Die Erde ist an ihrer Belastungsgrenze

Die Erde ist an ihrer Belastungsgrenze

Beitragvon Interessierter » 12. März 2018, 09:38

Immer mehr Tier- und Pflanzenarten sterben aus, die Ozeane sind überfischt, Ackerland wird knapp. In Kolumbien treffen sich 128 Ländern zum Thema Biodiversität.

Die Erde ächzt. Fast 7,6 Milliarden Menschen verseuchen Flüsse und Meere, beuten Bodenschätze aus und holzen Wälder ab. Ganze Landstriche werden zerstört, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Der Raubbau an der Natur und der Verlust der biologischen Vielfalt gibt aber nicht nur Umweltschützern und Öko-Aktivisten zu denken, er hat direkte Auswirkungen auf das Leben aller Menschen, warnen Fachleute.

Die Menschen treiben den Planet immer mehr an die Belastungsgrenzen. Seit 1990 wurden laut dem Living Planet Report der Umweltschutzorganisation WWF rund 239 Millionen Hektar Wald vernichtet – mehr als sechseinhalbmal so groß wie Deutschland. Auf 34 Prozent aller Böden wird Landwirtschaft betrieben. Mehr als 30 Prozent der Fischbestände weltweit gelten als überfischt. „Es muss uns gelingen, die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung von der Umweltzerstörung zu entkoppeln“, heißt es in dem Bericht. „Da tragen die Unternehmen eine ganz große Verantwortung“, sagt der Leiter der Abteilung für Internationale Biodiversitätspolitik beim WWF, Günter Mitlacher. „Viele Firmen kennen ihre eigenen Lieferketten überhaupt nicht. Es ist aber ihre Pflicht sicherzustellen, dass bei der Herstellung ihrer Produkte kein Schaden angerichtet wird.“

https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel ... 58082.html

Ich befürchte, dass sich leider wenig oder nichts ändern wird.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
Benutzeravatar
Interessierter
 
Beiträge: 16854
Registriert: 27. Februar 2011, 13:40

Re: Die Erde ist an ihrer Belastungsgrenze

Beitragvon Volker Zottmann » 12. März 2018, 10:53

Ich sah gerade einen Bericht aus Chile.
Dort im Hochland werden immer mehr Flächen in Avocado-Plantagen verwandelt, um auch oder gerade den europäischen Appetit zu stillen. Für 1kg Avokado benötigt man bis zu 1000l Wasser. Dieses ist aber oberflächig nicht mehr vorhanden. Also bohren Agrarkonzerne Brunnen bis 120 m Tiefe und graben so den normalen Bauern jedwedes Grundwasser an. Sterben kleiner Landwirtschaft ist dort Programm.
Das Erschütternste aber war für mich der Anblick nun für immer ausgetrockneter Flussläufe. Statt Wasser erstrecken sich vor dem Auge Unmengen von Hausmüll und Bauschutt. Einfach in die Natur gekippt. Gleiches sah ich vor Ort in Griechenland auf Sithonia. Da fehlt den Menschen offenbar jeder Funken Verstand.

Noch nirgens auf der Welt habe ich solche Umweltanstrengungen gesehen wie in Deutschland. Wir scheinen das einzige Land zu sein, wo recycelt wird. Wo die verloren geglaubte Umwelt wieder lebenswert renaturiert wird.

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
Benutzeravatar
Volker Zottmann
 
Beiträge: 14259
Registriert: 21. Mai 2012, 09:10

Re: Die Erde ist an ihrer Belastungsgrenze

Beitragvon AkkuGK1 » 12. März 2018, 11:18

Ich glaube meine Sig sagt alles.
Ich bin zu schön, als das man auf mich wütend sein könnte!*

*aus Mr. Sunshine
AkkuGK1
 
Beiträge: 3130
Registriert: 19. Februar 2015, 18:47

Re: Die Erde ist an ihrer Belastungsgrenze

Beitragvon Wosch » 12. März 2018, 23:00

Die Überbevölkerung der Menschheit ist doch das eigentliche Problem und kommt der Kollaps nicht jetzt, kommt er mit Sicherheit ein paar Jahrhunderte spaeter, vorausgesetzt der menschliche Nachwuchs in der weiten Welt wird in gleicher Weise wie bis her weiter produziert. Die Ressourcen werden irgendwann aufgebraucht sein und nur die skrupellosesten Zeitgenossen werden sich noch etwas länger am Leben halten können in dem sie den Schwächeren alles wegnehmen.
So sehe ich den Blick in die weitere Zukunft die ich aber mit Sicherheit so nicht mehr erleben werde, und Ihr liebe Freunde, sicher auch nicht.
Schönen Gruß aus Kassel.

Wosch.
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
Benutzeravatar
Wosch
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4329
Bilder: 0
Registriert: 24. April 2010, 23:13
Wohnort: Kassel, im Januar 1962 aus der DDR geflohen.

Re: Die Erde ist an ihrer Belastungsgrenze

Beitragvon Interessierter » 1. August 2018, 09:05

Reduzierung von Plastikmüll - Edeka testet Mehrwegdosen an der Wursttheke

Wurst im Supermarkt nicht mehr in Plastik verpacken lassen, sondern in einer Mehrwegdose mitnehmen - das will Edeka nun testweise in einer Filiale ausprobieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 21094.html

Ein erster winziger Schritt in die richtige Richtung.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
Benutzeravatar
Interessierter
 
Beiträge: 16854
Registriert: 27. Februar 2011, 13:40


Zurück zu Aus der Welt der Wissenschaft

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste