DDR - Diktatur - Schikanen

Wie waren die politischen Systeme der beiden deutschen Staaten zur Zeit des Kalten Krieges? Wo waren die Unterschiede? Gab es Gemeinsamkeiten?
Wie wurde die Politik auf beiden Seiten vermittelt?

Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon AkkuGK1 » 12. Januar 2019, 17:25

Nun ja Nobelpreise werden da wohl nicht verliehen und n Genie muss man ja auch nicht sein, bekommt man doch das Meiste gesagt, was man zu machen hat... Da ist man als Selbständiger doch etwas mehr gefragt, Beethoven, als Makler bist du doch sicher auch mental aktiver?
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon karnak » 12. Januar 2019, 17:32

Ein Spieler der deutschen Nationalmannschaft muss auch nicht die Relavitätstheorie erklären können, er sollte Fußball spielen können, dass reicht für den Job und so dürfte es bei so ziemlich jeden sein.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Dr. 213 » 12. Januar 2019, 17:56

Studium, und hier reden wir nicht nur über militärische Fachrichtungen, also diese Unterwerfung für drei Jahre "Ehrendienst"
als Bedingung um etwa Achitekt zu werden, war eine ganz miese Eigenart in der DDR.

Natürch sagten Viele nur wegen der Vorteile zu. Ich selbst hatte ja auch deßhalb zu den Felixen zugesagt.
In der Rückschau müssen allerdings Viele, die es anders als ich dann wirklich auch durchgezogen haben,
etwas sauer darüber sein, darauf reingefallen zu sein.
Ich kann da nichts Ehrenhaftes bei entdecken, sich ausgerechnet für diese SED- Diktatur prostituiert zu haben.
Wenn die wirklich alle nicht überzeugt waren, dann muss ja bei der Vereidigung massenhaft gelogen worden sein.
Ist es wohl auch, all diese Treuebekenntnisse zum DDR- Staat haben sich 1989 als substanzloses Geschwätz erwiesen.

Natürlich alles mit heutigem Wissen und in der Rückschau betrachtet natürlich.
Ich will damit ausdrücklich nicht gesagt haben, daß Beethoven oder Karnak etwa darum unredliche oder
gar dumme Zeitgenossen sind. So als beinahe auch Verführter kann ich das auch garnicht.

Wenn ich mir die Themen der Arbeiten der MfS- Sonder(hoch)schule ansehe, dann hoffe ich, daß zumindest
in den echten militärischen Studienrichtungen was Anständiges und Nützliches vermittelt wurde.
Und da halte ich die Bedingung einer Längerverpflichtung dann auch für völlig normal und gerechtfertig.

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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon zoll » 12. Januar 2019, 19:04

An einer OHS war sicher Marxismus-Leninismus Bestandteil der Ausbildung, also politische Ausrichtung im weitesten Sinne. Und wenn es so war, was hatte dieses Lehrfach mit der angestrebten Offizierslaufbahn zu tun?
Diese Frage geht mal speziell an die Offiziere im Forum.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon pentium » 12. Januar 2019, 19:09

zoll hat geschrieben:An einer OHS war sicher Marxismus-Leninismus Bestandteil der Ausbildung, also politische Ausrichtung im weitesten Sinne. Und wenn es so war, was hatte dieses Lehrfach mit der angestrebten Offizierslaufbahn zu tun?
Diese Frage geht mal speziell an die Offiziere im Forum.
zoll


M/L gehörte in damals in der DDR überall dazu, nicht nur an einer OHS...
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon karnak » 13. Januar 2019, 05:37

Dr. 213 hat geschrieben:Studium, und hier reden wir nicht nur über militärische Fachrichtungen, also diese Unterwerfung für drei Jahre "Ehrendienst"
als Bedingung um etwa Achitekt zu werden, war eine ganz miese Eigenart in der DDR.

Natürch sagten Viele nur wegen der Vorteile zu. Ich selbst hatte ja auch deßhalb zu den Felixen zugesagt.
In der Rückschau müssen allerdings Viele, die es anders als ich dann wirklich auch durchgezogen haben,
etwas sauer darüber sein, darauf reingefallen zu sein.
Ich kann da nichts Ehrenhaftes bei entdecken, sich ausgerechnet für diese SED- Diktatur prostituiert zu haben.
Wenn die wirklich alle nicht überzeugt waren, dann muss ja bei der Vereidigung massenhaft gelogen worden sein.
Ist es wohl auch, all diese Treuebekenntnisse zum DDR- Staat haben sich 1989 als substanzloses Geschwätz erwiesen.

Natürlich alles mit heutigem Wissen und in der Rückschau betrachtet natürlich.
Ich will damit ausdrücklich nicht gesagt haben, daß Beethoven oder Karnak etwa darum unredliche oder
gar dumme Zeitgenossen sind. So als beinahe auch Verführter kann ich das auch garnicht.

Wenn ich mir die Themen der Arbeiten der MfS- Sonder(hoch)schule ansehe, dann hoffe ich, daß zumindest
in den echten militärischen Studienrichtungen was Anständiges und Nützliches vermittelt wurde.
Und da halte ich die Bedingung einer Längerverpflichtung dann auch für völlig normal und gerechtfertig.

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Du glaubst doch nicht wirklich, dass in irgendeiner Zeit der Wehrpflicht die Wehrpflichtigen flächendeckend irgendeinen heiligen Schwur den sie ableisten müssen tief verinnerlicht ableisten. Und natürlich ist es unschön wenn ein politisches System Leute zu irgendwas mehr oder wenig nötigt einen solchen Militärdienst abzuleisten wenn sie anschließend irgendeine Leistung des Systems in Anspruch nehmen wollen. Aus Sicht des Systems ist es aber fast zwangsläufig, dass es das tut wenn es meint dringend Soldaten zu brauchen, so ist das nun mal. Da in meinem Bereich , nachdem die Ex Dienstgradträger der DDR langsam ausgegangen sind , diverse Längerdienende der Bundeswehr eingestellt wurden weiß ich , dass auch die vom System ein paar Vorteile wie großzügige Überbrückungszahlungen und Vermittlungshilfe in den zivilen Bereich nach dem Ausscheiden bekommen haben. Das alles hatte natürlich den Vorteil eines völlig krisensicheren Arbeitsplatzes während der Zeit der Verpflichtung beim Militär und den erleichterten Einstieg in das zivile Leben nach der Ableistung des Militärdienstes. Und ich vermute auch mal ganz schwer auch der Zivilbetrieb hatte ein paar finanzielle Vorteile wenn er solche Ex Staatsdiener in seine Reihen aufnahm. Ansonsten, da ich nun auf 25 Jahre Brotgeschäft zurückblicken kann, eine Branche in der die Flugtation auf Grund des schon etwas anstrengenden Arbeitsalltages immer sehr hoch war , die Ex Stasis oder anderen Dienstgradträger beider Systeme haben in der Regel sehr lange durchgehalten, bis hin zu mir als Methusalem in dem Geschäft [flash] . Dafür muss es natürlich einen Grund geben in der Erziehung dieser Leute vorher bzw. in der Grundhaltung zu den Dingen des Lebens. Was nicht unbedingt die schlechteste Haltung ist und für jede Unternehmung von Vorteil ist wenn es auf solchen Personalbestand zurückgreifen kann. Ergo, so völlig sinnlos und als vertane Lebenszeit definiert kann so ein " Ehrendienst" nun auch wieder nicht gewesen sein. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieses ausschließlich " Unterm Strich zähl ich" denken, dass als selbstbestimmtes Leben, grenzenlose persönliche Freiheit ohne irgendeine " Einsicht in eine Notwendigkeit " Verklärung diese Bundesrepublik nicht zu dem gemacht hätte was sie heute ist. Die das Ausleben können das tun weil sich das System das leisten kann und zwar auf der Grundlage der " Malocher" , " rückgratlosen Gesellen" und " Betonköpfen" die das " Hansterrad " am Laufen halten fernab von irgendeiner wirklichen fanatischen ideologischen Grundüberzeugung. Auf dieser Grundlage hat selbst das letztlich ökonomisch ineffiziente System Staatssozialismus DDR mit 40 Jahren relativ lange durchgehalten.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Danny_1000 » 13. Januar 2019, 08:59

zoll hat geschrieben:An einer OHS war sicher Marxismus-Leninismus Bestandteil der Ausbildung, also politische Ausrichtung im weitesten Sinne. Und wenn es so war, was hatte dieses Lehrfach mit der angestrebten Offizierslaufbahn zu tun?
Diese Frage geht mal speziell an die Offiziere im Forum.
zoll

Ich war zwar kein Offizier, aber versuche es trotzdem zu erklären:

Wie der Pentium schon schrieb: M/L gehörte zu den Hauptfächern an allen höheren Bildungseinrichtungen in der DDR. Nach den Verfechtern dieser Ideologie sollte diese Pseudowissenschaft beweisen, dass die gesellschaftliche Entwicklung letztlich im Sozialismus / Kommunismus als die beste aller Gesellschaftsformen ihren krönenden Abschluss findet. Die DDR, so ihre Protagonisten, befände sich in der Übergangsphase vom Sozialismus zum Kommunismus. Diese Entwicklung galt es natürlich gegen alle äußeren Feinde auch militärisch zu schützen und zu verteidigen.

