Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Geld, Wirtschaft, Einkauf u.s.w.

Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Interessierter » 1. Mai 2018, 09:27

Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern bereitet Unternehmen größere Sorgen als je zuvor. Im ersten Quartal 2018 erreichten die freien Arbeitsplätze Rekordwerte.

In Deutschland gab es im ersten Quartal 2018 so viele freie Stellen wie nie zuvor. Mit 1,190 Millionen habe die Zahl der zu besetzenden Jobs sogar den Spitzenwert vom Vorjahresquartal überschritten, geht aus der veröffentlichten Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Studie beruht auf Betriebsbefragungen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 05612.html
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 1. Mai 2018, 09:39

Auch wenn es Sparta verneint, so schlimm wie jetzt war es noch nie. Kleinere Betriebe gehen schon pleite...

AZ
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Mai 2018, 09:45

Hier entwickelt sich die Arbeitskräftesuche zum Kraftakt. Arbeit (Autozulieferer) ist vorhanden, Wohnungen und Häuser en Masse. Mitten in der Natur, und trotzdem kommt keiner.
Kleine Handwerker schließen dauerhaft aus Altersgründen und neue gibt es nicht. Meine betreuende Solarfirma in Bernburg hat aus reinem Kräftemangel nur noch einen Mitarbeiter... Das waren mal 10 Leute bestimmt.

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Spartacus » 1. Mai 2018, 14:22

augenzeuge hat geschrieben:Auch wenn es Sparta verneint, so schlimm wie jetzt war es noch nie. Kleinere Betriebe gehen schon pleite...

AZ


Nichts als Gesülze und wieso sollte ein kleiner Betrieb pleite gehen, wenn Arbeit im Überfluss vorhanden ist?

Nimmt man halt weniger Aufträge an, man kann es sich ja aussuchen und wenn der Betrieb keine Leute hat, na dann hat er wohl nicht ausgebildet
und sich auf die großen Unternehmen verlassen? Selber Schuld.

Nenne mir mal ein Beispiel für einen kleinen Betrieb der pleite ging? Ich kenne hier keinen. [hallo]

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Mai 2018, 15:13

Pleite gehen ist wohl falsch ausgedrückt.
Die wenigsten Handwerksmeister im Osten gehen pleite.
Sie schließen aus Arbeitskräftemangel und aus reinen Altersgründen.
Mein Baugeschäft habe ich nach 20 Jahren auch 2005 zugemacht. Gern hätte ich eine Übergabe an einen Interssenten gesehen. Bauelementelieferant Hörmann, für den ich hauptsächlich Elemente mit Einbau vertrieb, war genauso enttäuscht. Gut 2 Jahre brauchten die, um einen würdigen Nachfolger zu finden. Alte Umsätze wurden aber nie wieder erreicht. Derzeit hat der letzte Fachhändler auch geschlossen.
Spartacus, wen sollen die Handwerker ausbilden, wenn keiner von den jungen Leuten ins Handwerk will?

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 1. Mai 2018, 15:15

Sparta, nimm es mir nicht übel, aber du musst dazulernen.
Ich kann dir die Namen der Betriebe nicht nennen, ich käme in Schwierigkeiten.
Aber ich kann dir etwas schildern. Eine Firma hatte 6 Leute, immer gut zu tun, feste Kunden.
Die Fachkräfte wurden nach und nach von großen Unternehmen abgeworben. Größere Sicherheit, bessere Sozialleistungen und mehr Geld... Neue Kräfte fand das Unternehmen nicht. Kein Ausnahmefall, fast alle suchen.
Die Kunden sprangen langsam ab, die Firma konnte mit 1 Beschäftigten die Termine nicht halten. Der Kunde zahlt nun mehr als vorher, musste in ein größeres Unternehmen rein. Aber die Termine werden eingehalten.
Konkurs... kein Einzelfall.
Für Kfz Mechatroniker werden mittlerweile Prämien bezahlt...
Familienbetriebe gehen pleite, keine Nachfolger in Sicht.

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Spartacus » 1. Mai 2018, 15:25

Das mag alles so sein, wie ihr es beschreibt, aber warum gibt es das bei mir nicht?

Kann ich Euch verraten, denn hier bieten auch die kleinen Buden Sicherheit, gute Sozialleistungen und ordentlich Geld.

Wer stellt sich denn bei BMW ans Band und macht einen Idiotenjob im 3 Schichtbetrieb, wenn er beim Handwerker um die Ecke für etwas
weniger Geld, in einer abwechslungsreichen Arbeit nur in Frühschicht, Freitag Mittag den Hammer fallen läßt und ins lange Wochenende geht?

Und warum läuft das hier so?

Da man die Zeichen der Zeit früh erkannt hat, lieber auf hohen eigenen Gewinn etwas verzichtet und so gut über die Runden kommt.

[hallo]

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 1. Mai 2018, 15:40

Sparta, eine kleine Bude kann nie die gleiche Sicherheit und das Gehalt von Großen zahlen.

Warte ab, in Bayern kommt das etwas später...

AZ
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Spartacus » 1. Mai 2018, 17:04

„Fachkräfte bestehen auf einem nicht unerheblichen Gehalt, fordern eine Einarbeitung, schrecken nicht vor Urlaub zurück, werden krank oder gar schwanger. Eine ganz üble Sorte trägt neue Ideen ins Unternehmen und bringt die ganze schöne Ordnung durcheinander. Solche Möchtegern-Revoluzzer kann niemand gebrauchen.“

Lydia Krüger

Lesenswert: https://www.karriereletter.de/aufgedeck ... temangels/

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 1. Mai 2018, 17:08

Durch intensive Recherchen in Arbeitgeberkreisen habe ich herausgefunden, dass der vermeintliche Fachkräftemangel ein Ablenkungsmanöver der Unternehmen ist


Wenn es nicht so traurig wäre, ich könnt drüber lachen.
Aber ich sehe in 8 Tagen Kollegen aus Bayern, die frag ich mal zu dem Thema.

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Spartacus » 1. Mai 2018, 17:10

augenzeuge hat geschrieben:
Durch intensive Recherchen in Arbeitgeberkreisen habe ich herausgefunden, dass der vermeintliche Fachkräftemangel ein Ablenkungsmanöver der Unternehmen ist


Wenn es nicht so traurig wäre, ich könnt drüber lachen.
Aber ich sehe in 8 Tagen Kollegen aus Bayern, die frag ich mal zu dem Thema.

AZ


Ja dann berichte mal. [hallo]

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Spartacus » 1. Mai 2018, 17:16

Und wie es wirklich aussieht, noch zum Nachtisch.

Ok, mal zu meiner Geschichte:

Ich bin Elektro-Ingenieur, 47, habe außerdem den B.Eng. in Electrical Engineering in England erworben, habe inwzischen 15 Jahre Berufserfahrung als IT-Manager und als Sales Consultant für IT-Produkte und IT-Dienstleistungen. Des Weiteren habe ich in Abendform den Dipl.-Wirt.-Ing. draufgesattelt. Und was hat es genützt??? NIX, jedenfalls nicht wirklich!

Bin momentan auf Jobsuche, okay, die 20 Jahre Berufserfahrung schaffe ich nicht ganz und mit 47 Jahren, bin ich natürlich schon ein alter Sack.

Nun es gibt wirklich viele interessante Jobangebote, auf die ich mich auch schon beworben habe. Resultat, nichts als Absagen. Noch nicht einmal Einladungen zum Vorstellungsgespräch kamen dabei heraus.

Ich für meinen Fall kann also nur eins feststellen. Der Ingenieursmangel ist eine absolute LÜGE!


https://www.studis-online.de/Fragen-Bre ... 95,1208155

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Mai 2018, 17:39

Schick den Kerl nach Harzgerode. Hier werden händeringend Elektroingenieure gesucht.

Gruß Volker
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 1. Mai 2018, 18:02

Wir hätten ihn vor 2 Jahren eingestellt. Elektroingenieure in Köln haben aktuell beste Karten. 47 ist noch nicht zu alt.

AZ
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon pentium » 1. Mai 2018, 18:21

Im Moment werden wegen des neuen Datenschutzgesetzes ganz, ganz viele Datenschutzexperten gebraucht...

...
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Spartacus » 2. Mai 2018, 17:11

augenzeuge hat geschrieben:Wir hätten ihn vor 2 Jahren eingestellt. Elektroingenieure in Köln haben aktuell beste Karten. 47 ist noch nicht zu alt.

AZ


Und wenn er da bleiben will wo er lebt da er Heimatverbunden ist, dort seinen Freundeskreis, seine Familie hat?

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 2. Mai 2018, 18:41

Spartacus hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Wir hätten ihn vor 2 Jahren eingestellt. Elektroingenieure in Köln haben aktuell beste Karten. 47 ist noch nicht zu alt.

AZ


Und wenn er da bleiben will wo er lebt da er Heimatverbunden ist, dort seinen Freundeskreis, seine Familie hat?

Sparta


Sparta, wo lebst du? Kein Mensch wird heute einen Job bekommen, wo er bis zum Rentner bleibt oder dort arbeiten können, wo er seine Familie hat.
Und wer heute hochqualifiziert ist, der muss flexibel sein. Das ist fast noch wichtiger als alles andere.
Ich finde das auch beschi....ist aber leider die Realität.

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Spartacus » 3. Mai 2018, 17:41

Schon mal was von Telearbeit gehört?

Wenn ein Ingenieur verzweifelt gesucht wird, so kann er heutzutage auch von zu Hause aus arbeiten, wenn er ein Arbeitszimmer hat. [hallo]

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 3. Mai 2018, 18:28

Spartacus hat geschrieben:Schon mal was von Telearbeit gehört?

Wenn ein Ingenieur verzweifelt gesucht wird, so kann er heutzutage auch von zu Hause aus arbeiten, wenn er ein Arbeitszimmer hat. [hallo]

Sparta


Ach Sparta, du bist nicht auf dem Laufenden. [flash] Telearbeit ist out, mobiles Arbeiten ist der Hit. Frag mal warum.

Telearbeit geht meist nur tageweise. Und nicht selten wollen das viele auch aufgrund eigener sozialer Bedürfnisse gar nicht.

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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. Mai 2018, 12:35

Mein Diplom ist mittlerweile über 25 Jahre alt, ich kann zwar auf der Baustelle schnell mal die Dimensionierung eines Unterzuges durchrechnen, aber in einem Planungsbüro würden sie bei meinem Alter abwinken, ich käme mit der Software nicht mehr zurecht.
Bin Praktiker und weniger Theoretiker.
Ich hab auch Zusatzqualifikationen auf der Stahlbetonstrecke, speziell Brückenbau, aber auch eher praktisch, Schütthöhen zum Beispiel oder Betongüte nebst Armierung.
Bei der Brücke in Wilsdruff wäre ich wohl der richtige Mann gewesen, da wäre jetzt kein Megastau [grins]
Mein Wirtschaftsdiplom ist aber eher zeitlos, die Mechanismen sind relativ gleich.
Da könnte ich auch noch als Methusalem beratend tätig werden, Erfahrung ist da von Vorteil.
Wirtschaftsdiplom klingt aber leicht nach Kneipe, ist Ökonom [wink]
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 6. Mai 2018, 11:13

Ruf nach Fachkräftezuwanderung wird lauter

Mich wundert es gar nicht.....es fehlen Leute, fast überall.

Angesichts wachsenden Arbeitskräftemangels in Deutschland fordert der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, Zuwanderung von Fachkräften per Gesetz.

Die SPD dringt auf eine schnelle Umsetzung des entsprechenden Koalitionsprojekts. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) macht sich dafür stark, dass potenzielle Einwanderer bereits vor der Einreise Deutsch lernen.

"Wir brauchen ein Fachkräftezuwanderungsgesetz", sagte der BA-Vorstandschef Scheele der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das Arbeitskräftepotenzial steige langsamer als die Beschäftigung. "Unsere Forscher rechnen für dieses Jahr mit 760 000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, aber nur mit 260 000 zusätzlichen potenziellen Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren", sagte Scheele. Dies seien Inländer und Ausländer.

"Wir werden die Lücke nicht alleine durch Inländer und EU-Ausländer decken können", sagte Scheele. Nötig sei ein Gesetz, das die Regeln zur Einwanderung systematisiere. Der BA-Chef betonte: "Aus unserer Sicht sollten Fachkräfte und keine Ungelernten zuwandern können."

https://www.zeit.de/news/2018-05/06/ruf ... -99-189790
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon steffen52 » 6. Mai 2018, 20:37

augenzeuge hat geschrieben:Ruf nach Fachkräftezuwanderung wird lauter

Mich wundert es gar nicht.....es fehlen Leute, fast überall.



"Wir werden die Lücke nicht alleine durch Inländer und EU-Ausländer decken können", sagte Scheele. Nötig sei ein Gesetz, das die Regeln zur Einwanderung systematisiere. Der BA-Chef betonte: "Aus unserer Sicht sollten Fachkräfte und keine Ungelernten zuwandern können."



Dieser Herr Scheele hat vollkommen recht, wir brauchen Fachkräfte als Zuwanderer und nicht Ungelernte welche sich nur in der sozialen Hängematte unseres Staates
ausruhen. Leider sind halt die Masse der Zuwanderer Ungelernte und das ist das Problem der Asylpolitik!!! [denken]
Gruß steffen52
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Volker Zottmann » 6. Mai 2018, 21:49

Asyl hat auch nichts mit Einwanderung zu tun.
Zwei paar Schuhe, die zuerst mal sauber getrennt werden müssen. Vor allem in den Köpfen der Politiker!
Kaum ein Bürger wird in Deutschland einem Asylsuchenden in Not die Aufnahme verwehren wollen. Ungezügelt bis zum heutigen Tag aber Jeden willkommen heißen, kann die Lösung nicht sein. Einwanderung muss knallhart an Kriterien gebunden sein.
Vor einer möglichen Einwanderer-Aufnahme muss jedoch dessen sofortige uneingeschränkte Rückführung abgesichert sein, sofern sich der Einwanderer nicht an deutsche Gesetze hält.

Als mein Onkel 1955 nach Kanada mit kirchlichem Beistand auswanderte, musste für ihn und seine Familie sogar Geld für die mögliche Rückreise auf einem Sperrkonteo hinterlegt sein.
Sich an die Gesetze die dort galten, hat er sich gehalten, einen Englischschnellkurs bereits vor Auswanderung absolviert. Dann nahm er als "Wirtschaftsflüchtling" jede gebotene Arbeit an und war nach 2 Jahren wieder als Behördenangestellter bei der Stadt, diesmal aber in Calgary vollbeschäftigt.

Genauso sollten deutsche Einwanderungsgesetze heute auch funktionieren, dann kann das Land im Umkehrschluss auch von den neuen Fachkräften profitieren.

Gruß Volker
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon augenzeuge » 14. Mai 2018, 18:52

Es ist ein Rekord: Rund 315.000 Arbeitskräfte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik fehlen in Deutschland. Ohne die vielen Zuwanderer wäre die Lücke an Fachkräften noch größer.

"Die aktuellen Engpässe in den MINT-Berufen wären sogar noch um rund 148.000 höher, wenn in den vergangenen Jahren die Beschäftigung von Ausländern nicht so dynamisch gewachsen wäre", sagte IW-Experte Axel Plünnecke. "Alle erwerbstätigen MINT-Zuwanderer zusammen tragen jährlich mit 170,4 Milliarden Euro zur Wertschöpfung in Deutschland bei."

Rund 15 Prozent der Erwerbstätigen in Forschungsabteilungen seien Zuwanderer. Aus Eritrea, Irak, Afghanistan und Syrien kamen der Studie zufolge im dritten Quartal 2017 fast 16.400 Mint-Beschäftigte, nachdem es ein Jahr zuvor 8000 gewesen waren.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Fachkrae ... 32875.html
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Re: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch

Beitragvon Spartacus » 15. Mai 2018, 18:05

16.400 Mint-Beschäftigte gegenüber 900.000 Hartz IV Empfängern.

Ja wir können uns glücklich schätzen. Was für ein Mehrwert für unser Land. [shocked]

Sparta
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