Forschung aus Potsdam: Die Stimmung in der DDR

Aufarbeitung und Schlußfolgerungen

Forschung aus Potsdam: Die Stimmung in der DDR

Beitragvon Interessierter » 6. November 2018, 08:33

Die unerkannte Revolution

Infratest und Stasi untersuchten die Stimmung in der Bevölkerung der DDR. Falsch lagen sie beide, wie aktuelle Forschungen in Potsdam zeigen.

https://www.pnn.de/potsdam/forschung-au ... 64498.html
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
Benutzeravatar
Interessierter
 
Beiträge: 16733
Registriert: 27. Februar 2011, 13:40

Re: Forschung aus Potsdam: Die Stimmung in der DDR

Beitragvon zonenhasser » 6. November 2018, 11:09

Ähnliche Versorgungskrisen und deren Auswirkungen auf die Stimmung in der Bevölkerung registrierten Infratest und MfS aufmerksam. Dass dies zum Zusammenbruch des Systems führen könnte, ahnten beide nicht. Denn das hielten beide Institute an sich für stabil.


Dass die permanente Versorgungskrise der DDR zum Zusammenbruch des Systems geführt hätte, ist unbewiesen. Das gesamte System, also nicht nur das Wirtschaftssystem, sondern auch das diktatorische Einparteiensystem fand nie die Zustimmung der Bevölkerung. Stabil war die DDR nur solange wie die sowjetischen Panzer hinter ihr standen.
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
Bert Brecht
Benutzeravatar
zonenhasser
 
Beiträge: 782
Registriert: 19. Juli 2012, 23:25
Wohnort: Sachsen

Re: Forschung aus Potsdam: Die Stimmung in der DDR

Beitragvon Dr. 213 » 6. November 2018, 15:26

Das die Stasis so viel Arbeit und Zeit in das Thema Versorgung und Volkswirtschaft gesteckt haben ist
in der Nachbetrachtung ein Riesenglück. Die damit gebundenen Mitarbeiter konnten so wenigstens
den normalen DDR- Menschen nicht so viel Schaden zufügen.

Das trug wesentlich mit dazu bei, so ungeheurer viel Papier mit eigentlich wenig Nutzen zu produzieren.
Die Stasikrake als Instutition, die einfach Alles wissen mußte, hat sich daran bis zum Ende richtig schön überfressen.

Die waren einfach für Alles zuständig. Und darum wurden sie auch von strammen Genossen und Mitläufern
wie eine Gottheit angehimmelt und bei allerlei Alltags- Problemchen um Rat und Hilfe gebeten.

So eine Art Super Super Arbeiter- und Bauerninspektion waren die auch und mußten die Hinweise bearbeiten.
Solche Petzereien liefen dann unter der schönen DDR- Floskel "das Gespräch mit den Genossen".
Das habt ihr SED- Gläubigen fein hingekriegt! Ich könnte mich kringeln über so viel unbeabsichtigte Sabotage.
[laugh]

Herzlichst
Dr. 213
Sie lügen, sie lügen und wir müssen uns barmherzig zeigen, denen gegenüber, die lügen. (Colonel Kurtz)
Benutzeravatar
Dr. 213
 
Beiträge: 903
Registriert: 17. August 2014, 13:52


Zurück zu Die DDR aus heutiger Sicht

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste