Propaganda

Aufarbeitung und Schlußfolgerungen

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Beitragvon Interessierter » 9. Juli 2018, 10:56

Kalter Krieg wurde in Berlin verschärft über die Medien ausgetragen

Mit der Überschrift „Heroisches Ringen“ erschien am 29. April 1945 letztmalig „Der Panzerbär – Kampfblatt für die Verteidigung Groß-Berlins“. Viele Berliner dürften das vierseitige Propaganda-Blättchen mit der gedruckten Aufforderung „Lesen und weitergeben“ nicht zu Gesicht bekommen haben.

Die Rote Armee hatte sich bereits bis zum Stadtzentrum vorgekämpft. Am 2. Mai 1945 kapitulierte die Hauptstadt des NS-Staates. Nach zwei zeitungslosen Wochen erblickte mit dem Namen „Tägliche Rundschau – Frontzeitung für die deutsche Bevölkerung“ die erste Berliner Nachkriegs-Gazette das Licht der Welt. Herausgegeben und redigiert von der Sowjetischen Militärregierung.

Sowjetische Besatzungsmacht verteilte Zeitungslizenzen

Nach der bedingungslosen Kapitulation Nazi-Deutschlands am 8. Mai hatte die sowjetische Siegermacht für einige Wochen in Berlin die alleinige Befehlsgewalt. US-Amerikaner und Briten übernahmen erst Anfang Juli in ihren Sektoren das Kommando. Moskau nutzte diese Zeit, um sich in der Informationspolitik einen Vorsprung gegenüber den westlichen Besatzungsmächten zu verschaffen.

In kurzer Folge erteilte die sowjetische Militärverwaltung die Lizenz zur Gründung neuer Tageszeitungen, die von ihr gelenkt und kontrolliert wurden – zunächst für die „Berliner Zeitung“ als offizielles Sprachrohr des Magistrats, danach für die Zeitungen der „antifaschistisch-demokratischen Parteien.“ Ihre Titel: „Deutsche Volkszeitung“ (KPD), „Das Volk“ (SPD), „Neue Zeit“ (CDU). Im August kam noch „Der Morgen“, Organ der Liberal-Demokratischen Partei, hinzu. Als die westlichen Alliierten in Berlin einzogen, war die Medienlandschaft von der sowjetischen Besatzungsmacht beherrscht.

„Zone“ und „Kriegstreiber“

Mit eigenen Nachrichtenblättern hielten die angelsächsischen Besatzer in den Westsektoren dagegen. Am 2. August kamen die Briten mit „Der Berliner“ auf den Markt, sechs Tage später starteten die Amerikaner „Die Allgemeine Zeitung“. Sie wurde gegen Ende des Jahres 1945 eingestellt. Als erste deutsche Zeitung in West-Berlin erhielt „Der Tagesspiegel“ eine Lizenz. Die Herausgeber verpflichteten sich zu „einer gerechten, fairen, unparteiischen Darstellung der Ereignisse des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens.“ Kritik an der Militärregierung war freilich tabu.

Mit Erlaubnis der Franzosen, die im August den ihnen zugewiesenen Sektor im Norden Berlins übernommen hatten, startete am 12. November 1945 die Abendzeitung „Der Kurier“. Als weitere Tageszeitungen kamen im britischen Sektor das „Spandauer Volksblatt“ und der „Telegraf“ hinzu. Letzterer trat an die Stelle des britischen „Berliner“.

Weiter geht es hier:
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ ... n-28183776
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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