Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

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Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Interessierter » 5. Juli 2019, 11:06

„Mord alle zwei, drei Jahre relativ normal“

Vor laufender Kamera spotten Pegida-Demonstranten über den Mord an Walter Lübcke. Ein Mann nennt ihn „Volksverräter“.

Politiker mehrerer Parteien haben sich entsetzt gezeigt über Aussagen von Demonstranten einer Pegida-Demonstration zum Mord an dem Kasseler CDU-Politiker Walter Lübcke. Reporter des ARD-Magazins „Kontraste“ hatten am Rande einer Kundgebung des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses am Montag in Dresden nach ihrer Ansicht zum Mord an Lübcke gefragt. Der Beitrag war am Donnerstagabend ausgestrahlt worden.

Im Vergleich zur linksextremen Gefahr sei ein Mord, „alle zwei, drei Jahre, aus irgendwelchen Hass-Gründen, relativ normal“ lautete die Antwort eines Befragten. Ein anderer sagte auf die Frage, ob Mord eine menschliche Reaktion sei: „Ja, wie es in den Wald hinein gerufen wird, so schallt's wieder raus.“

Auf Twitter zeigten sich viele Nutzer empört über die Aussagen, darunter auch mehrere Politiker. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet schrieb in dem sozialen Netzwerk: „In was für Zeiten leben wir, in denen vor laufender Kamera offen ein Mord gutgeheißen wird?“ Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende fügte hinzu: „Man erschaudert vor diesen Abgründen.“

Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz meinte auf Twitter zu der Kurzversion des „Kontraste“-Beitrags: „Eine Minute, in der es einem kalt den Rücken runter läuft.“

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach twitterte: „Die #Pegida Leute können einem wirklich Angst machen. Menschen, die über einen ermordeten demokratischen Politiker wie #Lübcke schadenfroh Spott absondern, sind zu allem fähig.“

Auch die stellvertretende Parteivorsitzende der Linken Martina Renner äußerte sich besorgt. „Die einen führen die Worte – die anderen führen die Waffen“, twitterte sie.

https://www.tagesspiegel.de/politik/mor ... 28002.html

Wieso regen sich hier schreibende Sachsen eigentlich nicht permanent auf, wenn die Minderheit in ihrem Bundesland immer wieder für negative Schlagzeilen sorgt? Warum werden von denen dann statt dessen auch noch Journalisten bedroht und angegriffen, wenn sie über diese Tatsachen berichten? Und warum wird man als User auch noch angepöbelt nur weil man deren Artikel hier verlinkt?

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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon HPA » 5. Juli 2019, 12:12

Die sollten ja eigentlich zu identifizieren sein:

Pegida-Äußerungen zum Lübcke-Mord

Staatsanwaltschaft leitet Verfahren wegen Billigung von Straftaten ein


Es sei ein Verfahren gegen Unbekannt wegen Billigung von Straftaten eingeleitet worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Lorenz Haase, am Freitag dem Tagesspiegel. Geprüft werde auch, ob weitere Straftatbestände wie Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener in Frage kommen.


https://m.tagesspiegel.de/politik/pegid ... R7kA3sa5zo
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. Juli 2019, 12:30

Wer dumm fragt kann auch dumme Antworten erhalten.
Ich persönlich würde nie zu so einer Demo gehen weil mir da viele wirklich zu einfach gestrickt sind.
Wenn da ein Reporter geistreiche Antworten erwartet, nun ja, aber vermutlich wollte man genau solche Aussagen herauszukitzeln.
Alles wird, vielleicht, gut.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon HPA » 5. Juli 2019, 12:37

Wohl eher entlarvend ,welche menschenverachtende Ideologie hier Pegida und Co zur Schau stellen. Bezeichnend auch der Typ im AfD Shirt.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Sperrbrecher » 5. Juli 2019, 13:38

Als 1981 der hessische Wirtschaftsminister von Tätern der "Revolutionären
Zellen" ermordet wurde, kam auch nur Häme aus der linksgrünen Ecke. Die
Täter wurden allerdings nie gefunden. Nur das Bekennerschreiben wies
auf die Täterschaft hin.