Die Ideologie des M/L - fälschlicherweise auch als Weltanschauung bezeichnet - sollte dabei das theoretische Rüstzeug darstellen.

Um es etwas einfacher auszudrücken: Nur jemand, der über dieses “theoretische Wissen” verfügtè, konnte nach dem Verständnis der Staatspartei SED ein guter Offizier sein.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Interessierter » 13. Januar 2019, 10:26

Um es etwas einfacher auszudrücken: Nur jemand, der über dieses “theoretische Wissen” verfügtè, konnte nach dem Verständnis der Staatspartei SED ein guter Offizier sein.


Richtig; aber wenn er dabei " dumm wie Bohnenstroh " war oder nicht einmal die deutsche Rechtschreibung beherrschte, das spielte dann keine Rolle mehr.... [laugh] [bloed]

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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Volker Zottmann » 13. Januar 2019, 10:33

Mit dem M/L war es in jedem Beruf so. Wollte man sich qualifizieren, war unausweichlich dieses Sinnlosfach Hauptbestandteil. Oft zum Nachteil wirklicher Wissensvermittlung.
Als angehender Meister für Wohn-und Gesellschaftsbau waren 360 Stunden Marxismus /Leninismus abzusitzen. Bestanden hat diese Fach jeder, weil es in der Meisterausbildung kaum Prüfungen zu diesem Fach gab, wenn dann äußerts oberflächlich.
Meine Statik-Ausbildung war eingedampft auf 10 Stunden. Ohne Prüfungen. Ging ja auch nicht, weil man innerhalb 10 Unterrichtsstunden nichts lernt. Alles was ich diesbezüglich heute kann, so geht es auch allen Gleichgestellten, erlernte ich autodidatisch.
Vermessungskunde ist ein wesentlicher, äußerst wichtiger Fakt auf Baustellen. Dafür gab es läppische 20 Unterrichtsstunden.
Man bemerkt also, wo Prioritäten gesetzt wurden. Wer sich nicht selbst weiterbildete, versagte unweigerlich.

Nach der Wende wurden Lehrgänge angeboten, um unsere teils fachlich jämmerliche Ausbildung zu verfestigen. Das war teils Geldschneiderei, oft aber auch bitter nötig. Mit wenigen vermittelten Fachwissen hätten Einige nie in der Marktwirtschaft bestehen können.

Gruß Volker
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon karnak » 13. Januar 2019, 11:16

Volker Zottmann hat geschrieben: Mit wenigen vermittelten Fachwissen hätten Einige nie in der Marktwirtschaft bestehen können.

Gruß Volker

Wie haben wir es bloß geschafft zu bestehen , nachdem wir eingemeindet wurden in die Bundesrepublik mit ihrer Marktwirtschaft, mit unseren wenigen vermittelten Fachwissen. [flash]
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Interessierter » 13. Januar 2019, 11:54

Um Fachwissen geht es aber nicht, sondern um Offiziere mit mangelhafter Allgemeinbildung, die weder hätten zum Abitur zugelassen werden- und auch nicht hätten Offizier werden dürfen.

Da wurde einfach einmal die Intelligenz durch die politische Gesinnung ersetzt.. [laugh] [bloed]
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon karnak » 13. Januar 2019, 12:04

Absolut will ich das noch nicht mal bestreiten, die völlige Überbewertung dieses Quatsches mit dem festen Klassenstandpunkt, ein Potenzierung von Loyalität gegenüber dem Staat konnte schon ein Graus sein und hat natürlich auch völlig ungeeignete Kandidaten auf diese Posten gehoben. Das hat aber nichts damit zu tun diese Klientel unterschwellig in der Masse als völlige Vollidioten hinzustellen.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Interessierter » 13. Januar 2019, 12:11

Das hat aber nichts damit zu tun diese Klientel unterschwellig in der Masse als völlige Vollidioten hinzustellen.


Das habe ich auch nicht getan!!
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon karnak » 13. Januar 2019, 12:24

[grin] Der Trend, mich ärgert nur der polemische Trend.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon zoll » 13. Januar 2019, 14:18

Bevor der Streit über L/M, die dafür ausgebildeten, aber unfähigen Offz. losgeht bedanke ich mich für die Info über den Sinn und Unsinn dieser Wissenschaft in der Praxis.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Beethoven » 13. Januar 2019, 16:02

Ich schrieb es schon ein- oder zweimal in diesem Forum.

Uns allen, und da meine ich nicht nur die Studenten die an militärischen Bildungseinrichtungen studiert haben, tränten die Augen wegen der Fächer der politischen Ausbildung. Und das war ja nicht nur M/L (was ja eigentlich - zu mindestens beim Militär) als "dialektischer- und historischer Materialismus" (kurz als DHM) verbrämt wurde. Da gab es ja noch die die "politische Ökonomie des Sozialismus & Kapitalismus" und die "Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung". Alles Prüfungsfächer wobei ich gerade die Ökonomie gar nicht so schlecht fand. Der Rest war auch bei uns - absitzen und mitweinen. Aber man mußte schon aufpassen und mitmachen, sich auf Seminare vorbereiten, bei Klausuren gute Noten schreiben und die Prüfungen wenigstens mit "gut" bestehen, um einen ordentlichen, akademischen Abschluss zu bekommen.

Ich kann es nicht genau sagen aber ich denke, so 10 - 15 % der reinen Studienzeit, gingen für diese Fächer drauf.
An der Militärakademie hatten wir ca. 20 Prüfungsfächer. Unter anderem war Russisch dabei (natürlich auf Militärrussisch ausgerichtet - "perednij krai oboronoi" oder "bojewaj prikas" und so ne Sachen [flash] ) . Alle anderen Studienfächer waren rein militärische Fächer. Ich könnte mal in meinem Studienbuch (hab ich nämlich noch) nachsehen und die Fächer aufzählen, wenn daran Interesse bestehen sollte. Ach ja, Sport war auch noch dabei, wobei es da keine direkte Prüfung gab sondern die Noten für erreichte / gezeigte sportliche Leistungen auch in den Abschluss eingingen.

Gab es das Fach Sport (hieß glaube ich anders) eigentlich auch bei einem zivilem Studium?

Man konnte an der MAK noch fakultativ die Sprachkundigenprüfung für Englisch ablegen. Hab ich aber nicht gemacht. Mir hat Russsich schon gereicht. Ich ahnte ja nicht, dass die englische Sprache mal wichtiger sein wird als die Russische.

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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Volker Zottmann » 13. Januar 2019, 16:12

karnak hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben: Mit wenigen vermittelten Fachwissen hätten Einige nie in der Marktwirtschaft bestehen können.

Gruß Volker

Wie haben wir es bloß geschafft zu bestehen , nachdem wir eingemeindet wurden in die Bundesrepublik mit ihrer Marktwirtschaft, mit unseren wenigen vermittelten Fachwissen. [flash]


Für das Handwerk kann ich Dir das beantworten:

Die willigen VEB-Meister, welche den Markt bereichern wollten, haben in der Regel Nachschulungen besucht.
Grundlagen in Buchführungeg hatte damals die wenigsten. Als ich mich 1985 bereits selbständig machte, besuchte ich zuvor einen mehrtägigen Kurs in Halle für eine ordentliche Betriebsführung. (Steuerrecht, Subventionsanträge stellen, Buchführung)
All das Wissen fehlte den Meistern der Industrie.
Wer sich auf den Hosenboden setzte, fand sich auch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen gut zurecht.

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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Beethoven » 13. Januar 2019, 17:03

Ja, mit dem Lernen kann man, solange man im Berufsleben steht, nie aufhören. Danach ist es wohl eher fakultativ damit die grauen Zellen nicht einrosten.
Ich möchte, wenn ich nicht mehr meinen Job mache, gerne italienisch lernen, weil meine Frau und ich dieses Land schon heute gerne bereisen. Ich kann mir schon seit Jahren, ein "Birra & Catolleta" oder " Selter con il gas" bestellen. [grins]

Und wenn man "ins kalte Wasser" geworfen wird, ist es um so wichtiger.
Aber wer schon zu Zeiten der DDR es mit dem Lernen nicht so hatte und sich eher treiben ließ, dem wird das in der nun anderen Gesellschaft auch nicht gelingen.

