Über Kriegsopfer in Kleinmachnow „Todesursache unbekannt“

Aufarbeitung und Schlußfolgerungen

Über Kriegsopfer in Kleinmachnow „Todesursache unbekannt“

Beitragvon Interessierter » 5. November 2018, 10:53

Kleinmachnows Ortschronist Günter Käbelmann hat zum Schicksal von 30 Einwohnern recherchiert, die nach dem Zweiten Weltkrieg dem Stalin-Terror zum Opfer fielen. Dabei wurde ihm immer wieder der Weg verbaut.

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Die Fabrikantenvilla in Teltow war eine der Adressen von Stalins Geheimpolizei in der Region. Von hier aus wurden die Gefangenen...Foto: Andreas Klaer

Kleinmachnow - Günter Käbelmann war zu Berufszeiten Fahrschullehrer. Als er 1961 mit einer seiner ersten Fahrschülerinnen in Teltow am damaligen Elektronikkombinat „Carl von Ossietzky“ vorbeifuhr, brach sie in bitterste Tränen aus. Nach dem Grund befragt, erzählte sie die tragische Geschichte ihres Vaters, „den sie geholt“ hatten und den sie nie wiedersah. Da sie ihn ohne Schuld wusste, nahm sich ihre Mutter ein Herz und sie an die Hand, um bei der sowjetischen Kommandantur vorzusprechen. Aber der Offizier wehrte ab: „Njet, GPU!“ Und wies auf die Fabrikantenvilla, wo die russische Stasi ihre Opfer gefangen hielt. Da war nichts mehr zu machen.

Kein Einzelfall nach dem 8. Mai 1945, denn die verheißene neue Zeit erwies sich als Blutherrschaft mit Stalinschen Methoden, mit willkürlichen Verhaftungen, Todesurteilen jenseits allen Rechts, mit Deportationen in die kalteisigen Lager unterm Polarkreis, oder man kam in die Gefängnisse der NKWD-Geheimpolizei, die noch GPU genannt wurde, aber schon NKWD hieß, nach Moskau, wo fast 1000 Deutsche erschossen wurden, einfach zwei MG aufgestellt, dann draufgehalten. Das ist bis heute noch nicht aufgearbeitet in Russland.

Wer den Kreuzweg via Oranienburg in Richtung Moskau und Sibirien nicht zurücklegen musste, traf es nicht besser. Sammelpunkt für die Verhafteten im Bereich Teltow/Kleinmachnow war die 1928 gegründete Gaststätte August Tetzlaff, von dort ging es nach Teltow oder in die NKWD-Zentrale Mahlow, dann wurden sie per Lastwagen auf die berüchtigten Speziallager verteilt.

Ab Sommer 1945 waren die KZ-Lager wieder voll


Hatten die Russen bis zum Mai 45 alle NS-Konzentrationslager ihres Herrschaftsgebietes befreit, so waren sie ab Sommer wieder voll. Katastrophale Bedingungen, allein in Sachsenhausen zählte man bis Anfang der 1950er-Jahre 40 000 Tote. Und es gab auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone bis 1952 zehn solcher gottverlassenen Stätten, Buchenwald, Waldheim, Ketschendorf, Hohenschönhausen, weitere. 140 000 meist Ostdeutsche wurden nach Kriegsende verhaftet, sehr viele kamen nicht wieder, von etlichen fehlt bis heute jede Spur.

Hier geht es weiter:
https://www.pnn.de/potsdam-mittelmark/u ... 56728.html
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Über Kriegsopfer in Kleinmachnow „Todesursache unbekannt“

Beitragvon Nostalgiker » 5. November 2018, 15:06

Das ist interessant, der Interessierte übernimmt ungeprüft eine "Meinung" mit der er mal wieder anprangert aber in der es von nazistischem/rechtsradikalen Sprachgebrauch nur so wimmelt.
Willkommen im Club der Hobby und Freizeitnazis, Interessierter!

Damit du auch gleich weißt worum es geht:

GPU Diese Bezeichnung war durch den gleichnamigen antisowjetischen Propaganda Film von Karl Ritter aus dem Jahr 1942 sehr populär.
Seit 1934 gab es übrigens die GPU nicht mehr; richtig OGPU.

Und das die Opfer des NKDW mit Maschinenpistolen erschossen wurden ist auch mehr der Phantasie des Artikelschreiberlings entsprungen.

Aber der Artikel entspricht völlig dem was die Meinungsmacher propagieren, einmal böser Russe, immer böser Russe.

PS.: Und bevor hier wieder bei den üblichen Verdächtigungen die geheuchelte Empörung hervorbricht; die Russen verhielten sich 1945 und Folgejahre nicht anders als sie es aus ihrem Land kannten.
Warum sollten sie mit einem besiegten Volk humaner und verständnisvoller umgehen als mit der eigenen Bevölkerung?

Ich möchte nur mal zu bedenken geben das zigtausende aus der SU zu Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppte Menschen nach der Befreiung ebenfalls vergewaltigt wurden, soweit es Frauen waren und sich fast alle Zwangsarbeiter in den Weiten von Sibirien in Lagern wiederfanden weil si pauschal der Kollaboration verdächtigt wurden.
Nicht besser ging es den sowjetischen Kriegsgefangenen, auch sie kamen nach Kriegsende ausnahmslos in Lager.....
der Witz für sie ist; sie wurden im Frühjahr 1953 nach Stalin Tod nicht rehabilitiert, die Kriminellen welche in den Lagern saßen hingegen schon ....

Bei aller geschichtlicher und den Zeitumständen geschuldeter Sachlichkeit halte ich solche Art von Betroffenheitsprosa für Kontraproduktiv
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Über Kriegsopfer in Kleinmachnow „Todesursache unbekannt“

Beitragvon HPA » 5. November 2018, 15:30

Willkommen im Club der Hobby und Freizeitnazis, Interessierter!
Damit du auch gleich weißt worum es geht:
GPU Diese Bezeichnung war durch den gleichnamigen antisowjetischen Propaganda Film von Karl Ritter aus dem Jahr 1942 sehr populär.
Seit 1934 gab es übrigens die GPU nicht mehr; richtig OGPU.


Interessant ,was du für Volten drehst um einen User hier als "Hobby und Freizeitnazi" zu diffamieren!

ich zitier mal von woanders:

üblicherweise abgekürzt zu GPU


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gossuda ... prawlenije

von daher ist es völlig irrelevant wie dieser russische Massenmörderarschlochverein exakt benannt wurde!

Korrekterweise wars nämlich der Massenmörderarschlochverein NKWD!
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"Wer seinen Kinderglauben sich bewahrt, in einer reinen, unbefleckten Brust - und gegen das Gelächter einer Welt zu leben wagt, - wie er als Kind geträumt - bis auf den letzten Tag: das ist ein Mann!"(Henning v. Tresckow)

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Re: Über Kriegsopfer in Kleinmachnow „Todesursache unbekannt“

Beitragvon Nostalgiker » 5. November 2018, 15:49

HPA und du irrst mal wieder, finde deinen Fehler und lerne daraus.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Über Kriegsopfer in Kleinmachnow „Todesursache unbekannt“

Beitragvon HPA » 5. November 2018, 17:56

Angesichts dessen,dass die pnn wohl kaum ein nazistisches/rechtsradikales Blatt ist , ist es wohl eher daran ,dass Du mal darüber nachdenkst, was Du hier ablässt!

Deine kläglichen Versuche, mit Goodwins Law eine Diskussion über diesen sowjetrussischen Massenmörderarschlochverein abzuwürgen, kannste stecken lassen!!
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