Hätte es einen Funktionär oder Politiker der AfD getroffen, dann wäre es
sicher auch kaum zu so einem Spektakel in den Medien gekommen und man
wäre ganz schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Interessierter » 5. Juli 2019, 13:59

Sperrbrecher » 5. Jul 2019, 14:38
Als 1981 der hessische Wirtschaftsminister von Tätern der "Revolutionären
Zellen" ermordet wurde, kam auch nur Häme aus der linksgrünen Ecke. Die
Täter wurden allerdings nie gefunden. Nur das Bekennerschreiben wies
auf die Täterschaft hin.


Wer oder was waren denn 1981 die linksgrünen Zellen? Wie kannst du denn Täter benennen, da nach eigener Aussage keine überführt wurden?

Hätte es einen Funktionär oder Politiker der AfD getroffen, dann wäre es
sicher auch kaum zu so einem Spektakel in den Medien gekommen und man
wäre ganz schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen.


Wie kannst du das wissen, wenn es doch gar nicht passiert ist?

Zum eigentlichen Thema, den Vorfällen in Dresden, schreibst du gar nichts?
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon augenzeuge » 5. Juli 2019, 14:15

Grenzwolf62 hat geschrieben:Wer dumm fragt kann auch dumme Antworten erhalten.
Ich persönlich würde nie zu so einer Demo gehen weil mir da viele wirklich zu einfach gestrickt sind.
Wenn da ein Reporter geistreiche Antworten erwartet, nun ja, aber vermutlich wollte man genau solche Aussagen herauszukitzeln.


Deine Pegida Antwort ist deutlich. Immerhin.

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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Interessierter » 6. Juli 2019, 07:45

Grenzwolf62 hat geschrieben:
Ich persönlich würde nie zu so einer Demo gehen weil mir da viele wirklich zu einfach gestrickt sind.


Lesen sich vorhergehende Beiträge zu Demos ( nicht nur Pegida ) von dir da nicht in großen Teilen völlig anders? Jetzt flattert die Fahne einfach nur im Wind.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Interessierter » 6. Juli 2019, 07:58

Sachsens Vizeministerpräsident will Verfassungswidrigkeit von Pegida prüfen

Pegida-Demonstranten haben mit Häme auf den Mord an CDU-Politiker Walter Lübcke reagiert. Sachsens Vize Martin Dulig will das nicht durchgehen lassen.

Die Hassparolen gegen den ermordeten Walter Lübcke bei der Pegida-Demonstration am vergangenen Montag in Dresden haben ein politisches Nachspiel, das womöglich zum Verbot von Pegida führt.

Der sächsische Wirtschaftsminister und Vizeministerpräsident Martin Dulig (SPD) fordert, das Landesamt für Verfassungsschutz solle einen Prüfbericht „zur potenziellen Verfassungswidrigkeit von Pegida“ erstellen. Der Bericht solle dem Kabinett vorgelegt werden, sagte Dulig am Freitag dem Tagesspiegel.

https://www.tagesspiegel.de/politik/has ... 29906.html
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Sperrbrecher » 6. Juli 2019, 08:53

Interessierter hat geschrieben:Wie kannst du das wissen, wenn es doch gar nicht passiert ist?

Die stattgefundenen Angriffe auf AfD-Wahlhelfer oder Funktionäre fanden doch bisher
in den Medien kaum Erwähnung.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon augenzeuge » 6. Juli 2019, 09:48

Sperrbrecher hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Wie kannst du das wissen, wenn es doch gar nicht passiert ist?

Die stattgefundenen Angriffe auf AfD-Wahlhelfer oder Funktionäre fanden doch bisher
in den Medien kaum Erwähnung.


Welche meinst du?

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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Sperrbrecher » 6. Juli 2019, 10:11

augenzeuge hat geschrieben:
Sperrbrecher hat geschrieben:Die stattgefundenen Angriffe auf AfD-Wahlhelfer oder Funktionäre fanden doch bisher
in den Medien kaum Erwähnung.


