Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Regionale Nachrichten, Themen aus verschiedener Regionen im Freistaat Sachsen

Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Spartacus » 25. November 2018, 15:40

Wo bleibt denn dein Stolz AZ?

Die schönsten Mädels bzw. Frauen kommen immer noch aus Sachsen. Also zumindest was ganz Deutschland betrifft. [hallo]

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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2018, 15:47

Den Spruch kenne ich zwar, aber ich fand ihn nicht in der Realität bestätigt. [flash]
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Spartacus » 25. November 2018, 15:52

augenzeuge hat geschrieben:Den Spruch kenne ich zwar, aber ich fand ihn nicht in der Realität bestätigt. [flash]
AZ


Ich schon, also in meinen wilden ( jungen ) Jahren. Lauter hübsche Hasen um mich herum, um mal im Kontext zu bleiben. [flash]

Könnte ich ein paar schöne Fotos einstellen, aber ich habe zu den Damen ja keinen Kontakt mehr, daher dann leider nicht.

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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon steffen52 » 25. November 2018, 18:34

augenzeuge hat geschrieben:Den Spruch kenne ich zwar, aber ich fand ihn nicht in der Realität bestätigt. [flash]
AZ

Kommt vielleicht auch etwas auf dem Gegenüber an, ob sie sich überhaupt anschauen lassen oder gleich wegdrehen. [laugh] Klar wenn sie sich abwenden da kann
man sie nicht in der Realität sehen. [hallo]
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2018, 19:38

Wenn du die Erfahrung machen musstest, Steffen52, tuts mir leid. Ich bin schon im Saalekreis fündig geworden. [hallo]

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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon zoll » 28. November 2018, 18:57

In meinem Geburtsort Astfeld am Harz ging der Spruch so: In Sachsen wo die schönsten Mädchen auf den Bäumen wachsen! Wenn ich das bloß damals schon beherzigt hätte. [rose] [cool]
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Interessierter » 2. Dezember 2018, 13:07

Sachsen - Polizei beendet Rechtsrockkonzert nach Sieg-Heil-Rufen

Im sächsischen Ostritz haben Besucher eines Konzerts mit einschlägigen rechten Bands lautstark "Sieg Heil!" gebrüllt. Die Polizei beendete die Veranstaltung.

Hunderte Menschen hatten sich am Samstagabend in Ostritz in der Oberlausitz versammelt, um zwei rechte Szenebands live zu hören. Die beiden Gruppen traten auf dem Gelände eines ehemaligen Hotels auf.

Gegen Mitternacht hörten Polizisten und andere Zeugen aus der Veranstaltungshalle Sieg-Heil-Rufe. Zeitgleich beschwerten sich Anwohner über die Lautstärke. Die anwesenden Beamten forderten Verstärkung an. Nachdem diese eingetroffen war, beendete die Polizei gegen 1.10 Uhr das Konzert.

Der Staatsschutz ermittelt nun wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Die an der Grenze zu Polen gelegene 2300-Einwohner-Ortschaft Ostritz war wiederholt Schauplatz von Rechtsrockkonzerten. Zuletzt hatten sich Anfang November Tausende Bürger einem Neonazi-Festival in dem Ort widersetzt.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/s ... 41527.html
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon augenzeuge » 2. Dezember 2018, 19:19

Und woher kommen diese Leute?
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon pentium » 2. Dezember 2018, 20:31

augenzeuge hat geschrieben:Und woher kommen diese Leute?
AZ


In den frühen Neunziger Jahren kaufte der hessische Unternehmer an der Neiße, direkt an der deutsch-polnischen Grenze, ein ehemaliges Betriebsgelände. Anfangs wollte er das Grundstück zu einem Naherholungsgebiet ausbauen. Noch in den 2000er Jahren gab er den harmlosen Betreiber des Hotels „Neißeblick“, in dem Volksmusikveranstaltungen stattfanden.
Wer ist er wirklich? Eine Antwort findet sich in Fischers Heimatort. Im hessischen Biblis sitzt er für eine lokale rechte Partei im Stadtrat. Dort ist der 70-Jährige bekannt: Einschlägig, wie es heißt.
https://www.mdr.de/investigativ/neonazi ... z-100.html


So mindestens wissen wir wo der Hotelbesitzer herkommt...
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon augenzeuge » 2. Dezember 2018, 21:54

Endlich haben wir den sogenannten Schuldigen. Ein rechter Kapitalist. Passt wunderbar. Und seine Follower alle ahnungslos.
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon pentium » 2. Dezember 2018, 22:01

augenzeuge hat geschrieben:Endlich haben wir den sogenannten Schuldigen. Ein rechter Kapitalist. Passt wunderbar. Und seine Follower alle ahnungslos.
AZ


Wieso Schuldigen? Der Mann hat das Gelände damals gekauft und vermiedet oder nutzt es für diverse Konzerte oder Veranstaltungen. Wenn du wissen willst woher die Besucher dieser Konzerte kommen, dann fahr doch einfach beim nächsten Konzert nach Ostritz.

...
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Interessierter » 22. Januar 2019, 16:24

15.1.2019
An der S-Bahnhaltestelle Böhlenwerke in Richtung Leipzig werden durch Unbekannte mehrere Hakenkreuz angebracht.

14.1.2019
Spaziergänger_innen entdecken in Sellerhausen in einer Schrebergartenanlage eine Gartenlaube, auf der ein Hakenkreuz sowie der Schriftzug "Nazis x 5" angebracht wurden. Außerdem steht dort: "Kiefer Spastikker", "Dennis" und "1945".

6.1.2019
Über das Kontaktformular der Johanniter Leipzig wird von einem User, welcher sich den Namen "JudenWatch dddddd" gegeben hat, eine Nachricht an eine in der Flüchtlingshilfe tätige Mitarbeiterin gesendet. Dieser wird aufgrund ihres vermeintlich jüdischen Namens ein enormes Sendungsbewusstsein unterstellt. Der User hofft, dass sie Kinder habe, welche von Geflüchteten "fachgerecht weggemessert" werden können. Die Nachricht schließt mit "Kein Mensch braucht dich und eure jüdische Migrationsscheisse".

5.1.2019
Zwischen Freitag (04.01.) 11 Uhr und Montag (07.01.) 08:10 Uhr haben Unbekannte das LINKEN-Büro „Nordstern“ in der Georg-Schumann-Straße angegriffen und beschmiert. Neben einem Hakenkreuz wurden die Worte "Lügen Linke" sowie "Lügenmeister" angebracht. Weiterhin finden sich am Büro Rückstände von Böllerexplosionen. Laut Bundestagsabgeordnetem Sören Pellmann und Landtagsabgeordneter Cornelia Falken, welche das Büro gemeinsam betreiben, stellt dieser Angriff kein Einzelfall dar: "Dieser Angriff auf unser gemeinsames Büro in der Nähe des Jobcenters ordnet sich nahtlos in die jüngste Serie von Bedrohungen, Einbruchsversuchen oder gar den Brandanschlag gegen das Auto von Sören Pellmann ein. Damit wird deutlich, dass sich das gesellschaftliche Klima auch in Leipzig weiter verschärft und die extrem Rechte ihre Einschüchterungsversuche gegen linke Abgeordnete offenkundig verstärkt."

4.1.2019
An mehreren Orten in Taucha werden neonazistische Sticker angebracht. So finden sich an der TRAM-Endhaltestelle Bürgerruhe Sticker mit der Aufschrift "Organisiert die Anti-Antifa" mit dem Verweis auf eine neonazistische Website.
An der Haltestelle Freiligrathstraße finden sich weiterhin Sticker mit den Aufschriften "Antifa Gruppen Zerschlagen" (von widerstand.info), "Gemeinsam gegen Sachsenhass und Medienhetze - Mein Freund ist Sachse" (von AfD-Fraktion im Thüringer Landtag), "Goldman Sucks - the-revolution.de" (von fsn-tv.de). Weiterhin findet sich an dieser Stelle ein "NO ANTIFA"-Graffiti.

4.1.2019
Unbekannte bringen an der Scheibe der TRAM 7 ein Hakenkreuz an. Dieses wurde gegen 14 Uhr bei einer Fahrt Richtung Böhlitz-Ehrenberg bemerkt.

