Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Sirius » 31. Dezember 2017, 16:28

Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Der Welt-Reichtums-Report zeigt, wie arm die meisten Deutschen wirklich sind. Von den Ländern der alten EU liegt nur Portugal hinter Deutschland. In den meisten Ländern besitzen die Bürger mehr als doppelt so viel Vermögen wie hierzulande.

Innerhalb der alten EU-Länder ist Deutschland der arme Mann des Kontinents. Nur die Bevölkerung in den Ländern, die jenseits des Eisernen Vorhangs lagen, ist noch ärmer. Deutlich wird das, wenn man die Medianwerte des Vermögens und nicht den statistischen Durchschnitt betrachtet.

So macht es der renommierte Global Wealth Report des Credit Suisse Research Institute's, das jährlich die weltweite Vermögensentwicklung analysiert. Beim reinen Durchschnitt heben die vielen Reichen und Superreichen in Deutschland den Wert im Vergleich nach oben, der Medianwert begrenzt den Einfluss von Ausreißern und zeigt die Lebenswirklichkeit der Bevölkerung. Am deutlichsten sieht man den Effekt in den USA, einem Land mit extremen Einkommensunterschieden. Das Durchschnittsvermögen beträgt dort 388.600 Dollar, der Medianwert liegt bei 55.900 Dollar.

Wenig auf der hohen Kante

Der Medianwert des geldwerten Vermögens für die Erwachsenen liegt in Deutschland bei 47.000 Dollar. Schon im krisengebeutelten Griechenland sind es mit 55.000 Euro 8000 Euro pro Nase mehr. Dass die unmittelbaren Nachbarn - Holländer (94.000), Dänen (87.000 Dollar), Belgier (168.000 Dollar) - reicher als die Deutschen sind, kann kaum verwundern. Man sieht es bei jedem Besuch. Erstaunlich allerdings, dass Franzosen (120.000) und Italiener (125.000) mehr als doppelt so reich wie die Deutschen sind. Lichtenstein (168.000) und Schweiz (229.000) bilden erwartungsgemäß die Spitze. In den alten Ländern der EU liegt nur Portugal (38.000) hinter Deutschland.
....
https://www.stern.de/wirtschaft/geld/ve ... 80210.html


AZ, das ist eine aktuelle Studie des Credit Suisse Research Institute's, die die Studie der EZB vor 5 Jahren nur noch einmal bestätigt. Da der Medianwert als am besten geeigneter statistischer Mittelwert genommen wurde, gibt es hier auch keine methodischen Mängel wie beim arithmetischen Mittel, dass oft als "Durchschnittswert" benutzt wird.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 31. Dezember 2017, 16:36

Interessant wie unterschiedlich man das Vermögen betrachten kann. [wink] In Deutschland ist die Stimmung reicher, als die tatsächliche Lage.

Tatsächlich belegt Deutschland auch Spitzenpositionen in dem Ranking. Etwa bei der Zahl der neuen Millionäre. Von 2016 zu 2017 schafften zweihundert Deutsche den Sprung über die Millionen-Dollar-Grenze. Das reicht weltweit für Platz Zwei.


AZ
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Sirius » 31. Dezember 2017, 17:00

augenzeuge hat geschrieben:Interessant wie unterschiedlich man das Vermögen betrachten kann. [wink] In Deutschland ist die Stimmung reicher, als die tatsächliche Lage.

Tatsächlich belegt Deutschland auch Spitzenpositionen in dem Ranking. Etwa bei der Zahl der neuen Millionäre. Von 2016 zu 2017 schafften zweihundert Deutsche den Sprung über die Millionen-Dollar-Grenze. Das reicht weltweit für Platz Zwei.


AZ


Ja, das nützt der Mehrheit, dem Durchschnittsdeutschen nur nichts, wenn 200 Deutsche den Sprung über die Millionen-Dollar-Grenze schaffen - bei über 80 Millionen Einwohnern. Wobei sich die Frage stellt, ob der Redaktion da ein Fehler unterlaufen sein könnte. 200 neue deutsche Millionäre in einem Jahr scheinen mir ziemlich wenige zu sein bei über 80 Millionen Einwohnern. Alleine durch Lotto könnte da eine solche Zahl hinzukommen.
Zuletzt geändert von Sirius am 31. Dezember 2017, 17:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Volker Zottmann » 31. Dezember 2017, 17:07

Die 200 sind garantiert falsch.
Selbst in meinem Kaff gibts neue....