Welche meinst du?

https://www.faz.net/aktuell/politik/gew ... 33720.html

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 04406.html

https://www.welt.de/politik/deutschland ... e-AfD.html

https://www.tagesspiegel.de/politik/ang ... 41144.html
Zuletzt geändert von Sperrbrecher am 6. Juli 2019, 10:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon HPA » 6. Juli 2019, 10:12

Sperrbrecher hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Sperrbrecher hat geschrieben:Die stattgefundenen Angriffe auf AfD-Wahlhelfer oder Funktionäre fanden doch bisher
in den Medien kaum Erwähnung.


Welche meinst du?

https://www.faz.net/aktuell/politik/gew ... 33720.html


sperrbrecher hat geschrieben: Die stattgefundenen Angriffe auf AfD-Wahlhelfer oder Funktionäre fanden doch bisher
in den Medien kaum Erwähnung.


[wink]

Aber wir können ja mal die Toten zusammenzählen welche allein seit der Wende von rechts und von links ums Leben gekommen sind
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Zicke » 6. Juli 2019, 11:06

Aber wir können ja mal die Toten zusammenzählen welche allein seit der Wende von rechts und von links ums Leben gekommen sind


die zählt der Interessierte hier im x-tage Turnus auf.
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Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon AkkuGK1 » 6. Juli 2019, 11:42

Oktoberfest München sach ich da nur. Terroranschläge sind vor allem eines: die Taten FEIGER Drecksäcke. Egal ob rot/grün - ergibt das nicht braun?! oder anderer Couleur.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Interessierter » 6. Juli 2019, 12:14

@ Sperrbrecher:
Das Nachstehende waren meine Fragen, von denen du aber keine beantwortet hast.

on Interessierter » 5. Jul 2019, 14:59

Sperrbrecher » 5. Jul 2019, 14:38
Als 1981 der hessische Wirtschaftsminister von Tätern der "Revolutionären
Zellen" ermordet wurde, kam auch nur Häme aus der linksgrünen Ecke. Die
Täter wurden allerdings nie gefunden. Nur das Bekennerschreiben wies
auf die Täterschaft hin.



Wer oder was waren denn 1981 die linksgrünen Zellen? Wie kannst du denn Täter benennen, da nach eigener Aussage keine überführt wurden?

Hätte es einen Funktionär oder Politiker der AfD getroffen, dann wäre es
sicher auch kaum zu so einem Spektakel in den Medien gekommen und man
wäre ganz schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen.

Wie kannst du das wissen, wenn es doch gar nicht passiert ist?


Also mit dem Einstellen der Links hast du meiner Meinung nach ein Eigentor geschossen, worauf HPA dich auch schon hingewiesen hat.
Wir reden hier von einem ermordeten Politiker und da ist bei deiner Antwort einfach Fehlanzeige. Ganz abgesehen von den beiden anderen nicht beantworteten Fragen.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Sperrbrecher » 6. Juli 2019, 12:40

Interessierter hat geschrieben:Wer oder was waren denn 1981 die linksgrünen Zellen? Wie kannst du denn Täter benennen, da nach eigener Aussage keine überführt wurden?

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 92435.html
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Interessierter » 6. Juli 2019, 13:51

Bei dem von dir verlinkten Vorfall aus dem Jahr 1976 wurde doch auch niemand ermordet. Die von dir erwähnte linksgrüne Zelle kann es da auch noch nicht gegeben haben, da die Gründung der Grünen - Partei erst am 12./13. Januar 1980 stattgefunden hat.

Und was willst du eigentlich damit ausdrücken wenn du schreibst, ähnlich wie Grundschüler in der Schule sagen: " Herr Lehrer der XYZ hat das aber auch gemacht "?

Die verbalen Ausfälle von Trägern Rechten Gedankengutes, auf so eine erbärmiche Art versuchen schönzureden, ist erheblich mehr als nur peinlich.
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon augenzeuge » 6. Juli 2019, 22:19

Sperrbrecher hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
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Welche meinst du?

https://www.faz.net/aktuell/politik/gew ... 33720.html

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 04406.html

https://www.welt.de/politik/deutschland ... e-AfD.html

https://www.tagesspiegel.de/politik/ang ... 41144.html


Wie jetzt? Damit stehen sie doch in den gängigen Medien.... [denken]
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Sperrbrecher » 7. Juli 2019, 07:35

Interessierter hat geschrieben:Bei dem von dir verlinkten Vorfall aus dem Jahr 1976 wurde doch auch niemand ermordet. Die von dir erwähnte linksgrüne Zelle kann es da auch noch nicht gegeben haben, da die Gründung der Grünen - Partei erst am 12./13. Januar 1980 stattgefunden hat.

Der Mord an Heinz Herbert Karry fand am 11. Mai 1981 statt.
Außerdem sprach/schrieb ich von den Revolutionären Zellen die
bekanntlich, zumindest partiell, mit den GRÜNEN identisch waren.
https://www.n-tv.de/politik/Der-Mord-an ... 43362.html
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon HPA » 7. Juli 2019, 07:57

Welche GRÜNEN sollen denn partiell mit den RZ identisch gewesen sein?
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Interessierter » 8. Juli 2019, 08:39

„Ich verachte Ihre Äußerungen zu diesem schrecklichen Verbrechen“

Ein AfD-Politiker hat den CDU-Politiker Brand zu einem Streitgespräch über den Mordfall Lübcke eingeladen. Der lehnt ab, mit einem Brief voller Empörung.

„Eine Plattform für Hetze werden wir Ihnen nicht bieten“

Tauber hatte Steinbach wegen ihrer Attacken gegen Lübcke eine Mitschuld an dessen Tod vorgeworfen. Hohmann wiederum hatte betont, wenn es den von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu verantwortenden "Massenzustrom an Migranten“ nicht gegeben hätte, würde Lübcke noch leben.

In seiner bei Facebook veröffentlichten „Dialog“-Einladung an Brand und Tauber schreibt Hohmann: „Panik auf der CDU-Titanic. Zu lange nach links gesteuert. Der Eisberg ist gerammt. Das CDU-Schiff sinkt. Die CDU hat nicht nur vor dem Zeitgeist kapituliert. Sie hat ihn aufgesogen.“ Die jüngsten Äußerungen einiger Unionspolitiker zeigten: „Wir erleben eine phrasen- und unterstellungsgeladene Generalmobilmachung einer ehemaligen Volkspartei, die ihren Niedergang aufhalten und ihren politischen Konkurrenten AfD ausschalten will.“ Die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen würden die Angst zur Panik noch steigern, schreibt Hohmann.

Brand hat nun einen geharnischten Brief an Hohmann geschrieben, er liegt dem Tagesspiegel vor. „Eine Plattform für Hetze unter dem Vorwand von Dialog werden wir Ihnen nicht bieten.“ Es ist auch ein Denkzettel an die, die meinen, durch Einladungen in Talkshows die AfD-Vertreter stellen zu können. Brand hält den Dialog für sinnlos. „Wir beide stammen aus demselben Landkreis, waren einmal in derselben Partei, den Weg eines Christdemokraten haben Sie verlassen. Auch Erika Steinbach kenne ich, wie Sie wissen, seit vielen Jahren aus langer parlamentarischer Zusammenarbeit“, schreibt Brand.

Und weiter: „Nicht nur ich, sondern viele Kolleginnen und Kollegen haben mit Bedauern, Unverständnis und später auch mit klarer Ablehnung die Selbstradikalisierung einer Frau beobachtet, die sich einmal den Opfern von Diskriminierung, Vertreibung und Gewalt verpflichtet fühlte. Was ist aus Erika Steinbach und Ihnen bloß geworden, dass Sie sich als Projektionsfläche und Plattform für Hetze, ja sogar Mordaufrufe zur Verfügung stellen?“

Die Anständigen hätten inzwischen begonnen, sich zur Wehr zu setzen. „Es werden nicht mehr die Lügen, die Hetze und nicht die taktischen Manöver unkommentiert bleiben, mit denen die Hohmanns, Höckes, Steinbachs und deren Gesinnungsgenossen versuchen, unser großartiges Land von innen zu zerstören“, schreibt Brand. „Der AfD-Finanzier Putin hat sicher seine helle Freude an Ihrer Strategie, wir Patrioten verteidigen dagegen unser Land.“

[b]„Die Mehrheit der Deutschen wendet sich angewidert ab“[/b]