23.12.2018
Unbekannte beschmieren ein Stromhäuschen mit verschiedenen antisemitischen und neonazistischen Schmierereien. So sind neben "HKNKRZ" (für Hakenkreuz) und "JDN CHM" (für Juden Chemie) auch der Schriftzug "Fuck BSG" und "NO JDN ARA" (für No Juden Area) angebracht. Antisemitische Schriftzüge welche sich gegen den Fußballverein BSG Chemie Leipzig richten sind leider keine Seltenheit.
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon augenzeuge » 22. Januar 2019, 17:18

Oh, jetzt hast du vielleicht Grenzbeobachter erschreckt. [shocked]

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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Grenzbeobachter » 23. Januar 2019, 14:51

Grenzwolf62 hat geschrieben:So bekloppt meine Heimat zu verlassen wegen paar Nazis wäre ich nie.
Und auch dieses irre Rumgeseiere von einem abgehobenen Wessi, im Verbund mit einem Wossi bezüglich meiner Heimat, damit kann ich wirklich nichts anfangen.


Immer ruhig bleiben, Grenzwolf.
Wenn der Zugereiste hier Stimmung gegen Sachsen macht, würde ich gar nicht reagieren. Er ist auch kein Wossi, er ist höchstens Möchtegern-Wessi.
Wir haben in den Altbundesländern genügend rechte Dumpfbacken, mit dem Finger auf Sachsen bzw. den Osten zu zeigen ist einfach nur Ablenkung von den eigenen Problemen. Oftmals kommen die braunen Dumpfbacken direkt aus dem Westen die im Osten Randale machen.

Amtsgericht Halle: Hessische Neonazis vor Gericht | FR.de

Also, gar nicht auf die Polemik reagieren wo es in NRW alles als andere als rosig aussieht.
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon augenzeuge » 23. Januar 2019, 17:57

Grenzbeobachter hat geschrieben: Oftmals kommen die braunen Dumpfbacken direkt aus dem Westen die im Osten Randale machen.


So einen Spruch habe ich bisher nur von einer Seite gehört. Seltsam....dass es bei NSU anders war.

Ja, wenn man keine Argumente mehr hat, flüchtet man in Ossi, Wessi, Wossi usw. Aber Wessis machen das eigentlich fast nie. Die benutzen dieses Vokabular nicht mehr. [wink]

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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon steffen52 » 23. Januar 2019, 20:27

augenzeuge hat geschrieben:
Grenzbeobachter hat geschrieben: Oftmals kommen die braunen Dumpfbacken direkt aus dem Westen die im Osten Randale machen.


So einen Spruch habe ich bisher nur von einer Seite gehört. Seltsam....dass es bei NSU anders war.

Ja, wenn man keine Argumente mehr hat, flüchtet man in Ossi, Wessi, Wossi usw. Aber Wessis machen das eigentlich fast nie. Die benutzen dieses Vokabular nicht mehr. [wink]

AZ

Ossi oder Wessi vielleicht nicht, dafür aber der böse rechte Osten und der ach so liberale neutrale Westen wo die Bürger wohnen die alles verstehen und beklatschen was da so von oben kommt!!! [laugh]
Der Zug ist leider da auch schon lange abgefahren, Jörg(AZ). Außer natürlich für ein paar Experten in den alten Bundesländer welche immer noch träumen wie es sein könnte! Dafür gibt es User hier, die leben in einer andere Welt! [wink]
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Grenzbeobachter » 23. Januar 2019, 21:17

So etwas hast du noch nie gehört, dann informiere dich einfach mal, Augenzeuge.
Der Main-Kinzig-Kreis liegt nicht in den Neuen Bundesländern, schau´ einfach mal auf deinen Globus.

Und viele Führungskader der rechtsextremen Szene stammen nunmal aus den Alten Bundesländern.
Ein Beispiel von ihnen ist der wegen Volksverhetzung und Holocaustleugnung rechtskräftig verurteilte Udo Pastörs.
Pastörs stammt aus NRW und hat/hatte rechtsradikale Szenestrukturen in den Neuen Bundesländern aufgebaut.

Zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern am 17. September tritt die NPD mit Udo Pastörs an. Der Uhrmacher pflegt das Bild des netten Rechten. Und plant eine rassenreine Siedlung.
https://www.stern.de/politik/deutschlan ... 28074.html


Ein anderes Beispiel ist der ebenfalls aus NRW stammende rechtsextreme Politiker Udo Voigt.
Er knüpft wie Pastörs im Osten neue rechtextremistische Netzwerke.

Udo Voigt (* 14. April 1952 in Viersen) ist ein deutscher rechtsextremer Politiker der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD).
https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Voigt



Widerliche völkische Anschläge gab und gibt es nicht nur in Osten


>>>Der Brandanschlag von Solingen war ein im nordrhein-westfälischen Solingen verübtes Verbrechen, dem am frühen Morgen des 29. Mai 1993 fünf Menschen zum Opfer fielen. Die auch als Mordanschlag von Solingen bezeichnete Tat hatte einen rechtsextremen Hintergrund.
(...)
Der Solinger Anschlag war 1993 der Tiefpunkt einer Welle fremdenfeindlicher, rassistischer Anschläge auf Menschen ausländischer Herkunft in Deutschland.
(...)<<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandansc ... n_Solingen


>>>Mordanschlag von Mölln
Der Mordanschlag von Mölln war ein Brandanschlag in der Nacht auf den 23. November 1992 auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln. Das Verbrechen mit rechtsextremem Hintergrund erregte bundesweites Aufsehen. (...)<<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Mordansch ... M%C3%B6lln

>>Lübecker Brandanschlag
Erweiterung aus dem Jahre 2015
Als Lübecker Brandanschlag wird der Anschlag auf ein Haus für Asylbewerber in der Nacht zum 18. Januar 1996 in der Lübecker Hafenstraße bezeichnet. <<
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbe ... ndanschlag
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon augenzeuge » 23. Januar 2019, 22:10

Im Main Kinzig Kreis ist man noch so rückschrittlich, dass man von Ossi oder Wessi spricht? Was sagen da die Kinder dazu? Und die Enkel erst..... [flash] Das glaube ich nicht denn ich kenne dort einige Leute. Aber gut, wenn du meinst, dann bestätigt die Ausnahme die Regel. Mittlerweile sind die Deutschen so vermischt, dass es bei uns keinen juckt. Und die Migranten sind ja das neue "Problem".

Ansonsten sind mir deine blauen News bekannt.

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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon steffen52 » 23. Januar 2019, 22:58

augenzeuge hat geschrieben:Im Main Kinzig Kreis ist man noch so rückschrittlich, dass man von Ossi oder Wessi spricht? Was sagen da die Kinder dazu? Und die Enkel erst..... [flash] Das glaube ich nicht denn ich kenne dort einige Leute. Aber gut, wenn du meinst, dann bestätigt die Ausnahme die Regel. Mittlerweile sind die Deutschen so vermischt, dass es bei uns keinen juckt. Und die Migranten sind ja das neue "Problem".

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Blaue News kennst Du, Jörg(AZ)? Aber erst seit es Dir Grenzbeobachter geschrieben hat oder warum schreibst Du von Deinen Wissen erst jetzt??? [ich auch] Weil Du es nicht gewusst hast, immer schön
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Grenzbeobachter » 23. Januar 2019, 23:47

augenzeuge hat geschrieben:Im Main Kinzig Kreis ist man noch so rückschrittlich, dass man von Ossi oder Wessi spricht? Was sagen da die Kinder dazu? Und die Enkel erst..... [flash] Das glaube ich nicht denn ich kenne dort einige Leute. Aber gut, wenn du meinst, dann bestätigt die Ausnahme die Regel. Mittlerweile sind die Deutschen so vermischt, dass es bei uns keinen juckt. Und die Migranten sind ja das neue "Problem".

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Die Migranten sind alle besser integriert als manch MöchtegernWessi.
Selbstverständlich stehen mir im Denken eine Seyran Ateş, ein Hamed Abdel-Samad, ein Bassam Tibi oder eine Güner Yasemin Balcı näher als du mit deinen politischen Ansichten. Das sind alles freiheitlich denkende Menschen.
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Interessierter » 24. Januar 2019, 08:57

Zustand nur aus Leipzig und der Region im Dezember:
14.12.2018
Antizionistische Sticker in Kleinzschocher
In der Antonienstraße und der Rolf-Axen-Straße im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher werden antizionistische und rechte Sticker angebracht. So ist auf einem eine durchgestrichene Israelfahne mit dem Slogan "Free Palestine, Boykott Israel" zu finden. Ein weiterer Sticker huldigt dem syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad. Die meisten Sticker werden von engagierten Anwohner_innen entfernt.

13.12.2018
Rassistische und sexistische Beschimpfungen in Wurzen
Gegen Abend werden Fußgänger_innen aus einem fahrenden Auto heraus rassistisch und sexistisch beleidigt.

12.12.2018
Linken-Politikerin per Mail bedroht
Die Politikerin Juliane Nagel (MdL) der Partie DIE LINKE erhält eine Email, in der sich der_die Absender_in wünscht, dass die Abgeordnete Opfer von Kriminalität durch Geflüchtete werde. Kriminelle Geflüchtete seien nach der Meinung des Absenders nicht schützenswert.

12.12.2018
Leipziger CDU-Fraktionsvorsitzender von AfD-Anhänger beschimpft
Die Leipziger CDU-Fraktion berichtet auf ihrem Facebook-Auftritt von ihrer Klausurtagung in Gröbers. Unter dem Beitrag entwickelt sich eine Diskussion zwischen dem CDU-Fraktionschef Frank Tornau und einem AfD-Anhänger. Letzterer fragt den CDU-Mann Tornau: "Willst du freche Volksverräterkröte hier auch noch irgendwas fordern? Guten Ton und nette Worte?" und antwortet dann selbst darauf mit den Worten "Gern: Schwein, Laterne, bald." Dies kann als Drohung gegen den CDU-Vertreter verstanden werden.

12.12.2018
Grab auf jüdischem Friedhof geschändet
Auf dem alten jüdischen Friedhof in Eutritzsch wird ein Grabstein einer Familie geschändet. Hinter dem Namen der Familie wird der Zusatz "und Juden Schweine" geschmiert. Das "S" im Wort Schweine wird als Sigrune geschrieben.
Die Sigrune entstammt der völkischen Bewegung des 19. und 20. Jahrhunderts und wurde im Nationalsozialismus unter anderem als doppeltes Symbol von der Schutzstaffel (SS) verwendet.

6.12.2018
Identitäre hissen Banner an Universität
Mitglieder der "Identitären Bewegung" haben gegen 13 Uhr an einem Gebäude am Hauptcampus der Universität Leipzig ein Banner aufgehängt. Auf diesem ist "Migrationspakt stoppen" zu lesen. Daneben ist das Lambda-Symbol der "Identitären Bewegung" gemalt.

Inhaltlich bezieht sich das Transparent damit auf den "„Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ (kurz UN-Migrationspakt). In diesem - rechtlich nicht bindenden Vertrag - werden hauptsächlich die Verbesserung des Zugangs zu Informationen (für Geflüchtete und Bewohner_innen der Aufnahmeländer) sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort geregelt. (Hintergründe finden sich u.a. beim Tagesspiegel. Rechte, u.a. die AfD, mobilisieren schon seit geraumer Zeit gegen den Pakt. Der Bundestag hatte vor wenigen Tagen beschlossen den Pakt zu unterzeichnen.

Engagierte Studierende entfernten das Transparent nach wenigen Minuten.

5.12.2018
AfD-Pressesprecher beschwert sich über Schwarze Person in Werbespot
In einem Werbespot des Wurstherstellers Rügenwalder sitzt - neben vielen anderen Personen - ebenfalls eine Schwarze Person an einem Tisch und konsumiert die Produkte der Firma. Dies nimmt der Pressesprecher des AfD-Kreisverbandes Landkreis Leipzig Horst Juhlemann zum Anlass um eine Beschwerdemail an die Firma zu schreiben. Die Mail schickt er allerdings nicht nur an die Firma, sondern verschickt sie großflächig. Die Schwarze Person wird als Afrikaner bezeichnet und bezweifelt, dass sich diese gut integrieren könne. Weiterhin werde durch eine solche Darstellung die pommersche Familientradition gestört. Die LVZ berichtet zwar kritisch über die Mail und das Anliegen, übernimmt allerdings die Bezeichnung der Schwarzen Person als Afrikaner. Diese Zuschreibung traf Juhlemann lediglich aufgrund phänotypischer Zuordnungen und nicht z.B. auf Grundlage der Staatsangehörigkeit der Person, die er gar nicht kennt. Mehrere seiner Parteikolleg_innen distanzierten sich öffentlich von Juhlemanns
Schreiben.

1.12.2018
Rassistischer Aufkleber in Johanniterakademie
In der Johanniterakademie werden Anfang Dezember mehrere Aufkleber der neurechten Kampagnenplattform "einprozent" mit der Aufschrift "Deutschland ist bunt genug" angebracht, auf dem eine verschleierte und eine unverschleierte Frau zu sehen sind. Dadurch soll das Bild einer vermeintlichen Islamisierung der Gesellschaft, in Form der Verschleierung der Frau, durch Zuwanderung erzeugt werden. Die Aufkleber befinden sich auf Bänken, Wänden sowie in den Toiletten.

Als Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist Philip Stein (Sprecher Deutwsche Burschenschaft, Mitarbeiter einprozent) angegeben, sowie als Adresse die Adam-Kuckhoff-Straße 16 in Halle. In diesem Gebäude befindet sich ein Zentrum der Identitären Bewegung in Halle.
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon augenzeuge » 24. Januar 2019, 09:14

steffen52 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Im Main Kinzig Kreis ist man noch so rückschrittlich, dass man von Ossi oder Wessi spricht? Was sagen da die Kinder dazu? Und die Enkel erst..... [flash] Das glaube ich nicht denn ich kenne dort einige Leute. Aber gut, wenn du meinst, dann bestätigt die Ausnahme die Regel. Mittlerweile sind die Deutschen so vermischt, dass es bei uns keinen juckt. Und die Migranten sind ja das neue "Problem".

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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Interessierter » 24. Februar 2019, 15:33

Aufkleber der Burschenschaft "Dresdensia Leipzig" geklebt
3.
Februar
2019
Sonntag


An einem Stromkasten gegenüber der Polizeidirektion Leipzig (Dimitroffstraße) wird ein Aufkleber der Burschenschaft "Dresdensia Leipzig" geklebt. Auf dem Aufkleber steht: "Burschenschaft Dresdensia Leipzig - MÄNNLICH, DEUTSCH, STUDENT? WERD AKTIV !". Im Hintergund es Textes befindet sich die deutsche Nationalflagge.
Die neue Burschenschaft ist eine Schwesterverbindung der Dresdensia Rugia zu Gießen, welche jahrelang einen Anlaufpunkt und Schulungsort für NPD-Politiker darstellte.

Neonazistische Schmierereien in Rückmarsdorf angebracht
9.
Februar
2019
Samstag


Unbekannte bringen in der Miltitzer Straße im Leipziger Stadtteil Rückmarsdorf an mehreren Stellen neonazistische Schmierereien an. So werden zwei Stromkästen in den Farben schwarz-weiß-rot bemalt. Diese symbolisieren die Reichsflagge, welche von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten zur Abgrenzung zur Flagge der Weimarer Republik verwendet wurde und bei Neonazis zum Beispiel auf Demonstrationen beliebt ist.
Weiterhin wird neben einem Antifa-Schriftzug die Aufforderung und Drohung "Stellt euch" angebracht.

Neonazistische Schmierereien in Torgau angebracht
12.
Februar
2019
Dienstag

Unbekannte bringen an einem Denkmal für die während des Ersten Weltkriegs Gefallenen des 72. Infanterieregiments in Torgau ein Hakenkreuz sowie "HH" und "88" an. Beide Codes stehen für "Heil Hitler". Die Schmierereien wurden mit blauer Farbe in einer Größe von 2 x 1 Meter angebracht. Die Stadt leitete nach eigenen Angaben Schritte zur Entfernung ein.

"Dorf der Jugend" in Grimma mit Hakenkreuzen beschmiert
12.
Februar
2019
Dienstag


Auf dem Gelände der "Alten Spitzenfabrik" in Grimma, auf dem sich das Projekt "Dorf der Jugend" befindet, werden insgesamt 14 Hakenkreuze sowie weitere Schmierereien angebracht. Zu lesen ist unter anderem "FCK AFA" (für "Fuck Antifa") sowie "LOK" und "HFC" (für die beiden Fußballclubs 1. FC Lokomotive Leipzig und Hallescher FC).

Neonazi grölt und zeigt Hitlergruß in Anger-Crottendorf
15.
Februar
2019
Freitag


Vor einem Tattoostudio im Leipziger Stadtteil Anger-Crottendorf grölt ein Neonazi "Deutschland den Deutschen" und zeigt den Hitlergruß.

Neonazistische Propaganda in Taucha angebracht
16.
Februar
2019
Samstag


In Taucha wird an mehreren Stellen neonazistische Propaganda angebracht. So ist in der Portitzer Straße ein selbstgefertigter Aufkleber mit der Aufschrift "Tot sind nur jene die vergessen werden 1914-18/1939-45" angebracht. Daneben sind eine Lebens- sowie eine Todesrune aufgemalt. Der Sticker bezieht sich damit vermutlich auf die deutschen Gefallenen der beiden Weltkriege. Diese werden bei Neonazis oftmals nicht als Täter gesehen, sondern zu heroischen Opfern stilisiert.
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Interessierter » 31. März 2019, 11:29

"Nazis hatten leichtes Spiel" – Sächsische Musiker erklären uns, warum es "immer wieder Sachsen" ist

"Die Leute haben nichts aus der Geschichte gelernt und den Regierenden scheint es egal zu sein." Trettmann, der Betreiber des Atomino Clubs und der Bassist der Indie-Band Suralin über ihre Heimat und wie man sie noch retten kann.

Dass in Sachsen rechte Gewalt bald wieder ungeheuerlich eskalieren könnte, scheint mehr als möglich. Ja, angesichts seiner Historie, die weit mehr Vorfälle als die drei Genannten umfasst, und angesichts des zunehmenden Erstarkens rechtspopulistischer Parteien wie der AfD, scheint es nicht nur möglich, sondern logisch. Aber woran liegt das? Oder wie zahlreiche Zeitungen in den letzten Jahren, Monaten und Wochen fragen: Warum immer wieder Sachsen?

Trettmann, 1973 geboren, wuchs in Chemnitz auf, das damals noch Karl-Marx-Stadt hieß. Später zog er nach Leipzig, wo er noch heute wohnt. Er ist neben Kraftklub vermutlich der bekannteste und – von Fans wie Kritikern gleichermaßen – gefeiertste Musiker aus Chemnitz.

Matthias, Spitzname Pieps, lebte als Kind und Teenager in Limbach-Oberfrohna, einer Kreisstadt, 14 Kilometer von Chemnitz entfernt. Damals war das noch die DDR. Heute lebt er in Chemnitz, spielt als Bassist in der Indie-Band Suralin und arbeitet als Bühnentechniker im Opernhaus Chemnitz. Davor spielte er in zahlreichen anderen Bands, von Punk über Hardcore bis Indie.

Randy ist seit über 15 Jahren einer der Macher und vor allem Booker des Atomino Clubs. Jenem Ort, der Musikern wie Kraftklub ihre erste Bühne bot. Abseits davon ist das Atomino auch ein sozialer und integrativer Ort, ein Begegnungsraum und Safe Space für alle in Chemnitz, die keinen Bock auf rechte Scheiße haben.


Die drei erklären uns die wichtigsten Gründe, warum "Blut und Boden" in Sachsen besonders fruchtbar für braune Samen sind.

Randy:

Das Problem in Sachsen ist die Unfähigkeit der Landesregierung, politisch sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Und am Ende ist das Problem auch der Ministerpräsident, der keine klare Haltung annimmt und immer noch versucht, am rechten Rand Wählerstimmen zu fangen, obwohl er ja wissen sollte, dass das nicht funktioniert.

Die Regierung sorgte ab der Wende mit dafür, dass die braunen Samen mehr oder weniger in Ruhe gedeihen konnten, da sind sich nicht nur Trettmann, Pieps und Randy einig. Dass die daraus entstandenen Pflanzen heute nicht nur emporsprießen, sondern sogar Früchte tragen können: Das liegt vor allem an der Laissez-Faire-Haltung der Polizei und der Gerichte, sagen die drei.

Die Polizei, der in Sachsen nicht zuletzt im Zuge des "Hutbürger"-Skandals erst wieder ein "fataler Korpsgeist" vorgeworfen wurde. Der Verfassungsschutz, der der AfD Informationen aus dem unveröffentlichten Verfassungsschutzbericht zukommen ließ. Die Gerichte, die teils laxe Urteile bei rechtsextremen Straftaten sprechen. Sie alle tragen laut Trettmann und Pieps zum Rechtsextremismus-Problem in Sachsen bei.
Polizei, Verfassungsschutz und Gerichte haben Rechte jahrelang gewähren lassen


Trettmann:

Ich hatte einen Nachbarn, bei dem ich irgendwann mal herausfand, dass er Polizist ist. Als er auszog, fragte er mich, ob ich ihm kurz beim Tragen helfen könne, was ich natürlich gemacht habe. Da habe ich ihm all die Fragen gestellt, die mir so auf dem Herzen brannten in Bezug auf die Polizei. Er hat tatsächlich alle Vorurteile bestätigt, die ich so hatte. “Niemand, der ‘links’ ist, geht zu unserer Polizei”, hat er gesagt, oder: “Gewalt geht immer von Links aus.”

Wenn ich mit meiner Freundin zu einer Demo gehe, werde ich von der Polizei angefeindet, obwohl ich nicht aussehe, als wär ich aus dem Schwarzen Block. Die kennen da nichts. Auch in den Medien ist vereinfachend die Rede von “linken Gegendemonstranten” – das ist totaler Schwachsinn. Diese Gruppe ist zusammengepuzzelt aus allen möglichen Menschen: Studenten, Grünen-Wähler, Hippies, Hipster. Der Großteil sind keine militanten Schwarzer-Block-Stalinisten. Links und Rechts gleichzusetzen, verzerrt total die Tatsachen. Die Sprache der Springer-Presse und der Landesregierung prägt ein Bild, das nicht der Wahrheit entspricht.

Die ausführlichen Erklärungen der " Chemnitzer " findet man hier:
https://noisey.vice.com/de/article/8x7q ... omino-club
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Grenzwolf62 » 31. März 2019, 11:33

Na da hast du ja mal wieder zwei total unvoreingenommene Protagonisten ausgegraben.
Schon dieser Geistesblitz das die sächsische CDU versucht rechts Wähler zu generieren.
Das versucht wohl die gesamte CDU deutschlandweit weil links konservative Wähler zu finden wäre wohl etwas Quatsch, logischerweise.
Den Popanz mit der rechtsradikal durchsetzten Polizei malen die Linksspinner schon seit Jahren an die Wand, auch so ein Blödsinn den man nur durch die rote Filzbrille sieht.
Die Beamten stehen hier genauso hinter der FDGO wie anderswo auch, wenn so eine Deutschland-Verrecke-Truppe angewackelt kommt machen die natürlich ihren Job, sonst wären sie ja keine Polizisten geworden und es ist eine bodenlose Frechheit Polizisten unter so einen Generalverdacht zu stellen.
Und dann noch "Blut und Boden", freilich doch, dicker auftragen geht wohl gar nicht mehr.
Euch Jünger von Karl Murks kann man an Grütze im Kopf echt nicht mehr toppen.
Ich habe mich nun auch entschlossen für eine bessere Welt Verzicht zu üben.
Als erstes verzichte ich auf zu viele Kommas.
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Zicke » 31. März 2019, 13:17

mit Trettmann hat der Nieselpriem ja wieder einen tollen Zeitzeugen ausgegraben, der Typ hat doch im Pionier und FDJ Orchester K-M-S gespielt, da werden sie ihm schon genug mit Rotlicht bestrahlt haben.
J.S.


Einsamkeit kann auch bösartig machen
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Re: Warum ich aus Sachsen weggezogen bin

Beitragvon Spartacus » 31. März 2019, 13:44

Nieselpriem musste ich erst mal googeln. Passt. [flash]

Sparta
Nichts gelernt und dumm wie Brot, doch man leidet keine Not,
denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.

Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen
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