Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Alles was in den Zeitraum nach der Wende gehört. Das Zusammenwachsen von zwei grundverschiedenen Systemen, Probleme, Erwartungen, Empfindungen usw.

Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 18. Dezember 2017, 22:52

Oh, das führt zu Diskussionen..... [blush] [angst]

Ostdeutsche vermissen Ostdeutschland: Der Schriftsteller Eugen Ruge (Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“,.......sein Vater Wolfgang war lange im Gulag, galt als Historiker der DDR) im Gespräch über Stalinismus, Verlust und heutige Befindlichkeiten im Osten.

Wir alle, auch diejenigen, die sich nicht mit der DDR identifiziert haben, trugen den Begriff DDR-Bürger wie ein Brandzeichen mit uns herum. Wir waren keine Deutschen, wir waren DDR-Bürger. Viele waren froh, dieses seltsame Dreibuchstabenkürzel als Identitätsbezeichnung los zu sein. Kaum sind sie es los, erfahren sie, dass deutsch zu sein etwas Schwieriges ist. Etwas was man schnell wieder vergessen soll. Das man jetzt in einer offeneren, anderen Identität aufgehen soll. Sie reagieren anders als Westdeutsche. Und es ist eine Art koloniale Überheblichkeit, wenn die Westdeutschen die Erfahrungen und Perspektiven der Ostdeutschen nicht ernst nehmen oder als primitiv betrachten.


Die Vereinigung war sicher gewünscht, aber ein Großteil der Leute wusste nicht, was sie bedeuten würde.


http://www.taz.de/!5467994/

AZ
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon karnak » 19. Dezember 2017, 06:41

[flash] Also ich wusste das schon und für mich war es sicher erstmal "ärgerlich" ,aber auch ziemlich schnell klar, dass die Welt deswegen nicht untergehen und sich weiter drehen wird.Das war auch Millionen DDR-Bürgern klar, sie haben sich einfach in ihrer neuen"Nische" eingerichtet und ihr Ding gemacht und zwar ohne pausenlos in Tränen der Freude und oder Trauer zu verfallen. Die paar Spinner, Quatschköppe und Theatermacher bis in alle Ewigkeit wird es wohl zu jeder Zeit geben, es ist ihr"Geschäftsmodell " mit der die Meisten wenig auf die Kette bekommen, auch zu jeder Zeit und in jeder Gesellschaft.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon ratata » 19. Dezember 2017, 09:09

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/ ... 90861.html
SPIEGEL ONLINE: Was hat dann Ihr Interesse wieder geweckt?
Ruge: Ich habe erst nach der Wende angefangen, mich mit dem Thema Familie zu beschäftigen. Und je mehr sich mein Leben in Vergangenheit verwandelte, habe ich den Stoff literarisch gesehen. Mir wurde nach und nach bewusst, dass im Verschwundenen, in der teils absurden Geschichte meiner Familie und der einzelnen Figuren auch Schönheit ist. Schön war die DDR für mich nie, ich habe sie als klein und eng und grau empfunden. Schönheit kann aber auch in der Beschreibung liegen, selbst des Bizarren.

mfg ratata

Habe doch die meisten schon vorher die DDR verlassen , aber heute über die Ostdeutschen urteilen.... [mundzu]
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 19. Dezember 2017, 12:19

ratata hat geschrieben:
Habe doch die meisten schon vorher die DDR verlassen , aber heute über die Ostdeutschen urteilen.... [mundzu]


Dieser Mann hat doch lange in der DDR gelebt, ist erst 1988 in den Westen gekommen. Willst du ihm tatsächlich deshalb die Urteilsfähigkeit über Ostdeutsche absprechen? Eigentlich fehlt nur noch die Aussage, der ist ja gar nicht in Deutschland geboren.... Setze dich doch mal genauer mit seiner Meinung auseinander. In vielen Dingen stimme ich ihm zu.
AZ
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon pentium » 19. Dezember 2017, 12:29

augenzeuge hat geschrieben:Oh, das führt zu Diskussionen..... [blush] [angst]

AZ


Ja typisch deutsch...so eine Diskussion. Wie schon gesagt, mit solchen Beiträgen wird es nie was mit der deutschen Einheit. Hat eigentlich damals nach der Reichsgründung von 1871 auch jemand ein Gespräch geführt, so mit den Süddeutschen oder in den neuen Reichslanden, ob man was vermisst?

