DDR-Altlasten an der Universität Potsdam

Alles was in den Zeitraum nach der Wende gehört. Das Zusammenwachsen von zwei grundverschiedenen Systemen, Probleme, Erwartungen, Empfindungen usw.

DDR-Altlasten an der Universität Potsdam

Beitragvon Interessierter » 3. November 2018, 11:58

"Wir hatten nicht nur ein Stasi-Problem"

Die Stasi-Überprüfung an der Universität Potsdam war nach der Wende ausgeblieben. Der Historiker Manfred Görtemaker nahm die Sache dann in die Hand und brachte die Akten persönlich zur Gauck-Behörde. Allerdings hatte er auch leere Aktendeckel vorgefunden. Heute hat er die Geschichte noch einmal in den Blick genommen. Stasi-Seilschaften fand er keine, dafür aber ein Kompetenz-Vakuum

https://www.pnn.de/wissenschaft/ddr-alt ... 38102.html
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
Benutzeravatar
Interessierter
 
Beiträge: 16733
Registriert: 27. Februar 2011, 13:40

Re: DDR-Altlasten an der Universität Potsdam

Beitragvon zonenhasser » 3. November 2018, 12:18

Brandenburg galt als kleine DDR.

Damals wurde offenbar auf höchster Ebene entschieden, die Überprüfungsverfahren nicht so durchzuführen, wie man sie sich von Opferseite gewünscht hätte. Für Ministerpräsident Manfred Stolpe und vor allem für Sozialministerin Regine Hildebrandt war die Integration der ehemaligen DDR-Bürger in das neue System wichtiger als die personelle Erneuerung oder gar die Effizienz der Universität, für die man in Brandenburg ohnehin nur ein begrenztes Verständnis aufbrachte. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass damals eine enorm hohe Zahl an Menschen von Entlassung bedroht war – und dass Millionen tatsächlich ihren Arbeitsplatz verloren. Die brandenburgische Landesregierung beschritt deshalb den Weg, möglichst viele Menschen sozial abzusichern, ihnen die berufliche Perspektive zu erhalten. Hier bestehen durchaus Parallelen zur Entwicklung nach dem Ende des „Dritten Reiches“, als etwa das Gesetz zur Wiedereingliederung ehemaliger Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in der Bundesrepublik den gleichen Zweck verfolgte: einen möglichst großen Teil der Betroffenen wieder in Lohn und Brot zu bringen – und sie damit in den neuen Staat zu integrieren.

Wie wurde es an den Hochschulen anderer Ostländer, z. B. in Sachsen, gehandhabt?
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
Bert Brecht
Benutzeravatar
zonenhasser
 
Beiträge: 782
Registriert: 19. Juli 2012, 23:25
Wohnort: Sachsen


Zurück zu Zusammenwachsen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast