. Jedenfalls ging es allgemein um Krieg, Frieden und die DDR-Friedensbewegung.In Erinnerung ist sie mir tatsächlich nur deshalb geblieben, weil da zwei Jungs in NVA-Uniform rumliefen - wo ich sie am wenigsten erwartet hätte…..
. Jedenfalls ging es allgemein um Krieg, Frieden und die DDR-Friedensbewegung.karnak hat geschrieben:Diese Losung stammt aus der Bibel(Jesaja) und der Staat hatte ursächlich überhaupt kein Problem solange der im kirchlichen Rahmen verwandt wurde. Erst als ein" mutiger Pfarrer" auf die Idee kam einen Aufnäher mit diesem Spruch zu fertigen und jeder der ein Bedürfnis hatte den Staat zu provozieren, den auf seinen US Parker nähte, hat das den Staat geärgert,und er war so dumm dem " mutigen Pfaffen" den Gefallen zu tun und wie erwünscht und erhofft zu reagieren.
Es ist am 24. September 1983, als der Kunstschmied Stefan Nau auf dem Wittenberger Lutherhof vor mehr als 2.000 enthusiastischen Zuschauern ein Schwert zu einer Pflugschar umschmiedet. Währenddessen liest Friedrich Schorlemmer, damals Prediger an der Schlosskirche in Wittenberg, biblische und politische Texte vor.
Die Aktion findet während eines evangelischen Kirchentages statt, zu dem zahlreiche Vertreter aus Westdeutschland gekommen waren – unter anderem der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin und spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker, aber auch das Westfernsehen und zahlreiche Print-Journalisten aus der Bundesrepublik.
Die Aktion wird dadurch schnell publik, und das Bild, das den damals 38-Jährigen Nau bei der Schmiedeaktion zeigt, geht um die Welt. Es wird zu einem Symbol der Friedensbewegung in Ost und West. Doch um Naus persönlichen Frieden ist es geschehen. Er muss für die spektakuläre Aktion einen hohen Preis zahlen.
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
Icke46 hat geschrieben:Also, den Titel will ich jetzt nicht beschreien, 1984 liegt schon ein paar Jahre zurück. Leider gab es damals keine Flyer, die ich dann in meine Sammlung einverleiben konnte. Jedenfalls ging es allgemein um Krieg, Frieden und die DDR-Friedensbewegung.
In Erinnerung ist sie mir tatsächlich nur deshalb geblieben, weil da zwei Jungs in NVA-Uniform rumliefen - wo ich sie am wenigsten erwartet hätte…..
karnak hat geschrieben:Ich gehe mal von Bausoldaten aus. Und solange das Ganze im kirchlichen Raum stattfand hielt sich der Staat eher zurück. Eine Notwendigkeit die in natürlich immer geärgert und jedem Provokateur, bekennendem Staatsfeind, Ausreiseantragsteller und was es sonst noch so an Widerstand gab, gefreut hat. In vieler Hinsicht wurde die Kirche da auch benutzt, was Staat und Kirchenoberen gleichermaßen irgendwie gestört hat.
pentium hat geschrieben:.
Die Aktion findet während eines evangelischen Kirchentages statt, zu dem zahlreiche Vertreter aus Westdeutschland gekommen waren – unter anderem der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin und spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker, aber auch das Westfernsehen und zahlreiche Print-Journalisten aus der Bundesrepublik.
Genau solche Art Öffentlichkeit mochten die Oberen des Staates nun überhaupt nicht, und die Pfaffen wussten das auch ganz genau. Und durch diesen medialen Erfolg fühlte man sich bestärkt mit diesen Aufnähern noch einen drauf zu setzen. Denke mal nicht, dass ich die Stimmung damals nicht erfasst habe, ähnlich wie heute, ich ziehe mir die Hosen nicht mit der Kneifzange an, verlasse Dich drauf.
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
pentium hat geschrieben:
Gab es ein DSV die einem Angehörigen der NVA oder ähnlichen Postleitzahlen das betreten einer Kirche in Uniform verbietet?
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
karnak hat geschrieben: es sollte gar nicht so um Abrüstung gehen sondern um Provokation des gehassten atheistischen Staates, und der war sich dessen natürlich bewusst, und so ging alles seinen sozialistischen Gang.
karnak hat geschrieben:Ich gehe mal von Bausoldaten aus.
Nee, aber ich habe mir auch da schon Gedanken zum gesellschaftlichen Sein gemacht. Kannte die allgemeine Stimmung im Lande zum Staat, mir war klar was ein Gläubiger vom atheistischen Staat halten muss und zu was sich dortige Amtsträger genötigt fühlen müssen. Ich hätte es in der Rolle nicht viel anders gemacht.Bernd hat geschrieben:karnak hat geschrieben:Ich gehe mal von Bausoldaten aus.
Meinst ein Mucker im Ausgang hätte das wegen seineS sozialistischen Klassenbewusstsein nicht sein können lach.....?
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
pentium hat geschrieben:
Na ja so richtig keine Ahnung, aber wieder mal das alte Feinbild aufgewärmt...Eigentlich geht es ja u m diese Fotoausstellung...Siri meint dazu:
Ja, die
Marienkirche am Berliner Alexanderplatz war ein bedeutender Ort für die kirchliche Friedensbewegung in der DDR, die das Motto "Schwerter zu Pflugscharen" nutzte. Es gab dort im Laufe der Jahre verschiedene Ausstellungen und Veranstaltungen im Kontext dieser Thematik.
Das Symbol selbst, basierend auf einem biblischen Zitat (Micha 4,1-4), wurde zum Erkennungszeichen der unabhängigen Friedensbewegung in der DDR. Die evangelischen Kirchen, einschließlich der Marienkirche, boten dieser Bewegung einen geschützten Raum,Es ist am 24. September 1983, als der Kunstschmied Stefan Nau auf dem Wittenberger Lutherhof vor mehr als 2.000 enthusiastischen Zuschauern ein Schwert zu einer Pflugschar umschmiedet. Währenddessen liest Friedrich Schorlemmer, damals Prediger an der Schlosskirche in Wittenberg, biblische und politische Texte vor.
Die Aktion findet während eines evangelischen Kirchentages statt, zu dem zahlreiche Vertreter aus Westdeutschland gekommen waren – unter anderem der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin und spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker, aber auch das Westfernsehen und zahlreiche Print-Journalisten aus der Bundesrepublik.
Die Aktion wird dadurch schnell publik, und das Bild, das den damals 38-Jährigen Nau bei der Schmiedeaktion zeigt, geht um die Welt. Es wird zu einem Symbol der Friedensbewegung in Ost und West. Doch um Naus persönlichen Frieden ist es geschehen. Er muss für die spektakuläre Aktion einen hohen Preis zahlen.
https://www.mdr.de/geschichte/ddr/polit ... u-100.html
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
Im Westen hat es dann auch nicht geklappt, wird wohl auch die Stasi gewesen sein. Möchte nicht recherchieren was der Typ für eine Nase war. Als ob in diesem Wirtschaftssystem des Mangels zu verhindern gewesen wäre private Aufträge für irgendwelche Kunstschmiedearbeiten zu bekommen, glaubste doch selber nicht.
Dazu wäre nicht mal der liebe Gott geschweige denn die Stasi in der Lage gewesen. ![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
karnak hat geschrieben:Das war keine Unterstellung, dass war der eigentliche Grund sich zum Friedens- und Widerstandskämpfer zu mausern,die lockenden Fleischtöpfe im Westen, so wie ein nicht unerheblicher Teil der nicht sonderlich religiösen Kirchgänger bei entsprechenden " Friedensgebeten"Ich kenne X Beispiele wo das der eigentliche Grund war. Ich will auch gar nichts dagegen sagen wenn man den Kanal vom DDR System voll hatte und über diesen Weg das Verlassen der DDR beschleunigen wollte. Aber diese dümmliche Heuchelei und eigene Überhöhung zum heldenhaften Widerständler ist einfach nur peinlich . Und gerade ein Schorlemmer wird schon gewusst haben in welche Kategorie er den Mann einzuordnen hatte. Gleichzeitig wurde er von einem elementaren und logischen Gegner des atheistischen Staates,der Kirche, für seine Zwecke benutzt, um nicht zu sagen missbraucht, von gewissen medialen und politischen Kräften in der Bundesrepublik Alt gar nicht gesprochen.
Diverse, völlig unverdächtige, Kirchenleute bestätigten und beklagten dieses" Andocken" von Leuten mit ganz anderen Interessen an die Friedensbewegten im Schutz- und Provokationsraum Kirche.karnak hat geschrieben: Diverse völlig unverdächtige Kirchenleute bestätigten und bedauerten dieses" Andocken" von Leuten mit ganz anderen Interessen an die Friedensbewegten im Schutz- und Provokationsraum Kirche.
