Seit wann war ich denn mit der DDR verheiratet? [laugh]
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Re: Das Westpaket

Beitragvon Volker Zottmann » 5. Dezember 2018, 22:25

Edelknabe hat geschrieben:... heute irgendwie....verpönnt? Erinnert mich stark an die alte DDR, wo man Kinder(Linkshänder) versuchte zum Rechtshänder umzupolen.

Rainer-Maria

Was hast Du verpönnt? Meinst du vielleicht verpennt?
Links- zu Rechtshändern umzupolen, war ja harmlos. Die haben aber auch ganz normale Kinder zu "glühenden Verfechtern" der DDR gemacht.
Einer meldet sich immer mal aus dem Muldental... [flash]

Ich bin in und mit der DDR doch auch recht "gut" klar gekommen. Trotzdem aber hat sie mir nie gefallen!
Das war der Zwiespalt den man dann einging, wenn man halbwegs gescheit leben wollte. Heute noch Lobgesänge auf ein gescheitertes Experiment anzustimmen, trauen sich nur ganz Verzweifelte...

Gruß Volker
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