Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 1. Oktober 2018, 15:42

Ergebnisse der Lohndatenerfassung vom September 1988

Auszüge aus dem Link:
Die Lohnrelationen zwischen den Beschäftigtengruppen in der DDR waren stark nivelliert. Hoch- und Fachschulkader
verdienten netto nur ca. 15% mehr als Produktionsarbeiter, in den alten Bundesländern bis zu 70%. Im Vergleich zu den
alten Bundesländern waren die Verdienstunterschiede zwischen den Bereichen bzw. Branchen mit ca. 150 M/Monat gering.
Erheblichen Einfluß auf die Lohnhöhe hatten mit einem Anteil bis zu 30% am Bruttolohn die Schichtzuschlägc für
Schichtarbeiter in durchgehenden Schichtsystemen.

Im Durchschnitt der Industrie verdienten die Angestellten in der DDR im Nettolohn ca. 3% weniger als die in der
Lohnsteuer begünstigten Arbeiter. Durch die Übernahme der Lohnsteuerregelungen der alten Bundesländer verändert sich
dieses Verhältnis zugunsten der Angestellten. Ihr Nettoverdienst liegt dadurch um 10%, in den alten Bundesländern aber
um 34% über dem der Arbeiter.

Lohn- und Gehaltsgruppenstrukturen sind im Bereich qualifizierter Tätigkeiten vergleichbar. Die Un- und Angelerntentätigkciten
hingegen wurden in den alten Bundesländern mit bis zu vier Lohn- bzw. Gehaltsgruppen wesentlich stärker als in
der damaligen DDR differenziert, wo nur je eine Gruppe für Arbeiter und Angestellte zur Verfügung stand.
Entgegen früheren offiziellen Darstellungen gab es auch in der DDR ein Lohngefälle zwischen Frauen und Männern. Die
Frauen verdienten im Durchschnitt ca. 16% weniger als die Männer, weil sie häufig die weniger qualifizierten Arbeiten
ausführten. Ihre Position war allerdings besser als in den alten Bundesländern, wo das Lohnniveau der Frauen etwa 30%
unter dem der Männer liegt.


Die höchsten Löhne werden im Ministeriumsbereich (gekürzt Bereich) Kohle/Energie mit 1167 M und im
Bereich Werkzeug- und Verarbeitungsmaschinenbau mit 1162 M erzielt. Die niedrigsten Löhne mit etwa dem gleichen
Rückstand zum Durchschnitt der Industrie wie 1984 werden mit 1017 M in der Leichtindustrie gezahlt...... Die höchsten Bruttolöhne werden
im Bereich Kohle/Energie mit 1444 M gezahlt


http://doku.iab.de/mittab/1990/1990_4_m ... demann.pdf

AZ
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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon pentium » 1. Oktober 2018, 15:53

Und was haben dann in diesen Vergleich die alten Bundesländer zu suchen...? Mal davon abgesehen, gibt es dieses Thema nicht schon irgendwo im Forum?

...
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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 1. Oktober 2018, 16:00

pentium hat geschrieben:Und was haben dann in diesen Vergleich die alten Bundesländer zu suchen...? Mal davon abgesehen, gibt es dieses Thema nicht schon irgendwo im Forum?

...


Nein, so gibts das nicht. Eigentlich dachte ich, dieser Link bietet neuen Diskussionsstoff.
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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon pentium » 1. Oktober 2018, 16:16

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Und was haben dann in diesen Vergleich die alten Bundesländer zu suchen...? Mal davon abgesehen, gibt es dieses Thema nicht schon irgendwo im Forum?

...


Nein, so gibts das nicht. Eigentlich dachte ich, dieser Link bietet neuen Diskussionsstoff.
AZ


Und über was soll diskutiert werden?
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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 1. Oktober 2018, 16:39

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Und was haben dann in diesen Vergleich die alten Bundesländer zu suchen...? Mal davon abgesehen, gibt es dieses Thema nicht schon irgendwo im Forum?

...


Nein, so gibts das nicht. Eigentlich dachte ich, dieser Link bietet neuen Diskussionsstoff.
AZ


Und über was soll diskutiert werden?


Darauf musst du selbst kommen. [grins]
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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 1. Oktober 2018, 16:58

Ich weiß es Pentium, der Jörg wollte wohl aufzeigen was am Monatsende in der DDR für Familie, den einzelnen übrig blieb, vom Netto-Lohn eben.Richtig? Oder falsch?

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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon pentium » 1. Oktober 2018, 17:04

Edelknabe hat geschrieben:Ich weiß es Pentium, der Jörg wollte wohl aufzeigen was am Monatsende in der DDR für Familie, den einzelnen übrig blieb, vom Netto-Lohn eben.Richtig? Oder falsch?

Rainer-Maria


Keine Ahnung...
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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 1. Oktober 2018, 17:22

Ich frage mich auch was der Link soll und die darin ständig vorkommenden Vergleiche mit der BRD ....

Hätte ich den Link gesetzt wäre schön längst ein Interessierter aufgetaucht mit Standardfloskel 27a; Es geht hier aber nur um ......... (für die Punkte ist die Themenüberschrift einzutragen)

Frauen und Männer haben bei gleichen Arbeitsinhalten welche die gleiche Qualifikation voraussetzte den gleichen Lohn bekommen.
Als Arbeite/Arbeiterin oder Angestellter.

Und alle haben die gleichen Abzüge gehabt, da gab es auch keinen Unterschied zwischen Ledig und Verheiratet und bei den Verheirateten gab es auch kein Ehegattensplitting ......

Kirchensteuer bezahlte man wenn man sie bezahlen wollte aus der Privatschatulle und sie wurde nicht vom Lohn/Gehalt einbehalten .....
Ein Arbeiter zahlte max. 10% Steuern, ein Angestellter max. 30% Steuern
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 1. Oktober 2018, 17:51

Edelknabe hat geschrieben:Ich weiß es Pentium, der Jörg wollte wohl aufzeigen was am Monatsende in der DDR für Familie, den einzelnen übrig blieb, vom Netto-Lohn eben.Richtig? Oder falsch?

Rainer-Maria

Richtig, auch das.

Muss ich denn nun alles vorgeben? Bin doch nicht im Kindergarten.
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Re: Lohnstruktur und Lohndifferenzierung in der DDR

Beitragvon Gerd Böhmer » 1. Oktober 2018, 18:36

Nostalgiker hat geschrieben:Ich frage mich auch was der Link soll und die darin ständig vorkommenden Vergleiche mit der BRD ....

Hätte ich den Link gesetzt wäre schön längst ein Interessierter aufgetaucht mit Standardfloskel 27a; Es geht hier aber nur um ......... (für die Punkte ist die Themenüberschrift einzutragen)

Frauen und Männer haben bei gleichen Arbeitsinhalten welche die gleiche Qualifikation voraussetzte den gleichen Lohn bekommen.
Als Arbeite/Arbeiterin oder Angestellter.

Und alle haben die gleichen Abzüge gehabt, da gab es auch keinen Unterschied zwischen Ledig und Verheiratet und bei den Verheirateten gab es auch kein Ehegattensplitting ......

Kirchensteuer bezahlte man wenn man sie bezahlen wollte aus der Privatschatulle und sie wurde nicht vom Lohn/Gehalt einbehalten .....
Ein Arbeiter zahlte max. 10% Steuern, ein Angestellter max. 30% Steuern


Hallo,

Auch in der DDR gab es allerdings einen Unterschied bei der Besteuerung des Einkommens zwischen Verheirateten und Ledigen. Richtig ist aber, das es keinen Lohnsteuerjahresausgleich (Steuererklärung) für den normalen Arbeitnehmer gab. Für Freiberufler und selbstständig Beschäftigte gab es aber auch in der DDR so etwas wie eine Steuererklärung über die Einkommenssteuerkarte. Nebeneinkünfte mussten auch vom Steuerpflichtigen selbst angezeigt werden.
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