Insofern denke ich, dass die Menschen, die in der DDR schon "Macher" waren, sich qualifiziert haben und auch wollten, bestanden auch in der nun kapitalistischen Gesellschaft.

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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon augenzeuge » 13. Januar 2019, 17:15

Beethoven hat geschrieben:Gab es das Fach Sport (hieß glaube ich anders) eigentlich auch bei einem zivilem Studium?

Ja. Beim Diplomsportlehrerstudium. [grins]

Beethoven hat geschrieben:Ich ahnte ja nicht, dass die englische Sprache mal wichtiger sein wird als die Russische. Freundlichst

Das versteh ich nicht. Als ich 1982, 1983 in der UdSSR weilte, war mir in wenigen Tagen klar, dass man nur mit englisch weiterkommt.
Mit Jugendtourist trafen wir Leute aus vielen Staaten. Mit Japanern und Chinesen sprach man englisch. Als ich dann aber sogar abends mit den russ. Mädels in englisch kommunizieren konnte, mein russisch war mit Note 3 nicht gut genug, da wusste ich, was man braucht. Keiner in unserer Reisegruppe konnte wirklich russisch....
[grins]
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon pentium » 13. Januar 2019, 17:37

Frage am Rande: Ist das jetzt eine neue Mode, also die farbige Schrift? Erinnert mich an das andere Forum, da gibt es einen User, der immer in vielen Farben schreibt, weil er die Zitierfunktion nicht so richtig beherrscht. Ich würde mich ja für ganz große Buchstaben und blinkend in Pink begeistern.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon augenzeuge » 13. Januar 2019, 17:42

pentium hat geschrieben:Frage am Rande: Ist das jetzt eine neue Mode, also die farbige Schrift? Erinnert mich an das andere Forum, da gibt es einen User, der immer in vielen Farben schreibt, weil er die Zitierfunktion nicht so richtig beherrscht. Ich würde mich ja für ganz große Buchstaben und blinkend in Pink begeistern.


Wenn ich innerhalb eines Beitrages auf Fragen individuell eingehe, also den alten Beitrag auseinander pflücke, dann erkennt jeder sofort, wer was geschrieben hat. Ja, ich finde es besser. Habe ich eine Forenregel verletzt? [angst]

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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon pentium » 13. Januar 2019, 17:53

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Frage am Rande: Ist das jetzt eine neue Mode, also die farbige Schrift? Erinnert mich an das andere Forum, da gibt es einen User, der immer in vielen Farben schreibt, weil er die Zitierfunktion nicht so richtig beherrscht. Ich würde mich ja für ganz große Buchstaben und blinkend in Pink begeistern.


Wenn ich innerhalb eines Beitrages auf Fragen individuell eingehe, also den alten Beitrag auseinander pflücke, dann erkennt jeder sofort, wer was geschrieben hat. Ja, ich finde es besser. Habe ich eine Forenregel verletzt? [angst]

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Nö, war ja nur eine Frage...alles in Ordnung.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Beethoven » 13. Januar 2019, 22:56

augenzeuge hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Gab es das Fach Sport (hieß glaube ich anders) eigentlich auch bei einem zivilem Studium?

Ja. Beim Diplomsportlehrerstudium. [grins]

Beethoven hat geschrieben:Ich ahnte ja nicht, dass die englische Sprache mal wichtiger sein wird als die Russische. Freundlichst

Das versteh ich nicht. Als ich 1982, 1983 in der UdSSR weilte, war mir in wenigen Tagen klar, dass man nur mit englisch weiterkommt.
Mit Jugendtourist trafen wir Leute aus vielen Staaten. Mit Japanern und Chinesen sprach man englisch. Als ich dann aber sogar abends mit den russ. Mädels in englisch kommunizieren konnte, mein russisch war mit Note 3 nicht gut genug, da wusste ich, was man braucht. Keiner in unserer Reisegruppe konnte wirklich russisch....
[grins]
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Siehste AZ. Ich konnte mich in der Sowjetunion in Russisch unterhalten. Und russisch konnten die Russen (Sowjetbürger) ja "fast alle". Wozu brauchte ich da Englisch? [grins]
Und mit Japanern und Chinesen traf ich nicht zusammen. Japaner traf ich erst nach der Wende in Japan.

