Horrorfahrt im Barkas

Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2019, 13:34

Merkurs Frage war harmlos, ich sehe da keine Stänkerungsabsicht. Also, alles gut. [wink]

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Interessierter » 30. November 2019, 13:58

Ich schreibe hier genau wie alle anderen User lediglich meine Meinung. Und das völlig unabhängig davon, ob diese Zustimmung finden.

[hallo]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2019, 15:03

Interessierter hat geschrieben:Ich schreibe hier genau wie alle anderen User lediglich meine Meinung. Und das völlig unabhängig davon, ob diese Zustimmung finden.

[hallo]


Das ist mir klar. Ich auch. [hallo]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon karnak » 30. November 2019, 15:14

Sperrbrecher hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Aber Du musst doch zugeben, dass so ein Mensch von der Sache her dazu da ist Dich mit einer Kontrolle zu belästigen und nicht mit Dir Spass zu haben und Kaffee zu trinken.

Damit unterstellst Du, dass nur die Grenzbediensteten der DDR ihre Arbeit richtig
gemacht haben und alle anderen Grenzkontrolleure anderer Länder ihren Auftrag
nicht ordnungsgemäß nachgekommen sind.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Erfolgsquoten der DDR-Kontrolleure
durch ihre unfreundliches, arrogantes und inquisitorische Auftreten und Verhalten,
im Gegensatz zu ihren Kollegen in anderen Ländern, wesentlich nutzbringender
ausgefallen sind und ein positives Image des DDR-Staates bei den Reisenden aus
anderen Ländern hätte bewirken können.

Über das Verhalten und die Maßnahmen der DDR-Kontrolleure haben selbst ihre
polnischen Kollegen oftmals den Kopf geschüttelt und im persönlichen Umfeld ihr Unverständnis zum Ausdruck gebracht. Wie mir ein polnischer Verwandter, der in
Frankfurt am Grenzübergang seinen Dienst versah, in privaten Gespräch erklärte.
Die polnischen Zoll- und Grenzbeamten hatten keine gute Meinung von ihren DDR-
Kollegen. Schließlich wurden sie doch tagtäglich Augenzeugen, wie diese die Reisenden
schikanierten.

Ich stelle lediglich fest, dass Grenzbedienstete einen Auftrag zu einer Kontrolle haben und nicht vordergründig spaßig, lustig und unterhaltsam sein sollen. Wenn das auch ohne Frage das Leben erleichtern kann. [flash]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon zonenhasser » 30. November 2019, 15:15

Beethoven hat geschrieben:Oder hast Du Dir die Reisen durch Lügen erschlichen? Wenn ja, dann, verzeih mir, vermute ich, dass das Lügen bei Dir zum normalen Alltag gehört

In der DDR, einem der verlogensten Staaten dieser Erde, war das Lügen überlebenswichtig. Wenn wir uns im Freundeskreis zu sehr darüber aufregten, beruhigten wir uns mit dem Spruch: "Die Bonzen wollen doch verarscht werden." Diesen dreckigen Schweinestaat zu belügen, war erste Bürgerpflicht.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon steffen52 » 30. November 2019, 15:18

Merkur hat geschrieben:
Typen wie Du und andere Geschichtenerzähler werden von mir auch weiterhin keine Ernsthaftigkeit erfahren. [hallo]

Sage mal Merkur wie kommst Du darauf das hier selbst erlebte Dinge(gehe von mir aus) mit den Staatsdienern der DDR an den Güst als Geschichtenerzähler hinstellst? Klingt ja so wie als wäre das alles erlogen.
Solltest Du mit diesen Genossen keine Probleme gehabt haben, so ist das schön für Dich oder hast Du einen gewissen Ausweis immer vorgelegt??? [ich auch]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon karnak » 30. November 2019, 15:20

augenzeuge hat geschrieben:Karnak, es ist ein großer Unterschied, warum ich meine Schuhe am Flughafen ausziehen muss, oder meine Socken in der Bahn. Ich denke nicht, dass ich weiter erklären muss.