...
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 19. Dezember 2017, 14:20

Da wir eben typisch deutsch sind müssen wir da durch. [grins]
Vielleicht ist diese Erkenntnis auch der richtige Weg. Einfach kann jeder.
Erst wenn man alles aufgeräumt hat, ist man fertig.
We try harder. Just Germans. [grins]

Und was die deutsche Einheit betrifft, die ist eh erst mit der neuen Generation möglich.
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon SCORN » 19. Dezember 2017, 17:14

AZ, wann gab es denn jemals die deutsche Einheit in welcher "alle" Deutschen glücklich und zufrieden waren? Ist das nicht eine Chimäre? Die alten Germanen pflegten sich mit Hingabe gegenseitig die Schädel einzuschlagen! Die ganze Geschichte der Deutschen durchzieht Hader und Zwist. Das geht über das gesamte Mittelalter, über den 30Jährigen Krieg, die Napoleonischen Kriege, den 1.WK, den spanischen Bürgerkrieg, den 2.WK, den kalten Krieg.

Es werden nie alle zufrieden sein. Meiner Meinung nach ist es schon ein gewaltiger Fortschritt wenn Deutsche nicht mehr auf Deutsche schießen! Das das wirtschaftliche auseinander driften der Regionen zunimmt ist doch nicht nur auf den Osten bezogen sondern betrifft auch Regionen im Westen. Einen Ostfriesen bekommt man auch in Zukunft kaum in einen Topf mit einen Niederbayern. Hingegen sind sich Coburger und Sonneberger wohl viel näher als die vorgenannten und mental, wirtschaftlich und auch Dialektmäßig so gut wie nicht mehr zu trennen.

Der Spalt in Deutschland verläuft nicht von Ost nach West sondern zwischen Arm und Reich! Zwischen Strukturarmen und Strukturreichen Regionen! Das der Osten da besonders viel von der einen Sorte zu bieten hat, hat ja bekanntlich auch Ursachen!

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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 19. Dezember 2017, 17:26

Ja, Scorn, was soll ich sagen, du hast recht, wenn du es so betrachtest. Die Gräben zwischen arm und reich sind schon jetzt weitaus größer, als die zwischen Ost und West.

AZ
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon ratata » 19. Dezember 2017, 20:17

SCORN hat geschrieben:AZ, wann gab es denn jemals die deutsche Einheit in welcher "alle" Deutschen glücklich und zufrieden waren? Ist das nicht eine Chimäre? Die alten Germanen pflegten sich mit Hingabe gegenseitig die Schädel einzuschlagen! Die ganze Geschichte der Deutschen durchzieht Hader und Zwist. Das geht über das gesamte Mittelalter, über den 30Jährigen Krieg, die Napoleonischen Kriege, den 1.WK, den spanischen Bürgerkrieg, den 2.WK, den kalten Krieg.

Es werden nie alle zufrieden sein. Meiner Meinung nach ist es schon ein gewaltiger Fortschritt wenn Deutsche nicht mehr auf Deutsche schießen! Das das wirtschaftliche auseinander driften der Regionen zunimmt ist doch nicht nur auf den Osten bezogen sondern betrifft auch Regionen im Westen. Einen Ostfriesen bekommt man auch in Zukunft kaum in einen Topf mit einen Niederbayern. Hingegen sind sich Coburger und Sonneberger wohl viel näher als die vorgenannten und mental, wirtschaftlich und auch Dialektmäßig so gut wie nicht mehr zu trennen.

Der Spalt in Deutschland verläuft nicht von Ost nach West sondern zwischen Arm und Reich! Zwischen Strukturarmen und Strukturreichen Regionen! Das der Osten da besonders viel von der einen Sorte zu bieten hat, hat ja bekanntlich auch Ursachen!

SCORN


Danke SCORN , ratata [wink] Bist ja kein AfDler . [wink]


Der Spalt in Deutschland verläuft nicht von Ost nach West sondern zwischen Arm und Reich! Zwischen Strukturarmen und Strukturreichen Regionen! Das der Osten da besonders viel von der einen Sorte zu bieten hat, hat ja bekanntlich auch Ursachen!
Dem stimmt sogar ein AZ zu [flash]
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 19. Dezember 2017, 21:49

Du bist echt ne Marke, Ratata.
Erst zitierst du scorn um dann mit dessen letzten Absatz noch einmal zu antworten. [flash]

Wenn du mich etwas besser verstehen könntest, würde dich meine Zustimmung nicht überraschen.
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon ratata » 20. Dezember 2017, 10:43

augenzeuge hat geschrieben:Du bist echt ne Marke, Ratata.
Erst zitierst du scorn um dann mit dessen letzten Absatz noch einmal zu antworten. [flash]

Wenn du mich etwas besser verstehen könntest, würde dich meine Zustimmung nicht überraschen.
AZ


Mensch AZ , habe doch nicht mehr daran gedacht . Du identifizierst dich ja als neu Westler ...... , verstehst ja keinen mehr aus dem Osten der Bundesrepublik .

Ist wohl Makulatur . mfG ratata
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon Kumpel » 20. Dezember 2017, 10:55

SCORN hat geschrieben: Meiner Meinung nach ist es schon ein gewaltiger Fortschritt wenn Deutsche nicht mehr auf Deutsche schießen!



Nun , dass haben die Deutschen ostwärts bekannterweise in ihrem "Friedensauftrag" weitaus häufiger getan als die jenseits der Elbe und wenn ich das richtig deute geht es in dem Anfangsbeitrag weniger
um das Materielle als vielmehr um das bis heute spürbare Trauma in welches die DDR ihre Bürger in 40 Jahren Diktatur gestürzt hat.
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon HPA » 20. Dezember 2017, 11:06

Nun , dass haben die Deutschen ostwärts bekannterweise in ihrem "Friedensauftrag" weitaus häufiger getan als die jenseits der Elbe ...


Vorzugsweise in den Rücken
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 20. Dezember 2017, 13:05

ratata hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Du bist echt ne Marke, Ratata.
Erst zitierst du scorn um dann mit dessen letzten Absatz noch einmal zu antworten. [flash]

Wenn du mich etwas besser verstehen könntest, würde dich meine Zustimmung nicht überraschen.
AZ


Mensch AZ , habe doch nicht mehr daran gedacht . Du identifizierst dich ja als neu Westler ...... , verstehst ja keinen mehr aus dem Osten der Bundesrepublik .

Ist wohl Makulatur . mfG ratata


Du solltest dir vielleicht Gedanken machen, dass du überhaupt von jemandem verstanden wirst. Wie soll das auch funktionieren, unter deinen Verständnisschwierigkeiten. Du bist der merkwürdigste Kerl aus Sachsen Anhalt den ich je kennengelernt habe. [grins]

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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon AkkuGK1 » 20. Dezember 2017, 17:03

Scorn hat das schon gut angesprochen: arm und reich - aber das ist immer noch nicht alles - der Hartz4er aus München fühlt sich dem Wohlhabenden aus dem Osten immer noch überlegen. Da ist der Hauptschulabschluss in Bayern mehr wert als das ABI aus Brandenburg...
wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo zwei sind, eine Kneipe, wo 10 sind - ein Intershop

Grenzkompanien waren mit RWA72 ausgestattet und Zählrohre erkennen Gammastrahlung, auch die von Tschernobyl, Genosse K.
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 20. Dezember 2017, 17:09

AkkuGK1 hat geschrieben: Da ist der Hauptschulabschluss in Bayern mehr wert als das ABI aus Brandenburg...


Also wenn du das irgendwie begründen könntest, wäre ich erstaunt und würde glatt den Weihnachtsmann für deine Enkel spielen. [grins]

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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon Kumpel » 20. Dezember 2017, 17:22

Ob sich ein ALG2 Empfänger aus München um die Befindlichkeiten eines Ostdeutschen Gedanken macht bezweifle ich mal ganz stark.
Der hat ob der Mietpreise und der Wohnraumknappheit in München ganz andere Sorgen.
Was die Wertigkeit von Schulabschlüssen angeht gibt es da durch aus ein Gefälle von Süd nach Nord.
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon AkkuGK1 » 20. Dezember 2017, 19:00

augenzeuge hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben: Da ist der Hauptschulabschluss in Bayern mehr wert als das ABI aus Brandenburg...


Also wenn du das irgendwie begründen könntest, wäre ich erstaunt und würde glatt den Weihnachtsmann für deine Enkel spielen. [grins]

AZ


hast du schon Bart, Mantel und Rute bereitgelegt? Das hat mir eine Bekannte aus Regensburg zugesteckt: der Hauptschulabschluss ihrer Tochter wäre ja mindestens equal to the Abitur von meinem Sohn... [laugh] also mach mir den [santa] ! Enkel hab ich ja noch nicht - bin ja etwas younger than Du ;) U know?
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 20. Dezember 2017, 19:06

AkkuGK1 hat geschrieben:Enkel hab ich ja noch nicht - bin ja etwas younger than Du ;) U know?


Alles klar. Am Älterwerden arbeitet deine Frau sicherlich..... [grins]

Ok, ich nehm mir auch die Tochter/Sohn vor. Hohohoho..... [santa] ...

Wenn der Weihnachtshase kommt
und hängt dir ans Bäumchen Eier,
dann liegt die Vermutung nah,
dass was schiefläuft bei der Feier!


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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon Spartacus » 20. Dezember 2017, 19:10

Das hat mir eine Bekannte aus Regensburg zugesteckt: der Hauptschulabschluss ihrer Tochter wäre ja mindestens equal to the Abitur


In Regensburg? Na die wird sich noch umschauen bei der Lehrstellensuche, von wegen und wie Abitur. [flash]

heutige Befindlichkeiten im Osten


Also was ich in Gesprächen immer wieder höre:

Existenzangst, vor allem Angst um den Arbeitsplatz = gab es nicht zu DDR Zeiten

Angst keine Lehrstelle zu finden = gab es nicht zu DDR Zeiten

Angst vor Mieterhöhungen = gab es nicht zu DDR Zeiten

Angst vor Hartz IV = gab es nicht zu DDR Zeiten

Und man mag es sehen wie man will, in diesen Beziehungen lebten die DDR Bürger sehr gelassen in den Tag hinein.

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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 20. Dezember 2017, 19:22

Spartacus hat geschrieben:Und man mag es sehen wie man will, in diesen Beziehungen lebten die DDR Bürger sehr gelassen in den Tag hinein.

Sparta


Wenn ich das geschrieben hätte, würde mich ratata sofort ...... [flash]

Wenigstens Ex DDR Bürger, du Wessi!! [laugh]

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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon Interessierter » 20. Dezember 2017, 19:59

Spartacus hat geschrieben:
Und man mag es sehen wie man will, in diesen Beziehungen lebten die DDR Bürger sehr gelassen in den Tag hinein.

Sparta


Sehr gelassen? Schon erstaunlich, wie man mit heutigem Wissen so etwas schreiben kann. Waren die DDR - Bürger in Bezug auf die Zukunft und Erhaltung der Wohnungen / Bausubstanz nicht eher dumm und sorglos?

Bei den gezahlten " Mietalmosen " sich am Ende dann auch noch über den Zustand von Wohnungen und Bausubstanz zu beschweren und die billigen Mieten lobend zu erwähnen, dürfte man begrifflich ähnlich einordnen können.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon ratata » 21. Dezember 2017, 11:26

Interessierter hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
Und man mag es sehen wie man will, in diesen Beziehungen lebten die DDR Bürger sehr gelassen in den Tag hinein.

Sparta


Sehr gelassen? Schon erstaunlich, wie man mit heutigem Wissen so etwas schreiben kann. Waren die DDR - Bürger in Bezug auf die Zukunft und Erhaltung der Wohnungen / Bausubstanz nicht eher dumm und sorglos?

Bei den gezahlten " Mietalmosen " sich am Ende dann auch noch über den Zustand von Wohnungen und Bausubstanz zu beschweren und die billigen Mieten lobend zu erwähnen, dürfte man begrifflich ähnlich einordnen können.


@interessierter , mal eine Frage , hast du überhaupt eine eigene Immobilie ..

Ob die DDR -Bürger dumm und sorglos mit ihren Mietwohnungen umgingen ,darauf sollen mal die User hier selber antworten .
Ich jedenfalls , könnte dir schreiben , was zur DDR Zeiten hieß , Wohneigentum , Grundstücke zu besitzen .
Ich habe mit den Schwiegereltern zusammen gewohnt .. Fachwerkhaus erbaut 18jahrhundert . Das Haus stand auf Eichenbohlen . War damals noch Erbengemeinschaft , wir bekamen 1976 Wasser und Abwasseranschluß . So haben wir uns nach und nach unseren eigenen Wohnraum modernisiert . Mit neuen Kachelöfen im ganzen Wohnhaus . waren 3 Stck . für 2 Fam.
Damals hatte ich mir eine Wohnstube angebaut . Die Baugenehmigung wurde unter Vorbehalt abgestempelt . Denn sonst bekam man keine Baustoffe . Alles was benötigt wurde nur über Beziehungen oder Stundenlang ab 3 Uhr morgens bei den zuständigen Stellen angestanden .
Mehr dazu nicht , dann gab es aber viele DDR Bürger , die hatten große Objekte Wohnhäuser , die Bausubstanz konnten sie nicht halten . Also haben sie ihre Objekte an die Stadt oder Gemeinde übertragen .
Dann kam die Wende , als erstes kamen zu uns die Kindeskinder der Erbengemeinschaft . Wollten ihre Verwandtschaft kennenlernen . Denkst , wollten sehen was hier im Osten zu holen ist .
Damit wir nicht ins kalte Wasser fallen , haben wir uns gleich 1991 einen Rechtsanwalt genommen , der sich zum Glück schon aus DDR Zeiten damit auskannte , der hatte Klienten in Österreich und sonst wo .
So gingen dann noch 8 Jahre ins Land , fast 2 Jahre dauerte eine Auseinandersetzung mit einer Erbin in Amerika .
Zum Glück , hatten wir jede Quittung für Materialien ,usw . aufgehoben . Das half uns Wert des Gutachtens , eines Bausachvertändigen zu drücken .
Sogar die eigenen Schwestern meiner verst. Frau , bekamen eine von uns genannte Summe als Forderung . 6 Rechtsanwälte und Erben , hieß es für uns damals ,zu frieden ,zu stellen und die waren nicht aus dem Osten . [wink] Sie dachten auch , im Osten sind die Grundstückpreise wie auf Westerland .
Jetzt kommt das von den DDR Bürgern ,die ihre Wohnhäuser an die Stadt oder Gemeinde gaben. Die haben Rückübertragungsansprüche gestellt und bekamen teilweise ihre Immobilien wieder .
Was haben die sich gefreut , heute haben sie alle veräußert . Ich kenne einige, die es auch machten .
ich kenne auch einige leute , die 1990 am Rundentisch der Gemeinde hier damals saßen , es wurde damals schon über die Anträge von Personen diskutiert , die selber am Rundentisch saßen und auch in
späterer Zeit als neue Eigentümer hervorgingen . es war eine Schlammschlacht .
Als ich damals vom hiesigen Katasteramt ein Grundbuchauszug holte , standen nicht mehr die Erben Gemeinschaft im Grundbuch ( Ackerland ) sondern die hiesige LPG . Alles vorherigen Eintragungen, war geschwärzt . Zum glück hatten wir noch ganz alte Urkunden von 1870 .
So viel über dumme und sorglose Ossis . MfG ratata
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon augenzeuge » 21. Dezember 2017, 12:02

ratata hat geschrieben:Ich habe mit den Schwiegereltern zusammen gewohnt .. MfG ratata


Um Gottes Willen. Mein Beileid. [denken]

AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon karnak » 21. Dezember 2017, 12:28

[grin] Wenn es ums Geld geht ist es zu 90% mit der Freundschaft vorbei, dass ist kein Ost-West Problem, dass ist ein menschliches. Sollte sich jeder mal ehrlich machen, wer verzichtet schon, und wenn es nur um ein paar tausend Euro geht, wenn er meint, dass ihn die zustehen.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon ratata » 21. Dezember 2017, 12:42

augenzeuge hat geschrieben:
ratata hat geschrieben:Ich habe mit den Schwiegereltern zusammen gewohnt .. MfG ratata


Um Gottes Willen. Mein Beileid. [denken]

AZ


Danke , aber die Wohnungssituation , die alternative war.. Mit 26 Jahren weg , wo wurden damals junge leute gesucht , Schiffswerft Stralsund , Boxberg , Schwedt , Eisenhüttenstadt , Leuna .
wie oft wurde ich vom FDJ .Sekretär des Betriebes aufgesucht , ne habe ich gesagt .
Da war es auch üblich , das Betriebe junge leute delegierten .
Die Armeezeit war um ,Marienborn - Zoll oder Stasi abgesagt .
Noch mal anfangen , danke DDR . ratata
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Dezember 2017, 13:00

Ich glaube, hier kommt was durcheinander.
Wilfried versteht Spartacus nicht ganz und seine Antwort deutet deshalb Rarata falsch. So mein persönlicher Eindruck.