In Hohmanns Logik sei der aufrechte Patriot Walter Lübcke mit seiner zutiefst christlichen Haltung und seiner anständigen Hilfe für die Flüchtlinge „selbst schuld“ an seiner Ermordung. „Mir fehlen dazu die Worte, um Entsetzen und auch „heiligen Zorn“ angemessen zum Ausdruck zu bringen.“

Dass Hohmann nicht einmal mehr die Pietät, den Anstand besitze, die Familie wenigstens in der Trauerphase „mit Ihrer völlig wahnwitzigen Rechtfertigung des Mordes an Walter Lübcke zu verschonen, zeigt den Grad der Radikalisierung, der auch bei Ihnen zutage tritt“. Dass er die für einen Christen so zentralen Gebote wie Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit mit Füßen trete, müsse Hohmann selbst mit seinem Gewissen vereinbaren. „Mit der Ermordung meines Freundes Walter Lübcke erreicht unser beider Verhältnis eine andere Qualität. Ich werde nicht den Hass predigen, so wie Sie es tun. Aber ich verachte und missbillige ausdrücklich Ihre Haltung und Ihre Äußerungen zu diesem schrecklichen Verbrechen.“

Und weiter schreibt der Chef der hessischen CDU-Abgeordneten im Bundestag: „Die Mehrheit der Deutschen wendet sich angewidert ab.“ Sie sei bereit, für das Land und seine Werte zu kämpfen. „Wir werden diesen Kampf gewinnen.“ Brand verspricht, den Kampf gegen die AfD-Funktionäre und um die Anständigen in der Wählerschaft der AfD offensiv zu führen. „Unser Vaterland, die Freiheit und unsere offene Gesellschaft werden wir gegen die AfD und Ihre Helfershelfer im In- und Ausland erfolgreich verteidigen.“ Damit ist aus Brands Sicht zum Fall Hohmann erstmal alles gesagt.

https://www.tagesspiegel.de/politik/ein ... 34594.html
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon HPA » 8. Juli 2019, 11:03

Sehr treffender Kommentar:

Nach jedem islamistisch motivierten Mord gibt es in Pakistan Menschen, die die Bluttat gutheißen. Das Opfer sei kein Opfer, sondern "ein Blasphemist", der den Tod verdient habe, sagen sie. Ein "Ungläubiger" oder "Abtrünniger" sei da gestorben. Als 2011 der als liberal und prowestlich geltende Politiker Salman Taseer, Gouverneur der Provinz Punjab, von seinem eigenen Leibwächter erschossen wurde, weil er sich für die Freilassung der "Blasphemistin" Asia Bibi eingesetzt hatte, wurde der Mörder von Tausenden Menschen gefeiert - und wird es heute noch. Rechtsanwälte bewarfen den Täter auf seinem Weg zum Gericht mit Rosenblättern. Menschen, die ich bis dahin für klug und differenziert denkend gehalten hatte, erklärten mir allen Ernstes, Taseer habe es "zu weit getrieben" und sei daher "selbst schuld" an seinem Tod.

Leider gibt es solch eine Niedertracht nicht nur in der Ferne.

In Deutschland sagen Menschen über den Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke, der ein Befürworter der Flüchtlingspolitik war, mithin für die Aufnahme von Menschen in Not war, er sei zu Recht ermordet worden. Aufnahmen der ARD-Sendung "Kontraste" belegen das. Da sagt ein Pegida-Teilnehmer, ein Mord "alle zwei, drei Jahre aus Hassgründen" sei "völlig normal". Ein anderer erklärt, Lübcke sei ein "Volksverräter", wieder ein anderer findet, der Mord an ihm sei "eigentlich bald eine menschliche Reaktion". Und an allem sei Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik schuld.
Sie rufen nach einem "starken Führer", bezeichnen politische Gegner als "Feinde", wollen "das System" ändern, sehen sich selbst als bedrohte Minderheit, die sich wehren muss, denken in Freund-Feind-Schubladen.


In Wahrheit bedrohen sie, hier wie dort, jede Form von Freiheit.

Die Grenze setzt nicht erst das Strafrecht, sondern der Anstand

Seit Jahren hören wir, wir sollten die "Sorgen und Nöte" der "besorgten Bürger" ernst nehmen, mit diesen Menschen "den Dialog" suchen, ihnen "auf Augenhöhe" begegnen. Extremistische Gedanken sind sagbar geworden, offen, stolz, selbstbewusst. Wer diese Leute kritisiert, dem wird entgegengebrüllt, er beschneide die Meinungsfreiheit - als ob Mordfantasien, Gewaltrechtfertigungen und Rassismus "Meinungen" wären.

Wer stellt sich diesem Pöbel schon entgegen? Und sind nicht auch staatliche Stellen mit einigen von ihnen ganz eng verbunden, etwa beim Verfassungsschutz?

Warum sind wir erst jetzt ernsthaft erschüttert? Wie oft wollen wir noch schockiert sein? Haben wir bei den Pegida-Veranstaltungen, die es immerhin seit Oktober 2014 gibt, früher nicht richtig hingehört? Oder haben wir das einfach nicht wahrhaben wollen, denn ach, da marschieren ja auch ganz normale, besorgte Bürger mit. Da kann man doch nicht so kritisch sein!

Ja, wir müssen mit Extremisten reden. Aber nicht mit Wohlwollen, Entgegenkommen und Verständnis. Sondern sie kritisierend, argumentativ stellend, politisch bekämpfend und, wann immer nötig, vor Gericht. Alles andere hieße, sie gesellschaftlich zu akzeptieren.
Oft genug hört man von diesen Leuten, es würden "Meinungskorridore" in Deutschland errichtet und man dürfe nicht mehr alles sagen. Richtig. Denn selbstverständlich ist in einer zivilisierten Gesellschaft nicht alles sagbar. Die Grenze setzt nicht erst das Strafrecht, sondern setzen Anstand und Moral.

Wer sich menschenverachtend äußert, muss geächtet und ausgegrenzt werden. Er muss einen sozialen Preis dafür zahlen. Und Extremisten muss man nennen, was sie sind: Extremisten.



Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 76016.html
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Re: Entsetzen über Aussagen von Pegida-Demonstranten zu Lübcke

Beitragvon Interessierter » 8. Juli 2019, 12:30

Ja, ein wirklich treffender Kommentar, der es genau auf den Punkt bringt. Dazu dann auch gleich die neueste Meldung:

„Die Rechte“ plant Aufmarsch in Kassel

In Kassel will „Die Rechte“ „gegen Pressehetze“ demonstrieren. Die Demo soll auch zum Regierungspräsidium führen.

Rund eineinhalb Monate nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke mobilisiert die Neonazi-Kleinstpartei „Die Rechte“ zu einem Aufmarsch nach Kassel. Die Demonstration unter dem Motto „Gegen Pressehetze, Verleumdung und Maulkorbphantasien“ soll nach Angaben der Partei am Samstag, 20. Juli, um 12 Uhr am Kasseler Hauptbahnhof beginnen.

„Die Rechte“ beklagt nach Lübcke-Mord Hetze gegen Rechte

Der Neonazi Sascha Krolzig, Bundesvorsitzender von „Die Rechte“, bewarb den Aufmarsch am Wochenende bei einem Rechtsrock-Festival im thüringischen Themar. Der Mord an Lübcke werde politisch benutzt, um gegen die rechte Szene Stimmung zu machen, sagte Krolzig unter dem Beifall Hunderter Neonazis. Es sei deshalb Zeit, „dass das rechte Lager wieder in die Offensive geht“. Anmelder der Demonstration ist laut Krolzig der bundesweit aktive Neonazikader Christian Worch. Der Aufmarsch soll demnach auch zum Kasseler Regierungspräsidium führen.

Antifa will Demo verhindern

In der Kasseler linken Szene wird seit dem Wochenende bereits zu Protesten gegen den Neonazi-Aufmarsch aufgerufen. Der Versuch, die rechte Szene zum Opfer des Lübcke-Mords zu machen, sei ein „an Wahnwitz kaum zu überbietender Versuch, die Tatsachen in ihr Gegenteil zu verdrehen“, heißt es auf der Webseite einer Kasseler Antifa-Gruppe. Der rechte Aufmarsch in Kassel müsse unter allen Umständen verhindert werden, heißt es weiter.

https://www.fr.de/rhein-main/rechte-pla ... 73550.html
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