Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon augenzeuge » 18. November 2024, 19:28

Ein kleiner Ort in Nordwestmecklenburg schafft es regelmäßig in die großen Medien der Republik. Das von nur 38 Menschen bewohnte Jamel gilt als „Nazi-Dorf“, seit sich in den 90er-Jahren zahlreiche Rechtsextreme hier bewusst niederließen. Mit völkischer Propaganda, Rechtsrockkonzerten und unter Bedrohung Andersdenkender schufen sie ein Klima der Angst. Und doch beugten sich nicht alle Einwohner der rechten Hegemonie: Birgit und Horst Lohmeyer, 2004 aus Hamburg-St.Pauli aufs Land gezogen, wehren sich seit Jahren gegen die Anfeindungen, die ihnen von Beginn an entgegenschlugen.

Wie es das Künstler-Ehepaar alltäglich inmitten der neonazistischen Nachbarschaft aushält und wie es mit einem prominent besetzten Musikfestival bundesweit Aufmerksamkeit für die Lage schuf, zeigt nun der eindrückliche Dokumentarfilm „Jamel - Lauter Widerstand“.

„Sieg Heil“-Rufe als Normalität
Sie hatten das ruhige Landleben gesucht - und stießen auf eine ihnen teils feindlich gesinnte Bürgerschaft. „Dorfgemeinschaft Jamel, frei - sozial - national“ - so prangte es im Dorf lange als Motto an prominenter Stelle; Wegweiser zeigten nach Braunau am Inn und Königsberg. NS-Propaganda überall, „Sieg Heil“-Rufe als Normalität.

Bald nach ihrem Umzug, der sie vor 20 Jahren ohne Wissen der lokalen Situation in den von Neonazis beherrschten Ort führte, wurde den Lohmeyers einiges klar: Mit Jamel hätten sie „tief in die Scheiße“ gegriffen, berichtet das Ehepaar in der Doku von Filmemacher Martin Groß, der die beiden seit 2015 mit der Kamera begleitet hat. Bleiben wollten sie dennoch. Und sie sagen: „Wir haben von Anfang an begriffen, dass uns die Öffentlichkeit nur schützen kann.“


https://www.focus.de/unterhaltung/kino- ... d88b7.html

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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon pentium » 18. November 2024, 20:15

Re: Die deutsche Asylpolitik...

Beitragvon Interessierter » 1. September 2015, 10:18
Rechtsextremismus
"Willkommen" im Nazi-Dorf!
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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon pentium » 18. November 2024, 20:19

Ist denn schon Wahlkampf? Da muss mal wieder über rrääcchhttss geschrieben werden!
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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon augenzeuge » 18. November 2024, 22:17

pentium hat geschrieben:Ist denn schon Wahlkampf? Da muss mal wieder über rrääcchhttss geschrieben werden!


Einfach akzeptieren, ohne Gebrüll. [hallo]

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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon pentium » 19. November 2024, 08:38

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Ist denn schon Wahlkampf? Da muss mal wieder über rrääcchhttss geschrieben werden!


Einfach akzeptieren, ohne Gebrüll. [hallo]

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Wer brüllt denn? Was soll die Geschichte vom Focus. Da wurde doch schon 2015 berichtet. Wenn es so schlimm für diese Künstler ist, warum leben sie seit 2015 dort und sind nicht weggezogen?
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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon augenzeuge » 19. November 2024, 09:55

Die Frage ist eher, warum ist das dort ein Nazihotspot?

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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon pentium » 19. November 2024, 11:11

augenzeuge hat geschrieben:Die Frage ist eher, warum ist das dort ein Nazihotspot?

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Ist das so? Oder lässt hier wieder einmal Sebnitz grüßen...Was versteht dieses Künstlerehepaar unter "Rechts"?
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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon steffen52 » 19. November 2024, 12:19

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Die Frage ist eher, warum ist das dort ein Nazihotspot?

AZ


Ist das so? Oder lässt hier wieder einmal Sebnitz grüßen...Was versteht dieses Künstlerehepaar unter "Rechts"?

Bestimmt alles was nicht linksgrün angehaucht ist. Als so Graß kann wohl nun doch nicht sein, sonst wäre das Künstlerehepaar schön
längs weggezogen. Nun schon das Wort Künstlerehepaar sagt ja alles aus..... [flash]
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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon augenzeuge » 19. November 2024, 15:47

Ich finde es amüsant, wie man die Nazis negiert. Es überrascht mich nicht.

