Generalverdacht Polizei?

Diskussionen über die Schlagzeilen in den Medien

Generalverdacht Polizei?

Beitragvon pentium » 17. Juni 2020, 19:06

Ein wirklich lesenswerter Artikel:

In diesen Zeiten scheint es schick, die Deutschen und speziell die Polizisten in die rassistische Ecke zu stellen, meint FOCUS-Online-Polizeireporter Axel Spilcker. Etliche Kommentatoren packen die verbale Vorwurfskeule aus. Spilcker warnt: Wer als Polizist das mitbekommt, kann nur zu einem Schluss kommen: Fortan nur noch Dienst nach Vorschrift.


https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 09973.html
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon Bahndamm 68 » 17. Juni 2020, 20:30

Wo aber liegen die Ursachen, dass Beamte so denunziert werden?

Wir haben eine zu lasche Demokratie.

Auch in einer Demokratie muss geführt werden. Ich vergleiche das immer mit einer Schafsherde. Ein Schäfer ohne Hund kann einfach seine Meute nicht zusammenhalten.
Doch was haben wir heute für Personen in den Parlamenten sitzen? Da sitzen viele Besserwisser und Weltverbesserer, die wenig Ahnung und nicht genügend den Weitblick besitzen. Sie wollen Macht und die damit verbundene Kohle einkassieren.

In Amerika dauert eine Ausbildung für einen Polizisten ein halbes Jahr, bei uns 3 Jahre. Zu lang ist es in jedem Fall nicht. In vielen Handwerksberufen dauert eine Ausbildung auch 3 Jahre. Am Ende der Ausbildungszeit hat man dann gewonnen oder ist durchgefallen. Ein ganz normaler menschlicher Vorgang.
Das es dabei auch schwarze Schafe geben kann, ist für mich auch normal. Jeder Mensch hat zwei Gesichter, so auch in mir. Mit meinem wahren Gesicht wäre ich nie an die Grenze gekommen und hätte auch nicht die Möglichkeit bekommen, zu flüchten.

Wir sollten einmal einen Polizisten vergleichen in den 50-ziger Jahren mit dem heutigen. Wie hat sich die Uniform geändert? Zu ihrer eigenen Sicherheit laufen sie heute mit Schutzwesten herum. Nicht darum wie ein Monster auszusehen. Nein, weil sie von einem Teil dieser Gesellschaft als Feind angesehen, weil sie von denen angegriffen werden.
Nun gibt es hier in Berlin Möchtegern-Politiker, die verabschieden ein Gesetz, dass der Polizist auf der Straße sich rechtfertigen muss. Wie Paradox ist diese Gesellschaft nur geworden? Der nächste Schritt, ich wünsche es nicht, werden die Sicherungskräfte oder Ordnungshüter noch Gummiknüppel verteilen an die Krawallmacher, damit wieder eine Gleichstellung erfolgen kann in einer Auseinandersetzung.
Nein und noch einem Nein, Parlamentarier, die solche Gesetze verabschieden, sie müssen erst einmal in einem Gulag Arbeit erlernen und damit verbunden auch den Gehorsam.
Ich hoffe und wünsche, dass die anderen Bundesländer einfach zusammenstehen und keine Sicherungskräfte mehr nach Berlin entsenden.
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon pentium » 17. Juni 2020, 20:55

Die Polizei gehöre auf die Mülldeponie – zu diesem Schluss kam ein provokanter „taz“-Artikel. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat nun Anzeige erstattet. Der Vorwurf: Bei dem Text handele es sich um Volksverhetzung.
https://amp.welt.de/vermischtes/article ... n-taz.html

Auch der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki kritisierte die Zeitung scharf. „Die ,taz‘ stand einmal für einen kritischen und frechen Blick auf die Welt“, schrieb Kubicki auf Facebook. „Dies jedoch ist eine widerliche Kolumne, die nichts mehr mit Journalismus zu tun hat und von Verfassungsfeindlichkeit nur so trieft. ,Die Würde des Menschen ist unantastbar‘ scheint für die Autorin nicht mehr zu gelten.“

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg (CDU), sagte WELT: „Das ist ein unglaublich schäbiger, widerlicher Beitrag. Solche Haltungen und das Predigen solcher Haltungen zerstören unsere Gesellschaft. Die Autorin, die sich gegen Rassismus – also gegen eine pauschale Diskrimierung – einsetzen will, diskriminiert selbst in pauschaler Weise ganze Menschengruppen und spricht ihnen sogar das Menschliche ab.“

Wörtlich hieß es in dem „taz“-Beitrag: „Spontan fällt mir (für Polizisten, Anm. d. Red.) nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.“

...
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon augenzeuge » 17. Juni 2020, 21:07

 „Das ist ein unglaublich schäbiger, widerlicher Beitrag. Solche Haltungen und das Predigen solcher Haltungen zerstören unsere Gesellschaft. 


Vollste Zustimmung!

Denn sie wissen nicht was sie tun.

Wer heute noch Polizist werden will, muss in einer Traumwelt leben. Schlecht bezahlt, Überstunden in Masse, ausgelacht von denen, die sie schützen sollen, ausgelacht von jenen, die sie bekämpfen sollen.

AZ
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon Interessierter » 18. Juni 2020, 07:19

Ich denke, dass die große Mehrheit der Deutschen die Polizei genau so wenig unter Generalverdacht stellt, wie sie sich nicht mehr erzählen läßt, dass große Teile derer Gewaltaktionen, Datenmissbrauch usw. nur Einzelfälle wären.

Die vielen Videobeweise belegen das eindeutig und ist in diversen von mir verlinkten Beiträgen auch nachzulesen. Wieso regt man sich eigentlich so auf, wenn es darum geht derartige Verfehlungen von einer zivilen Institution untersuchen und aufklären zu lassen, was doch in England schon erfolgreich praktiziert wird?

Warum sollte man eigentlich pauschal die Polizei unter Generalverdacht stellen, wo es sich doch gottseidank nur um eine Minderheit handelt ?


Oder will man damit nur Stimmung gegen die vielen erzürnten Kritiker machen? Diejenigen welche das versuchen, hätten sich besser die Verfehlungen und Vertuschungen in der Presse und auch die Sendung auf Arte " Feindbild Polizei " verinnerlichen sollen und dazu Stellung nehmen sollen.

Was den taz - Artikel angeht, so schreibt diese, dass es sich um Satire gehandelt hätte; aber dann hätte sie es auch dazuschreiben sollen. Nicht jeder will oder kann das auch erkennen.
Soll dein Wissen immer aktuell sein, schau einfach mal ins " Forum Deutsche Einheit " rein.
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon pentium » 28. Juni 2020, 16:19

Die Autorin der heftig umstrittenen Kolumne über Berliner „Müll-Polizisten“, Hengameh Yaghoobifarah, wird offenbar massiv bedroht.
Die Journalistin bat die Berliner Polizei jetzt um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch, um mit den zahlreichen Anfeindungen gegen ihre Person besser umgehen zu können.

https://www.focus.de/kultur/medien/text ... 51210.html
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon Bahndamm 68 » 28. Juni 2020, 16:59

Braucht diese Frau eigentlich Personenschutz? Ich meine nicht.
Sie sollte ihr Wohndomizil auf einer Müllhalte aufschlagen. Dort gehen nur vernünftige Personen hin und beseitigen unseren Dreck aus der Stadt.
Gewalttätig sind sie dort auf der Müllhalde bestimmt nicht.
Ist sie dort, kann sie über das Leben im Müll schreiben nach allem Belieben. Ob sie dann noch die Polizisten dahin verbannen möchte, kann ich nicht beurteilen.

Zwei drei Sätze der Entschuldigung gegenüber der Polizei und die Geschichte hat ein Ende.

Hat sie so viel Menschenwürde?
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon steffen52 » 28. Juni 2020, 17:44

Bahndamm 68 hat geschrieben:Braucht diese Frau eigentlich Personenschutz? Ich meine nicht.
Sie sollte ihr Wohndomizil auf einer Müllhalte aufschlagen. Dort gehen nur vernünftige Personen hin und beseitigen unseren Dreck aus der Stadt.
Gewalttätig sind sie dort auf der Müllhalde bestimmt nicht.
Ist sie dort, kann sie über das Leben im Müll schreiben nach allem Belieben. Ob sie dann noch die Polizisten dahin verbannen möchte, kann ich nicht beurteilen.

Zwei drei Sätze der Entschuldigung gegenüber der Polizei und die Geschichte hat ein Ende.

Hat sie so viel Menschenwürde?

Da bin ich voll Deiner Meinung, Herrmann! [super]
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon Ari@D187 » 28. Juni 2020, 20:05

pentium hat geschrieben:
Die Autorin der heftig umstrittenen Kolumne über Berliner „Müll-Polizisten“, Hengameh Yaghoobifarah, wird offenbar massiv bedroht.
Die Journalistin bat die Berliner Polizei jetzt um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch, um mit den zahlreichen Anfeindungen gegen ihre Person besser umgehen zu können.

https://www.focus.de/kultur/medien/text ... 51210.html

Hier mal der Original-Artikel der TAZ. Das liest sich in der Tat noch schlimmer, als die Auszüge, welche ich bisher zu lesen bekam:
-> Link

Sollte diese Frau künftig Polizeischutz erhalten, wäre das tatsächlich Realsatire.

