Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon augenzeuge » 6. Oktober 2018, 22:29

Allein das Überfliegen der Fakten spricht Bände.
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon HPA » 7. Oktober 2018, 13:22

Spott für Moskaus Agenten

SPIONAGE I:Im Internet wird Kritik laut an dilettantischen Einsätzen des russischen Geheimdienstes.

"Den Jungs vom GRU fehlten nur noch Fellmützen, Papirosy-Zigaretten und Fallschirme auf dem Rücken", spottet Radio Echo Moskwy über die vier Cyber-Spione des Militärgeheimdienstes GRU, die im April in Den Haag aufflogen. Das niederländische Verteidigungsministerium veröffentlichte jetzt Details der Operation, die für den GRU extrem peinlich sind. Schon vergleicht die Netzgemeinschaft die Dämlichkeit der eigenen Agenten mit TV-Witzfiguren wie Mister Bean.


http://www.badische-zeitung.de/spott-fu ... us-agenten

Die Spuren führen offenbar nach Malaysia und Attacken auf die dortige Polizei und Staatsanwaltschaft und deren Untersuchung von Flug MH-17. 2016 war offenbar einer der Laptops der Gruppe in ein Wlan Netzwerk eines Hotels in Lausanne eingeloggt, in dem eine Konferenz der Weltantidopingagentur WADA stattfand, bei der es Hackerangriffe auf Teilnehmer gab. Auch in Brasilien war die Gruppe oder zumindest Teile von ihr offenbar aktiv und stahl dort offenbar erfolgreich mit einem »close access hack« die Login-Daten eines WADA-Offiziellen und erbeutete so Dokumente zu Doping-Untersuchungen amerikanischer Athleten, die anschließend gezielt an die Presse »geleakt« wurden.


Sie hatten bei ihrer Verhaftung angegeben, in den Niederlanden Urlaub zu machen. Laut niederländischem Militärgeheimdienst führten sie mehr als 20.000 Euro und 20.000 US-Dollar in bar bei sich - und elf Handys und Smartphones.


https://www.neues-deutschland.de/artike ... z-aus.html

[flash]
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon Ari@D187 » 8. Oktober 2018, 22:50

Neues von Bellingcat:
Second Skripal Poisoning Suspect Identified as Dr. Alexander M.

-> Link

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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon HPA » 8. Oktober 2018, 23:35

Das bei dieser GRU Operation ein Arzt dabei gewesen sein muss, hat man bereits vor einiger Zeit vermutet.

Passt also.
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon zonenhasser » 9. Oktober 2018, 10:29

Russland und der Skripal-Giftanschlag - Der zweite Agent


Es wird ihnen nun noch schwerer fallen: Die Journalisten des investigativen Netzwerks "Bellingcat" und des russischen Rechercheblogs "The Insider" berichteten am Montagabend, auch die Identität des zweiten Skripal-Verdächtigen enthüllt zu haben: Demnach ist "Alexander Petrow" nicht "Alexander Petrow", wie er sich in seinem Pass nennt, mit dem er Anfang März nach Großbritannien reiste, sondern Alexander Mischkin. Dazu trägt der 39-Jährige den Recherchen zufolge einen Doktor-Titel: Er soll Militärarzt beim militärischen Geheimdienst GRU sein.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 32169.html
Bild© tagesspiegel.de
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon HPA » 9. Oktober 2018, 13:59

Muahaha [flash] [flash] [flash]

«дремучая некомпетентность», «беспредельное разгильдяйство», «дебилы» и «еще бы буденовки надели»


https://echo.msk.ru/blog/mbh/2292810-echo/

Mal sehen ob und wann der Herr Bachtin einem plötzlichen "Herzinfarkt" erliegt.
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon AkkuGK1 » 9. Oktober 2018, 14:24

Ich bin überzeugt, das Putin der Auftraggeber ist. Diese Opferrolle Russlands ist so arm...
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon HPA » 9. Oktober 2018, 15:57

Putinochio [grins]
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon augenzeuge » 10. Oktober 2018, 07:41

Danny_1000 hat geschrieben:Um nur eine Ungereimtheit in dieser konzertierten Aktion des Westens gegen die Russen aufzuzeigen: Warum sollten russische Spione in das WLAN einer Organisation (Chemiewaffen) eindringen, deren Mitglied sie sind. Ihnen stehen alle Informationen zur Verfügung. Alles andere wäre ein Bruch geltender Verträge. Für wie dumm hält man uns eigentlich ?

Danny


Und nun Danny, wie siehst du diesen Fall heute? Glaubst du immer noch an die Unschuld der Russen?

Experten halten die Ergebnisse für wasserdicht. „Ich würde nicht eine Sekunde daran zweifeln“, sagt Marcus Bensmann, Investigativ-Reporter mit Russland-Expertise vom Recherchebüro Correctiv.


