Wie frei war die Jugend in der DDR?

Wie waren die politischen Systeme der beiden deutschen Staaten zur Zeit des Kalten Krieges? Wo waren die Unterschiede? Gab es Gemeinsamkeiten?
Wie wurde die Politik auf beiden Seiten vermittelt?

Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Interessierter » 12. Juli 2018, 16:38

Nach Identität suchen, Grenzen austesten: In der DDR war Adoleszenz nicht vorgesehen. Der Staat mischte sich intensiv in das Leben ihrer jungen Bürger ein.

Gab es Adoleszenz in der DDR? Die Frage klingt zunächst kurios: Adoleszenz hängt mit Jugend zusammen, und Jugendliche gab es in der DDR millionenfach. Wie sollte da die Adoleszenz zweifelhaft sein? Tatsächlich aber ist eine Antwort auf die Frage nach Adoleszenz in der DDR ziemlich schwierig – und sie enthüllt die grundlegenden Überzeugungen der sozialistischen Gesellschaft zur Jugend. Erst dann lässt sich verstehen, warum sich die Staatsführung der DDR so intensiv einmischte in das Leben ihrer jungen Staatsbürger – bis hin zu den musikalischen und modischen Vorlieben.

Adoleszenz, das ist aus Sicht vieler Jugendforscher und auch in der Literaturwissenschaft die turbulente, zweifelnde, aufrührerische Seite der psychologischen Entwicklung eines Jugendlichen. Der Psychologe G. Stanley Hall prägte den Begriff der Adoleszenz zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Zur Definition griff Hall auf einen Terminus aus der deutschen Literaturgeschichte zurück: Adoleszenz, das sei der „storm and stress“ im Leben eines jungen Menschen – die Sturm-und-Drang-Phase. Noch in aktuellen Lehrbüchern zur Jugendpsychologie wird die Metapher von der Adoleszenz als individuelle Sturm-und-Drang-Phase benutzt.

Selbstbestimmte jugendliche Identitätssuche - das war nicht vorgesehen

In modernen westlichen Gesellschaften scheint selbstverständlich: Jugendliche begeben sich auf die Suche nach ihrer Identität. Sie suchen sich selbst und zugleich ihre Rolle innerhalb der sozialen Gemeinschaft. Die jungen Menschen nutzen die weitgehend ‚verantwortungslose’ Zeit vor dem Berufseinstieg oder vor der Familiengründung dazu, Grenzen auszutesten, Beziehungen einzugehen und wieder zu lösen, mehr über sich selbst zu erfahren und Pläne für die prinzipiell offene Zukunft zu schmieden. Dabei ist aber dieser „psychosoziale Möglichkeitsraum“, wie die Soziologin Vera King die Adoleszenz nennt, keineswegs in allen Gesellschaften gegeben. Stand den Jugendlichen in der DDR der „psychosoziale Möglichkeitsraum“ der Adoleszenz offen?

Die ideologischen Voraussetzungen in der DDR waren nicht günstig für selbstbestimmte jugendliche Identitätssuche. Die größte Zumutung erfuhr die Idee der Adoleszenz durch die Jugendweihe. Anders als der Name nahelegt, ging es bei dem Initiationsritus nicht darum, die Jugendlichen mit ihren für diese Lebensphase besonderen moralischen, sexuellen und politischen Fragen ernst zu nehmen. Im Gegenteil: Die Jugendweihe sollte die jungen DDR-Bürger im Alter von 14 Jahren in die Erwachsenengesellschaft einführen; in der Feierstunde gelobten die Jugendlichen, fortan „würdige Mitglieder der sozialistischen Gemeinschaft zu sein“. In der Erinnerung an ihre eigene Jugendweihe wunderte sich die DDR-Leichtathletin Monika Zehrt später am meisten darüber, „dass man plötzlich erwachsen sein soll. So auf einmal, meine ich“. Die Jugendweihe in der DDR war ein Frontalangriff auf die jugendliche Suche nach Eigenständigkeit.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/adol ... 09888.html
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 12. Juli 2018, 16:57

Die Gefahr der Identitätssuche der DDR Jugend bestand für den Staat darin, dass am Ende keine bilderbuchhafte sozialistische Persönlichkeit entstand, sondern Menschen, die immer mehr den Sinn der DDR Weisheiten hinterfragten, sich nicht gängeln ließ, Dinge ansprachen, welche die alte Generation lieber verschwieg, kurz, sie waren aufgrund ihres Alters risikobereiter und nicht mehr bereit, auf Sachen zu verzichten, um dem unklaren Schein des sogenannten Sozialismus zu entsprechen.

Man suchte seine kleine Freiheit in der Unfreiheit um sich seine Welt irgendwie zu schaffen, in der man glücklich sein konnte. Das war nicht einfach, überall lauerten politische Fallstricke, welche sehr schnell die Zukunft beeinträchtigen konnten. So hatte die Kirche einen großen Zulauf, sie bot größere Freiheiten, vor allem im Denken, dort war man einfach bereit, über das zu reden, was sonst außerhalb der Familie nicht möglich war.

AZ
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Volker Zottmann » 12. Juli 2018, 18:22

Schon als Kleinkind in der Krippe auf dem Nachttöpfchen wurde der sozialistische Mensch geformt.... Quasi eingelullt, seit man selber pullern konnte. Doch das sollte schon im Kollektiv erfolgen. Letztendlich hatten wir ja die Planwirtschaft. ...
Hintern zählen x 3 Blatt Klopapier, und der Plan war fertig! [laugh]

Durch stete Indoktrination, meist unmerklich im Kindergarten, schriller schon in der Schule bei den Pionieren... Aus schönen Geländespielen wurden bald Manöver, ich rede immer noch von der Schule. Dann FDJ, GST... Meist schon für den künftigen Kampfplatz militärisch ausgerüstet... Dann NVA und spätestens danach Ende! Schluss mit täglichem Erziehen oder Gängeln.

Wann bitte soll denn die Jugend je frei gewesen sein in der eingemauerten schönsten sowjetischen Exklave?
Nein, wir waren immer Eigesperrte. Nur Menschen, die keinen im Westen hatten, kein Fernsehen empfingen und eventuell noch separat in speziellen Siedlungen wohnten, empfanden es möglicher Weise anders. Die saßen aber lediglich im goldennen Käfig, merkten nie, nicht frei zu sein.
Dass man versuchte seine Oasen der persönlichen Freiheit zu verwirklichen ist normal, steht aber auf einem anderen Blatt.

Gruß Volker
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon steffen52 » 12. Juli 2018, 19:27

Man muss schon etwas die Zeit sehen. Als ganz junger Hüpfer ging mir die Politik im großen und ganzen am Ar.. vorbei. Da ging es um Mädels, Alk, Motorrad und Feste feiern und zum
Tanz am Wochenende gehen. Klar hat man sich durch Radio und Fernsehen(West) ein gewisses Bild gemacht was ablief in dieser DDR, aber so richtig interessiert und bewusst geworden
ist es mir an der Grenze oder besser gesagt als ich das erste mal die Grenzanlagen mit eigenen Augen gesehen habe! Da war ich schockiert und auch noch heute wenn ich die noch
erhaltene Grenzanlagen sehe, so wie vor kurzen in Hötersleben oder auch Mödlereut. [denken]
Gruß steffen52
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Wosch » 13. Juli 2018, 13:50

Am wenigsten frei war sie in der "Freien Deutschen Jugend", der FDJ.
Unter Honecker herrschte über die Jugend der Stalinismus mit seiner verlogenen Indoktrinierung und Selbstbeweihraeucherung, unter dem zaehnefletschenden und immer grinsendenden FDJ-Oberfuzzi Krenz sollte zwar Frohsinn und Heiterkeit bei den Blauhemden einkehren, bis auf den "Oktoberclub" hatte es sich aber nicht rumgesprochen. Statt dessen durfte man aber mit der Erreichung der jugendlichen Volljaehrigkeit Schuetzendienst am Antfaschistischen Schutzwall leisten und sich diesem "Freiwilligen Zwang" unter ordnen.
Freiheit ist immer relativ, unter Freiheit verstehe ich die Freiheit die ich spuere, fühle und auch wahrnehmen kann .
Fühltet Ihr Euch frei, damals als Jugendlicher in der DDR??

