Ulrich Henke - Auf der Flucht ertrunken

Ulrich Henke - Auf der Flucht ertrunken

Beitragvon Interessierter » 28. Juni 2018, 11:16

Am 4. Oktober 1967 wurde eine männliche Wasserleiche „mit einer Liegezeit von drei bis vier Wochen“ in der Ostsee entdeckt, heißt es in der Stasi-Akte zum Fall. Das finnische Fährschiff „Finnpartner“ übergab die Person der Lübecker Polizei.

Später kam heraus: Es handelt sich um den Ulrich Henke. Der Elektro-Apparate-Bauer arbeitete damals auf dem Flughafen Barth. Seine ungeliebte Versetzung von der Ostsee nach Berlin-Schönefeld stand an. Da entschied sich der damals 24-Jährige zur Flucht mit einem Schlauchboot. Am Strand entdeckten Grenzer später die Hülle des Bootes. Es wurde aber nicht mehr wiedergefunden. „Henke war oppositionell eingestellt“, heißt es in der Stasi-Akte.

„Damit kommen wir nun auf 1899 Opfer der Grenze“, sagt Alexandra Hildebrandt. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass viele Gräber von Opfern des DDR-Grenzregimes – wegen befristeter Liegezeiten – eingeebnet wurden. „Man muss diese Gräber erhalten“, fordert Hildebrandt. „Sie sind Mahnung für die Lebenden und eine Würdigung der Toten.“

https://www.bild.de/regional/berlin/ddr ... .bild.html

Die Kopie des Stasi - Berichtes befindet sich im Link.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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