Wer braucht den Osten?

Wer braucht den Osten?

Beitragvon pentium » 29. Mai 2018, 21:14

Als die DDR 1990 der Bundesrepublik beitrat, sollte alles so werden wie im Westen. Die gleiche Währung, die gleiche Wirtschaftsordnung, gleiche Parteien, gleicher Wohlstand - und das möglichst schnell. Doch heute ist klar: Deutschland ist nicht einfach größer geworden. Der Osten hat das gesamte Land verändert. Deutschland wählt anders, lebt und streitet unterschiedlich.

Liegt es am Osten, dass es die Wahrheiten der alten Bundesrepublik heute so nicht mehr gibt? Ostdeutschland ist Vorreiter für ein verändertes Wahlverhalten und vielerorts heftig artikulierte Unzufriedenheit, aber auch für gewaltige Veränderungen von Lebens- und Arbeitswelten. Bleibt der Osten das ewige Sorgenkind der Nation, oder bietet sich durch ihn die Chance, alte Denkmuster zu überwinden, Neues zu etablieren? Weckt der Osten gerade den Westen auf? Wer braucht diesen Osten?

Die dreiteilige Dokumentation geht diesen Fragen nach.
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung790746.html

"Wer braucht den Osten?" Der Film skizziert eine Antwort. Dieser Osten wird gebraucht, mit all seinen Brüchen, Erfahrungen, Irrwegen und Lösungsansätzen für die Zukunftsfragen des gesamten Landes. Zu Wort melden sich Politiker wie Kurt Biedenkopf und Menschen, die sich aus Enttäuschung über das etablierte Parteiensystem politisch engagieren, auch in ganz neuen Bürgerbewegungen, die den Geist von 1989 atmen.

...
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon AkkuGK1 » 30. Mai 2018, 09:56

lachhaft, wenn das Lohnniveau auf dem selben Level wie im Westen wäre, gäbe es nicht solche Verwerfungen.
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Warum haben wir dann noch keine Zeitreisenden entdeckt? Vielleicht werden wir den technischen Stand nie erreichen weil die Menschheit vorher ausgestorben ist, oder wieder auf einen vorindustriellen Stand zurückfällt - F.&O.S.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Volker Zottmann » 30. Mai 2018, 12:05

AkkuGK1 hat geschrieben:lachhaft, wenn das Lohnniveau auf dem selben Level wie im Westen wäre, gäbe es nicht solche Verwerfungen.

Das ehe ich genauso.
Dadurch, dass hier 40 (und mehr) Prozent weniger gezahlt wurde und heute in einigen Zweigen immer noch 25 % fehlen, gab es die massiven Wegzüge. Im Westen wurde richtig entlohnt und im Osten wurden dadurch die Bevölkerungsstruktur massiv und nachhaltig zerstört. Unser Fachkräfte schaffen heute zu einem Großteil als Pendler oder Dauerübersiedler dort mit den deutschen Wohlstand.
Es sollte sich fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung nun keiner gestört fühlen, wenn von dem im Westen erarbeiteten Volksvermögen immer mehr Transfairleistungen gen Osten gehen müssen. Alte können nicht allein überleben. Nirgendwo!

Gruß Volker
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Danny_1000 » 30. Mai 2018, 13:12

AkkuGK1 hat geschrieben:lachhaft, wenn das Lohnniveau auf dem selben Level wie im Westen wäre, gäbe es nicht solche Verwerfungen.

Das stimmt aber nur bedingt. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass durch das unsägliche Wirken der Treuhand im Osten mehr Industriepotential vernichtet wurde, wie durch den 2. Weltkrieg. Da wo es keine Firmen mehr gibt, nützen dann auch gleiche Löhne nichts.

Ich gehe davon aus, dass Du die Doku nicht gesehen hast.

Eine der besten Dokus über den Osten Deutschlands, weil ohne ideologischen Schnickschnack, überzeugende Fakten und eine durchaus nachvollziehbare historische Einordnung der Ereignisse.
Wie schon geschrieben: Durchaus sehenswert, weil sehr gut geamacht.

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dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon AkkuGK1 » 30. Mai 2018, 14:26

es sind natürlich mehr Faktoren, die veraltete Industrie war aber nicht zu retten, bis auf ein paar Ausnahmen.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Interessierter » 30. Mai 2018, 14:36

Meines Erachtens ist der Titel schlecht gewählt. Nicht weil zu pentiums Ärger auch der MDR die DDR als Osten bezeichnet. Sondern weil vor der Wende niemand in der Bundesrepublik sagte: Wir brauchen den Osten oder die DDR.

Wirklichkeit war, dass wir Bundesbürger uns sehnlichst wünschten mit unseren Landsleuten wieder vereint zu sein.

Mir ging es damals auch ohne den Osten sehr gut und später dann mit dem Osten ebenfalls. Die unvergesslichen Glücksgefühle, die Wiedervereinigung mit Freudentränen in den Augen an der Güst Marienborn direkt miterlebt und auch Freunde in Brandenburg gefunden zu haben,
haben sich tief in meine Seele eingebrannt. Die Wiedervereinigung hatte keine wirtschaftlichen oder beruflichen Auswirkungen auf mein Leben.

Alles was sich später als positiv oder negativ heraustellte, kann mir das erwähnte Glücksgefühl nicht nehmen. Nicht einmal die Minderheit der ostdeutschen rechtspopulistischen Chaostruppen von Pegida und AFD.... [wink]

" Die Zeit " hat sich mit der Sendereihe des MDR intensiv beschäftigt:
https://www.zeit.de/2018/22/ostdeutschl ... ettansicht
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2018, 16:15

AkkuGK1 hat geschrieben:lachhaft, wenn das Lohnniveau auf dem selben Level wie im Westen wäre, gäbe es nicht solche Verwerfungen.


Andere Verwerfungen. Was denkst du, wie dann der Osten aussehen würde? Bitte überlege gut....

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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2018, 16:18

Interessierter hat geschrieben:Wirklichkeit war, dass wir Bundesbürger uns sehnlichst wünschten mit unseren Landsleuten wieder vereint zu sein.



Das traf bis zu einem gewissen Alter nur zu. Die Jüngeren bis 40 wollten das oft nicht, oder es waren ihnen egal.

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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Grenzwolf62 » 30. Mai 2018, 16:19

Voll- und Halbwestdeutsche sollten sich bei der Bewertung von Leuten die ihr ganzes Leben in Ostdeutschland verbracht haben etwas zurückhalten.
Erstere haben gar keine Ahnung und letztere keine Ahnung mehr.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2018, 16:24

Grenzwolf62 hat geschrieben:Voll- und Halbwestdeutsche sollten sich bei der Bewertung von Leuten die ihr ganzes Leben in Ostdeutschland verbracht haben etwas zurückhalten.
Erstere haben gar keine Ahnung und letztere keine Ahnung mehr.


Unsinn. Mitunter wissen die mehr als du (weil sie mehrere Seiten hören und sehen), wenn sie gute familiäre Verbindungen in die neuen Länder haben.
Halbwestdeutsche? Was ist das? [laugh]
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Grenzwolf62 » 30. Mai 2018, 16:33

Übergesiedelte mit Lebensmittelpunkt in NRW oder dergleichen.
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2018, 16:40

Grenzwolf62 hat geschrieben:Übergesiedelte mit Lebensmittelpunkt in NRW oder dergleichen.


Ja, besonders die! [laugh]
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Zicke » 30. Mai 2018, 16:52

augenzeuge hat geschrieben: wenn sie gute familiäre Verbindungen in die neuen Länder haben


und die neuen Länder hatten bzw haben keine familiäre Verbindungen. Eines haben sie auf keinen Fall, den Fleischtopfblick wie so mancher Bananenjäger.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2018, 16:55

Zicke hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben: wenn sie gute familiäre Verbindungen in die neuen Länder haben


und die neuen Länder hatten bzw haben keine familiäre Verbindungen. Eines haben sie auf keinen Fall, den Fleischtopfblick wie so mancher Bananenjäger.


Zicke, was wird das jetzt? [flash]

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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Grenzwolf62 » 30. Mai 2018, 17:07

Die richtigen Westdeutschen hatten ja die Gnade ihrer Geburt am richtigen Ort, wenn die über den Osten labern, gähn.
Die Hilfswessis die nun den richtig harten Besserwessi raushängen lassen mit ihren Familienverbindungen, die gefallen mir richtig wenn sie mir mein Umfeld erklären nach 30 Jahren wo sie schon die Fliege gemacht haben.
Aber was solls.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Spartacus » 30. Mai 2018, 18:09

Interessierter hat geschrieben:Wirklichkeit war, dass wir Bundesbürger uns sehnlichst wünschten mit unseren Landsleuten wieder vereint zu sein.



Selten so gelacht und wieder mal nichts als Quatsch. Ich behaupte mal ganz forsch, dass 90 % der Bundesbürger noch nicht mal wußten, wo die DDR
überhaupt liegt und 50 % waren heute noch nicht dort. [flash]
Nichts gelernt und dumm wie Brot, doch man leidet keine Not,
denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2018, 18:11

Aber Grenzwolf62, deine Argumentation ist witzig.
Vielleicht nimmst du den Ossi noch dazu, der nur im Westen schafft. Der kennt sich auch nicht mehr gut aus. [grins]
Überhaupt Leute auszuschließen, weil sie nicht 30 Jahre dort wohnen hat was ossihaftes.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Grenzwolf62 » 30. Mai 2018, 18:48

augenzeuge hat geschrieben:Aber Grenzwolf62, deine Argumentation ist witzig.
Vielleicht nimmst du den Ossi noch dazu, der nur im Westen schafft. Der kennt sich auch nicht mehr gut aus. [grins]
Überhaupt Leute auszuschließen, weil sie nicht 30 Jahre dort wohnen hat was ossihaftes.
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Der ist wenigstens alle 5 Tage im Osten wo er wohnt und seine Steuern bezahlt.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2018, 18:51

Ok wenn ich den Film gesehen habe, versteh ich ihn vermutlich nicht.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon steffen52 » 30. Mai 2018, 19:05

Spartacus hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Wirklichkeit war, dass wir Bundesbürger uns sehnlichst wünschten mit unseren Landsleuten wieder vereint zu sein.