Wosch.
Zuletzt geändert von Wosch am 13. Juli 2018, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2018, 13:52

. Als ganz junger Hüpfer ging mir die Politik im großen und ganzen am Ar.. vorbei. 

Bei anderen war das nicht so.
AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Grenzwolf62 » 13. Juli 2018, 14:39

augenzeuge hat geschrieben:
. Als ganz junger Hüpfer ging mir die Politik im großen und ganzen am Ar.. vorbei. 

Bei anderen war das nicht so.
AZ


Einer von den anderen warst wohl du?
Falls ja, erzähl doch mal von deiner politischen Beschäftigung so um die 20 rum.
In dem Alter hatte ich auch noch andere Prämissen als den politischen Weltschmerz, der Aha-Effekt kam bei mir auch erst bei Anlage 501 angucken.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon karnak » 13. Juli 2018, 15:31

Wosch hat geschrieben:Am wenigsten frei war sie in der "Freien Deutschen Jugend", der FDJ.
Unter Honecker herrschte über die Jugend der Stalinismus mit seiner verlogenen Indoktrinierung und Selbstbeweihraeucherung, unter dem zaehnefletschenden und immer grinsendenden FDJ-Oberfuzzi Krenz sollte zwar Frohsinn und Heiterkeit bei den Blauhemden einkehren, bis auf den "Oktoberclub" hatte es sich aber nicht rumgesprochen. Statt dessen durfte man aber mit der Erreichung der jugendlichen Volljaehrigkeit Schuetzendienst am Antfaschistischen Schutzwall leisten und sich diesem "Freiwilligen Zwang" unter ordnen.
.




Wosch.

[grin] Auch davon hast Du so ziemlich keine Ahnung, schöpfst aus Erfahrungen die Du in der Frühphase der DDR gemacht hast und die hat so ewig nicht angehalten. Du weist überhaupt nicht was sich rumgesprochen hat und wie der "Frohsinn und die Heiterkeit eingekehrt ist".Kann ja sein, dass es von zentraler Stelle den Hintergrund einer zentralen ideologischen Gleichschaltung gab, in der Praxis sah das so aus, dass über die Schiene der FDJ diverser "Frohsinn und Heiterkeit " organisiert wurde, auch ohne das vorher ein FDJ Funktionär eine Rede hielt oder ein Handgranatenweitwurf realisiert werden musste, dass dafür durchaus Geld in die Hand genommen wurde, viel hervorragende Kunst und Kultur entstehen konnte, und das war durchaus ehrenwert, dass die Jugendlichen für wenig Geld enen Platz hatten wo sie ihre Freizeit verbringen konnten. Im Gegensatz zu heute, wo es natürlich ganz andere Möglichkeiten gibt, ohne Frage. NUR, die Alten müssen es bezahlen können,können sie das nicht sind die Jungen am A.., aber sie sind wenigstens frei. Dieses b... Gequ.. geht mir sowas von auf die Ei..., in jedem Apfel des Soz. wenigstens eine Made zu finden.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2018, 16:06

Grenzwolf62 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
. Als ganz junger Hüpfer ging mir die Politik im großen und ganzen am Ar.. vorbei. 

Bei anderen war das nicht so.
AZ


Einer von den anderen warst wohl du?
Falls ja, erzähl doch mal von deiner politischen Beschäftigung so um die 20 rum.
In dem Alter hatte ich auch noch andere Prämissen als den politischen Weltschmerz, der Aha-Effekt kam bei mir auch erst bei Anlage 501 angucken.


Ich kam anders dazu. Das kann man nachlesen.
Man muss schwer von Begriff gewesen sein, wenn man erst den Zaun sehen musste, um wach zu werden. Bei mir entstand das politische Denken auch durch Reisen, auch mit Jugendtourist.

Andererseits schau dir die jungen Menschen an, die über Ungarn rauswollten. Alles Unpolitische? [grins]
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon pentium » 13. Juli 2018, 16:22

augenzeuge hat geschrieben:
Andererseits schau dir die jungen Menschen an, die über Ungarn rauswollten. Alles Unpolitische? [grins]
AZ


Alles politische? Gleich kommt hier ein bekannter User um die Ecke mit der Suppenschüssel....oder waren es Bananen?
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2018, 16:31

Pentium, bevor man alles aufgibt, überlegt man lange. Und dabei wird man politisch.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Grenzwolf62 » 13. Juli 2018, 18:15

Jugendtourist fiel bei mir leider aus, hatte mich aus der FDJ ausgeklingt, der Verein war mir zu blöd.
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2018, 18:20

Grenzwolf62 hat geschrieben:Jugendtourist fiel bei mir leider aus, hatte mich aus der FDJ ausgeklingt, der Verein war mir zu blöd.

Du hast also gar nicht gemerkt, wie politisch du warst?
[laugh]
Jugendtourist war eine Super Idee in der DDR. Fast hätte ich unpolitisch geschrieben. [grins]
AZ
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Spartacus » 13. Juli 2018, 18:34

und das war durchaus ehrenwert, dass die Jugendlichen für wenig Geld enen Platz hatten wo sie ihre Freizeit verbringen konnten. Im Gegensatz zu heute, wo es natürlich ganz andere Möglichkeiten gibt, ohne Frage. NUR, die Alten müssen es bezahlen können,können sie das nicht sind die Jungen am A.., aber sie sind wenigstens frei.


Sehe ich so ähnlich, denn wir sprechen hier ja von Jugendlichen, oder?

Und als solcher fühlte ich mich in der DDR sehr frei, konnte meinen Sport Ringen und Segelfliegen machen. ( Natürlich mit einem gewissen Hintergrund, gar keine Frage) Aber melde
dein Kind heute mal beim Segelfliegen an. Viel Vergnügen. Die Ausbildung heute kostet für 2 Jahre so was um die 2.600 Euro, damals war`s für lau. Später kommen dann noch die
Schleppgebühren und andere diverse Kosten pro Jahr dazu. Von Motorflugzeugen wollen wir da gar nicht erst reden.

Ansonsten Mädels, Disco und S 51, war alles im grünen Bereich, besser ging es doch nicht. Gut das Geld war immer knapp, aber da konnte man Abhilfe schaffen.

Die Probleme kamen erst im Erwachsenenalter. [hallo]

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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon steffen52 » 13. Juli 2018, 19:51

augenzeuge hat geschrieben:
. Als ganz junger Hüpfer ging mir die Politik im großen und ganzen am Ar.. vorbei. 

Bei anderen war das nicht so.
AZ

Mit anderen meinst Du wohl Dich, AZ! Scheint ja Deine Jugendzeit sehr einseitig gewesen zu sein. Hattest wohl nix mit Mädels, paar Bierchen mehr oder weniger am Hut, zum Tanz gehen
scheint auch nicht Dein Ding gewesen zu sein. Bist natürlich schon als Jüngling richtig ins politische Leben( gegen die DDR) eingestiegen. Wer es glaubt!! Bleibe doch einfach bei der echten
Realität und versuche nicht immer alles so zu drehen, als ob Du zu dieser Zeit anderes gewesen bist als der Rest der damaligen Jugend. Oder warst Du wirklich anders ? Klingt so, das erklärt nun
natürlich vieles. [wink]
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Grenzwolf62 » 13. Juli 2018, 19:55

augenzeuge hat geschrieben:
Grenzwolf62 hat geschrieben:Jugendtourist fiel bei mir leider aus, hatte mich aus der FDJ ausgeklingt, der Verein war mir zu blöd.