Gruß Volker
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 31. Dezember 2017, 17:10

Volker Zottmann hat geschrieben:Die 200 sind garantiert falsch.
Selbst in meinem Kaff gibts neue....

Gruß Volker


Richtig!
Weltweit hat das Vermögen der Millionäre im vorigen Jahr um vier Prozent auf 58,7 Billionen Dollar zugelegt. Deutschland ist dabei unter den vier Ländern mit den meisten Millionären – und hatte überdurchschnittliche Zuwächse.


Die Zahl der Millionäre in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 1.198.700 gestiegen.


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... 03348.html

AZ
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 31. Dezember 2017, 17:13

Falsch....Hierzulande leben 1.280.300 Millionäre.
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... wVFHsH5ZCZ

AZ
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Sirius » 31. Dezember 2017, 17:35

augenzeuge hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Die 200 sind garantiert falsch.
Selbst in meinem Kaff gibts neue....

Gruß Volker


Richtig!
Weltweit hat das Vermögen der Millionäre im vorigen Jahr um vier Prozent auf 58,7 Billionen Dollar zugelegt. Deutschland ist dabei unter den vier Ländern mit den meisten Millionären – und hatte überdurchschnittliche Zuwächse.


Die Zahl der Millionäre in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 1.198.700 gestiegen.


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... 03348.html

AZ

Also knapp 60.000 neue US-Dollar-Millionäre in einem Jahr in Deutschland. Also lagen wir mit unserer Vermutung richtig, dass die 200 nicht stimmen können.

Allerdings dürften in anderen alte EU-Staaten ähnlich viele neue Millionäre hinzukommen. Insofern ändert das nichts daran, dass die Deutschen die "armen Würstchen" innerhalb der alten EU sind. Das Verhältnis bleibt gleich.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 1. Januar 2018, 14:08

Insofern ändert das nichts daran, dass die Deutschen die "armen Würstchen" innerhalb der alten EU sind. Das Verhältnis bleibt gleich.


Gut bleibt jedoch, die meisten fühlen sich nicht so, nicht mal dann, wenn sie in den angeblich reichen Ländern Urlaub machen. [grins]

AZ
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Beethoven » 1. Januar 2018, 16:18

Ab wann ist man denn ein Millionär?

Wer stellt so etwas fest? Das Finanzamt darf solche Angaben nicht heraus geben.

Ist man Millionär wenn man mind. 1 Mio auf dem Konto hat? Wenn man Eigentum im Wert von mehr als 1 Mio hat?

Klärt mich bitte auf.

freundlichst
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 1. Januar 2018, 16:27

Beethoven hat geschrieben:Ab wann ist man denn ein Millionär?

Wer stellt so etwas fest? Das Finanzamt darf solche Angaben nicht heraus geben.

Ist man Millionär wenn man mind. 1 Mio auf dem Konto hat? Wenn man Eigentum im Wert von mehr als 1 Mio hat?

Klärt mich bitte auf.

freundlichst


Beethoven, einfach mal die Links lesen!

Das Statistische Bundesamt weiß es. 17 400 der Lohn- und Einkommenssteuerpflichtigen verfügten z.B. im Jahr 2013 über Einkünfte von mindestens einer Million Euro.

Und dann gibts die, welche ein investierbares Vermögen dieser Größenordnung besitzen... [shocked]

Als Millionär, genauer als „High Net Worth Individual“ (HNWI) gilt man in dieser Zählweise, wenn man ein investierbares Vermögen von mehr als einer Million Dollar besitzt, selbstgenutzte Immobilien würden dabei nicht mitgerechnet, heißt es.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... 03348.html

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Spartacus » 1. Januar 2018, 18:45

Und warum sind die Deutschen so arm? Nun, weil wir die höchsten Steuern in Europa zahlen und so kann man natürlich kein Vermögen aufbauen, ja nicht mal mehr
ein Haus bauen, so wie es unsere Eltern und sogar deren Eltern noch konnten. Ich schrieb es schon einmal, ich habe mal einen Lohnzettel von meinem Schwiegervater
( BRD) aus den späten 50iger Jahren gesehen. Steuerlast 12 Prozent, dass war es dann. ( Ich ärgere mich heute noch, dass ich ihn nicht eingescannt habe, denn meistens
glaubt mir das keiner. )

