Kohleabbau in Sachsen

Regionale Nachrichten, Themen aus verschiedener Regionen im Freistaat Sachsen

Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Interessierter » 5. August 2018, 07:27

Ein Dorf wehrt sich

Viele Bewohner haben das sächsische Pödelwitz schon verlassen. Nun soll der 700 Jahre alte Ort weggebaggert werden - weil im Boden Kohle liegt. Die letzten Einheimischen kämpfen um ihre Heimat.

Die meisten Häuser stehen leer, bei manchen löst sich der Putz von den Mauern, hat Unkraut den Vorgarten erobert, und an vielen ist ein rechteckiges, etwas abweisend wirkendes Schild angebracht, das das Grundstück als Privatgelände der "Mibrag" ausweist und das Betreten untersagt. Eigentlich, mag man meinen, gibt es keinen Grund, weshalb Hunderte vorwiegend junge Menschen aus allen Ecken Deutschlands und manchen Ecken des Auslands hier in Pödelwitz zusammenkommen sollten. Jedenfalls keinen sichtbaren.

Doch unter dem Dorf im Kreis Leipzig liegen mehrere Millionen Tonnen Rohbraunkohle, die die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft (Mibrag) abbauen will. Das Unternehmen betreibt den Tagebau Vereinigtes Schleenhain, einen 50 bis 80 Meter tiefen Krater am Ortsrand von Pödelwitz. Nach den Plänen der Mibrag soll das Loch, das sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt, in den nächsten Jahren noch etwas größer werden - und Pödelwitz soll verschwinden.

Um das zu verhindern, sind in diesen Tagen mehrere Hundert Kohlegegner und Klimaaktivisten in das sächsische Dorf gekommen, zum ersten Klimacamp im Leipziger Land. Etwa ein Dutzend Veranstaltungs- und Infozelte haben sie aufgebaut und noch viel mehr kleine Schlafzelte aufgeschlagen. Solaranlagen versorgen die Campteilnehmer mit Strom, Professoren aus Berlin halten Vorträge, in Workshops wird über den Klimawandel diskutiert.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 21671.html
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. August 2018, 08:37

Über das Für und Wider mit der Braunkohle kann man diskutieren, aber die Spinner aus dem In- und Ausland die vor Langeweile nicht wissen was sie mit ihrer Zeit so anfangen sollen, die braucht kein Mensch.
Wenn die was vernünftiges für die Umwelt machen möchten, dann könnten sie in einer konzertierten Aktion, oder als Workshop halt, mal Sonntags in Chemnitz so 5 Tonnen Hundekacke wegräumen.
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Zicke » 5. August 2018, 11:20

Die Pödelwitzer sind nur eine Handvoll, die meisten wohnen schon sehr lange in anderen Gegenden. Die sind vor längerer Zeit sehr fürstlich abgefunden wurden.
Was sich dort im Tagebau rumtreibt sind Berufsdemonstrierer, die grüne Jugend und ein paar Lokalpolitiker welch immer bei Demos aufschlagen und nicht ausgelastet sind.
Hauptsache der Strom kommt aus der Steckdose.
P.S.
das nahegelegene Kohlekraftwerk ist eines der modernsten und saubersten in Europa.
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon augenzeuge » 5. August 2018, 11:37

Zicke hat geschrieben:das nahegelegene Kohlekraftwerk ist eines der modernsten und saubersten in Europa.


Dafür hatte sich übrigens Merkel stark gemacht. [wink]

AZ
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. August 2018, 11:51

Die macht sich für alles stark was die Lobbyisten wollen und die Leute glauben tatsächlich noch unerschütterlich an diejenigen die selbst ihre Oma verkaufen würden wenn es sich rechnen würde.
Nur die SED-Genossen haben 89 mit dem Klageruf "oh wie hat man uns verarscht" registriert wie sie verarscht wurden.
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Bahndamm 68 » 5. August 2018, 20:04

Was machen eigentlich die ewigen und ständigen Protestler, wenn von heute und morgen keine Kohle mehr gefördert wird?
Dann werden sie wahrscheinlich wieder auf die Strasse gehen, des Protestes wegen, weil die Natur mit immer mehr aufgestellten Windräder verunstaltet wird. Der Lebensraum der Tiere wird immer mehr eingeschränkt.
Ich hoffe und wünsche nicht, dass wir in Zukunft größere Flächen von Windkraftfeldern bekommen, gegenüber von Kartoffel- und sonstige Getreidefelder.

