Greta Thunberg2

Greta Thunberg2

Beitragvon Interessierter » 28. Januar 2020, 16:37

Ari@D187 » 20. Dez 2019, 14:21

augenzeuge hat geschrieben:

Ari@D187 hat geschrieben:
Schade, dass zur eigentlichen Aussage Nuhrs kein sachliches Argument kommt.

Ari

Dich hindert keiner.....eins zu bringen. [hallo]
AZ


Nach Scherzen über Fridays For Future: Meinungsverbot für Dieter Nuhr!


… hat absolut niemand gefordert.

Kaum kritisiert man sachlich den heiligen Dieter Nuhr, kommen schon seine Jünger angerannt und versuchen einem die Meinung zu verbieten. Eine völlige rechtsbraunversiffte Diktatur ist das, was die Nuhr-Jünger da abziehen. Völlig intolerant heucheln sie immer von Meinungsfreiheit, aber wenn es gegen ihren Propheten geht, dann betreiben sie reine Zensur!

Stellt euch vor, wir würden das so den ganzen Tag kommunizieren. Es ist völliger Schwachsinn, natürlich. Nur weil jemand Dieter Nuhr verteidigt, ist dieser kein Nuhr-Jünger. Und nur weil man sich dagegen ausspricht, ihn zu kritisieren, verbietet man niemandem seine Meinung oder betreibt gar Zensur. Oder? Es ist glaube ich schon längst klar, worauf ich hinaus will. Die Kritik an unserem Nuhr-Artikel von gestern offenbart, dass manche anscheinend wirklich nicht lesen können.


Es gibt keine Konsequenzen-Freiheit

Was hier von den “Nuhr-Jüngern” (Nervt, so ein unfaires Framing, nicht wahr?) gefordert wird, ist, dass Nuhr seine Scherze über Fridays For Future machen darf, ohne dafür kritisiert zu werden. Und DAS ist Zensur und eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Oder wollt ihr etwa uns verbieten, dass wir Kritik mehr an Dieter Nuhr üben dürfen? Wir könnten es genau so machen wie ihr und so tun, als würde euer Gejammer über die Kritik bereits eine Form von Zensur und nicht selbst eine reine Form von Meinungsäußerung. Sachliche Kritik ist keine Empörung und keine Zensur.

Mich irritiert es gewaltig, dass die Scherze Nuhrs an Greta Thunberg und Fridays For Future, die schon in Richtung rechte “Hysterie-Vorwürfe” gehen, als legitime Meinungsäußerung wahrgenommen werden sollen, aber Widerspruch dazu als etwas Schmutziges, Undemokratisches. Und das ist die wahre Heuchelei: Diejenigen, die ach so laut eine Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit beklagen, sind die wahren “Faschisten” (Wurden wir heute auch genannt, wirklich), die Kritik verbieten wollen. Nicht sehr demokratisch, oder? Oder warum darf der WDR nicht einen Scherz über die Kinder machen, die ihre Großmütter beleidigen (Das war nämlich die ursprüngliche Absicht!), Nuhr aber über deren Enkel? Ihr seht, man kann das Spiel problemlos umdrehen. Wie wär’s, wir belassen es einfach dabei?

Woher kommt dieses blöde narrativ?

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass wir sehr gerne darüber diskutieren können, was Satire bedeutet, wo sie sich von anderen Stilmitteln unterscheidet. Ob die Forderungen von Fridays For Future, die Pariser Klimaziele einzuhalten, wirklich dabei helfen, die Pariser Klimaziele einzuhalten. Oder ob die Klimaklage zielführend ist. Wer weiß. Aber dass jede Form der Kritik an Nuhr, oder sei es an anderen Personen, die von (vermeintlich) Linken oder Grünen kommt, als Zensur und Beschränkung der Meinungsfreiheit gebrandmarkt wird, ist kein Diskurs. Das ist im Gegenteil genau das Gegenteil davon: Das Zerstören dieses Diskurses. Und das Zerstören der Meinungsfreiheit.

Und bevor bei den nächsten Absätzen wieder alle Schnappatmung kriegen: Nein, nicht jeder, der dieses Framing genutzt hat, ist rechtsextrem. Natürlich nicht, dazu braucht es schon ein bisschen mehr. Aber es ist auffällig, dass diese rhetorische Taktik so extrem um sich greift. Diese Taktik, die Gegner*innen als religiöse Fanatiker darzustellen (Hier mehr dazu), und ihre Kritik als Einschränkung der Meinungsfreiheit ist nur das: Eine Taktik. Es ist kein Argument, es ist nicht wahr und es bringt niemanden weiter, außer dass es Fronten verhärtet.


Faschisten wollen sich vor kritik immun machen

Faschisten, wie es sie in der AfD gibt, versuchen immer, sich als Opfer zu präsentieren. Sie verbreiten Lügen, sie hetzen gegen andere, sie beleidigen diese sondergleichen, aber wenn sie dafür noch so sachlich kritisiert werden, tun sie so, als wären sie hier das Opfer und ihre Meinungsfreiheit würde beschnitten werden. Was natürlich völlig unsinnig ist. Sie tun aber mit Absicht so, um uns alle zu verarschen.

Um uns dazu zu bringen, dass sie ihre Lügen und ihre Hetze ungestört verbreiten dürfen. Dass keiner mehr Kritik und die Wahrheit hört, nur noch ihre Lügen. Und ihr merkt, wenn nur noch eine Meinung zugelassen ist, ist das die wahre Diktatur. Diese rhetorische Taktik hat sich aber als so beliebt herausgestellt, dass viele Teile der Liberalen und Konservativen und auch andere sie übernommen haben. Nicht, weil sie Faschisten geil finden. (Wehe, jemand dreht mir hier das Wort im Mund um!)

Sondern weil die Rechtsextremen erfolgreich den Mythos etabliert haben, dass es eine “Political Correctness” gäbe, die anderen die Meinung verbietet und dass Linke und Grüne keine anderen Meinungen zu lassen würden. Was war dann das Umweltsau-Debakel? Rechte Political Correctness? Und währenddessen beklagen sie sich in allen Tageszeitungen und in allen Talkshows darüber, dass sie nirgendwo ihre Meinung sagen dürfen. Ja klar doch. Und weil sich manche diese Taktik (auch unbewusst) abgeschaut haben, halten sie wiederum jede Kritik, die aus dieser Ecke kommt für Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit.

Der vollständige Beitrag hier:
https://www.volksverpetzer.de/schwer-ve ... sverbot-2/
Presse - und Meinungsfreiheit sind ein hohes Gut in unserer Demokratie
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Re: Greta Thunberg2

Beitragvon Nostalgiker » 28. Januar 2020, 17:14

Prima, hab ich das richtig verstanden? Die Volksverpetzer stellen Nuhr in die rechte Ecke weil er es wagt den hysterischen Hype von durchgeknallten Greta Jünger*innen zu kritisieren und zu parodieren?
Normal ist das nicht.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin
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