Du hast also gar nicht gemerkt, wie politisch du warst?
[laugh]
Jugendtourist war eine Super Idee in der DDR. Fast hätte ich unpolitisch geschrieben. [grins]
AZ


Wenn du halt Fan warst vom Reisebüro der FDJ ist das doch okay, ich war es nicht.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Wosch » 13. Juli 2018, 20:17

"JUGENDTOURIST", war das nicht der Verein mit dem sich jeder Jugendliche für Nullkommanix die ganze Welt ansehen konnte und unbegrenzt nach Herzenslust sich wieder auf die Heimreise freuen durfte??
Das war jetzt nur eine Frage, nicht das Jemand etwas anderes denkt!!

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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon steffen52 » 13. Juli 2018, 20:36

Wosch hat geschrieben:"JUGENDTOURIST", war das nicht der Verein mit dem sich jeder Jugendliche für Nullkommanix die ganze Welt ansehen konnte und unbegrenzt nach Herzenslust sich wieder auf die Heimreise freuen durfte??
Das war jetzt nur eine Frage, nicht das Jemand etwas anderes denkt!!

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Klar Wolfgang, die ganze Welt, haha! Die Welt der sozialistischen Staaten, das ist es gewesen und auch da war man als DDR-Bürger Mensch der zweiten Klasse! Die DDR-Aluchips wollten auch die
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Wosch » 13. Juli 2018, 20:47

steffen52 hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:"JUGENDTOURIST", war das nicht der Verein mit dem sich jeder Jugendliche für Nullkommanix die ganze Welt ansehen konnte und unbegrenzt nach Herzenslust sich wieder auf die Heimreise freuen durfte??
Das war jetzt nur eine Frage, nicht das Jemand etwas anderes denkt!!

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Das war also die Freiheit die der @Karnack meinte, na Gott sei Dank hatte ich davon keine Ahnung und verstehe unter Freiheit etwas anderes.

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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Grenzwolf62 » 13. Juli 2018, 20:49

Ganz supere FDJodler durften wohl auch mal hinter den Vorhang, aber wie man so liest hatte da eine Reisegruppe von 10 Mann ca. 15 Reiseleiter.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2018, 20:56

Grenzwolf62 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Grenzwolf62 hat geschrieben:Jugendtourist fiel bei mir leider aus, hatte mich aus der FDJ ausgeklingt, der Verein war mir zu blöd.

Du hast also gar nicht gemerkt, wie politisch du warst?
[laugh]
Jugendtourist war eine Super Idee in der DDR. Fast hätte ich unpolitisch geschrieben. [grins]
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Wenn du halt Fan warst vom Reisebüro der FDJ ist das doch okay, ich war es nicht.
Bin lieber getrampt, unorganisiert.
Erst die Vorteile abgreifen und dann die Fliege machen war nicht so mein Ding.


Weißt du Grenzwolf62, erzähl hier nicht so einen Scheiß.
Stellst du eigentlich immer Behauptunge von Dingen auf, wo du keine Ahnung hast?
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Grenzwolf62 » 13. Juli 2018, 21:10

Dachte auf gegenständliche Aussagen in einem Beitrag darf man antworten, auch wenn dies als "Scheiß" empfunden werden könnte.
Oder doch lieber nicht?
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2018, 21:18

Grenzwolf, wenn du mir Vorteilsnahme vorwirfst, weil ich mit Jugendtourist 2 Wochen in Urlaub gefahren bin, für den ich das ganze Jahr gespart hab, dann musst du dich nicht wundern.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Volker Zottmann » 13. Juli 2018, 21:28

Vielleicht liegt es an meinem Geburtsjahr 1951?
Jugendtouristreisen wurden mir nie angeboten oder gewährt. Mit dem FDGB mal im Interhotel Bastei In Dresden absteigen, wurde wenigen ermöglicht, mir aber trotz Anträgen nie. Dort war ich 1974 trotzdem, mit meiner Frau zu damals vergleichsweise horrenden Preisen. Da saßen dann an den Abendtischen Gewerkschafts-Verlesene, die vollverpflegt für eine Woche pro Person um die 110 Mark bezahlten.... und dann wir zu zweit, die für 7 Tage mit Frühstück gut 1000.-Mark benötigten. Genaue Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf, doch hat es ohne Vollversorgung schon das fünffache gekostet.