Was nützt mir der EGO-Strom, wenn auf dem Elektroherd das Wasser im kocht und keine Kartoffel darin ist.
Für mich ist dies alles ein Gesellschaftsproblem. Es wird gegen alles erst einmal protestiert.

Wer heute seine Stimme erhebt und dagegen ist, der sollte aber gestern schon mal angedeutet haben, wie es weiter gehen kann oder soll.
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. August 2018, 20:10

Relativ saubere Gaskraftwerke wären wohl eine Alternative zu den Windmühlen und gleich recht zur Kohleverstromung gewesen, die uns aber aus rein politischen Motiven noch paar Jahrzehnte erhalten bleibt, mit Alternativen hat man es hierzulande halt nicht so.
[wink]
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Bahndamm 68 » 5. August 2018, 20:17

Grenzwolf62 hat geschrieben:Relativ saubere Gaskraftwerke wären wohl eine Alternative zu den Windmühlen und gleich recht zur Kohleverstromung gewesen, die uns aber aus rein politischen Motiven noch paar Jahrzehnte erhalten bleibt, mit Alternativen hat man es hierzulande halt nicht so.

Ja, und warum gibt es mehr Windkrafträder gegenüber Gaskraftwerke?
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon pentium » 5. August 2018, 20:21

Bahndamm 68 hat geschrieben:
Grenzwolf62 hat geschrieben:Relativ saubere Gaskraftwerke wären wohl eine Alternative zu den Windmühlen und gleich recht zur Kohleverstromung gewesen, die uns aber aus rein politischen Motiven noch paar Jahrzehnte erhalten bleibt, mit Alternativen hat man es hierzulande halt nicht so.

Ja, und warum gibt es mehr Windkrafträder gegenüber Gaskraftwerke?


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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. August 2018, 20:27

Die erneuerbaren Energien, auch falls sie doch am Ende völliger Nonsens sein könnten, sind ein Bomben-Geschäft?
Wäre ja durchaus möglich.
Die wattwandernde Geheimwaffe für alles und nichts hat da doch für die Lobbyisten prima Arbeit abgeliefert.
Sein Meisterstück war diese EEG-Umlage.
Was darf der jetzt gleich spielen, Wirtschaftsminister dachte ich.
Zum Glück läuft die, momentan jedenfalls, ganz automatisch rund.
Die Flüchtlingsproblematik hat er ja vorher geheimwaffentechnisch genial gelöst der Tausendsassa und das so geheim das es niemand bemerkt hat.
Zuletzt geändert von Grenzwolf62 am 5. August 2018, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon pentium » 5. August 2018, 20:40

Mal so am Rande erwähnt, die Braunkohle wird aber nicht nur in Sachsen abgebaut und der Ausstieg aus der Braunkohle ist meines Wissens auch nur in Deutschland aktuelles Thema. Wenn es dann mal soweit sein sollte, holen wir in sternklaren, windstillen Winternächten unseren Strom aus Frankreich (Atom) und aus Polen (Braunkohle) und können uns einreden, die Welt geredet zu haben....
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. August 2018, 20:45

Und die anderen machen im Gegenzug dazu schon heute bei stürmischen Sommertagen im Energieverbundnetz schnell die Schieber zu.
Ich glaube für den Hohlfug muss D. irgendwie sogar noch so eine Art Strafe zahlen wenn zuviel Öko-Strom durch die Netze onkt.
Um das mit der, man munkelt horrenden, Strafe nicht ausufern zu lassen, werden da wohl konventionelle Kraftwerkskapazitäten heruntergefahren und daher muss man dann bei Flaute den Atomstrom nehmen weil man die technisch bedingt nicht so schnell wieder hochfahren kann.
Schei... Physik wird unsere Kanzlerin manchmal heimlich stönen.
[wink]
Die ganzen Begeisterungsträger klatschen derweil trotzdem weiter wie die Duracell-Hasen, die funktionieren ja zuverlässig sicher mit Batterie.
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Re: Kohleabbau in Sachsen

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. August 2018, 21:15

Ach, letztens hat man den ersten Batteriespeicher in Betrieb genommen, muss eine gigantische Halle sein die aber maximal eine Kleinstadt versorgen kann für zig Millionen Investitionsaufwand und mit Verschlingung von Massen an böser Energie bei der Errichtung.
Da hat Bahndamm recht, für Kartoffeln könnte es zukünftig platztechnisch knapp werden im Tabatukkaland.
Als Ing..., ihr wisst schon, weiß nicht wie man das schreibt, macht mich das alle innerlich auch wenn andere Fachrichtung, aber ein wenig technisches Verständnis trau ich mir zu.
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