Warum änderte sich nach Ende der DDR die Kontrolle zur CSSR? Warum konnte man plötzlich anders, einfacher verfahren? Warum änderte sich das Verhalten gravierend? Warum wurde es dort plötzlich so, wie in Europa üblich?

Wohl gemerkt, zuvor war es ein "Bruderstaat" ....


AZ

Letztlich ist das überhaupt kein Unterschied, ein Zöllner orientiert sich bei der Auswahl seiner Kontrolle an gewissen Kriterien. Mit Sicherheit mit anderen Vorzeichen damals und heute und bei einer Zugfahrt eher hinsichtlich von Schmuggel von irgendwas, vordergründig von Zahlungsmitteln und beim Flughafen heute eher in Richtung Terrorismus.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon karnak » 30. November 2019, 15:27

steffen52 hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
Typen wie Du und andere Geschichtenerzähler werden von mir auch weiterhin keine Ernsthaftigkeit erfahren. [hallo]

Sage mal Merkur wie kommst Du darauf das hier selbst erlebte Dinge(gehe von mir aus) mit den Staatsdienern der DDR an den Güst als Geschichtenerzähler hinstellst? Klingt ja so wie als wäre das alles erlogen.
Solltest Du mit diesen Genossen keine Probleme gehabt haben, so ist das schön für Dich oder hast Du einen gewissen Ausweis immer vorgelegt??? [ich auch]
Gruß steffen52

Das klingt nicht nur so, dass ist so, kannst auch gerne das Wort zusammengesponnen haben damit es nicht so derbe klingt. Der Merkur kann das nicht so praxisnah wissen, ich weiß das aber.
Es ist die selbe Rumspinnerei wie die schon öfter erwähnte wahnhafte und auch noch neidbesetzte Vorstellung von dem Vorlegen eines Ausweises, ich vermute mal den Klappfix.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Kumpel » 30. November 2019, 15:40

karnak hat geschrieben:Es ist die selbe Rumspinnerei wie die schon öfter erwähnte wahnhafte und auch noch neidbesetzte Vorstellung von dem Vorlegen eines Ausweises, ich vermute mal den Klappfix.


Nee ,Klappfix war nicht.
Die haben sich bei uns im Zusammenhang mit einem Unfall als Pathologe ausgegeben um Informationen zu erlangen.
Im Nachhinein absurd, aber damals hat man das zwar mit einem komischen Bauchgefühl hingenommen.
Offiziell hatten wir nie mit der Stasi zu tun. Erst die Akteneinsicht brachte Aufklärung.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon karnak » 30. November 2019, 15:47

Hier geht es wohl eher um das Vorlegen eines Ausweises Richtung Osten um sich entsprechende Vorteile im privaten Bereich zu erschleichen.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon steffen52 » 30. November 2019, 15:54

karnak hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
Typen wie Du und andere Geschichtenerzähler werden von mir auch weiterhin keine Ernsthaftigkeit erfahren. [hallo]

Sage mal Merkur wie kommst Du darauf das hier selbst erlebte Dinge(gehe von mir aus) mit den Staatsdienern der DDR an den Güst als Geschichtenerzähler hinstellst? Klingt ja so wie als wäre das alles erlogen.
Solltest Du mit diesen Genossen keine Probleme gehabt haben, so ist das schön für Dich oder hast Du einen gewissen Ausweis immer vorgelegt??? [ich auch]
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Das klingt nicht nur so, dass ist so, kannst auch gerne das Wort zusammengesponnen haben damit es nicht so derbe klingt. Der Merkur kann das nicht so praxisnah wissen, ich weiß das aber.
Es ist die selbe Rumspinnerei wie die schon öfter erwähnte wahnhafte und auch noch neidbesetzte Vorstellung von dem Vorlegen eines Ausweises, ich vermute mal den Klappfix.

