Widerstand gegen NPD-Fest Vertreibung aus dem SchweinestallDie NPD will ihr großes Sommerfest bei Pasewalk feiern - in einer Region, die sie fest in ihrem Griff wähnt. Doch nun wächst in Vorpommern erstmals der Widerstand gegen die Rechtsextremen. Vorneweg marschiert ein Bürgermeister, dem sein Engagement nun Ärger bringt.
"Wir können uns das Wegschauen nicht länger leisten"Nun fürchtet Dambach um den Ruf seiner Stadt. "Wenn wir nichts tun", sagt er, "wird es überall heißen: In Pasewalk können die Nazis feiern, wie sie wollen." Dann würden Urlauber und Unternehmer sagen: "Das ist mir zu braun da oben." Für den Bürgermeister steht die Zukunft seines Städtchens auf dem Spiel.
Dambach spielt jetzt auf Angriff. Er trommelt andere Bürgermeister für ein Bündnis gegen Rechtsextreme zusammen, sitzt jede Woche bei der Bürgerinitiative. Der 60-Jährige, der für die SPD im Kreistag und dort neben sechs NPD-Abgeordneten sitzt, sagt, er sei noch nie eingeschüchtert worden: "Wer immer deutlich seine Meinung äußert, gerät nicht unter Druck."
Bis Samstag, so viel ist klar, will er den Neonazis ihr Fest am Schweinestall so gut es geht verderben. "Sonst beginnt der Ärger im neuen Jahr von vorn", sagt er. Rainer Dambach wird es durchziehen. Er will den Neonazis ihre Hochburg streitig machen.
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