Ein ehemaliger Offizier der Moskauer Polizei sagte unserer Redaktion, es bestehe kein Zweifel, dass Tschepiga und Mischkin mit Boschirow und Petrow identisch seien. „Allerdings ist damit noch nicht bewiesen, dass sie das Nervengift wirklich auf der Türklinke am Haus des russischen Ex-Geheimagenten platziert haben.“

Sie seien an der Tat beteiligt gewesen, aber vielleicht in einer anderen Funktion. Für Bellingcat ist der Fall dagegen völlig klar. Die britische Recherche-Plattform verweist auf die Ansicht mehrerer Experten, Doktor Mischkins Einsatz sei kein Zufall: „Ein Arzt im Team ist zwingend notwendig, wenn es gilt, das Zielobjekt zu vergiften.“


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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon HPA » 18. Oktober 2018, 09:24

Die Jagd nach Putins Agenten: Wie ein Spionagefall in Lausanne zu einem Fiasko des russischen Geheimdiensts führte

https://www.nzz.ch/international/die-ja ... xyw2bh2sIU
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon HPA » 22. November 2018, 22:03

Na, was fürn Zufall aber auch:

GRU-Chef Korobow stirbt mit 62 Jahren

https://www.n-tv.de/politik/GRU-Chef-Ko ... qisPSekZhc
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon Interessierter » 10. Februar 2019, 09:42

Bulgarischer Geheimdienst hat Hinweise auf dritten Skripal-Attentäter

Die Hinweise auf einen dritten Attentäter im Fall Skripal verdichten sich: Der Mann soll zuvor bereits an einem Anschlag in Bulgarien beteiligt gewesen sein.

Das bulgarische Parlament geht Berichten über einen möglichen dritten Verdächtigen bei dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien nach.

Ein Parlamentsausschuss will dazu am kommenden Donnerstag Geheimdienstinformationen anfordern, wie der Fraktionsvorsitzende der Regierungspartei Gerb, Zwetan Zwetanow, mitteilte. Hintergrund sind demnach neue Erkenntnisse zu einem Giftanschlag in Bulgarien im Jahr 2015.

Der ehemalige Doppelagent Skripal und seine Tochter Julia waren im März 2018 im südenglischen Salisbury dem in der Sowjetunion entwickelten Nervengift Nowitschok ausgesetzt worden. Beide entgingen nur knapp dem Tod. Die britische Regierung macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Als Verdächtige gelten bisher zwei Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU.

Wer ist Sergej Fedotow?

In der vergangenen Woche hatte die britische Rechercheplattform Bellingcat über einen bislang unbekannten dritten Verdächtigen berichtet. Der Mann soll demnach zwei Tage vor dem Giftanschlag auf Skripal unter dem Decknamen Sergej Fedotow nach Großbritannien gereist und an dem Anschlag beteiligt gewesen sein.

Auch eine russische Internetseite hatte diesen Namen im Herbst veröffentlicht, damals aber keine Quellen oder Belege für eine Beteiligung von Fedotow am Skripal-Anschlag genannt. Den Bellingcat-Recherchen zufolge soll Sergej Fedotow bereits 2015 an einem Anschlag auf den bulgarischen Geschäftsmann Emilian Gebrew beteiligt gewesen sein.

Der Rüstungsfabrikant Gebrew war im April 2015 bei einem Empfang mit schweren Vergiftungserscheinungen zusammengebrochen und ins Koma gefallen. Sein Sohn und ein Mitarbeiter wurden wegen ähnlicher Symptomen behandelt, alle drei wurden aber wieder gesund. Laut Bellingcat soll Fedotow zwei Tage vor dem Giftanschlag auf Gebrew von Moskau nach Sofia geflogen sein.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 52514.html
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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon augenzeuge » 3. März 2019, 22:44

Russischer Journalist über den Skripal-Giftanschlag -"Die Agenten haben ihren eigenen Dienst diskreditiert"


Wer hat hier alles bezweifelt, dass es die Russen waren. Was hat man alles für Gründe genannt, dass es doch gar nicht sein kann....so dumm sind sie nicht.

Doch, sie waren es!

Im Fall des Ex-Doppelagenten Skripal sind drei der mutmaßlichen Attentäter als Agenten des Kreml enttarnt - auch dank investigativer Journalisten in Russland. Ein Treffen mit dem Chef des Moskauer Portals "The Insider", Roman Dobrochotow.

Derzeit ist er auf der Spur des vierten Skripal-Verdächtigen.

In Wirklichkeit hat der russische Staat wenig dafür getan, um seine Spione zu schützen. Die Rechercheure haben vor allem Flugpassagierdaten, Passdaten und Wohnadressen ausgewertet, manche sind mehr oder weniger frei zugänglich, andere wurden ihnen zugespielt. Dobrochotow zählt auf, was sie unter anderem herausgefunden haben:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 55719.html

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Re: Salisbury und ein „größerer Zwischenfall“

Beitragvon Interessierter » 5. März 2019, 11:05

Russische Medien zu Skripal - Eine Flut von Behauptungen

Vor einem Jahr ist der ehemalige russische Agent Skripal vergiftet worden. London macht Moskau dafür verantwortlich. Russische Staatsmedien reagieren darauf mit einer Flut oft widersprüchlicher Narrative.