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Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon augenzeuge » 13. Januar 2019, 23:14

Egal, mir ist es ein Rätsel, wie man eine höhere Funktion beim Militär haben kann, ohne englisch zu können. [wink]

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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon AkkuGK1 » 14. Januar 2019, 07:36

Vor allem als Fallschirmjäger hinternfeindlichen Linien abgesetzt zu werden und man muss nach den Weg fragen: Wo gehts hier nach Liverpool? [laugh]
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon augenzeuge » 14. Januar 2019, 08:39

Vielleicht so?
Куда ты идешь в Ливерпуль? [shocked]

Oder einfacher:
у тебя есть водка

beethoven, dafür reicht mein russisch noch. [grins]
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon pentium » 14. Januar 2019, 09:04

augenzeuge hat geschrieben:Egal, mir ist es ein Rätsel, wie man eine höhere Funktion beim Militär haben kann, ohne englisch zu können. [wink]

AZ


Setze dich mal in eine MIG21 dann wirst du merken, dein englisch nützt dir da nicht viel, ebenso in einer Sojus-Raumkapsel....
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Beethoven » 14. Januar 2019, 09:36

Nun liebe Leser, ich kann Euch beruhigen.

Englisch war bei den Fallschirmjägern der NVA sogar ein Ausbildungsfach. Soll heißen, den Fallschirmjägern wurden Grundbegriffe der englischen Sprache beigebracht und zwar durch den Bereich des Stellvertreter des Kommandeurs für Ausbildung. Es gab sogar die einmalige Dienststellung in einem Truppenteil innerhalb der NVA - den Dolmetscher, der wie gesagt zum Bereich des Stellvertreter für Ausbildung gehörte.

Ich kenne keinen anderen Truppenteil innerhalb der NVA, wo diese Dienststellung vorhanden war. Allerdings weiß ich auch nicht alles. Es gab auf jeden Fall noch die Dolmetschertruppe im Ministerium, wo auch die Beobachter entsprechend der KSZE-Akte integriert waren. Chef dieser Verwaltung war GM Herricht.

Und es ist ja nicht so, dass die Soldaten der NVA kein Englisch konnten. Sicherlich in Abstufungen aber fast alle Soldaten der NVA hatten wohl Schulenglisch. Und da man zu den Fallschirmjägern in der NVA nur kam, wenn man mindestens die 10-klassige POS abgeschlossen hatte und einen Beruf erlernt hatte oder als Abiturient, konnten alle wenigstens ein paar Brocken der englischen Sprache.

In der Ausbildung innerhalb des Truppenteils ging es allerdings nicht sehr in die Tiefe. Die Sprache war notwendig um Hinweisschilder von NATO-Truppen lesen zu können oder bei Gefangennahme von Gegnern, diese befragen zu können. So ne Sachen wie: What is your unit? Where is your unit? Where are the weapons? und all solchen Kram. Natürlich mussten die Jäger auch die Antworten verstehen die deshalb auch gelehrt wurden.
Aber mehr war das nicht. "Hands up!" konnte wohl auch noch jeder sagen. [wink]

In früheren Zeiten (ich habe die nicht mehr erlebt) lernten die FJ und Spezialaufklärer sogar noch Lokomotiven zu fahren und die Abläufe auf Verschiebebahnhöfen und in Seehäfen um als Diversanten handeln zu können.

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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon zoll » 14. Januar 2019, 11:14

Beethoven, danke, sehr aufschlussreich deine Infos aus den Tiefen der NVA.
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Re: DDR - Diktatur - Schikanen

Beitragvon Volker Zottmann » 14. Januar 2019, 11:20

Das freut mich nun ungemein zu erfahren, dass nur allseits gebildete sozialistische Persönlichkeiten vom Himmel fielen.
Auch interessant, englisch für die mögliche Gefangenschaft zu lernen.
Unsinnig ist Deine Feststellung, dass fast alle NVA-Soldaten Schulenglisch hatten. Du hast tatsächlich Falsches verinnerlicht. Die wenigsten DDR-Schüler haben englisch erlernt. Das bleibt nun mal Fakt. Nur die Besten überhaupt durften fakultativ daran teilnehmen. Da mich Russisch während der Schulzeit nie interessierte, war mir automatisch schon englisch zu erlernen versagt. Und so ging es dem überwiegenden Teil der Schulbesucher.
Der Herricht war aber nur als Reserveheld der breiten Masse bekannt... [laugh]

Gruß Volker
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Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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