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 1. Januar 2018, 19:54

Hast recht, Sparta, ein Angestellter mit Durchschnittsgehalt, unverheiratet und ohne Kind, musste in Deutschland im Jahr 2016 im Schnitt 49,4 Prozent seines Einkommens an den Staat abliefern.
[mad]
AZ
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Sirius » 1. Januar 2018, 21:46

augenzeuge hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Ab wann ist man denn ein Millionär?

Wer stellt so etwas fest? Das Finanzamt darf solche Angaben nicht heraus geben.

Ist man Millionär wenn man mind. 1 Mio auf dem Konto hat? Wenn man Eigentum im Wert von mehr als 1 Mio hat?

Klärt mich bitte auf.

freundlichst


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Das Statistische Bundesamt weiß es. 17 400 der Lohn- und Einkommenssteuerpflichtigen verfügten z.B. im Jahr 2013 über Einkünfte von mindestens einer Million Euro.

Und dann gibts die, welche ein investierbares Vermögen dieser Größenordnung besitzen... [shocked]

Als Millionär, genauer als „High Net Worth Individual“ (HNWI) gilt man in dieser Zählweise, wenn man ein investierbares Vermögen von mehr als einer Million Dollar besitzt, selbstgenutzte Immobilien würden dabei nicht mitgerechnet, heißt es.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... 03348.html

AZ

In der aktuellen Studie des Credit Suisse Research Institutes (aber auch der der EZB), um die es hier geht, zählt das gesamte Vermögen, inklusive Immobilien; allerdings nur das Netto-Immobilienvermögen, da Kredite abgezogen werden. In der von der FAZ genannten Studie geht es nur um Millionäre, nicht um die gesamte Bevölkerung.
Zuletzt geändert von Sirius am 1. Januar 2018, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Sirius » 1. Januar 2018, 22:02

Spartacus hat geschrieben:Und warum sind die Deutschen so arm? Nun, weil wir die höchsten Steuern in Europa zahlen und so kann man natürlich kein Vermögen aufbauen, ja nicht mal mehr
ein Haus bauen, so wie es unsere Eltern und sogar deren Eltern noch konnten. Ich schrieb es schon einmal, ich habe mal einen Lohnzettel von meinem Schwiegervater
( BRD) aus den späten 50iger Jahren gesehen. Steuerlast 12 Prozent, dass war es dann. ( Ich ärgere mich heute noch, dass ich ihn nicht eingescannt habe, denn meistens
glaubt mir das keiner. )

Sparta

Richtig, die Frage hat bisher niemand gestellt, warum die Deutschen innerhalb der alten EU-Staaten zu den Ärmsten gehören.

Meine Annahmen:

1. Die Abgabenbelastung der deutschen Bevölkerung, die weltweit mit zu den höchsten gehört.

2. Die überdurchschnittlich vielen Kriege, in die Deutschland aufgrund seiner zentralen geographischen Lage in Europa und Bedeutung verwickelt war, u.a. die vielen Erbfolgekriege, der siebenjährige Krieg, die napoleonischen Kriege, die zwei Weltkriege und damit einhergehend Währungsreformen/Inflationen mit Zerstörungen und großen Vermögensverlusten. Das Vermögen des Durchschnittsschweizers ist z.B. fast fünfmal so hoch wie beim Durchschnittsdeutschen. Die Schweiz hatte seit Jahrhunderten keine Kriege, Zerstörungen und auch keine Währungsreformen.