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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon pentium » 19. November 2024, 16:17

augenzeuge hat geschrieben:Ich finde es amüsant, wie man die Nazis negiert. Es überrascht mich nicht.

AZ


Ein treffender Kommentar aus dem Focus
Was wären die Lohmeyers ohne die vermeintlich Rechten in dem Dorf? Vermutlich arbeitslos! Sie haben aus ihrem Kampf ein einträgliches Geschäft gemacht. Werden hofiert von Medien und mehr oder minder Prominenten. Als Künstler in Hamburg würde von ihnen niemand Notiz nehmen. Das ist wohl auch der Grund, warum sie dort nicht wegziehen. Sie würden den Ast absägen, auf dem sie sitzen.

Ich würde ernsthaft fragen, ob in diesem 38 Seelen Dörfchen auch derartige Umtriebe "an der Tagesordnung" wären, wenn die Beiden nicht zugezogen wären.
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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon augenzeuge » 19. November 2024, 16:23

Ich würde ernsthaft fragen, ob in diesem 38 Seelen Dörfchen auch derartige Umtriebe "an der Tagesordnung" wären, wenn die Beiden nicht zugezogen wären.


Achso, die sind erst durch die so geworden? [laugh]
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Re: Ein Künstlerehepaar im „Nazi-Dorf“ von Mecklenburg

Beitragvon pentium » 19. November 2024, 16:36

augenzeuge hat geschrieben:Ich finde es amüsant, wie man die Nazis negiert. Es überrascht mich nicht.

AZ


Wieso negiert? Ich habe mich jetzt mal ein wenig bei Google umgeschaut. Hier mal Wiki...
Rechtsextremismus in Jamel

Seit 1992 wird Jamel immer wieder im Zusammenhang mit Rechtsextremismus genannt. Damals feierten dort etwa 120 Neonazis zu Ostern den Geburtstag Adolf Hitlers und hissten dabei die Reichskriegsflagge. Seither sind sowohl einige ursprüngliche als auch neu zugezogene Bewohner durch Brandstiftungen vertrieben worden.[4]

Im Ort zeigte ein Wegweiser unter anderem nach Braunau am Inn, Königsberg und „Wien/Ostmark“, und auf einem Findling wurde ein Schild mit der Aufschrift „Dorfgemeinschaft Jamel, frei – sozial – national“ angebracht. Wegweiser und Schild wurden im Februar 2011 auf Anweisung des Grevesmühlener Bürgermeisters entfernt. Als sie kurze Zeit später ersetzt wurden, entschied das Verwaltungsgericht Schwerin im April 2011, dass beide wegen Volksverhetzung endgültig zu entfernen seien.[5] Dagegen reichte der Grundstückseigentümer Klage ein, die das Verwaltungsgericht Schwerin 2013 zu seinen Gunsten entschied.

Der bundesweit bekannte NPD-Politiker Sven Krüger unterhielt in Jamel sein Abbruchunternehmen. Der Bürgermeister von Gägelow bezeichnete Jamel im Jahr 2007 als ein Dorf, das man aufgegeben habe.[4]

Das 2004 aus Hamburg-St. Pauli zugezogene Ehepaar Horst und Birgit Lohmeyer erhielt am 12. Mai 2011 den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage, am 29. August 2015 den Georg-Leber-Preis für Zivilcourage der IG BAU sowie am 6. Dezember 2018 den Sonderpreis der 1Live Krone, jeweils für das von ihnen seit 2007 jährlich organisierte Musikfestival Jamel rockt den Förster, das sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit richtet und unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern steht.[6][7][8] Immer wieder kam es zu Übergriffen während des Festivals von Seiten der Rechtsextremisten.[9]

In der Nacht zum 12. August 2015 brannte die Scheune ihres denkmalgeschützten Anwesens Forsthof Jamel nieder, mutmaßlich aufgrund von Brandstiftung.[10] Aus den Überresten der abgebrannten Scheune errichtete der Schweizer Künstler Harry Schaffer als Mahnmal ein Stelenfeld und die sogenannte „Pyromide“, eingeweiht im August 2016.[11][12]

Im Sommer 2015 baute Michel Abdollahi für eine Panorama-Dokumentation für einen Monat eine Holzhütte auf einer Rasenfläche im Dorf auf, mit dem Ziel, mit Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Dabei kam es insbesondere zu betont lockeren Gesprächen mit dem „Dorfchef“ Sven Krüger, die auch mit der Kamera festgehalten wurden.[13] Abdollahi erhielt hierfür den Deutschen Fernsehpreis.
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