Also das mit der neidbesetzte Vorstellung von dem Ausweis genannt Klappfix, kannst Du stecken lassen, diesen zu bekommen ist nun das leichteste in der DDR gewesen, sich bei diesen Genossen des MfS anbieten und
unterschreiben. Ziehe lieber den Hut für die Bürger der Damaligen die sich dieser Firma nicht unterworfen haben und auch so über die Runden gekommen sind und das halt mit Beziehung zu diesem oder jenen der
das gerade hatte was man brauchte oder halt man hatte D-Mark, da ging auch viel und auch die straffen Genossen wurden weich beim Anblick diesen farbigen Scheine vom Klassenfeind. Du natürlich nicht, ist mir klar!!! [wink]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon karnak » 30. November 2019, 16:00

[flash] So einfach war das nicht den Ausweis zu bekommen, Du musstest dazu auserkoren werden. Anbiedererei hat die Firma immer misstrauisch gemacht.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon zonenhasser » 30. November 2019, 16:18

Spät am Abend jenes 10. November 1989, die historisch gewordene Veranstaltung am Rathaus Schöneberg war beendet, Hans-Jochen Vogel, Nachfolger Brandts als SPD-Vorsitzender und wie dieser einst – wenn auch nur für kurze Zeit – Regierender Bürgermeister Berlins, richtete eine Frage an seinen Vorgänger. Ob er noch Zeit habe? Brandt hatte Zeit. Vogel schlug vor, Brandt solle zu einem Kennenlerntreffen mit ostdeutschen Sozialdemokraten mitkommen, die sich einen Monat zuvor unter der Abkürzung „SDP“ – für „Sozialdemokratische Partei“ – in Schwante bei Berlin zusammengetan hatten.

Brandt sagte ja. Die Gruppe fuhr Richtung Ost-Berlin. Ziel: Das „Hotel Albrechtshof“ nahe dem Bahnhof Friedrichstraße. Gesprächspartner: Ibrahim Böhme, der später als Stasi-Spitzel enttarnt wurde, Steffen Reiche und andere. Probleme entstanden an der zwar offenen, aber noch existierenden Grenze in Berlin. Brandt habe – „wie immer“, wie Rother berichtet – keinen Ausweis dabeigehabt. Ein Hin und Her mit der DDR-Volkspolizei, wer der Mann ohne Ausweis sei. Vogel – mutmaßlich mit erhobener Stimme und hochrotem Kopf – rief: „Ich versichere Ihnen, es ist Willy Brandt.“ Der Schlagbaum ging hoch.
https://www.faz.net/aktuell/politik/25- ... ageIndex_2
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2019, 16:49

zonenhasser hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Oder hast Du Dir die Reisen durch Lügen erschlichen? Wenn ja, dann, verzeih mir, vermute ich, dass das Lügen bei Dir zum normalen Alltag gehört

In der DDR, einem der verlogensten Staaten dieser Erde, war das Lügen überlebenswichtig. Wenn wir uns im Freundeskreis zu sehr darüber aufregten, beruhigten wir uns mit dem Spruch: "Die Bonzen wollen doch verarscht werden." Diesen dreckigen Schweinestaat zu belügen, war erste Bürgerpflicht.

[super] Super Antwort Zonenhasser.
Genauso zieht es sich durch mein gesamtes DDR-Leben! Wenn immer es ging, habe ich mit List und Tücke versucht für mich und meine Familie das Beste rauszuholen.
Genauso tückisch, listig, lustg war mein Ansinnen ohne Wartezeiten einen Farbfernseher zu bekommen. Mit den eigenen Waffen habe ich die geschlagen. Genau den Honeckerschen Kackschmus vor meine Forderungen gesetzt und es klappte. Beim Abholen dann, wurden die Verkäufer, die diese Geräte sonst nach ihrem Gutdünken aufteilten nochmal kräftig verarscht. Und dass diese ganzen Schoten stimmen, können stets damalige Dabeigewesene, wie im Lohnbüro wo die Telefonate stattfanden, bestätigen.

Zugegebener Maßen hat mir das immer Spaß gemacht.
War ja besser, als den lieben langen Tag zu jammern, dass wir eingesperrt waren. Ich hab trotz DDR immer ein schönes und freudiges Leben geführt. Nur eben auch entschieden mehr als Beethoven erlebt, oder zumindest auch wahrgenommen.