Das Nowitschok sei in der britischen Militäranlage Porton Down hergestellt worden. Oder: Es wurde zwar in Russland fabriziert, allerdings nicht vom Staat. Oder es wurde gar kein Nowitschok eingesetzt. Oder: Der Anschlag auf Sergei Skripal sei eine Operation unter falscher Flagge gewesen, um Russland vor der Fußball-WM zu diskreditieren - oder um von einem Skandal um Kinderpornografie in Großbritannien abzulenken.

Dies sind nur einige Behauptungen und Erzählungen, die russische Politiker und Staatsmedien nach dem Anschlag in Großbritannien verbreiteten. Wissenschaftler des King's College in London analysierten die englischsprachige Berichterstattung der russischen Staatsmedien in den vier Wochen nach dem Anschlag - und zählten 138 unterschiedliche Narrative. Als Narrativ definieren die Forscher Aussagen, die eine kohärente - also zusammenhängende - Erklärung der Ereignisse anbietet.

Im Schnitt 26 Beiträge pro Tag


Obwohl sich viele der Behauptungen und Verschwörungstheorien gegenseitig widersprechen, haben sie doch eine gemeinsame Botschaft: Russland habe mit der Attacke nichts zu tun.

Um dies zu belegen, veröffentlichten die russische Staatsmedien RT und Sputnik eine Flut an Artikeln, Beiträgen und Kommentaren. Die Forscher zählten innerhalb von vier Wochen 735 Beiträge - durchschnittlich 26 täglich. Allerdings war die Berichterstattung keineswegs gleichmäßig verteilt, sondern die Forscher konnten klare Spitzen dokumentieren: Nachdem Premierministerin Theresa May Russland vorgeworfen hatte, für den Anschlag verantwortlich zu sein, veröffentlichten die russischen Staatsmedien besonders viele Beiträge. Genauso war es, nachdem westliche Staaten verkündeten, als Reaktion auf den Anschlag russische Diplomaten auszuweisen.

Rechtspopulisten als Quellen

Mehrere Behauptungen in den russischen Staatsmedien gingen auf hochrangige russische Politiker zurück, beispielsweise auf Außenminister Sergej Lawrow, der die Arbeit der OPCW anzweifelte.

Außerdem zitierten RT und Sputnik Rechtspopulisten aus verschiedenen Staaten, die spekulierten, der Anschlag sei möglicherweise von westlichen Geheimdiensten ausgeführt worden. So sagte der AfD-Fraktionsvize Roland Hartwig dem Staatssender Sputnik, man dürfe die Möglichkeit nicht ignorieren, dass absichtlich Spuren hinterlassen worden seien, um Moskau zu schaden. Ein Abgeordneter der rechten Partei "Die wahren Finnen" wurde mit dem Verdacht zitiert, die Ukraine sei für den Anschlag verantwortlich.

Verschwörungstheorien

Als Quellen nutzten RT und Sputnik auch Autoren von rechten Online-Projekten, die beispielsweise behaupteten, die Vergiftung von Skripal habe gar nicht stattgefunden und sei ein "Hoax", die Vorlage dafür sei ein Fernsehdrama gewesen. Eine weitere besonders bizarre Theorie besagte, dass Sergei Skripal abhängig von Nowitschok gewesen sei und eine Überdosis eingenommen habe.

Das wichtigste Narrativ der Staatsmedien war der Untersuchung zufolge aber die Behauptung, die Vorwürfe gegen Moskau seien "russophob" motiviert. Oft wurde dieser Vorwurf kombiniert mit der Behauptung, Russland solle vor der Fußball-WM geschadet werden oder Großbritannien wolle von eigenen Problemen ablenken - beispielsweise vom Brexit oder von einem Skandal um Kindesmissbrauch.

Wiederholen und ergänzen

Die Untersuchung des King's College zeigt, dass die meisten der Narrative kontinuierlich wiederholt wurden - und durch neue Erzählungen ergänzt werden.

Die Wissenschaftler untersuchten nicht nur die Berichterstattung der Staatsmedien im Fall Skripal, sondern auch die sonstigen Schwerpunkte. Dabei wurde deutlich, dass RT und Sputnik über einige Themen besonders ausführlich berichten: über Kriminalität in den USA und Deutschland, über Integrationsprobleme in Schweden, über Islam und Terrorismus in Großbritannien. Damit solle das Bild eines gestörten politischen Systems vermittelt werden.

http://faktenfinder.tagesschau.de/ausla ... n-101.html
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