1970, alleinreisend mit "DER"-Reisebüro mit wildfremder Person im Doppelzimmer nach Moskau, vollverpflegt und "Kulturprogramm" kosteten mich 6 Tage inclusive Flug 399.-Mark. Das war ein Preis wie im Westen, mit zwei Neunen am Ende... Daher merkte ich mir das. Neben vollverpflegt, waren wir auch vollüberwacht weit ab vom Zentrum in Ostankino. Das Geld war dort mehr als knapp. Sicher habe ich mich derzeit ob der Reise, mit meinen ersten Flügen "frei" gefühlt, so kurz vorm Einzug zur Fahne.
Genaugenommen war aber jeder Schritt nach Protokoll vorgegeben. Aus heutiger Sicht waren es die erbärmlichsten Reisen, die ich je erlebte.

Freiheit, wirkliche Freiheit, habe ich als Jugendlicher nie empfunden, wusste durch meine familären Gegebenheiten immer, dass ich eingesperrt war. Und ich denke, es ging vielen Jugendlichen so. Zumindest all denen mit Westverwandtschaft und dem Wissen, deren Möglichkeiten als Jugenliche nie erfahren zu können. Da konnte auch der die Massen verblödende Oktoberklub mit seinen Texten nie drüberhinweg helfen.

Gruß Volker
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2018, 21:48

Volker Zottmann hat geschrieben:Vielleicht liegt es an meinem Geburtsjahr 1951?
Jugendtouristreisen wurden mir nie angeboten oder gewährt.
Gruß Volker


Kein Wunder. 1975 gegründet, max. Alter des Reisenden 26.
Ich kam über einen Kumpel ran, d.h. ich erfuhr nur, wann es was gab.
Man merkte nicht mal, dass man in der FDJ sein sollte....wurde nicht geprüft.

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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Wosch » 13. Juli 2018, 21:57

[quote="Volker Zottmann"]Vielleicht liegt es an meinem Geburtsjahr 1951?
Jugendtouristreisen wurden mir nie angeboten oder gewährt. Mit dem FDGB mal im Interhotel Bastei In Dresden absteigen, wurde wenigen ermöglicht, mir aber trotz Anträgen nie. Dort war ich 1974 trotzdem, mit meiner Frau zu damals vergleichsweise horrenden Preisen. Da saßen dann an den Abendtischen Gewerkschafts-Verlesene, die vollverpflegt für eine Woche pro Person um die 110 Mark bezahlten.... und dann wir zu zweit, die für 7 Tage mit Frühstück gut 1000.-Mark benötigten. Genaue Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf, doch hat es ohne Vollversorgung schon das fünffache gekostet.



Ja Volker, die Verteilung von Reisen und anderen Urlaubs-Angeboten in der DDR wurden mitunter nach schwer nachvollziehbaren Kriterien gehandhabt, so hatte ich es auch in vielen Gesprächen innerhalb der Familie und anderen DDR - MITBÜRGERN mitbekommen.