Gruß Volker
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2019, 17:02

zonenhasser hat geschrieben: Ein Hin und Her mit der DDR-Volkspolizei, wer der Mann ohne Ausweis sei. Vogel – mutmaßlich mit erhobener Stimme und hochrotem Kopf – rief: „Ich versichere Ihnen, es ist Willy Brandt.“ Der Schlagbaum ging hoch.[/b]
https://www.faz.net/aktuell/politik/25- ... ageIndex_2



Ist ja noch dramatischer als im Harz, als am 11.11.89 "kackfrech" Ministerpräsident Albrecht in den Osten wechselte. Einen Blattschußss hat der bisherige Klassenfeind zum Glück nicht bekommen, aber Freibier in dortiger Dorfkneipe.
Er war der erste Mann aus dem Westen, der für das Flächendenkmal Quedlinburg zweckgebunden abertausende Dachziegel für das Viertel Neuendorf besorgte. Dies Spende war der Grundstein, dass nichts mehr, wie zuvor SED-befohlen, abgerissen wurde.
Mit dabei war mein Cousin Harald Junge, gleicher, der später beim Brockenbahnunglück 1994 schwerst verletzt wurde. Er war Mitinitiator und hat Herrn Albrecht persönlich erlebt und wohnt dort heute in einem, seinem geretteten Haus.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon AkkuGK1 » 30. November 2019, 17:20

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon steffen52 » 30. November 2019, 17:37

karnak hat geschrieben:[flash] So einfach war das nicht den Ausweis zu bekommen, Du musstest dazu auserkoren werden. Anbiedererei hat die Firma immer misstrauisch gemacht.

Auserkoren, ach so deshalb solche vielen Experten denen man schon vom weiten ansah bei welcher Firma sie angestellt waren. [bravo]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon HPA » 30. November 2019, 22:55

Merkur hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Hauptsache der User Merkur, der unser Forum abwertend lediglich als seine Spielwiese bezeichnet, konnte mal wieder Öl ins Feuer gießen bzw. stänkern.


Typen wie Du und andere Geschichtenerzähler werden von mir auch weiterhin keine Ernsthaftigkeit erfahren. [hallo]


Die Betreffenden werden jetzt sicherlich vor Gram nächtelang ins Kissen weinen.

Aber das siehst Du ja sicherlich bei den Stasiopas, dessen Geschichten Du so andächtig lauscht, anders.

steffen-52 hat geschrieben: ..... oder hast Du einen gewissen Ausweis immer vorgelegt???


Da der Betreffende zur Wendezeit noch nicht mal volljährig war dürfte das eher unwahrscheinlich gewesen sein. [wink]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Beethoven » 1. Dezember 2019, 10:01

Ja, wie bereits öfter geschrieben, es muss zwei unterschiedliche DDR-en gegeben haben.

Während meines Studiums in Dresden, bin ich oft in die CSSR (meistens nach Teblice - war ja nur eine knappe Stunde entfernt) gefahren. Ganz einfach um dort einzukaufen, vor allem Zeichenmaterial aber auch um zu essen oder Weihnachtsgeschenke zu kaufen usw. Es werden wohl an die 20 x gewesen sein. Ich wurde nicht ein einziges mal, ob nun bei Ein- oder Ausreise, näher kontrolliert. Ausweis hoch und durchgewunken. Natürlich konnte es mal passieren, dass man in einer Schlange stand und sich 20 Minuten nur im Schritttempo bewegte aber das gibt es wohl an jeder Grenze, an der der Durchlass etwas eng ist.

