Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

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Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon augenzeuge » 29. August 2018, 18:32

Im Rahmen eines Kunstprojektes soll in Berlin ein Straßenviertel mit einer Rekonstruktion der Berliner Mauer abgeriegelt werden.

Die Aktion unter dem Titel "Dau Freiheit" ist Teil eines internationalen Kunst- und Sozialexperiments, wie die Berliner Festspiele als Veranstalter erklärten. Es gehe darum, eine Debatte über Freiheit, Totalitarismus und Überwachung anzustoßen. Kritiker bemängeln dagegen, das Projekt verharmlose die in der DDR begangenen Verbrechen. Eine Genehmigung der Behörden gibt es noch nicht.

Um Zugang zu dem abgeriegelten Areal zu bekommen, müssen Interessierte vorab ein "Visum" beantragen. Mobiltelefone müssen am Eingang abgegeben werden. Am 9. November soll die temporäre Mauer wieder eingerissen werden.

Leiter des Projektes ist der russische Regisseur Ilja Chrschanowski. An der Umsetzung in Berlin sind auch der deutsche Filmemacher Tom Tykwer und die serbische Künstlerin Marina Abramovic beteiligt.
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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon Volker Zottmann » 29. August 2018, 21:22

Berlin ist auch bekloppt.
Vielleicht können die noch das überflüssige "Kunstwerk" aus Wiesbaden mit verbauen, war doch auch Kunst...
Pentium und Bahndamm habens schon erkannt: Deutschland ist verrückt.

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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon Nostalgiker » 29. August 2018, 21:36

Bevor man mal wieder auf peinliche Weise seine Unwissenheit offenbart sollte man sich kundig machen um was es bei diesem Projekt überhaupt geht.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon Volker Zottmann » 29. August 2018, 21:55

Seit wann sind andere Meinungen peinlich?
Ich meine, dass bestehende Mahnbauten im Original noch existieren. Nachbauen aus welchem Grund auch immer, ist so gar nicht mein Ding. Eine Gedenkstätte wie Hötensleben, Sorge, Marienborn erhalten, reicht.
Niemals hätte ich das heutige Mahnmal für den Holokaust in der Form errichtet. Kleiner kann man genauso gedenken. Auf den Blöcken rumhopsende Tagestouristen hätte man vermeiden können. Gigomanie ist auch diese alberne millionenschwere Einheitswippe, die noch gebaut wird. Man sollte von dem Geld lieber die Einheit mit gleichen Lebensumständen ausgestalten.

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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon pentium » 29. August 2018, 22:00

Nostalgiker hat geschrieben:Bevor man mal wieder auf peinliche Weise seine Unwissenheit offenbart sollte man sich kundig machen um was es bei diesem Projekt überhaupt geht.


Nicht falsch verstehen. Mein erster Gedanke war: der goldene Erdogan....so als Vergleich.
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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon Nostalgiker » 29. August 2018, 22:24

Ja Pentium, wenn man nicht weiß um was es in Berlin geht, parallel das aus Wiesbaden gehörte dazumischt kann schon Unsinn herauskommen.

Bis jetzt scheint dieses Kunstprojekt noch nicht genehmigt zu sein, wenn findet es ab Mitte Oktober bis zum 9. Nov. ungefähr auf einem Areal zwischen Staatsoper Kronprinzenpalais und Bauakademie (Schinkel)
Zumindest ist die Webseite bereits online.
Da können Visa (Eintrittskarten) beantragt werden .......
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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon Volker Zottmann » 30. August 2018, 09:48

Danke Pentium!
Es kommt eben immer auf die Art des Lesens an. Schön, dass Du bewiesen hast, dass man meinen einzigen Gedanken dazu verstehen konnte.
Grundvoraussetzung bleibt aber immer, dass man ohne ideologische Hassbrille liest.

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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon Bahndamm 68 » 30. August 2018, 10:11

Geschichte – Mauer – und Kunst passen aus meiner Sicht nicht zusammen.

Wie würde man reagieren, wenn Künstler Ausschwitz im kleineren Rahmen in Berlin darstellen?

Wird die Bernauer Strasse in Berlin als Denkmal der Teilung richtig dargestellt oder ist sie von Künstlern verunstaltet?

Ebenso findet ich, dass das noch nicht fertige Einheitsdenkmal "Die Wippe" in Berlin als absurd. Die Wippe als Denkmal der Demokratie. In der Mitte, als Halt die Demokratie, sie trägt die Linken und die Rechten und stehen somit über der Demokratie. Ist künstlerisch von mir angedacht, weil ich einfach etwas spinne.

Und wer spinnt noch?
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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon Huf » 30. August 2018, 19:21

Ich finde, wenn man an die Mauer in Berlin und an die damalige innerdeutsche Grenze erinnern will, bieten heutige Hinweiszeichen ( im Lande die großen Schilder " Hier waren Deutschland und Europa bis...") und die Spurensteine in Berlin genug sichtbare Zeichen. Sie regen alle Passanten zum mehr oder weniger Nachdenken oder Berichten an.

Das geplante Vorhaben in Berlin hat nach meinem Geschmack etwas überzogen Peinliches, was möglicherweise auch ungewollt belustigend wirken könnte... Nehmt die Hände von unserer vulnerablen Vergangenheit weg, es würde wohl auch Menschen seelisch verletzen können.

Kommerzielle Absichten sowieso!

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Re: Rekonstruktion von DDR-Lebenswelt und Mauer in Berlin

Beitragvon Volker Zottmann » 30. August 2018, 20:58

Huf hat geschrieben:Ich finde, wenn man an die Mauer in Berlin und an die damalige innerdeutsche Grenze erinnern will, bieten heutige Hinweiszeichen ( im Lande die großen Schilder " Hier waren Deutschland und Europa bis...") und die Spurensteine in Berlin genug sichtbare Zeichen. Sie regen alle Passanten zum mehr oder weniger Nachdenken oder Berichten an.

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