![Grinsen [grin]](./images/smilies/evilgrins.gif)
karnak hat geschrieben:Nee, genau so war das, ich neige nicht zur Verklärung von Geschichte, schon gar nicht wenn ich sie maßgeblich miterlebt habe, in keine Richtung.Diverse völlig unverdächtige Kirchenleute bestätigten und bedauerten dieses" Andocken" von Leuten mit ganz anderen Interessen an die Friedensbewegten im Schutz- und Provokationsraum Kirche.
Natürlich, " stasihaftes Gelaber" ,sicher sowas wie ein "antisemitischer Verdachtsfall" wenn man sich auch nur einen Milimeter von der Arschkriecherei gegenüber der Verbrecherregierung Israels entfernt. ![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
karnak hat geschrieben:[grin] Natürlich, " stasihaftes Gelaber" ,sicher sowas wie ein "antisemitischer Verdachtsfall"
Bernd hat geschrieben:Können ja nur kaputte Existenzen , nützliche Idioten und Mißbrauchte gewesen sein die da in der kirchlichen Friedesbewegung mit gemacht haben.
Nee, das habe ich nicht behauptet, es gab einen nicht unerheblichen Personenkreis den ging der Friedenswillen, den Willen zur demokratischen Veränderung des DDR System, der Umweltschutz am Arsch vorbei, die haben dort nur mitgemacht aus reinen egoistischen Interessen, sie haben darauf spekuliert, dass das DDR System sie zu Staatsfeinden erklärt, sie schneller rausschmeißt, oder dass sie über das Risiko von etwas Knast freigekauft werden. Es gab in der Endphase Leute die Ausreiseanträge gestellt haben mit dem klar formulierten Grund, weil sie so lange auf ein Auto warten müssen. Man hat eindeutig zum Ausdruck gebracht, bekomme ich im nächsten halben Jahr eins ziehe ich den Antrag zurück. Waren das Leute in Systemrelevanz, wie man heute sagen würde, hatten sie gute Chancen sich mit dieser Form von Erpressung durchzusetzen. ![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
karnak hat geschrieben:Bernd hat geschrieben:Können ja nur kaputte Existenzen , nützliche Idioten und Mißbrauchte gewesen sein die da in der kirchlichen Friedesbewegung mit gemacht haben.
Nee, das habe ich nicht behauptet, es gab einen nicht unerheblichen Personenkreis den ging der Friedenswillen, den Willen zur demokratischen Veränderung des DDR System, der Umweltschutz am Arsch vorbei, die haben dort nur mitgemacht aus reinen egoistischen Interessen, sie haben darauf spekuliert, dass das DDR System sie zu Staatsfeinden erklärt, sie schneller rausschmeißt, oder dass sie über das Risiko von etwas Knast freigekauft werden. Es gab in der Endphase Leute die Ausreiseanträge gestellt haben mit dem klar formulierten Grund, weil sie so lange auf ein Auto warten müssen. Man hat eindeutig zum Ausdruck gebracht, bekomme ich im nächsten halben Jahr eins ziehe ich den Antrag zurück. Waren das Leute in Systemrelevanz, wie man heute sagen würde, hatten sie gute Chancen sich mit dieser Form von Erpressung durchzusetzen.
karnak hat geschrieben:Nee, das habe ich nicht behauptet, es gab einen nicht unerheblichen Personenkreis den ging der Friedenswillen, den Willen zur demokratischen Veränderung des DDR System, der Umweltschutz am Arsch vorbei, die haben dort nur mitgemacht aus reinen egoistischen Interessen, sie haben darauf spekuliert, dass das DDR System sie zu Staatsfeinden erklärt, sie schneller rausschmeißt, oder dass sie über das Risiko von etwas Knast freigekauft werden.
![Grinsen [grin]](./images/smilies/evilgrins.gif)
karnak hat geschrieben:Aber sie haben das Füllen der Kirchen nicht unerheblich beeinflusst, was rein optisch mehr hermachte und gleichzeitig hat den Kirchen diese Entwicklung nicht unbedingt gefallen, weil sie sich selbst benutzt fühlten, gleichzeitig diese Leute durch ihre schiere Anwesenheit auch benutzt haben um ein öffentliches Bild zu zeichnen.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste