augenzeuge hat geschrieben:Man muss nicht von einem Extrem ins andere fallen.
Das Ziehen einer Schusswaffe muss nicht in einer Schießerei enden.
Oft reicht es ja, diese Waffe zu ziehen. Aber ich sehe auf dem Video nicht mal einen Versuch, das Zerstören der Polizeiwagen zu verhindern. Mehrere Polizisten sind bereits vor Ort! Nicht mal ein Spray wird eingesetzt.
Auch wenn das Video nicht vollständig ist, so kann ich mir nicht vorstellen, dass die nachträgliche Auswertung ein Schulterklopfen zur Folge hatte, juut jemacht, wegtreten.
Aber vielleicht traut sich nicht jeder das so offen zu sagen.. Heute weiß man ja nie.
AZ
Es gab auch noch eine Vorgeschichte. Allerdings ist die Geschichte nicht so brandneu...
Mit einer Eisenstange ist ein Mann aus Arnsberg im Oktober auf Polizisten losgegangen. Das ist nur ein Grund, warum er ab dem 17. April vor dem Landgericht Arnsberg steht.
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.04.2026 00:08
Die Liste der Anklagen ist lang: Ein 40-jähriger Mann aus Arnsberg steht Mitte April wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor dem Landgericht Arnsberg. Er ist aktuell im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt-Eickelborn untergebracht. Sein Ausraster am 11. Oktober 2025 in Alt-Arnsberg sorgte im ganzen Sauerland für Aufsehen. Der Mann soll mehrere Scheiben einer Bankfiliale mit einer Eisenstange zertrümmert haben. Dann ging er auf die hinzugerufene Polizei los und bedrohte die Beamten. Er demolierte drei Streifenwagen. Die Einsatzfahrzeuge waren hinterher nicht mehr einsatzfähig. Weil der Beschuldigte sich von Ansprache und Warnschüssen nicht aufhalten ließ, stoppte die Polizei den Mann mit einem Schuss ins Bein.
Das Landgericht Arnsberg hat für den Prozess 5 Verhandlungstage festgesetzt.
Weitere Delikte
Gegen den 40-jährigen deutsch-Albaner gibt es weitere Vorwürfe: Er soll in Arnsberg den Lebensgefährten seiner Mutter, seinen gesetzlichen Betreuer, und in zwei Fällen Bankmitarbeiterinnen bzw. -mitarbeiter bedroht haben. Den Lebensgefährten der Mutter soll er zusätzlich beleidigt haben und eine Sachbeschädigung verwirklicht haben, indem er eine Porzellanfigur gegen eine Haustür geworfen haben soll, wobei die Tür und die Figur Schaden genommen haben sollen, so das Landgericht. Die bedrohte Bankmitarbeiterin soll er ebenfalls beleidigt und zu schlagen versucht haben. Einen Nachbarn soll er zum einen mit einem Hammer am kleinen Finger verletzt haben und diesem zudem durch das Zuschlagen einer Fensterscheibe eine Platzwunde am Kopf zugefügt haben.
Laut einem psychiatrischen Gutachten leidet der 40-Jährige an einer paranoiden Schizophrenie und hatte vor der Tat seine Medikamente abgesetzt. Das Landgericht Arnsberg stufte den Mann im Mai 2026 als schuldunfähig, aber wegen seiner Wahnvorstellungen und Aggressionen als dauerhaft gefährlich für die Allgemeinheit ein.Unterbringung: Er wurde zu einer unbefristeten Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verurteilt. Ein parallel geführtes Ermittlungsverfahren gegen die schießenden Polizisten wurde zuvor im Februar 2026 eingestellt.
Man beachte den letzten Satz...