Chemnitz

Regionale Nachrichten, Themen aus verschiedener Regionen im Freistaat Sachsen

Re: Chemnitz

Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2019, 22:55

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
War das verboten, also die Teilnahme von irgendwelchen Pegida-Leuten an der Demo, damals?
Danke für die Bestätigung, dann kann ich auf das in allen Medien vorhandene Video des Zusammenschlusses von Bachmann und Höcke ja verzichten.
Mache nicht gern Werbung für die Irren. Sorry.

AZ


Warum sind eigentlich immer alle irre? Nochmal, gibt es irgendwie ein Verbot, das sich diese Männer getroffen haben ?


Das ist nur meine Meinung, mehr nicht. Zum Glück leben wir in D und kennen solche Verbote nicht. Das kann sich ändern, wenn diese Leute Macht bekommen.

AZ
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Re: Chemnitz

Beitragvon Rei » 9. Januar 2019, 00:49

AZ,das Schneewittchen bei dir um die Ecke wohnt,das glaube ich Dir gerne.
Die Gebrüder Grimm wohnen zwei Häuser weiter und ihr trefft euch ab und zu zum Märchen erzählen.
Finde ich klasse,solche Bürger braucht das land.
Vorwärts immer,rückwärts nimmer. [ich auch]
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Re: Chemnitz

Beitragvon augenzeuge » 9. Januar 2019, 07:36

Jetzt übertreibst du ein wenig, Rei. Den Lachsmiley kennt man bei dir vermutlich nicht. [flash]

Viele Grüße hinter die sieben Berge.... [heart]
Schneewittchen sagt dir nichts?
AZ
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Re: Chemnitz

Beitragvon HPA » 9. Januar 2019, 22:07


Der sächsische Verfassungsschutz hat die rechtspopulistische Gruppierung „Pro Chemnitz” ins Visier genommen. Seit Ende 2018 werde die Gruppierung beobachtet, teilte das Landesamt mit. Demnach liegen Anhaltspunkte für ziel- und zweckgerichtete Verhaltensweisen vor, die wesentliche Schutzgüter der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekämpfen. Angehörige der Gruppierung hätten seit dem Tötungsdelikt in Chemnitz Ende August erkennbar rechtsextremistische Inhalte verbreitet. (dpa)
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Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen. (Sun Tzu)
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Re: Chemnitz

Beitragvon Interessierter » 11. Januar 2019, 14:52

Hauptakteure seien tief in der extremistischen Szene verwurzelt, so die Begründung.

Angehörige der Gruppierung hätten seit dem Tötungsdelikt in Chemnitz Ende August erkennbar rechtsextremistische Inhalte verbreitet. Hierbei rechtfertigten sie rechtsextremistische Propaganda- und Gewaltdelikte und versuchten, diese als legitim darzustellen.

Die Hauptakteure von „Pro Chemnitz“ seien selbst tief in der rechtsextremistischen Szene verwurzelt und teilweise dort schon langjährig aktiv, so der Verfassungsschutz. So unterstützten sie auch langjährige Holocaustleugner. Deutlich werde die Absicht der Gruppe, unter dem Deckmantel der Kritik an der Asylpolitik rechtsextremistisches Gedankengut in weite Teile der Gesellschaft zu tragen. „Es wird nun genau hingeschaut, was die Gruppe macht, und der Verfassungsschutz wird darüber Bericht erstatten“, sagte ein Sprecher.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... mnitz.html
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Re: Chemnitz

Beitragvon Interessierter » 14. Januar 2019, 12:30

Zunehmende Radikalisierung

Der sächsische Verfassungsschutz hat die Wählervereinigung „Pro Chemnitz“ im Visier – die rechtslastige Gruppierung ist mit drei Mandaten im Stadtparlament vertreten.

Die „Bürgerbewegung Pro Chemnitz“ steht seit Ende des vergangenen Jahres unter Beobachtung des sächsischen Verfassungsschutzes, teilte das Landesamt unlängst mit. Auf ihrer Facebook-Seite bezeichnete „Pro Chemnitz“ die entsprechende Nachricht als „staatliche Gängel-Maßnahme“ und kommentierte sie mit dem Satz: „Mögen sie nur beobachten. Sie können jede Menge dazulernen.“

„Pro Chemnitz“ ist seit 2009 mit drei Stadträten im Kommunalparlament vertreten, darunter auch Martin Kohlmann. Die Wählergruppierung umfasst einen kleinen bis mittleren zweistelligen Personenkreis und finanziert sich aus Spenden. Inhaltlich hat man sich seit Anbeginn auf das Asylthema konzentriert, meist gekoppelt mit dem Kontext Sicherheit.

Zu fremdenfeindlichen Demonstrationen aufgerufen

Kopf und Kristallisationsfigur von „Pro Chemnitz“ ist der Anwalt Martin Kohlmann, der 2009 die Wählervereinigung gründete. Unter seiner Regie radikalisierte sich der kommunalpolitische Zusammenschluss in den vergangenen Jahren zunehmend. Nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt gegen einen Deutschen Ende August 2018 war es die Wählervereinigung „Pro Chemnitz“, die umgehend zu fremdenfeindlichen Demonstrationen in der Stadt aufgerufen hatte, aus denen heraus sich dann Ausschreitungen entwickelt hatten, weil ein hoher Anteil lokal, regional und überregional teilnehmender rechtsextremer Kräfte mit einer hohen Gewaltbereitschaft in Erscheinung trat. Redebeiträge von Kohlmann waren dabei Teil einer sich aufheizenden Stimmung. Fortan rückten seine verbalen Auftritte ins Visier von Verfassungsschutz und Ermittlungsbehörden.

Auf Kohlmann hatte der Verfassungsschutz nach eigenen Angaben schon länger ein wachsames Auge geworfen. Dessen Aktivitäten für die Republikaner, für die Deutsche Soziale Union (DSU), aber auch der Schulterschluss mit einzelnen Personen aus der Beobachtungsklientel der Verfassungsschützer, etwa Verbindungen zu Neonazis, konnten Beobachtern nicht verborgen bleiben, auch wenn Kohlmann entsprechende Hinweise als teilweise Falschbehauptungen bezeichnete.


Als Redner beim „Tag der politischen Gefangenen“

Bereits bevor „Pro Chemnitz“ im vergangenen Sommer international in die Schlagzeilen geriet, war Kohlmann auch außerhalb Sachsens aktiv, so als Redner am 18. März des Vorjahres bei der Veranstaltung „Tag der politischen Gefangenen“ in Potsdam, angemeldet von den „Freien Kräften Neuruppin“, auf der auch für die Freiheit der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel und die Freilassung des inhaftierten Antisemiten Horst Mahler geworben wurde.

Kohlmann, der seit 2007 als Strafverteidiger arbeitet, hat in den zurückliegenden Jahren längst den Ruf eines Szene-Anwalts erworben. So vertrat oder vertritt er Neonazis der militanten „Gruppe Freital“, begleitete juristisch den früheren NPD-Vorsitzenden Günter Deckert oder auch einen so genannten „Reichsbürger“.

Der Zuspruch für „Pro Chemnitz ließ aber in den vergangenen Monaten deutlich nach. Ende August folgten dem Demonstrationsaufruf noch rund 6000 Menschen. Daraufhin meldete man bis Juni 2019 für jeden Freitag Aufzüge in Sachsens drittgrößter Stadt an. Kontinuierlich gingen die Teilnehmerzahlen aber zurück. Mitte November kamen nur noch 200. Als Folge davon wurden die Aufzüge vorläufig ausgesetzt, aktuell aber auch noch nicht wiederaufgenommen. Für den laufenden Monat wolle man sich auf eine Bürgerstreife konzentrieren, teilten Kohlmann & Co. mit.

„Begegnungszentrum für Patrioten“


Neben dem Juristen taucht als Sprecher der Bürgerbewegung Benjamin Jahn Zschocke auf – ein langjähriger Weggefährte Kohlmanns. Zschocke fiel bereits in jungen Jahren an der Seite von Felix Menzel als Autor der neurechten „Blauen Narzisse“ auf, verfasste Beiträge für das von Götz Kubitschek herausgegebene Magazin „Sezession“, schreibt aktuell für das rechtslastige Theorieorgan „Tumult“. 2014 wurde der Kunstmaler als „Pro Chemnitz“-Mandatsträger von seinem Vater Joachim Zschocke abgelöst.

Unter der Adresse von Kohlmanns Anwaltskanzlei soll nun ein „Begegnungszentrum für Patrioten“ entstehen. Es ist offenkundig eine Maßnahme, um die abermalige „Pro Chemnitz“-Kandidatur zur Kommunalwahl im Mai zu flankieren. 2014 sicherte man sich 5,66 Prozent, fünf Jahre zuvor 4,57 Prozent. 2013 holte Kohlmann bei der Oberbürgermeister-Wahl in der sächsischen Stadt 5,6 Prozent der Wählerstimmen.

https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-mel ... alisierung
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Re: Chemnitz

Beitragvon Grenzwolf62 » 15. Januar 2019, 16:19

Das Portal der Genickversteiften ist wirklich sonnig, "nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt", Vollmacke.
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Chemnitz

Beitragvon augenzeuge » 15. Januar 2019, 17:04

Grenzwolf62 hat geschrieben:Das Portal der Genickversteiften ist wirklich sonnig, "nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt", Vollmacke.

Sorry, diese Ausdrucksweise versteh ich nicht. [angst]
AZ
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Re: Chemnitz

Beitragvon Zicke » 15. Januar 2019, 17:05

"bnr", was erwartest du von einem Blatt der 15% Partei
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https://web.de/magazine/panorama/toetun ... n-33504080
Aktualisiert am 08. Januar 2019, 13:08 Uhr
Im August 2018 wurde in Chemnitz ein 35-jähriger Deutscher ermordet. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen der Tatverdächtigen erhoben.
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

Lena Seiferlin, Autorin
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