Als ich dann hier, in Strausberg wohnte, sind wir oft nach Polen rüber gefahren, via Frankfurt Oder. Dito ! Nicht ein einziges mal musste ich den Kofferraum des Trabi öffnen ob nun bei der Ein-oder Ausreise. Das passierte mir erst nach der Wende vor zwei oder drei Jahren erstmalig. Da stand der Zoll im Hinterland, also etwa 3 oder 5 km hinter der Grenze nach Polen auf deutscher Seite. Zur Entschuldigung muss ich aber sagen, dass diese Geschichte im Dezember passiert ist und der Zoll es wohl auf illegal aus Polen eingeführte Knallkörper abgesehen hatte. Nun knalle ich seit 30 Jahren nicht mehr zu Silvester. Das lasse ich die Anderen machen. Für mich war das eine sinnvolle Maßnahme durch den Zoll und wenn man zu den Kollegen freundlich ist, was ich ja sowieso meistens bin, ist das ne Sache von wenigen Minuten. Wenn ich nun gestrickt wäre wie V.Z. z.B., dann hätte ich da gewettert und geschimpft. Was hätte es gebracht? Gar nichts. Die Männer und Frauen machen ihren Job und wenn sie diesen gut machen, so nutzt das uns allen und bringt Sicherheit.
Jedes Land hat da nun mal Gesetze und Vorschriften. Und wenn die Zöllner und Grenzer an den GÜSt-en dort höflich aber bestimmt ihre Aufgaben erfüllten, dann kann sich nur ein Dämlack darüber aufregen.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Dezember 2019, 10:42

Sich meiner bedienend schreibst Du, Beethoven wieder Unsinn.
Was soll ich gegen Grenzkontrollen haben? Selbst verschärfte erachte ich als wichtig, schon um Terror abzuwehren. Bei meinem letzten Flug von Leipzig aus, musste sich wohl bald jeder 3. die Schuhe ausziehen. Na und? Ist doch besser, als mit dem Flieger runter zufallen.
Als ich zu DDR-Zeiten nach Danzig flog, war auch ein Abfühlen des ganzen Körpers angesagt. Habe ich volles Verständnis für, denn damals ging der Flugterror bereits los.

Du kannst aber DDR-Zöllner und Grenzkontrolleure nie mit heute vergleichen. Diese Missmutigkeit gibt es nicht mehr. So, als wäre der ganze Menschenschlag schlagartig ausgerottet worden.
Ich habe, ist nun auch schon über 20 Jahre her, gleiches wie zu DDR-Zeiten nur in Newark bei der Einreise erlebt. An die 2 Stunden, irgendwo ist es genauer notiert, standen wir in endlosen Einreisereihen. Rechts und links lange weiße Striche auf dem Fußboden einer Halle. Da ging es in Schlangenlinie zur Kontrolle. Diese Kontrolleure ließen uns zwar unbehelligt passieren, sie waren aber genau so mies gelaunt wie seinerzeit im Osten. Es ist aber die absolute Ausnahme.
In der DDR war aber die Grenz-Schikane Programm, und das bestätigen Dir Millionen die reisten!

Gruß Volker
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 1. Dezember 2019, 10:43

Beethoven hat geschrieben:Ja, wie bereits öfter geschrieben, es muss zwei unterschiedliche DDR-en gegeben haben.

Freundlichst


Natürlich gab es die. Das war mir schon 1983 klar. [flash]

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Ari@D187 » 1. Dezember 2019, 10:44

karnak hat geschrieben:Tatsächlich, also ich musste in Tegel schon mal meine Winterstiefel ausziehen und die wurden irgendwo hin gebracht, keine Ahnung warum. Und ich muss fast jedesmal zum Abstrich für den Sprengstofftest und habe auch keinen Ausreiseantrag gestellt. [flash] Ich würde deswegen nie ein Wort verlieren, ich habe keine Ahnung nach welchen Kriterien die dort kontrollieren, es interessiert mich auch nicht weil es mich nicht umbringt und ich mir bewusst bin, dass ich an diesem Ort kontrolliert werden könnte.

Das kenne ich nur zu gut vom Frankfurter Flughafen. Bin da öfters mit Mopedklamotten unterwegs, was schon nervig genug ist. Hinzu kommt, dass die Jungs die Schutzeinlagen wohl für Drogendepots halten. :) Und egal, welche Schuhe ich auch anziehe, ich muss sie entweder kurz nach dem Durchgang oder in einem separaten "Eternit-Kabuff" ausziehen. Beim letzten Mal meinte der Kontrollierende im Kabuff dann zu mir, dass ich nicht so nervös sein müsste. Darauf ich: "Ich bin nicht nervös, aber da draussen liegen meine kompletten Wertsachen, für jeden nachfolgenden Fluggast frei mitnehmbar, herum!"

Anschliessend dann noch die Warterei am Gate und als Krönung das Einsteigen und Hinsetzen. Das ist für viele Fluggäste (ich rede jetzt nicht von körperlich eingeschränkten Personen) offenbar eine halbe Lebensaufgabe. Und am Ziel wollen dann alle auf einen Schlag und hektisch wieder raus...um als erste am Gepäckband anzustehen.

So gesehen, war die Ein- und Ausreise in die DDR ein kurzweiliges Vergnügen, verglich mit heutigen Flugreisen. [shocked] [flash]

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Zuletzt geändert von Ari@D187 am 1. Dezember 2019, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 1. Dezember 2019, 10:45

Ari@D187 hat geschrieben:So gesehen, war die Ein- und Ausreise in die DDR ein kurzweiliges Vergnügen, verglich mit heutigen Flugreisen. [shocked] [flash]

Ari


Unzureichende Erfahrungen führen schon mal zur falschen Beurteilung.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Ari@D187 » 1. Dezember 2019, 10:48

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:So gesehen, war die Ein- und Ausreise in die DDR ein kurzweiliges Vergnügen, verglich mit heutigen Flugreisen. [shocked] [flash]

Ari


Unzureichende Erfahrungen führen schon mal zur falschen Beurteilung.

AZ

Ging ja schneller als erwartet. [laugh]
Ich kann auch nur von dem berichten, was ich erlebt habe.
Und die Bomber werden auch immer enger. Letztens hatte ich einen wahren "Horrorflug im Airbus".

Ari
Zuletzt geändert von Ari@D187 am 1. Dezember 2019, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Kumpel » 1. Dezember 2019, 10:49

Den meisten Insassen der DDR ist das Grenzprozedere mangels Genehmigung an der Westgrenze ja erspart geblieben.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 1. Dezember 2019, 10:52

Ging ja schneller als erwartet.

Wenn ich zur falschen Zeit am falschen Ort bin passiert das schon mal. [laugh]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon zonenhasser » 1. Dezember 2019, 11:55

Beethoven hat geschrieben:Ja, wie bereits öfter geschrieben, es muss zwei unterschiedliche DDR-en gegeben haben.
Das zwar nicht, aber es gab unterschiedliche Visagen. Deine und Dein ganzer Habitus wurden offenbar als staatstragend erkannt.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Beethoven » 1. Dezember 2019, 15:33

zonenhasser hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Ja, wie bereits öfter geschrieben, es muss zwei unterschiedliche DDR-en gegeben haben.
Das zwar nicht, aber es gab unterschiedliche Visagen. Deine und Dein ganzer Habitus wurden offenbar als staatstragend erkannt.


Na, das ist doch mal eine tolle Vermutung. [grins]
Woran mögen die das fest gemacht haben?

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon zonenhasser » 1. Dezember 2019, 16:14

Beethoven hat geschrieben:
zonenhasser hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Ja, wie bereits öfter geschrieben, es muss zwei unterschiedliche DDR-en gegeben haben.
Das zwar nicht, aber es gab unterschiedliche Visagen. Deine und Dein ganzer Habitus wurden offenbar als staatstragend erkannt.

Na, das ist doch mal eine tolle Vermutung. [grins]
Woran mögen die das fest gemacht haben?
Vielleicht hast Du das Revers an der Jacke umgeschlagen: Bild
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
Bert Brecht
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Beethoven » 2. Dezember 2019, 16:41

Habe ich nicht, werter ZH.

Zum Ersten hatte ich das Absolventenabzeichen der MAK noch gar nicht, als ich in Dresden studiert habe, denn das bekam man erst nach dem erfolgreichen Studienabschluss verliehen und Zweitens : gab es diese PIN in der damaligen DDR noch nicht. Es ist ein Produkt der Nachwendezeit.
Ich kenne solch ein PIN und hätte auch gerne eines. Leider bin ich bis heute nicht im Besitzt einer solchen PIN.

Aber an meiner "Ich liebe mich selbst Wand" hängt mein Absolventenabzeichen im Kreise der Fallschirmsprungabzeichen, die ich im Laufe der Jahre erworben ("ersprungen") habe.

Freundlichst
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