3. In anderen Staaten investiert die Bevölkerung stärker in Produktivvermögen, deren Vermögen steigen deshalb stärker, als das Geld der Deutschen auf schlecht verzinsten oder unverzinsten Konten. Die 30 DAX-Unternehmen beispielsweise liegen zum größeren Teil in ausländischer Hand. Sie gehören z.B. Pensionsfonds in den USA, Eignern in China, Großbritannien, Kuwait und Dutzenden anderen Staaten. Übrigens ist der DAX gestern 30 Jahre alt geworden. Er startete am 31.12.1987 bei 1.000 Punkten.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Sirius » 1. Januar 2018, 22:14

augenzeuge hat geschrieben:Hast recht, Sparta, ein Angestellter mit Durchschnittsgehalt, unverheiratet und ohne Kind, musste in Deutschland im Jahr 2016 im Schnitt 49,4 Prozent seines Einkommens an den Staat abliefern.
[mad]
AZ


Die Steuerbelastung ist tatsächlich sogar noch höher, da manche Berechnungen indirekte Steuern unverständlicherweise vernachlässigen. Ein Single kauft einen PKW, fährt damit zur Arbeit und verbraucht Sprit, raucht, geht einkaufen, verbraucht Strom, heizt, telefoniert, hat Versicherungen abgeschlossen u.s.w.. Überall fallen indirekte Steuern an und teils sogar mehrfach. Wenn man in genauen Berechnungen alles berücksichtigt kommt man auf eine Abgabenbelastung von 70 %.
Zuletzt geändert von Sirius am 1. Januar 2018, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Ari@D187 » 1. Januar 2018, 22:19

augenzeuge hat geschrieben:Hast recht, Sparta, ein Angestellter mit Durchschnittsgehalt, unverheiratet und ohne Kind, musste in Deutschland im Jahr 2016 im Schnitt 49,4 Prozent seines Einkommens an den Staat abliefern.
[mad]
AZ

Mit Durchschnittsgehalt gehört man doch für z.B. die SPD, bzw. deren Steuerkonzept, schon zu den Reichen, oder?
Da ist also noch mehr rauszuholen.

Ari
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 1. Januar 2018, 22:23

Ja, Sirius, ich denke auch, dass das die Gründe sind. Ganz schlimm ist es für Berufsanfänger und Niedrigqualifizierte. In Deutschland sind die Gehälter relativ gering.

Allerdings sind die Lebensmittel in kaum einem anderen europ. Land günstiger als hier.

@Ari
Mit Durchschnittsgehalt gehört man doch für z.B. die SPD, bzw. deren Steuerkonzept, schon zu den Reichen, oder?


Wenn man ledig ist, kann man da reinrutschen. Mit Familie kaum.

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Spartacus » 2. Januar 2018, 18:28

Allerdings sind die Lebensmittel in kaum einem anderen europ. Land günstiger als hier.


Und ich behaupte mal, dass das von oben gesteuert wird, damit keine Revolten ausbrechen.

Und ja Sirius, alles richtig, vor allem die Folgen der Kriege, wie man gerade bei den Schweizern sieht. Dort konnte Vermögen " in Ruhe" über Generationen wachsen,
so das die uns heute alle auslachen.

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 2. Januar 2018, 19:05

Spartacus hat geschrieben:
Allerdings sind die Lebensmittel in kaum einem anderen europ. Land günstiger als hier.


Und ich behaupte mal, dass das von oben gesteuert wird, damit keine Revolten ausbrechen.
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Ich würde behaupten, dass die zahmen Deutschen locker eine Preiserhöhung von 20% noch mitmachen.....

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Kumpel » 2. Januar 2018, 19:35

Spartacus hat geschrieben:Und ich behaupte mal, dass das von oben gesteuert wird, damit keine Revolten ausbrechen.


Na ja , die Agrarsubventionen schlagen allerdings schon auch erheblich in der Steuerbilanz zu buche
und die Milchbauern kriechen trotzdem auf dem Zahnfleisch.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Spartacus » 3. Januar 2018, 18:19

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
Allerdings sind die Lebensmittel in kaum einem anderen europ. Land günstiger als hier.


Und ich behaupte mal, dass das von oben gesteuert wird, damit keine Revolten ausbrechen.
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Ich würde behaupten, dass die zahmen Deutschen locker eine Preiserhöhung von 20% noch mitmachen.....