Sparta haft es schon auf den Punkt gebracht. Gemeint ist eher die Masse der Bevölkerung. Viele Gedanken machten sich die Menschen oftmals tatsächlich nicht, weil ihnen eigenes Denken seit der Geburt abgenommen wurde. Sie (wir alle) wurden verwaltet und dirigiert...
Wer nun in einer Neubauwohnung wohnte, lachte über den geringen Mietzins. Im Altbau war der noch geringer, die Wohnverhältnisse aber meist noch einfacher bis untragbar. Wer da ohne Beziehung lebte, resignierte oft schon wegen der erlebbaren Aussichtslosigkeit. Man machte sich da keine Hoffnungen mehr, schluckte die bescheidenen Lebensumstände.

Anders, so wie Ratata beschrieb, ging es den Hausbesitzern und ihren noch wohnungslosen erwachsenen Kindern. Ich glaube , von denen redet der Interessierte nicht.

Gruß Volker
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http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon Interessierter » 21. Dezember 2017, 13:08

Anders, so wie Ratata beschrieb, ging es den Hausbesitzern und ihren noch wohnungslosen erwachsenen Kindern. Ich glaube , von denen redet der Interessierte nicht.

Gruß Volker


Moin Volker, genau so ist es. Daher erübrigt sich eine Antwort meinerseits.
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon ratata » 21. Dezember 2017, 13:28

Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten
von Interessierter » 20. Dezember 2017, 19:59
Spartacus hat geschrieben:
Und man mag es sehen wie man will, in diesen Beziehungen lebten die DDR Bürger sehr gelassen in den Tag hinein.

Sparta


Sehr gelassen? Schon erstaunlich, wie man mit heutigem Wissen so etwas schreiben kann. Waren die DDR - Bürger in Bezug auf die Zukunft und Erhaltung der Wohnungen / Bausubstanz nicht eher dumm und sorglos?

Bei den gezahlten " Mietalmosen " sich am Ende dann auch noch über den Zustand von Wohnungen und Bausubstanz zu beschweren und die billigen Mieten lobend zu erwähnen, dürfte man begrifflich ähnlich einordnen können.
Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz .Wer mit 30 noch Kommunist ist hat keinen Verstand .


@Volker , wer hat das geantwortete .ratata
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Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Dezember 2017, 13:47

ratata hat geschrieben:Re: Eugen Ruge im Gespräch über heutige Befindlichkeiten im Osten
von Interessierter » 20. Dezember 2017, 19:59
Spartacus hat geschrieben:
Und man mag es sehen wie man will, in diesen Beziehungen lebten die DDR Bürger sehr gelassen in den Tag hinein.

Sparta


Sehr gelassen? Schon erstaunlich, wie man mit heutigem Wissen so etwas schreiben kann. Waren die DDR - Bürger in Bezug auf die Zukunft und Erhaltung der Wohnungen / Bausubstanz nicht eher dumm und sorglos?

Bei den gezahlten " Mietalmosen " sich am Ende dann auch noch über den Zustand von Wohnungen und Bausubstanz zu beschweren und die billigen Mieten lobend zu erwähnen, dürfte man begrifflich ähnlich einordnen können.
Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz .Wer mit 30 noch Kommunist ist hat keinen Verstand .


@Volker , wer hat das geantwortete .ratata


Nochmal Günter:
Damit bezieht er sich doch auf MIETER und nicht auf die geplagten Privathausbesitzer. Ich war selbst einer. Ich fühle mich vom Wilfried nicht negativ angesprochen und Dich meinte er auch nicht.
Wenn ich aber so manchem Neubaumieter damals unsere ausweglose Situation schilderte, kam zur Antwort, dass wir selbst Schuld seien, und ja auch zur Miete wohnen könnten......
Du und ich haben bestimmt mit nem Haus an der Backe nicht sorglos in den Tag gelebt. Uns meinte übrigens auch Sparta nicht.

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 21. Dezember 2017, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.
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