Wosch .
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon steffen52 » 13. Juli 2018, 22:08

Was ist los AZ? Nix von Dir auf meinen Beitrag?? Okay, da werde ich wohl recht haben, wie es um Deiner Jugend in der DDR bestellt war!!!Einfach traurig und nix mit dem großen
Gegner gegen die DDR. War mir klar, den zu Jugendzeiten gab es andere Auffassungen zum lustigen Jugend-Leben, es ging um Mädels( also bei mir, könnte ja bei Dir anders sein), schön
paar Getränke einhelfen, Motoräder, sich mit dem ABV anlegen u.s.w.! Deshalb kam das nachdenken etwas später und halt bei mir an der Grenze, welches Du natürlich wie immer
runder spielst, warum auch immer! Kannst Du auch mal ohne bösen Kommentar das so gelten lassen?? Erzähle nicht immer Dinge, die so in der Masse der damaligen Jugendlichen nicht gewesen sind,
als falsch. Wenn es bei Dir anders gewesen ist , bitte. Aber stelle es nicht so hin, als wenn es nicht so gewesen wäre und ich der Dumme und Du der Schlaue. Einfach mal Wahrheit
Wahrheit lassen, auch wenn Du es halt anders erlebt hast, bist aber nicht die Masse sondern ein Einzelner mit dem erlebten zu DDR-Zeiten. [denken]
Gruß steffen52
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2018, 22:23

steffen52 hat geschrieben:Was ist los AZ? Nix von Dir auf meinen Beitrag?? Okay, da werde ich wohl recht haben, wie es um Deiner Jugend in der DDR bestellt war!!!Einfach traurig und nix mit dem großen
Gegner gegen die DDR. War mir klar, den zu Jugendzeiten gab es andere Auffassungen zum lustigen Jugend-Leben, es ging um Mädels( also bei mir, könnte ja bei Dir anders sein), schön
paar Getränke einhelfen, Motoräder, sich mit dem ABV anlegen u.s.w.! Deshalb kam das nachdenken etwas später und halt bei mir an der Grenze, welches Du natürlich wie immer
runder spielst, warum auch immer! Kannst Du auch mal ohne bösen Kommentar das so gelten lassen?? Erzähle nicht immer Dinge, die so in der Masse der damaligen Jugendlichen nicht gewesen sind,
als falsch. Wenn es bei Dir anders gewesen ist , bitte. Aber stelle es nicht so hin, als wenn es nicht so gewesen wäre und ich der Dumme und Du der Schlaue. Einfach mal Wahrheit
Wahrheit lassen, auch wenn Du es halt anders erlebt hast, bist aber nicht die Masse sondern ein Einzelner mit dem erlebten zu DDR-Zeiten. [denken]
Gruß steffen52


Ich muss hier nicht mit Mädels oder Bier protzen. Was glaubst du, was auf den Reisen abging?

Aber wenn du mir erzählst, du hast erst an der Grenze durchgeblickt, dann kann ich nur sagen, ich musste deshalb nicht dahin.
Zu oft habe ich das schon erzählt, das kann ich nicht alles wiederholen. Wie kann ich nicht politisch geworden sein, ich hab das Abi gemacht, du hast ja keine Ahnung, wie politisch das ablief, in der Klasse wurde einer wegen Schwerter zu Flugscharen rausgeworfen, es gab einen offenen Eklat, weil wir eine Friedensdemo wegen der SS20 bei der Friedensfahrt gemacht haben.
Wenige Wochen vor der Prüfung sollte ich wegen offener Westwerbung geext werden, ich lief mit ner Jacke und VW Sticker rum, der verdeckte nur ein Loch. Ein Werbebeutel gab den Rest. Das bekam ich grad nochmal hin.
Zu der Zeit hatte ich einen Studienplatz, als einer von 3 Leuten mit 18 Monaten GWD. Weißt du was das bedeutete, das zu schaffen? Sicher nicht.

Andere suchten ihr Heil in der Kirche, weil sie vom Staat genug hatten. Und ich mittendrin, soll unpolitisch geblieben sein? Mann, ihr habt absolut keine Ahnung.
Ich könnte ewig weiter berichten, du würdest mit Grenzwolf den Mund nicht zu kriegen.

AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon Wosch » 13. Juli 2018, 22:31

augenzeuge hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Vielleicht liegt es an meinem Geburtsjahr 1951?
Jugendtouristreisen wurden mir nie angeboten oder gewährt.
Gruß Volker


Kein Wunder. 1975 gegründet, max. Alter des Reisenden 26.
Ich kam über einen Kumpel ran, d.h. ich erfuhr nur, wann es was gab.
Man merkte nicht mal, dass man in der FDJ sein sollte....wurde nicht geprüft.

AZ




FDJ spielte dann wahrscheinlich auch gar keine Rolle, in der "Demokratischen" waren ja Alle gleich.
Kaum zu glauben, aber wahr???

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Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
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Re: Wie frei war die Jugend in der DDR?

Beitragvon steffen52 » 13. Juli 2018, 22:35

augenzeuge hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:Was ist los AZ? Nix von Dir auf meinen Beitrag?? Okay, da werde ich wohl recht haben, wie es um Deiner Jugend in der DDR bestellt war!!!Einfach traurig und nix mit dem großen
Gegner gegen die DDR. War mir klar, den zu Jugendzeiten gab es andere Auffassungen zum lustigen Jugend-Leben, es ging um Mädels( also bei mir, könnte ja bei Dir anders sein), schön
paar Getränke einhelfen, Motoräder, sich mit dem ABV anlegen u.s.w.! Deshalb kam das nachdenken etwas später und halt bei mir an der Grenze, welches Du natürlich wie immer
runder spielst, warum auch immer! Kannst Du auch mal ohne bösen Kommentar das so gelten lassen?? Erzähle nicht immer Dinge, die so in der Masse der damaligen Jugendlichen nicht gewesen sind,
als falsch. Wenn es bei Dir anders gewesen ist , bitte. Aber stelle es nicht so hin, als wenn es nicht so gewesen wäre und ich der Dumme und Du der Schlaue. Einfach mal Wahrheit
Wahrheit lassen, auch wenn Du es halt anders erlebt hast, bist aber nicht die Masse sondern ein Einzelner mit dem erlebten zu DDR-Zeiten. [denken]
Gruß steffen52


Ich muss hier nicht mit Mädels oder Bier protzen. Was glaubst du, was auf den Reisen abging?

Aber wenn du mir erzählst, du hast erst an der Grenze durchgeblickt, dann kann ich nur sagen, ich musste deshalb nicht dahin.
Zu oft habe ich das schon erzählt, das kann ich nicht alles wiederholen. Wie kann ich nicht politisch geworden sein, ich hab das Abi gemacht, du hast ja keine Ahnung, wie politisch das ablief, in der Klasse wurde einer wegen Schwerter zu Flugscharen rausgeworfen, es gab einen offenen Eklat, weil wir eine Friedensdemo wegen der SS20 bei der Friedensfahrt gemacht haben.
Wenige Wochen vor der Prüfung sollte ich wegen offener Westwerbung geext werden, ich lief mit ner Jacke und VW Sticker rum, der verdeckte nur ein Loch. Ein Werbebeutel gab den Rest. Das bekam ich grad nochmal hin.
Zu der Zeit hatte ich einen Studienplatz, als einer von 3 Leuten mit 18 Monaten GWD. Weißt du was das bedeutete, das zu schaffen? Sicher nicht.

Andere suchten ihr Heil in der Kirche, weil sie vom Staat genug hatten. Und ich mittendrin, soll unpolitisch geblieben sein? Mann, ihr habt absolut keine Ahnung.
Ich könnte ewig weiter berichten, du würdest mit Grenzwolf den Mund nicht zu kriegen.

AZ

Einfache Antwort, AZ. Musst vielleicht mal das unterschiedliche in der Zeit und Alter zwischen uns sehen, würde Dir bestimmt helfen! Zu meiner Zeit war lange noch nix von Schwerter zu Flugscharen
zu hören! Also gibt es zu Deinem erlebten( Jugend) und meiner Zeit sehr große Unterschiede. Ich weiß nicht warum Du dann immer andere Beiträge runder spielst und Du Dich
als Oberwisser hervor tust? Ist es möglich auch andere Meinungen einfach zu akzeptieren? Eine einfache Frage, von einen Use ohne ABI???? [ich auch]
Gruß steffen52
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