DDR, Österreich (II) und die geheime Diplomatie

Wie waren die politischen Systeme der beiden deutschen Staaten zur Zeit des Kalten Krieges? Wo waren die Unterschiede? Gab es Gemeinsamkeiten?
Wie wurde die Politik auf beiden Seiten vermittelt?

DDR, Österreich (II) und die geheime Diplomatie

Beitragvon Interessierter » 17. September 2018, 09:34

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Der Beginn einer geheimnisvollen Dreiecks-Diplomatie: Österreichs erster Botschafter in der DDR, Friedrich Bauer (R), übergibt im Mai 1973 sein Beglaubigungsschreiben an Willi Stoph (Foto: Archiv)

Der einzige Diplomat, der in beiden deutschen Staaten tätig war: Österreichs Botschafter Fritz Bauer erzählt, was sich hinter den Kulissen im Dreieck Berlin-Wien-Bonn abgespielt hat, was an heiklen deutsch-deutschen Kontakten und diskreten Ausreisen über Österreich gelaufen ist. Geheime Diplomatie und undiplomatische Geheimnisse.

Friedrich Bauer war eine Schlüsselfigur im Dreieck Berlin-Wien-Bonn. Der Diplomat mit dem Hang zu spitzen Bemerkungen war Österreichs erster Botschafter in der DDR (1973 bis 1977) und dann der letzte Botschafter der alten Bundesrepublik (1986 bis 1990). Auch dazwischen gehörten die deutsch-deutschen Beziehungen immer wieder zu seiner Arbeit.

Kaum einer kennt die Wahrheit hinter den Kulissen wie er, und kaum einer kann so verschmitzt-spannend erzählen wie er.

Davon kann man sich hier überzeugen:
https://www.euractiv.de/section/osterre ... iplomatie/

Interessante Einblicke, wie ich finde.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: DDR, Österreich (II) und die geheime Diplomatie

Beitragvon augenzeuge » 17. September 2018, 18:53

Der Konsularvertrag von 1975 bedeutete faktisch die Anerkennung der DDR-Staatsbürgerschaft. Bauers Zentrale in Wien hatte nicht die Absicht, das Drängen der DDR politisch zu nutzen. Doch der Botschafter machte seiner Zentrale klar: „Wenn wir nichts verlangen, stehen wir im ganzen Ostblock als Weicheier da."

Als Gegenleistung musste die DDR daher die bedingungslose Erledigung aller anhängigen Härtefälle – es waren rund 1.000 – versprechen. Ewald Moldt, stellvertretender DDR-Außenminister, sei zuerst aus allen Wolken gefallen und habe sich Bedenkzeit erbeten. Einen Monat später kam die Zustimmung.


[super]

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