Selten so gelacht und wieder mal nichts als Quatsch. Ich behaupte mal ganz forsch, dass 90 % der Bundesbürger noch nicht mal wußten, wo die DDR
überhaupt liegt und 50 % waren heute noch nicht dort. [flash]

Hast aber die vergessen zu erwähnen, Sparta, die sofort wieder wussten wo ihr von den SED-Bonzen enteignetes Land, Fabrik oder Haus steht.
Okay ist ja ihr Recht auf ihr Familieneigentum! [hallo]
Gruß steffen52
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Interessierter » 31. Mai 2018, 07:45

Zitat Spartacus:
Selten so gelacht und wieder mal nichts als Quatsch. Ich behaupte mal ganz forsch, dass 90 % der Bundesbürger noch nicht mal wußten, wo die DDR überhaupt liegt


Da fast täglich in ARD, ZDF und der Presse über Ereignisse und Verbrechen in der DDR berichtet wurde, wußten natürlich 90% der Bundesbürger nicht, wo die DDR liegt.... [laugh]

Da zitiere ich dich einfach einmal:
Selten so gelacht und wieder mal nichts als Quatsch.


Dein überbordendes Wissen ist bewundernswert... [grins]
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon augenzeuge » 31. Mai 2018, 07:56

Spartacus hat geschrieben:Ich behaupte mal ganz forsch, dass 90 % der Bundesbürger noch nicht mal wußten, wo die DDR
überhaupt liegt und 50 % waren heute noch nicht dort. [fla


Sparta, ich denk, du bist etwas gestolpert und hast am Ende irrtümlich die falschen Zahlen hochgehalten,.... [grins]
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon SkinnyTrucky » 31. Mai 2018, 08:01

Interessierter hat geschrieben:[Da fast täglich in ARD, ZDF und der Presse über Ereignisse und Verbrechen in der DDR berichtet wurde, wußten natürlich 90% der Bundesbürger nicht, wo die DDR liegt.... [laugh]


Es ist auch sehr verwirrend....die einen sagen, die DDR lag im Osten und die anderen behaupten daß die DDR in der Mitte des Landes lag....


groetjes

Mara
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon Grenzwolf62 » 31. Mai 2018, 14:04

Mitteldeutschland ist das heutige Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die DDR bestand aus mehr Regionen, da ist Ostdeutschland schon zutreffend.
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Re: Wer braucht den Osten?

Beitragvon pentium » 5. Juni 2018, 19:22

Di 05.06.2018 MDR

2. Wirtschaft

1990 scheint die Wirtschaft des Ostens für den Westen so unbrauchbar wie der Trabant. Alles wird neu geordnet – nach den politischen und wirtschaftlichen Vorgaben des Westens. Doch der Osten bleibt attraktiv, und zwar als Markt, den die gut aufgestellte Westwirtschaft problemlos mit versorgen kann. Teil 2 der neuen dreiteiligen MDR-Dokumentation „Wer braucht den Osten?“ beleuchtet das Thema „Wirtschaft“ – zu sehen am Dienstag, 5. Juni, um 22.05 Uhr im MDR-Fernsehen. Die Folgen der kompletten De-industrialisierung des Ostens sind bis heute spürbar. Die Ostwirtschaft ist kleinteilig, schwach, forschungsfern – die Steuereinnahmen der Länder und Kommunen reichen an den meisten Orten für kaum mehr als die Hälfte der notwendigen Ausgaben. Ein Ende der Transferleistungen in den Osten ist nicht in Sicht. Ost- und Westwirtschaft sind weit voneinander entfernt. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Es haben sich mehr Unternehmen entwickelt als Viele denken. Kleinere, mittelständische Strukturen prägen das wirtschaftliche Gesicht des Ostens. Allerdings hätten es noch viel mehr sein können. Einer der Star-Ökonomen dieses Landes, Professor Hans Werner Sinn, kann bis heute seine Erregung kaum zurückhalten, wenn es um die Politik von Staat und Treuhand nach dem Ende der DDR geht. Noch heute bedauert er aus ökonomischer Sicht die fatalen Fehler und vertanen Chancen der Wendezeit, weil das Eigentum der DDR eben nicht an Ostdeutsche verteilt und nur selten an sie verkauft worden ist. Das Ergebnis war eine in der Menschheitsgeschichte einmalige De-Industrialisierung, die am Ende zum Umbau von Arbeitswelt und Gesellschaft im gesamten Land führt: Leiharbeit, prekäre Beschäftigung und Hartz IV wären ohne das Labor Ost kaum denkbar. Trotz der widrigen Wettbewerbsbedingungen haben Menschen im Osten sich durchgesetzt: Es gibt sie, die Helden des Aufbaus Ost. Menschen, die heute dafür sorgen, dass Raumschiffe an die ISS andocken und Autos mit Wasserstoff fahren können, Hidden Champions, die auf dem Weltmarkt gesucht werden – sie zeugen von Selbstbewusstsein, Dynamik und Konkurrenzfähigkeit. (Text: mdr)

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