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Dann würde das Hartz IV System zusammenbrechen AZ, also nein. [hallo]

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Kumpel » 3. Januar 2018, 18:39

Nun besteht die Mehrheit der Bevölkereung nicht aus Hartz4 Beziehern und wenn ich mir
manchmal so anschaue was Leute denen man ansieht das sie keine Kohle haben im Korb haben
frage ich mich wie die mit ihrem Geld umgehen. Cola, Eistee in Großflaschen, Fertigprodukte ohne Ende
und draußen sitzt der Hunb so groß wie ein Kalb.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Spartacus » 3. Januar 2018, 18:48

Kumpel hat geschrieben:Nun besteht die Mehrheit der Bevölkereung nicht aus Hartz4 Beziehern und wenn ich mir
manchmal so anschaue was Leute denen man ansieht das sie keine Kohle haben im Korb haben
frage ich mich wie die mit ihrem Geld umgehen. Cola, Eistee in Großflaschen, Fertigprodukte ohne Ende
und draußen sitzt der Hunb so groß wie ein Kalb.


Die Armen von heute, können nicht mehr kochen, dass ist bekannt Kumpel. Sprich im Umkehrschluß können sich nur
Gut verdienende Menschen gesund ernähren? Ein Widerspruch, denn frische Produkte müssen nicht teurer sein und
die Hartz IV Mutter hätte genug Zeit, ein gutes Essen zu kochen.

Ich habe keinen blassen Schimmer, woher dieses Verhalten kommt, aber es scheint tatsächlich so zu sein.

Wobei das ja ein weltweites Phänomen ist, denn desto ärmer, desto fetter?

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 3. Januar 2018, 19:49

Spartacus hat geschrieben:Dann würde das Hartz IV System zusammenbrechen AZ, also nein. [hallo]

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Absolut nicht. Geld ist genug da. Da dann auch die Steuereinnahmen steigen, kann dann auch der Hartz4 Satz etwas erhöht werden. [wink]
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon pentium » 3. Januar 2018, 20:30

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Dann würde das Hartz IV System zusammenbrechen AZ, also nein. [hallo]

Sparta


Absolut nicht. Geld ist genug da. Da dann auch die Steuereinnahmen steigen, kann dann auch der Hartz4 Satz etwas erhöht werden. [wink]
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Wer oder aus welcher Kasse wird doch gleich Hartz4 ausgezahlt....?
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 3. Januar 2018, 22:33

Ich denk, das ist egal. Oder reicht das Geld aus der Rentenkasse?

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon ratata » 4. Januar 2018, 09:18

Flüchtlinge machen über 14 Prozent der Hartz-IV-Empfänger aus


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... r-aus.html

Dann frage ich mich , wieviel zahle denn die anderen EU Staaten an ihren Flüchtlingen. ratata
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon augenzeuge » 4. Januar 2018, 09:23

ratata hat geschrieben:Dann frage ich mich , wieviel zahle denn die anderen EU Staaten an ihren Flüchtlingen. ratata


Frankreich hat noch bessere Leistungen....
http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 098-6.html

Überblick Europa:
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... klich.html

Österreich, Frankreich, Belgien zahlen mehr, Dänemark steht an der Spitze...

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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon Spartacus » 4. Januar 2018, 18:43

Österreich, Frankreich, Belgien zahlen mehr, Dänemark steht an der Spitze...


Ja schön, wenn sie soviel zahlen, nur an wen denn?

Dänemark hat die Grenzen dicht gemacht, Österreich auch. Frankreich und Belgien gehen restriktiv gegen Flüchtlinge vor, also gehen sie dahin, wohin sie können
und wo man ihnen nicht auf dem Pelz rückt. Ins gelobte Land, wo Milch und Honig fließen und eine Behörde namens BANF auf allen Augen, diverse Hühneraugen
inbegriffen, völlig blind ist.

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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Beitragvon pentium » 5. Januar 2018, 14:42

Sirius hat geschrieben:Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU

Der Welt-Reichtums-Report zeigt, wie arm die meisten Deutschen wirklich sind. Von den Ländern der alten EU liegt nur Portugal hinter Deutschland. In den meisten Ländern besitzen die Bürger mehr als doppelt so viel Vermögen wie hierzulande.

Innerhalb der alten EU-Länder ist Deutschland der arme Mann des Kontinents. Nur die Bevölkerung in den Ländern, die jenseits des Eisernen Vorhangs lagen, ist noch ärmer. Deutlich wird das, wenn man die Medianwerte des Vermögens und nicht den statistischen Durchschnitt betrachtet.


https://www.stern.de/wirtschaft/geld/ve ... 80210.html



Dann muss ich mich jetzt vollkommen umorientieren:

Deutschland ist ein armes Land.

...
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