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Edelknabe hat geschrieben:Hans-Peter, kann ich dir doch nicht ganz...aus dem Weg gehen. Der unten angehängte Textauszug aus deinem Anfangstext, zumindest der erste Satz erinnert mich doch stark an meinen Text über deinen Freund Michael Gartenschläger.
Wie schrieb ich so sinngemäß: " Und dann kam Michael, und mit ihm hatte nun Keiner, nicht Einer in Ost und West gerechnet".
Den könnte man jetzt erweitern auf, und dann.....kam Oskar Brüsewitz mit seinem Selbstmord.Es liegt mir fern, diesem Menschen etwas unterstellen zu wollen, es geht mir um den Satz" Es ist die Zeit des Wandels....durch Annäherung,...usw.
Eine gute Nacht ins Forum.
Rainer-Maria
Es ist die Zeit des Wandels durch Annäherung, schrittweise und durch Pochen auf die Grundfreiheiten, zu denen sich die DDR seit der KSZE in Helsinki 1973 bekannt hat, will man eine Liberalisierung vorantreiben.
Nach Brüsewitz´ Tod fordern viele Pfarrer ein klareres Bekenntnis der Kirche zu der Tat ihres Pfarrers. Harald Schultze gehörte mit Manfred Stolpe, damals Leiter des Sekretariats des Bundes der Evangelischen Kirchen der DDR, zu denen, die eine Konfrontation zwischen Kirche und Staat ablehnten: „Das hätte uns automatisch als Staatsgegner gebrandmarkt und uns jeder Handlungsmöglichkeit beraubt“, sagt er. Der Vorwurf, die Kirche hätte sich damit mutlos zum Kumpan des Staats gemacht, ärgert ihn noch heute.
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maja64 hat geschrieben:Tut mir Leid, aber diese Bitterkeit nach über 20 (oder noch mehr Jahren) ,sie ist mir fremd.
Naja nun mag ich ja nur ein einfacher Arbeiter zu DDR-Zeiten gewesen sein, aber gerade die soll man nicht unterschätzen.
Aber der größte Teil der DDR-Bürger führte einfach ein normales Leben, weit weg wie ich es heute nenne von Stasi und Antistasi.
P.S. Hans-Peter, du schriebst etwas von wegen Spass haben in diesen Forum, tut mir Leid, aber diese Lust verliere ich so langsam.
maja
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.icke46 hat geschrieben:Hallo, hp,
in einem hast Du sicher recht: Die Themen, die einen nicht interessieren, muss man ja nicht lesen und auch nicht darauf reagieren. Das halte ich auch so, allein schon, weil der Zeitaufwand zu gross ist - nicht jeder ist Rentner.
Allerdings hat maja insofern recht, dass bei Dir immer wieder - bewusst oder unbewusst - ein Drang zu verspüren ist, Verbrecher zu entlarven - und Du damit logischerweise auch die triffst, deren einziges "Verbrechen" ist, seinerzeit in der DDR einfach als normaler Mensch gelebt zu haben. Ich halte Dir zugute, dass das sicher keine Absicht ist, aber es wirkt eben so.
Zu Brüsewitz: Über den zitierten Artikel aus dem ND muss man nicht weiter diskutieren - das war eben Agitprop, wie sie im Buche stand. Meine persönliche Meinung zu Brüsewitz ist allerdings, das er, ich sage mal, nicht so ganz "normal" war. Man könnte seinen Selbstmord auch so werten, vom kirchlichen Standpunkt her, dass er seine Schäfchen schlicht und einfach im Stich gelassen hat.
Gruss
icke
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maja64 hat geschrieben:Tut mir Leid, aber diese Bitterkeit nach über 20 (oder noch mehr Jahren) ,sie ist mir fremd.
Naja nun mag ich ja nur ein einfacher Arbeiter zu DDR-Zeiten gewesen sein, aber gerade die soll man nicht unterschätzen.
Aber der größte Teil der DDR-Bürger führte einfach ein normales Leben, weit weg wie ich es heute nenne von Stasi und Antistasi.
P.S. Hans-Peter, du schriebst etwas von wegen Spass haben in diesen Forum, tut mir Leid, aber diese Lust verliere ich so langsam.
maja
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Hans-Peter hat geschrieben:Das Fanal von Zeitz / Pastor Brüsewitz verbrennt sich aus Protest gegen SED-Regime
Aus dem Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/der-protestant/737712.html
... Es ist die Zeit des Wandels durch Annäherung, schrittweise und durch Pochen auf die Grundfreiheiten, zu denen sich die DDR seit der KSZE in Helsinki 1973 bekannt hat, will man eine Liberalisierung vorantreiben...
Hans-Peter hat geschrieben:Die Verleumdung von Brüsewitz im "Neuen Deutschland"
![Knuddel [knuddel]](./images/smilies/knuddel.gif)
). Man muss nicht viel von der Theologie kennen um zu wissen, dass Selbstmord als keinen Ausweg angesehen wird.![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)
Kumpel hat geschrieben:Nur mal zur historischen Richtigstellung. Die SED war nie die Partei der deutschen Arbeiterklasse, sondern lediglich der verlängerte Arm Moskaus in Deutschland. Heute verhält es sich mit der Linken in Deutschland ähnlich.
pentium hat geschrieben:Kumpel hat geschrieben:Nur mal zur historischen Richtigstellung. Die SED war nie die Partei der deutschen Arbeiterklasse, sondern lediglich der verlängerte Arm Moskaus in Deutschland. Heute verhält es sich mit der Linken in Deutschland ähnlich.
Und deshalb kam es zu Suiziden in der DDR?
mfg
pentium
Kumpel hat geschrieben:pentium hat geschrieben:Kumpel hat geschrieben:Nur mal zur historischen Richtigstellung. Die SED war nie die Partei der deutschen Arbeiterklasse, sondern lediglich der verlängerte Arm Moskaus in Deutschland. Heute verhält es sich mit der Linken in Deutschland ähnlich.
Und deshalb kam es zu Suiziden in der DDR?
mfg
pentium
Der Pfarrer Brüsewitz hätte sich ohne SED wohl nicht mit Benzin übergossen und angezündet.

Kumpel hat geschrieben:
Der Pfarrer Brüsewitz hätte sich ohne SED wohl nicht mit Benzin übergossen und angezündet.
karnak hat geschrieben:Kumpel hat geschrieben:
Der Pfarrer Brüsewitz hätte sich ohne SED wohl nicht mit Benzin übergossen und angezündet.
Gezwungen hat ihn die SED aber nun auch nicht gerade.
Ich übergieße mich ja auch nicht mit Benzin weil irgendein CSU-Heinz von netten Negern spricht oder ein Pegida-Willi Kartoffeln statt Döner auf sein Plakat schreibt.
augenzeuge hat geschrieben:Kumpel hat geschrieben:pentium hat geschrieben:Kumpel hat geschrieben:Nur mal zur historischen Richtigstellung. Die SED war nie die Partei der deutschen Arbeiterklasse, sondern lediglich der verlängerte Arm Moskaus in Deutschland. Heute verhält es sich mit der Linken in Deutschland ähnlich.
Und deshalb kam es zu Suiziden in der DDR?
mfg
pentium
Der Pfarrer Brüsewitz hätte sich ohne SED wohl nicht mit Benzin übergossen und angezündet.
Absolut korrekt! Brüsewitz kämpfte auf seine Art gegen die SED. Standhafter als er war wohl kaum einer...wie man hier nachlesen kann:
viewtopic.php?f=79&t=640&p=7882
AZ
HPA hat geschrieben:Aber Nosti mit Sicherheit. Oder zielt er auf die Dreckkübel ab, welche nach der Tat über Brüsewitz via SED Hetzblatt ND verschüttet wurden?
Lassen wir doch einfach mal die Propaganda des"SED-Hetzblattes" weg und betrachten uns die Person Brüsewitz außerhalb jeglicher klassenkämpferischer Überzeugungen, einfach nur die Fakten aus der Biographie dieses Mannes. Für mich ist es merkwürdig, dass diese Fakten damals, als der gute Mann so in den entsprechenden Medien stilisiert wurde und heute wenn das Gespräch auf ihn kommt tunlichst "vergessen" werden. Es ist ja heute nicht sonderlich schwer etwas mehr über diesen Mann zu erfahren, einfach mal bei Wiki nachschlagen....
Am 17. September 1978 verbrannte sich im sächsischen Falkenstein/Vogtl. der evangelische Pfarrer Rolf Günther in der Kirche; möglicherweise diente ihm die Tat des Pfarrers Brüsewitz als Vorbild. Jedoch galten in diesem Fall innerkirchliche Konflikte als Ursache für die Selbstverbrennung.[11]
Am 31. Oktober 2006 verbrannte sich im Erfurter Augustinerkloster mit Roland Weißelberg ein weiterer evangelischer Pfarrer. Auch hier diente die Tat des Pfarrers Brüsewitz offenbar als Vorbild. Als Grund für diese Verzweiflungstat nannte der Pfarrer in einem Abschiedsbrief „Sorge vor der Ausbreitung des Islam“.[12]
https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Br%C3%BCsewitz

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