Das " Objekt Rüdersdorf "

Wie waren die politischen Systeme der beiden deutschen Staaten zur Zeit des Kalten Krieges? Wo waren die Unterschiede? Gab es Gemeinsamkeiten?
Wie wurde die Politik auf beiden Seiten vermittelt?

Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon karnak » 1. Mai 2018, 11:50

augenzeuge hat geschrieben:
Das alles hatte mit Republikflüchtigen nichts zu tun!

AZ

Sehe ich auch so und das klingt nach einer stinknormalen Verkehrskontrolle, für mich bis zum heutigen Tage etwas völlig Normales und besonders Notwendiges. Da werden Papiere kontrolliert, die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges und auf eventuellen Genuss von Alkohol geprüft. Da musst Du heute mal eine Kontrolle der BAG mitmachen, Deine Chance dabei ungefleddert davon zu kommen liegt so ziemlich bei Null, die weisen Dir jede noch so kleine Verfehlung des letzten Monats detailliert nach und lassen die sich gut bezahlen. [flash]
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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon AkkuGK1 » 1. Mai 2018, 12:43

ja Frühjahr konntest noch deinen Dienstausweis aufklappen und die Polente wegtreten lassen... ist heute etwas schwieriger geworden. Was die BAG bei mir finden wollen? Alle Lampen leuchten, naja gut der Blinker hat ne kleine Macke, mal geht er, mal nicht. Der Sanikasten ist aktuell, ein RWA72 habe ich jetzt auch nicht dabei... ahh das meinst DU! [grins] [hallo] [zunge]
Ich bin zu schön, als das man auf mich wütend sein könnte!*

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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon zoll » 1. Mai 2018, 13:34

Egal welches Thema im Forum angesprochen wird, hier RÜDERSDORF, die negativen Antworten kommen immer von den gleichen Lesern.
Sie können einfach nicht akzeptieren, dass die Ereignisse in der DDR vom Westen unter anderen Aspekten gesehen wurden und werden.
Da werden dann Beweise gefordert. Liegen die vor werden sie angezweifelt oder umgedeutet. Es geht den Leuten einfach gegen den Strich, dass die Welt sich dreht, die Zeiten sich geändert haben und die alten Seilschaften ihre Wirkung verlieren.
Begreift das endlich und euer Leben wird leichter und eure Träume wieder schöner. Ich deute mal die Nationalhymne der DDR um und würde schreiben, dass aus Ruinen Leben entstehen kann zur freien Entfaltung der Persönlichkeit.
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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon Beethoven » 1. Mai 2018, 16:26

karnak hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben: Straßensperren an der Ostseeküste waren auch keine Seltenheit in den 80er Jahren.

Ich vermute, ihr habt das nur vergessen.

AZ

[flash] Es gibt ja dann nur diese Möglichkeit oder die Variante Du hast Dir so lange sowas erzählen lassen bis Du es verinnerlicht hast, dann bliebe es bei Aussage gegen Aussage.
Wie sahen denn um Himmelswillen diese Straßensperren aus, wurden da Schlagbäume aufgestellt oder Reifenkiller über die Straße gelegt? Und zu welchen Zweck fand denn sowas überhaupt statt und auf welchen Zufahrten, ich vermute mal um potentielle Republikflüchtlinge zu überführen, aber wie hat man denn das gemacht, wurde da der ganze Kofferraum durchwühlt um Hinweise für eine Flucht zu finden?



Hm, Schranken gab es oft, so wie heute auch, in der Nähe militärischer Übungsplätze oder großer Kasernenanlagen. So war das Ostseebad Kühlungsborn, ab da, wo es nur noch Kasernenanlagen gab, durch Schranken und Maschendrahtzäune abgesperrt. Man wollte ganz einfach die Touris fern halten.
Ebenso gab es solche Schranken um Prora und Dranske auf Rügen herum und an fast jeden Truppenübungsplatz ab Regiment aufwärts. Das war schon ein Hilfsmittel, damit kein Trabifahrer von einem Panzer überrollt wurde, der da mit 30 und mehr km/h über die Straße, von einem Übungsfeld auf das Nächste, rauschte.

Reifenkiller gab es jedoch bei solchen Schranken nicht. Die wurden sicherlich angewandt, wenn es auf die Suche nach flüchtigen Schwerverbrechern ging.

Vor Schranken, die dazu dienten um die Wälder bei Waldbrandstufe nicht zu befahren, die es auch heute gibt, rede ich jetzt mal gar nicht.

Im Übrigen gibt es diese Schranken auch in dieser Republik, wenn öffentliche Straße an Übungsgeländen der BW vorbei oder hindurch führen.

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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon karnak » 1. Mai 2018, 16:45

Beethoven hat geschrieben:

Hm, Schranken gab es oft, so wie heute auch, in der Nähe militärischer Übungsplätze oder großer Kasernenanlagen. So war das Ostseebad Kühlungsborn, ab da, wo es nur noch Kasernenanlagen gab, durch Schranken und Maschendrahtzäune abgesperrt. Man wollte ganz einfach die Touris fern halten.
Ebenso gab es solche Schranken um Prora und Dranske auf Rügen herum und an fast jeden Truppenübungsplatz ab Regiment aufwärts. Das war schon ein Hilfsmittel, damit kein Trabifahrer von einem Panzer überrollt wurde, der da mit 30 und mehr km/h über die Straße, von einem Übungsfeld auf das Nächste, rauschte.

Reifenkiller gab es jedoch bei solchen Schranken nicht. Die wurden sicherlich angewandt, wenn es auf die Suche nach flüchtigen Schwerverbrechern ging.

Vor Schranken, die dazu dienten um die Wälder bei Waldbrandstufe nicht zu befahren, die es auch heute gibt, rede ich jetzt mal gar nicht.

Im Übrigen gibt es diese Schranken auch in dieser Republik, wenn öffentliche Straße an Übungsgeländen der BW vorbei oder hindurch führen.

Freundlichst

[flash] Was natürlich alles Schranken , Beschränkungen und Straßensperren waren um die es hier nie ging.
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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon augenzeuge » 1. Mai 2018, 17:03

Die Straßensperre fand auf der Durchgangsstraße Wustrow nach Ribnitz Damgarten statt. Von Schranken schrieb ich nichts.
Nun zweifelt mal nicht alles an. Sonst berichte ich noch von der schikanösen Behandelung auf dem VPKA. Zu diesem Zeitpunkt sah man allerdings den Feind in mir. Dumm nur, dass man den anderen Normalen (wir waren zu viert im PKW) zeigte, wie man mit mir umging, das war schlimm. Als die anderen protestierten, nahm man alle mit. [mundzu]

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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon karnak » 1. Mai 2018, 17:11

Ich nehme Dir das als Ex-PM 12 er und Ausreiseantragsteller schon ab, aber das ist eben eine ganz andere Geschichte und ein ganz anderer Zusammenhang als die Geschichten in denen faktisch beschrieben wird man musste, kaum war man auf der Straße, mit irgendeiner hirnlosen Kontrolle rechnen.
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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon augenzeuge » 1. Mai 2018, 18:08

Ich kann dir aber nicht bestätigen, dass die Kontrolle nur wegen mir aufgebaut wurde. [flash]

Fakt ist eins, ich wurde anfangs gar nicht aufgeklärt, dass ich mit PM12 nicht an die Ostsee durfte. Das erfuhr ich erst dort auf dem VPKA.
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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon karnak » 1. Mai 2018, 18:36

Wobei es natürlich schwer nachzuvollziehen ist, dass,wenn man so ein Ding verpasst bekommen hat, nicht auch gesagt wurde was man zu tun und zu lassen hat.
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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon augenzeuge » 2. Mai 2018, 07:15

karnak hat geschrieben:Wobei es natürlich schwer nachzuvollziehen ist, dass,wenn man so ein Ding verpasst bekommen hat, nicht auch gesagt wurde was man zu tun und zu lassen hat.

Ein wenig bist du hier naiv. Wenn du mitbekommen hättest, wie aggressiv diese "Übergabe" bei der K ablief, du hättest die Hände übern Kopf zusammen geschlagen. Oder den Kerl in den Keller gesteckt.

Da wurde nichts erklärt, das ich damit nicht ins Ausland darf, wusste man allein. Das lief alles nur unter Beschimpfung und Androhung von staatlicher Gewalt. "Wir hätten sie besser einsperren sollen...müssen sie aus dem Verkehr ziehen...."

Du glaubst doch nicht wirklich, dass hier ein Gespräch, wie es bei "Inneres" ablief, möglich war? Das waren die verbohrtesten Hardliner, die ich je kennen gelernt hatte.

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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon Volker Zottmann » 2. Mai 2018, 08:19

AZ-Einzelfall! [sick]
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Das " Objekt Rüdersdorf "

Beitragvon HPA » 29. Mai 2018, 15:42

beethoven hat geschrieben:Ich behaupte mal - üble Nachrede.


Na , damit kennst du dich ja aus. [grin]

Weiter oben war ein Zeitzeugenbericht verlinkt: http://heimkinder-forum.de/v4x/index.ph ... itslager-f
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