MfS und SED im Bezirk Karl-Marx-Stadt zur Wendezeit

Alle Themen die eine Bezug zur Wende und Grenzöffnung haben. Persönliche Erlebnisse, Gedanken aus dieser Zeit, Dokumente und ähnliches.

Re: MfS und SED im Bezirk Karl-Marx-Stadt zur Wendezeit

Beitragvon augenzeuge » 24. November 2019, 19:26

pentium hat geschrieben:Was für Kreisämter?


Aus Kreisdienststellen wurden Kreisämter.

AZ
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Re: MfS und SED im Bezirk Karl-Marx-Stadt zur Wendezeit

Beitragvon pentium » 24. November 2019, 19:28

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Was für Kreisämter?


Aus Kreisdienststellen wurden Kreisämter.

AZ


Wann wurden aus den KD diese Kreisämter? Zusatzfrage: Was ist mit der Objektveraltung Wismut...?
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Re: MfS und SED im Bezirk Karl-Marx-Stadt zur Wendezeit

Beitragvon augenzeuge » 24. November 2019, 19:33

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Was für Kreisämter?


Aus Kreisdienststellen wurden Kreisämter.

AZ


Wann wurden aus den KD diese Kreisämter? Zusatzfrage: Was ist mit der Objektveraltung Wismut...?


18.11.89 (durch AfNS).
2. Frage:
Die "Objektverwaltung Wismut" der Bezirksverwaltung">BV Karl-Marx-Stadt war zuständig für die komplexe Sicherung des gesamten Industriezweiges Wismut mit allen ihren Objekten und Betriebsstätten. Zu den Hauptaufgaben zählten die Spionageabwehr, der Geheimnisschutz und die Vorbeugung und Verhinderung von Störungsfällen aller Art. Zur Durchführung nutzte die OV Wismut alle Strukturen und Instrumente des MfS. In dem Zeitraum von 1965 bis 1975 optimierte das MfS die Sicherheitsüberwachung in den Betrieben. Inoffizielle Mitarbeiter (IM) und Operative Vorgänge (OV) sollten das Risiko für Betriebsspionage und Geheimnisverrat minimieren. Im Jahr 1969 wurden beispielsweise mehr als 1200 Inoffizielle Mitarbeiter verzeichnet.

Im 1982 erging der Befehl, die Objektverwaltung Wismut aufzulösen. Mit wesentlich geringerem Personalbestand gliederte man die OV unter dem neuen Namen "Abteilung Wismut" in die Bezirksverwaltung Karl-Marx-Stadt ein. Dies ist einer der ganz wenigen Fälle, in denen die Geheimpolizei nicht unentwegt wuchs, sondern Strukturen reduzierte.

Kurz vor ihrer Auflösung 1990 waren 46 hauptamtliche MfS-Mitarbeiter für die "Abteilung Wismut" tätig. Darunter waren 25 operative und 14 operativ-technische Mitarbeiter.
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