Die Rastatter Prozesse waren eine Reihe von Kriegsverbrecherprozessen, die zwischen 1946 und 1949 in Rastatt stattfanden und zu den größten nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten. Unter der Schirmherrschaft der französischen Besatzungszone wurden hauptsächlich Personal und Verantwortliche aus NS-Lagerbetrieben auf dem Gebiet der französischen Zone angeklagt. Anstatt der führenden NS-Verbrecher standen dabei oft gewöhnliche SS-Angehörige und Handlanger im Fokus. Die Prozesse waren Teil der Entnazifizierung und der demokratischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus.
Dabei kam es im Nachwort auch zur Sprache, das diese Prozesse sehr von den Nürnberger Prozessen überschattet waren und viele Beteiligte auf Seiten der Justiz unter dem Eindruck der Entwicklungen in der Nachkriegszeit regelrecht kapitulieren mussten.
Wobei mir Rastatt im Zusammenhang mit der Märzrevolution des Jahres 1848 nicht unbekannt ist.