Ari
Alles wird gut!
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon pentium » 28. Juni 2020, 20:35

Ari@D187 hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Die Autorin der heftig umstrittenen Kolumne über Berliner „Müll-Polizisten“, Hengameh Yaghoobifarah, wird offenbar massiv bedroht.
Die Journalistin bat die Berliner Polizei jetzt um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch, um mit den zahlreichen Anfeindungen gegen ihre Person besser umgehen zu können.

https://www.focus.de/kultur/medien/text ... 51210.html

Hier mal der Original-Artikel der TAZ. Das liest sich in der Tat noch schlimmer, als die Auszüge, welche ich bisher zu lesen bekam:
-> Link

Sollte diese Frau künftig Polizeischutz erhalten, wäre das tatsächlich Realsatire.

Ari


Yaghoobifarah identifiziert sich als nichtbinär, als weder weiblich noch männlich,[12] verwendet aber für sich selbst zumeist weibliche Pronomen („sie…ihr“).[3] Die taz-Redaktion bezeichnet Yaghoobifarah in der geschlechtsneutralen Schreibweise als „Autor:in“ oder „Autor.in“.[13]
https://de.wikipedia.org/wiki/Hengameh_Yaghoobifarah
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon augenzeuge » 28. Juni 2020, 21:14

Der taz scheint nicht klar zu sein, wie diese Person ihr schadet.

AZ
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon Bahndamm 68 » 28. Juni 2020, 21:25

pentium hat geschrieben:Yaghoobifarah identifiziert sich als nichtbinär, als weder weiblich noch männlich,[12] verwendet aber für sich selbst zumeist weibliche Pronomen („sie…ihr“).[3] Die taz-Redaktion bezeichnet Yaghoobifarah in der geschlechtsneutralen Schreibweise als „Autor:in“ oder „Autor.in“.[13]
https://de.wikipedia.org/wiki/Hengameh_Yaghoobifarah


Mir ist dies nun wirklich sch….egal, wie sie sich bezeichnet oder auch schreibt. Sie schreibt ja eh nur vom Müll.

Man muss sich dies vor Augen halten. Sie beordert die Polizei auf die Müllhalde und jetzt erwartet sie Personenschutz von Menschen, die nach ihren eigenen Worten auf die Mühlkippe gehören. Haben die eigentliche Erfahrung vom Personenschutz, die Müllmänner (Satire)?

Sie geht auf der Straße spazieren, sucht Schreibstoff aus dem Alltag. Urplötzlich bekommt sie von einer freundlichen Person eine auf die Nuss. Sie schreit um Hilfe, Polizei, dein Freund und Helfer, ist nicht da und kommt auch nicht.

Warum, weil die gut ausgebildeten Polizisten ihren Dienst auf der Müllkippe verrichten.

Was schreibt sie dann in ihrer Kolumne?
Nur mal laut gedacht und angenommen, ist aber keine Satire.

Ich kann leider hier nicht mehr weiterlesen und schreiben, weil ich die gut gebildete Person absolut nicht verstehen kann. Ich möchte keinen Herzinfarkt bekommen.
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Re: Generalverdacht Polizei?

Beitragvon pentium » 29. Juni 2020, 12:19

Regel Eins: Äußerungen, die Menschenverachtung und linke Machtfantasien bedienen, hat man rechts von der Mitte gefälligst zu ertragen. Wenn sich trotzdem Widerspruch erhebt, gilt Regel Zwei, wonach Satire alles darf, auch solche Satire, die erst im Nachhinein zur Satire erklärt wird, wogegen übrigens kein Widerspruch möglich ist, weil Satire ja alles darf (auch sich selbst von Verantwortung freisprechen). Mit Zirkelschlüssen wie diesen kommt man Linksaußen tatsächlich oft genug davon, nicht aber Rechtsaußen. Herrn Gauland von der AfD würde es zum Glück nicht gestattet, seine rassistischen Sprüche ex post als "Satire" zu verharmlosen. Ebenso wenig kam seine Kollegin von Storch damit durch, eine menschenverachtende Entgleisung mit dem realsatirischen Hinweis zu bereinigen, sie sei auf der Computer-Maus "abgerutscht". Und das ist auch gut so.


Wenn auf Rechtsaußen (wie erlebt) aus schrecklichen Worten schreckliche Taten werden können - dann gilt das auch für Linksaußen, wenn die schrecklichen Worte von dort stammen. Wie das anders sein soll, kann mir keiner erklären: Wir haben ja nur eine deutsche Sprache, die verroht werden kann. Wer also wie Herr Böhmermann als Erstunterzeichner der Pressefreiheits-Petition für die "taz"-Autorin figuriert, der müsste Vergleichbares auf sich nehmen, wenn ein Bundesminister demnächst einen der hate-speech-Texte auf Herrn Tichys Rechtsausleger-Website zur Anzeige zu bringen möchte. Ich bin ziemlich sicher, dass Herr Böhmermann dann gerade keine Zeit haben wird. Aber Doppelmoral ist so schlimm wie gar keine Moral.

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 52dc792f2e
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